Dienstag, 1. September 2015

September, letzte Arbeiten für dieses Gartenjahr

Er  hat noch keinen Namen, ein dreijähriger Sämling von mir, den meine Freundin mir großgezogen hat, weil es bei mir einfach an Platz mangelt! Eines hat er jedoch: Dickmaulrüsslerfraßstellen!;))



 Im Frühling geteilt, ist diese Wanne mit Blue mouse Ears, Praying hands und einer japanischen wieder so zugewachsen, dass sie im Frühling erneut die Machete braucht. Es ist September- jetzt überlege ich, was in diesem Jahr noch zu tun ist, denn im Oktober will ich nicht mehr pflanzen.
 Green mouse ears
 Eine Plantaguineablüte, ich liebe sie, spät im Jahr strecken sie ihre duftenden Fühler aus!
Getopft für Freunde habe ich einige Sämlinge von Euphorbia dulcis, der süßen Wolfsmilch, die hier überall aufgeht und von mir heiß geliebt wird! Sie sind leicht zu entfernen, einfach auszugraben wenn sie horstig sind, schneidet man sie zwischendurch mal zurück, sind sie gleich wieder da!
 Der Wein wächst in den Holunder, momentan lasse ich viel gewähren, einfach Natur pur!


 Euphorbien kann man nie genug haben, sie sind Pflanzen der Zukunft für trockene Sommer. Oben Hosta Gold Edger, die hinten einen Sonnenbrand hat. So ganz sonnenverträglich ist sie dann doch nicht.
 Und mein Fo Tieng erobert den Garten, Mr. W. meint, das wäre wie bei einem Endzeitfilm, alles wächst wieder zu. Da sie winterfest ist, hoffe ich, sie schafft das - wenn nicht, kauf ich im Frühling eine Neue!
 Traumhaft, oder? Wens stört - einfach abschneiden.
Noch immer blüht die gelbe Rudbeckie und Helenium Rauchtopas, die beiden erhellen den ganzen hinteren Garten. Ich geh jetzt raus, eine Hosta topfen - Clovelly, ein Geschenk!

Samstag, 29. August 2015

Wir touren durch die Gartencenter!

Irgendwie muss man ja durch den Tag kommen. Und so beschlossen meine Freundin Jane und ich zu touren, und zwar durch die Gartencenter. Luxusweibchen wie wir machen das öfter mal!
Einiges ist bereits jetzt reduziert, aber nichts, was ich brauchen könnte, denn, ihr wißt es, ich habe keinen Platz. Und außerdem sind mir die neuen Echinaceafarben einfach zu grausam, da wird man ja blind, wenn man in den Garten geht. Sie sind wirklich verfärbt.
Die Rosen waren teilweise bereits reduziert, Stämme setze ich aber wegen der starken Stürme hier nicht mehr, sie brechen.
Diese Hortensie ist der Kracher, das Bild gibt ihre Schönheit nicht wirklich her, denn alle Fotos sind vom Handy, weil ich keine Kamera mitschleppen wollte. Sie heißt Blacksteel punch coco und ist eine wirkliche Dame mit dunklen Stängeln. Leider nichts für einen sonnigen Garten.
Schon für 15 Euro bekommt man Hydrangea paniculata, nicht alle, aber viele. Ich war so abgeschossen nach drei Gartencentern, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Jane hätte noch ein paar mitgenommen, ich konnte aber nicht mehr.
Zuhause spielen die Kinder in der schneckenfreien Zone, während auf der anderen Gartenseite die Biester über Nacht meine neu getopften Verkaufspflanzen geplättet haben. Wie gut, dass sie im Frühling wieder schön sind, ich räum sie auf die andere Seite.


Tochter Jüngste legt einen Garten an und so kam mir dieses Buch direkt gelegen. Lust auf einen Neuanfang und trotzdem auch für erfahrene Gärtner geeignet, ein Buch fürs Leben. Ja, das ist es, ein Buch fürs Leben. GU lese ich sowieso immer gerne, auch die kleinen und dünnen Bände. Im Februar diesen Jahres herausgekommen, 600 Seiten stark und nicht leicht hält das Buch, was es verspricht. Beetaufbau, Sortenauswahl, Kompostplatz, Schädlinge im Garten, Beetgestaltung in Farben, wunderschöne Bilder bezaubern den Leser, die Leserin. Spannend fand ich die Rubrik: Mit Obst gestalten. Darüber habe ich schon öfter nachgedacht und will nun ein Johannisbeerstämmchen zwischen die Stauden setzen.


 Das Buch ist von namhaften Autoren geschrieben und mit 49,99 Euro nicht zu teuer, denn es ist wirklich sehr dick.



Donnerstag hatten sie 25 Grad vorausgesagt - es kamen 30, wir sind beinahe verglüht. Hoffentlich ist diese Hitze bald vorbei. Immerhin hat es 10 l geregnet. Es regnet bestimmt bald öfter, das ist immer so, weil wir das Wasser dann irgendwann nicht mehr in den Tonnen brauchen und in den Kanal entlassen.
Ich wünsch euch ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 26. August 2015

Wullewatz




Für Katzenbesitzer jüngerer Katzen empfiehlt es sich, die Augen beim Gehen nicht nach vorne, sondern nach unten zu richten. Immer! Täte man dies nicht, hätte es fatale Folgen. Platte Katze, gestürzter Mensch - Notarzt! Eigentlich wollte ich in die Küche, richtete meinen Blick ganz selbstverständlich auf dieselbe, trotzdem fiel mir eine Welle am Boden auf. Zuviel Whisky oder was war das? Manchmal zweifelt man an seiner Sehfähigkeit.
Kuckuck, ich bin der Wullewatz! Ich ärgere meine Besitzer rund um die Uhr, es sei denn ich schlafe, aber selbst dann meckern sie noch, weil ich im Wäschekorb schlafe, denn das mögen sie gar nicht. 

Nein, ich mag es wirklich nicht, alles nochmal waschen zu müssen. Und wer sagt, das macht doch nichts, der besehe sich mal die Schlafhandtücher unserer Katzen, sie sind Haar pur - und da krieg ich die Krise. Lütting verzieht sich nach einer Toborgie meinerseits dann aufs Sofa und grinst. Er kann das aber sehr charmant, nicht wahr?

Montag, 24. August 2015

Die braune Tonne und die Hosta

 Darf ich vorstellen: Waltraud. Helenium ist im Moment der Knaller im Garten, leider hab ich nicht mehr Platz, drum können es nicht mehr werden, nur eines das will ich noch: Sahins Early. Schaun wir mal!
 Und weil eigentlich nichts!! meeehr werden darf, bat ich Mr. W. eine große Hosta (Francee) komplett rauszugraben, sie passte einfach nicht mehr zwischen die neuen Sträucher, weil sie - würde sie bleiben - von unten verkahlen würden, und das mag ich nicht.
Er hat sie mir gebracht, ein großes Stück zum Kompost- und Pflanzplatz. Eine Gärtnerin braucht einen Pflanztisch, und so stand ich da, er hackte sie durch und ich topfte vier Töpfe voll davon. Aufatmen! Alles ist versorgt.
Da kam er von hinten und brachte noch ein viiiel größeres Stück davon, und ich dachte, wir wären fertig. Da ich keine Lust mehr habe, eine Staudengärtnerei zu spielen, bat ich ihn, den Batzen in die Grünabfalltonne zu bringen.
Er: Wirklich?? *staun*
Ich: Jaaaaaaaaaa.
Halbe Stunde später:
Ich: Ist die Hosta noch zu oberst in der Tonne? *flehender Blick*
Er: Ja, soll ich sie bringen?
Ich: Nein, aber wir könnten Sabine anrufen ...
Halbe Stunde später:
Ich: Ist die Hosta noch zu oberst in der Tonne?
Er: Nein, es sind zwei Eimer Abfall drauf, aber ich könnte sie rausholen?
Ich: Nein, lass nur.
Halbe Stunde später:
Ich: Ist die Hosta noch zu sehen?
Er: Nein, die Tonne ist jetzt voll.
Ich: O.k. *flenn*

Frau muss hart zu sich selber sein können. Warum hab ich auch so viele Hostas? Kein Mensch mit meiner Gartengröße braucht sooo viele, und schon gar nicht soooo große! *heul*


 Meine Megazinnien ...
 Sieht Helenium nicht auch von unten superschön aus? Helenium Rauchtopas
 Hier hab ich leider keinen Namen, ich hoffe auf eine Wissende, die mir hilft.
Rauchtopas.

Es tut mir wirklich leid, aber die Tonne ist voll! Keine Hosta.

Samstag, 22. August 2015

Gibt's was Neues?

Ja, es gibt was Neues! Wir haben gerodet! Davon später ... Ich muss krauten, rund um die Treppe herum. Wie elend - ich machs ungern, denn dann zerstöre ich wieder das Gesamtbild. Gras und Walderdbeeren machen sich breit. Mr. Wonderful saß die letzten Tage an jedem Abend - freiwillig - im Kraut, leichte Verluste - wie immer.

 Stipa gigantea, viele wundern sich, dass es bei mir wächst. Ich dünge nicht, ich rühre es nicht an. Seit sooo vielen Jahren sitzt es da, und die Staudengärtnerei, aus der es kam, gibt es bereits nicht mehr.
 Das Hochbeet ist geräumt. Warum hab ich eigentlich das Zitronengras gekauft, wenn ich es so selten benutze? Dabei könnte man so viel damit anfangen. Links sitzen die Zinnien, rechts Ysop, der nun auch zurückgeschnitten ist - allerdings nicht ohne Stecklinge gemacht zu haben. Fast das ganze Hochbeet sitzt nun voll (hier nicht) mit Stecklingen von Holunder in Sorten, Ysop, Phygelius in Sorten, Aster Blauer Mond etc. Es macht Spaß. Meine Freundin hat geunkt: Es ist schon erstaunlich, wie du arbeitest, dabei hast du doch gar keinen Platz mehr im Garten!!! Für mich sind die Stecklinge nicht, sie werden alle verschenkt!
 Falsche Planung: Die Zinnien sind so hoch, dass ich sie nur seitwärts fotografieren kann. Vielleicht sollte ich mal aufs Dach steigen, um ein Portrait zu machen?
 Wunderbar ... das Wochenende soll schön werden.
 Hier nun die Veränderung: Brunnera und Geranium wurde zerhackt und flächiger gepflanzt, alle Phloxe kamen raus. Viel Arbeit war die Beetvorbereitung, das dauert immer sehr lang. Wie schon ein Staudengärtner zu mir sagte: Da kommen die Leute und kaufen Stauden, graben ein Löchlein, setzen sie rein und wundern sich, dass nichts wächst. 
So recht hat er, der Boden muss umgegraben, verbessert, drainiert und je nach Bedarf der Pflanze vorbereitet werden - dann wächst auch was. Das kam rein - und noch ein hohes Sedum, dessen Name ich noch abschreiben muss.


Aster amellus Silbersee
Kusti2015

Aster amellus Mira
Kusti 2015
Aster x frikartti Wunder von Stäffa
Kusti2015
Aster frikartii Mönch
Kusti 2015

Nun hoffen wir darauf, dass die Umgestaltung im nächsten Jahr ein frohes Erscheinungsbild bringen wird, es bedarf nicht mehr so sehr der Gießkanne.

 Mein geliebter Phygelius, leider ist er so breit geworden, dass wir keinen Besuch mehr empfangen können - die Wanne ist voll, juhuhuhu, ich glaub, ich muss ihn entsorgen und einen Steckling nachziehen.
 Niemand kann da mehr sitzen, es ist alles zugewachsen.
Miranda.

Ich wünsch euch ein belebendes Wochenende!

Mittwoch, 19. August 2015

Waterperry Gardens, Oxfordshire

Ein Besuch in Waterperry Gardens in Oxfordshire - eigentlich wollte ich keine Bilder zeigen, weil es noch so früh im Jahr war. Dann dachte ich aber, der Garten ist von großen Winterinteresse. Ein guter Garten zeigt sich im Winter, wenn die immergrünen Gehölze und Mauern ihm Struktur verleihen. Und so zeig ich es heute doch - die Bilder sind es wert.
Waterperry ist ein bekannter Garten, ich wollte schon immer mal hin, doof allerdings, dass es genau Anfang April war, ein Aprilscherz gewissermaßen. Und verkniffen habe ich mir den Kauf einer gelben Helleborus, heute ärgere ich mich - wie immer - selbstverständlich.

Ein guter Betrieb hat seinen Laden in Schuss und verkauft auch Pflanzen, hier Gehölze.

Es lohnt sich, den Link oben anzuklicken, denn man kann auf der Webside sehen, wie der Garten im Sommer aussieht.
Überall im Garten waren kleine Drahthasen versteckt, in Großbritannien führt man die Kinder früh zum Garten heran. Denn: Führ früh zum Garten hin das Kind, dann ist es später wohlgesinnt. Gut, gell?

 Meine geliebten Eiben

Während unseres Besuches konnten wir den GärtnerInnen bei der Arbeit in den Staudenbeeten zu sehen. Wieviel Personal hier beschäftigt ist? Auf alle Fälle habe ich im Tearoon ein gutes Essen bekommen, mit viel Gemüse - es war sehr lecker, endlich mal.

Ich verabschiede mich mit diesem Bild eines Mädchens, dass eine Flamme beschützt.