Dienstag, 13. Juni 2017

Sommerpause !

Sommerfrische
 
Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.
Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser.
Weil`s wohltut, weil`s frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt.
Und lass deine Melodien lenken
Von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.
Joachim Ringelnatz
(1883-1934)

Ein Sommerpäuschen ist nötig - ich brauch mal wieder mehr Zeit für Bücher! Bis bald. ♥

Freitag, 9. Juni 2017

Wetterkapriolen im Juni

 Man kommt sich vor wie im April, oben den Schal um den Hals, unten kalte Füße. Zwei Stunden später 25 Grad, wechselweise Regen und Sonne. Für einen kühlen Sommer wäre ich dankbar, habe aber leider nichts mitzureden! Sambucus Black Tower blüht nun ebenso wie die anderen braunen und gelben Kollegen. Sehr schön.
 Die Hosta Cirspula hat sehr schöne Blüten, leider sieht man sie hier nicht so richtig. Eine alte, gesunde Sorte.
 Was davon zu halten ist, seht ihr ja selbst. Zerfressen von Schnecken trotz Schneckenkorn. Kaum fährt man mal in Urlaub und kann nicht nachlegen beim Schneckenfutter, wird man überrollt. Dewdrop werde ich wohl ausrangieren müssen. Nebenan die June steht wie eine eins.
 Dicentra x 'Burning Hearts' ist ganz neu, blaues Laub und herzchenförmingen Blüten
 Fast ein gelbes Beet, gelb ist meine Sommerfarbe. Wie haltet ihr es damit? 

Stipa Polytails
 Ein herrlicher Himmel - so könnte es bleiben, Regen in der Nacht bitte! Petrus, hast du es gehört? ;)
 Nicht kleckern, sondern klotzen - dies ist die Devise meiner Semperviven in diesem Sommer. Das Garagendach wirkt wie eine Fußbodenheizung, so groß waren sie noch nie. Und dann immer wieder ein kleiner Schauer, besser kann es nicht sein.

 Mein Phlomis russeliana wurde versetzt und blüht nun wieder herrlich. Eine Pflanze, um den kommenden trockenen Sommern zu trotzen.
 Kleiner Durchblick zwischen Ghislaine de Feligonde bzw. dessen, was von ihr nach dem Rückschnitt übrig ist und dem Aufgang zur Haustür


 Das Hakonegras (Hakonechloa macra aureola) war total zurückgefroren. Wir schnitten es ab. Nach unserem Urlaub war es wieder schön, es hat gehört, dass ich es ausgraben wollte. Ich glaube, die Pflanzen tun das wirklich.
 Wo sind eure geübten Augen? Ich hab wieder eine Sagae, nun bin ich glücklich!
 Eine Austinrose, den Namen hab ich mittlerweile vergessen, weil ich kaum noch Rosen habe
Die schöne Uta leuchtet in orangerot in der Sonne. Wie wunderschön sie ist. Ich könnte euch alle einzeln vorstellen, doch ich glaube, das würde euch langweilen. Mich vermutlich dann auch. Täglich stehe ich mindestens 30 Minuten vor allen Töpfen, zupfe und schaue, ob die Made in den Blättern ist. Dann heißt es auszupfen und immer kontrollieren. Tut man dies nicht, verliert man die Pflanze. Die Blätter werden weich, sind innen mit schwarzem Kot gefüllt und sterben ab. Ekelig, aber alle Tieren leben von Pflanzen oder anderen Tieren, so ist die Natur.

Ein schönes Wochenende wünscht euch die Mannschaft vom Hillsidegarden

Montag, 5. Juni 2017

Emils Abenteuer in der Hang-Gang

Unser Kleinkind hat angefragt, ob es jetzt auch raus dürfe. Nicht vehement, nein, aber ich dachte, es sei an der Zeit. Seine aufgerissenen Augen bedeuten nicht, dass er aufgeregt ist - er schaut immer so. Nur wenn etwas neu ist, weiten sich die Pupillen, dann sind die schwarzen Punkte ganz groß! Nur sein Seelchen, die Angst, ist jetzt groß.
 In Gesellschaft von uns inclusive dem Kater fühlt sich Emil stark, da ist er neugierig. Aber wehe, er ist alleine - dann ruft er nach Mama und die muss sogleich geflitzt kommen, um ihr Baby zu retten. Dann ist es wieder stark.
 Die beiden zusammen sind eine Gang, die Hang Gang. Achtung: Links unser Grundstück, rechts Nachbarn, mehr muss ich nicht sagen?

 Fraser muss sich mal hinlegen, es ist anstrengend, einen Frischling anzuführen.
 Bienen haben es Emil angetan, er haut nach ihnen. Zumindest so lange, bis er das erste Mal gestochen wird, die Erfahrung hat der Große auch machen müssen.
 Balgen macht auch Spaß. Emil ist unser Domino, ich spüre, dass Fraser sich ihm unterordnen wird.
 Die Chartreux ist eine Rasse, die vom Wesen her eher der Europäisch Kurzhaar gleicht. Sehr agil, frech und wie ein Hund - das ist das Schöne an ihr. Er läuft mir immer hinterher. Fraser hingegen ist gemütlich, lieb und kommt meist, wenn ich rufe.
Und heute Morgen war er ganz allein draußen, der Emil, der Fraser war plötzlich verschwunden. Zack, stand der Kleine vor der Terrassentür und rief nach mir und ich ließ ihn rein, Schoß, schmusen, Mama da - alles gut. Jetzt kann er wieder frech sein.

Die Rose Ghislaine de Feligonde ist runtergekracht, wir haben sie zusammengeschnitten, damit sie nicht bricht. Sie ist trotzdem noch stattlich. Das Bild ist vor dem Schnitt und vor dem Regen.

Emil liegt im Flur und gibt Geräusche von sich. Dann plant er wieder etwas, das kennen wir schon.

Wir wünschen einen schönen Pfingstmontag!

Samstag, 3. Juni 2017

Schöne Pfingsten!

♥ Euch allen wünsche ich ein schönes Pfingstfest. ♥

Ich bin sehr früh aufgestanden und komme gerade aus dem Kraut, mein neues Sempervivenbeet muss alle zwei Tage durchgerupft werden, da gehen ständig Cotoneastersämlinge auf. Entspannung pur - ich mach das gern!

Montag, 29. Mai 2017

Wunder der Natur - Hyacinthoides non-scripta in englischen Wäldern (Dorset)

Gestern Abend kam im Zweiten eine Sendung über den deutschen Wald. Da kam es mir doch gleich in den Sinn, über den englischen Wald zu schreiben. Habe ich doch erst vor zwei Wochen diese Aufnahmen gemacht. Wir waren auf dem Weg zu einem Besuch und fuhren durch einen Wald. Himmel, ja der auch, war es da blau. Einmal hatte ich Ähnliches in Wales gesehen, aber hier war es flächendeckend, der ganze Wald übersät mit dem englischen Hasenglöckchen, Hyacinthoides non-scripta.
 Für mich gab es kein Halten. Es war sowieso niemand in der Nähe. Den Wagen geparkt, Foto gezückt, Atmung flach. Sowas erlebt man nicht alle Tage. Diese Momente sind etwas so Besonderes, sie sind so wertvoll. Am Rande des Waldes sah es aus wie in kleinen Beeten, die die Natur selbst gemacht hat. Der Wald liegt in der Nähe von Bridport in Dorset.

 Keines der Aufnahmen kann zeigen, wie schön es dort wirklich war. Wir standen lange davor, Mr. W. ging auch einen Weg entlang. Mir genügte es, einfach staunend zu stehen und die Luft einzusaugen. In meinem Garten wächst das spanische Hasenglöckchen, ich muss mal auf die Unterschiede achten.
Wer Wert auf dieses Glöckchen legt, bei Sarah Raven im Katalog kann man sie bestellen als Knolle.
 Beete der Natur
 Neben dem Wald Felder - endlos und wir ganz alleine. Was für ein Tag!
Überall in England wächst am Rande  Cowparsley, der Wiesenkerbel. Ganze Straßenzüge sind damit eingesäumt. Ich weiß nicht, ob ihr euch das vorstellen könnt, aber es ist gigantisch. Dorset ist eine Reise wert, bevor all die Touristen dort einfallen. Es gibt malerische Dörfer, die aber nur schön sind, wenn sie nicht so überlaufen sind. Und dann die Strände und Felsen - aber darüber reden wir ein anderes Mal!

Samstag, 27. Mai 2017

Die Hostazeit fängt an!

Es ist wieder soweit - die Saison hat richtig angefangen. Blattläuse, Wühlmäuse und Zecken geben sich ein Stelldichein in unserem Garten. Doch hab ich die drei eingeladen? Ich könnte glatt auf sie verzichten. Aber nicht auf meine Hostas, obwohl mein Nachbar bei einem schweifenden Blick durch den Garten meinte, es wäre doch seeehr viel! *kicher* Das weiß ich ja, aber ich kann mich nur selten trennen. Und ich kaufe auch kaum noch was. Drei Stück dieses Jahr, als Ersatz für die Großen, die gegangen sind. Oben June Fever
 Halcyon war eine meiner ersten, sie ist eine der besten Hostas und Mutter vieler anderer.
 Auch June ist ein unbedingtes must have. Letztes Jahr habe ich großzügig eine entsorgt, da sie zurückfiel, d.h. sie wird wieder zur Halcyon, also blau. Ich hatte keine Lust, sie immer wieder auszugraben und die blauen Triebe zu entfernen. Ich hatte ja noch eine.
 Dieses edle Teil ist neu vom letzten Jahr und trägt den Namen First Blush. Sie treibt grün aus und überzieht sich mit einem lila Hauch. Vermutlich wird sie danach wieder grün, ich weiß es nicht mehr. Gestern haben wir den Flieder *Syringa chinensis* geschnitten, mit der Hand. Danach hab ich diese Hostas wieder nach links gerückt, damit sie mehr Schatten haben und mit einem Handfeger abgekehrt. Das gesamte Umfeld, weil der Flieder ja seine Brösel wirft.
 Ich bin mit meinem Bandscheibenbeet überhaupt nicht zufrieden. Seit der rote Acer tot ist, hat es keinen Schatten mehr und vieles wird verbrennen. Nachher stelle ich einen Sonnenschirm für die nächsten zwei Tage, es soll ja grottig heiß werden - und das mir, wo ich alles über 19 Grad als Strafe empfinde. Oben ein Sport von einer Kifukurin.
 Den Astrantien (Roma) kann das Wetter nichts anhaben, sie brauchen nur Wasser.
 Da sind sie, die elenden Kollegen, und untendrunter ruinieren mir die Ameisen die Pflanzen.
 Dieses Bild liebe ich!
 Tiny bubbles
Jetzt geht es meinen Semperviven an den Kragen. Ich muss das Garagendach leerer machen. Also pflanze ich wo es geht ins Beet. Und dann? Unkraut zupfen ist Meditation für mich, und da es an der Schräge und an der Trockenmauer ist, kann ich das auch. Diese hier werden nicht ausgepflanzt, sie sind recht neu. Semperviven sind wandelbare Gesellen, mehrfach im Jahr verändern sie die Farbe. Es gibt welche, die bekommen so viele Kinder, dass sie mir auf den Nerv gehen. Andere betrachtet man immer zweifelnd und denkt: Ich werf dich weg, die bist ein Pienzje (so empfindlich) und vermehrst dich auch nicht. Seit ich zurückbin, habe ich gesehen, dass die Fliege wieder in den Semps ist. Es ist eine besondere Art, die ihre Eier in die Schönheiten legt, die sich zu Maden entwickeln und alle Blätter vermatschen. Da hilft nur abzupfen und sprühen, sonst verliert man den ganzen Bestand. Und hier gibt es nur eine Chefa, nämlich mich. Ich lass mich doch von den Biestern nicht ärgern!

Euch wünsche ich ein sonniges Wochenende, mich findet ihr im Untergeschoss, wo es sehr kühl ist. Ab 25 Grad bin ich weg!