Montag, 20. Oktober 2014

Ein Tag wie gemalt ...

Der Frühling hat es angefangen,
Der Sommer hat´s vollbracht.
Seht, wie mit seinen roten Wangen
So mancher Apfel lacht!

Es kommt der Herbst mit reicher Gabe,
Er teilt sie fröhlich aus
Und geht dann wie am Bettelstabe,
Ein armer Mann, nach Haus.

Voll sind die Speicher nun und Gaden,
Daß nichts uns mehr gebricht.
Wir wollen ihn zu Gaste laden,
Er aber will es nicht.

Er will uns ohne Dank erfreuen,
Kommt immer wieder her:
Laßt uns das Gute drum erneuen,
Dann sind wir gut wie er.

Hoffmann von Fallersleben


 Ich bin dankbar für diesen herrlichen Tag, dankbar dafür, dass ich ihn in meinem Garten verbringen darf. Ein wenig Demut würde einigen nicht schaden, die sich an nichts erfreuen können, was kein Geld kostet. Wenn man dem Wetterbericht glauben darf (wozu ich nicht neige), ist dies der letzte gescheite Herbsttag - momentan jedenfalls. Momentan hängen ja auch noch einige Blätter an den Sträuchern, von den Bäumen sind sie bereits gefallen, es kommt  auch immer auf die Sorte an.
 Ich liebe meinen Vibirnum opulus roseum, er verfärbt sich wunderbar und hält lange die Blätter. Seltsamerweise hat sich nur einer rot verfärbt, die anderen sind noch grün. Da muss ich nachforschen. Die falsche Alraune hat ein dauerhaftes Kleid!
 Unten ein Stück Leiter aus dem Hühnerstall meines Vaters, es darf bleiben, bis es völlig zerfallen ist.
 Sagae, unglaublich, wie schön sie ist - im Frühling wird sie sich von einem Teilstück trennen müssen.
 Und sie - die faule Katze? Man achte auf die Stellung des Ohres!! Und dies nach der Frage: Kommste mit raus? Die Antwort wollt ihr nicht wissen.


 Wir haben nun alle hohen Stauden abgeschnitten, der Rest bleibt zum Schutz und für die Tiere liegen.

 Aster Pansus hat noch immer Besuch - es brummselt gewaltig!


 Der viele Regen hat es unmöglich gemacht, das Gras zu betreten, es sumpft regelrecht - wie in jedem Jahr, ebenso im Frühling.

Leise wiegt sich das Gras im Wind, die Sonne scheint, fast unnatürlich hell und warm ist es - und das am 19.10.2014!
Eine Bekannte meinte, ihre Hunde würden erst jetzt das Fell wechseln, dies würde bedeuten, dass der Winter noch nicht kommt. Der soll mir auch fortbleiben, dann darf ich wieder schippen, und darauf hab ich keine Lust. Kalt darf es sein, wegen des Ungeziefers. Übrigens - ich habe heute auch nochmal eine Runde ausgegeben, für alle .................................Schnecken!

Unser Hochhaus ist fertig, das Kind hat gezählt: 215 Wohnungen sind vorhanden, so versicherte es mir!

Samstag, 18. Oktober 2014

Abbey House Gardens II

  
Heute also der versprochene zweite Teil des Abbey House Gardens in Malmesbury. 
 Im hinteren Teil ist ein Teich, hochgesetzt, man kann auf dem Rand sitzen und die Fische füttern. Von oben läuft das Wasser nach, wie man hier sieht. Das Futter kann man kaufen, so lange, bis der Tagesbedarf der Tiere gedeckt ist. Sie sind richtig zahm.

Ich saß lange auf dem Rand
 Und lange habe ich auch gesucht nach einer Erklärung für die Eidechse an dieser bedeutenden Stelle. Gefunden habe ich nichts. Fällt euch was dazu ein?
 Den unteren Gartenteil habe ich nicht betreten, er ist steil. Ich finde ihn aber schon von den Bildern her wunderschön.
 Welche Ausmaße das Grundstück hat, unglaublich. Ein El Dorado auch für Kinder.


 Im Herbst sieht es hier sicher wunderbar bunt aus.

 Paradiesische Zustände
 Und auf dem Rückweg nochmal oben - der Küchengarten

Wir verabschieden uns - bis zum nächsten Mal.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Mobile Fotos - ganz fix

Gestern war die Sonne so schön - noch schöner als heute. Und da ich keine Zeit hatte, bin ich fix mit dem Handy durch den Garten gerauscht, um hier und da mal draufzudrücken. Nicht die gewohnte Qualität, doch ich kann mich dieser Technik nun nicht mehr verschließen. Jahrelang schimpfte ich darauf, nun frage ich mich, wie ich so lange darauf verzichten konnte (auf dieses).
Oben: Vibirnum opulus roseum
 Hortensie Limelight am Hangaufgang - und während ich schreibe, kübelt mir die Katze auf den Teppich. Sie schlingt das Trockenfutter so - und manchmal kommt es dann raus.Nun sitzt sie vor der Tür - da ist es nicht so schlimm.
 Patricia - ein wunderschönes dauerblühendes Geranium, sehr hoch, hier niederliegend.
 Im Zuge der Aufräumarbeiten im Garten haben wir die Aster Violetta wegen mangelnder Fernwirkung entsorgt - und ich traue meinen Augen kaum - irgendwie entstand ein neuer Sämling, und er ist wirklich so leuchtend wie auf dem Bild. Im Frühling wird er versetzt - er darf natürlich bleiben. Danach leckt man sich doch die Finger!
 Aster Pansus Snowflurry zu Füßen der Mauer, obendrüber steht die normale Pansus, man kann den Unterschied hier nicht erkennen - eine Schau in edlem Weiß!
 Ich, die ich nichts wegwerfen kann, topfte mal wieder Semperviven. Als ich das nächste Mal danach schaute, hatten die Amseln einige gestohlen - oder waren es die Elstern? Ich hab gleich nachgesteckt - es sind gelbe - und dunkelrote - darauf möchte ich nicht verzichten.
 Übervoll hängen die Fuchsien und warten auf meine Freundin, die sie übernimmt - sie hat einen Wintergarten und wird sie behalten.
 Alle Holzlager sind aufgefüllt - doch draußen ist es noch wunderschön - der Ofen bleibt aus.

 Wirklich wunderbar warm war die Sonne gestern, das muss man einfach genießen
 Die großen Semps klauen sie nicht - sie sind auch verwurzelt
Ein letzter Gruß vom Ahorn - bevor er weggemacht wird.
Genießt die Sonne, lange ist sie nicht mehr so warm.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Wir machen ein Pflanzenbuch und backen Scones

 Sonntag, ein Hüngerchen kündigt sich an. Ich backe Scones - Mr. W. freut sich tierisch - erinnert es ihn doch immer an unsere zweite Heimat.
Es ist so einfach und geht so schnell, man kann die Scones gut einfrieren, ich mache das immer so, denn mehr als einen esse ich sowieso nicht. Mehr geht nicht rein.
Dazu gehören Butter, Clotted Cream (gekochte Sahne) und Erdbeermarmelade. Clotted Cream haben wir mitgebracht, aber auch schon selber gemacht. Es ist etwas zeitraubend, aber nicht schwer. Im Netz findet man Anleitungen.
Ich würde euch gerne einladen, ihr seid aber sooo weit weg! Guten Appetit beim Nachmachen.
Meine Kinderschrift ist nicht meine wirkliche Schrift, es hat einfach damit zu tun, dass man immer mit Kindern umgeben ist und sie es ja auch lesen können sollen. Derzeit übe ich mich noch an der vereinfachten Ausgangsschrift - und das in meinem Alter!
"Oma", sagte das Großkind, "können wir ein Pflanzenbuch machen?" (Satzzeichenübung fürs vierte Schuljahr, kicher).
"Klar, machen wir!"
"Ich will nämlich mal alle Pflanzen so gut kennen wie du und alle Namen lernen!" (das Kind, 3. Schuljahr).
Ich bin gerührt.
 Wir gehen raus und zupfen hier und da. Schwer die Vorstellung, einen Zierapfel in ein Schulheft zu pressen. Ich kann sie aber davon überzeugen, dass das nicht geht. Nepeta, Katzenminze. Ihr erinnert euch? Mit zwei Jahren konnte sie schon Hosta sagen.
 Die Sideboarddeko hat allerdings die Lütte gemacht, fünf Jahre. Wir breiten alles vor uns aus. Ich hege leichte Zweifel, ob das wohl was wird. Man sollte einfach mehr Vertrauen in die Kinder haben, denn es ist wunderschön geworden.
 Trocken sind sie nun, die zwei Hefte, sie stehen eng zwischen den Büchern, beschriftet haben die Kinder noch am gleichen Tag. Sogar die Kleine hat geschrieben, anstatt Akelei steht da nun Aclethea. Eine neue Pflanze ist entstanden.
Zur Arbeit gehört auch eine Pause, Äpfel sind angesagt.
Und nun wünsche ich einen wunderschönen Sonntag, ohne Regen, mit Spaziergang, einem guten Buch. Und Scones - natürlich!