Freitag, 28. November 2014

Adventsessen

Auf dem Programm stand das alljährliche Adventsessen mit meinen Geschwistern. Das ist mir heilig, man sieht sich ja sonst kaum, weil alle irgendwo wohnen.
 Zuvor hatte ich mir noch einen Kranz geknoddelt, damit eine Deko auf dem Tisch steht, die Papierrosen bekam ich als Überraschungspost!

 Ein kleines Geschenk für jeden erhält bekanntlich die Freundschaft
und das Essen war lecker. Es gab ein irisches Gericht mit Äppelwoi (hessisch für Apfelwein). Verkostet haben wir drei Flaschen Äppelwoi (sind aber nicht leer)  und polnischen Kräuterwodka - ich weiß, eine seltsame Konstellation, aber irischen Whiskey wollte keiner. Falls jemand mal Gingerbread backen will, bitte hier klicken!
 Tage zuvor bekam ich per Post das Highlight dieses Tages, eine Nackenstütze für die Fahrt ins gelobte Land, damit ich ruhig schlafen kann, wenn der sagenhafte Mr. Wonderful mich kutschiert.
Passend dazu mit Monogramm die Augenbinde für die Nacht. Na, ist das was?

Montag, 24. November 2014

Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin - zu Besuch in Gärtnereien

Hast du Lust, einen Ausflug zu machen? ... fragte mich eine Bekannte. Ich hatte Lust. Aus einem Ausflug wurden drei Tage in Süddeutschland. Spontan, gleich, sofort, zack zack. So bin ich meist.

Accu geladen, Auto gepackt - und ab gings Richtung Freiburg. Unter anderem besuchten wir die Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin, alle paar Jahre muss das mal sein. Und wie erstaunt war ich, als ich sah, dass es neue Gewächshäuser gibt  und ein Cafe!! Der Shop mutet wirklich britisch an, ein ganz großes Kompliment an die Macher. Die Auswahl der Bücher und Geschenke, Gartengeräte etc. ist excellent! Meine Begleitung ging mit vollen Armen nach Hause. Das Essen war sehr sehr lecker, ich liebe üppige Salatteller, etwas anderes brauche ich dann nicht mehr.

Ist das ein Ausblick?

Diesen Tisch samt Pflanze hätte ich gerne mitgenommen, Platz hatten wir aber keinen.
Das ist echt - eine fleischfressende Pflanze
Nur Mr. W. habe ich es zu verdanken, dass ich auch den unteren Teil entdeckte, es war nämlich warm und ich wollte mich setzen. Da sagte er: Hast du Beth Chattos Corner gesehen? Wooooo? Ahhhhhhhhh.... In Freundschaft verbunden sind beide Familien seit Generationen. Wen wundert es also, dass man Beth Chatto einen eigenen Garten widmet? Wunderschön.


Hinein ins kühle Nass, wer einen Teich hat, wird hier fündig.

An diesen Tagen besuchten wir auch die Staudengärtnerei Hügin in Freiburg, die Sonne war allerdings so hell, dass ich diese Bilder nicht zeigen kann. Die Sommerkreationen von Ewald Hügin sind außergewöhnlich! 
Ebenso besuchten wir - und ich möchte hier keinen Namen nennen - eine größere Anlage, die einen großen Namen hat betreffend Rosen. Meiner Meinung nach unverdient. Gepflegt ist alles andere als das was wir fanden, auch wenn es August war. Da hat jemand ein arg übertrieben großes Ego, wie wir fanden. Und als ich dann am Eingang zum Garten noch die große sehr fragwürdige Freude hatte, ein Empfangsschreiben in enormer Größe zu lesen, auf dem alles stand was man nicht durfte und einem sogar gedroht wurde, ja keine ungenehmigen Bilder und Texte zu veröffentlichen, lasse ich es natürlich bleiben, sie sind sowieso nicht der Rede wert. Meine Begleitungen und ich, wir waren vier, brauchen dort nicht mehr hin. Bitte erwähnt keine Namen in den Kommentaren, ich möchte mich nicht noch verklagen lassen.

Ich hoffe, ihr alle habt Freude an den schönen Bildern der Anlage der Staudengärtnrei Gräfin von Zeppelin, einen Besuch kann ich euch sehr ans Herz legen.

Donnerstag, 20. November 2014

Das war mal anders ... Veränderungen im Garten

Vier Jahre nach unserem Einzug entstand dieses Beet, links sieht man noch den Stamm der Blutpflaume, die heute auch nicht mehr da ist. Der Garten ist zu klein für solche Bäume, ich hab das erst viel später begriffen. Alles haben haben haben, längst weiß ich, dass das nicht möglich ist. Schade eigentlich.

 Und jetzt kommt er weg, im Frühling wird das Beet aufgegraben, seine Wurzeln haben einige Hostas zum Zwergenwuchs verdammt, sie drücken die Pflanzen immer wieder hoch, sie gehen rückwärts. Intensiv habe ich mich mit Sträuchern befasst, die Tiefwurzler sind, damit die Hausisolierung nicht länger bedroht wird. Ich habe nichts gefunden, was ich nicht schon hätte bzw. alles was ich fand, sind Herzwurzler. Dann eben nicht. Eine Hortensie steht schon hier in Warteschleife und wartet auf das Frühjahr.
Auch sie sind nicht mehr, wie so viele andere, Rosen mögen diesen Garten nur bedingt. Fast hundert hatte ich mal, nun kann man sie an zwei Händen abzählen.
Rot wie Blut, rot wie die Liebe - davon sind nur vier geblieben, wenn ich recht zähle. Sechzig waren es einmal, sie wuchsen mir über den Kopf.
 Nur Ghislaine de Feligonde ist noch hier
Die Blutpflaume wurde gefällt
Farne aus dem Wald machen sich breit und breiter, ein endloser Kampf gegen das Kraut, bei den mir meine Tochter manchmal, wenn auch selten, hilft.
Die Katzen helfen nie, niemand fängt hier mehr Mäuse, denn von dreien ist nur noch eine da, die nicht fängt.
Empfehlen kann ich euch dieses Werk von Prinz Charles, ich habe es gern gelesen
Jährlich erneuert werden muss dieses Rasenstück, wenn es denn den Namen verdient. Hier steht der Tisch. Ich wollte keinen Pflasterplatz.
Nach dem Ahorn wird der Blick freisein auf die Sissinghurstbank, auch hier liegt nur noch einer. Erfreuen werden wir uns dann an der Kletterhortensie, die bis zum Unterstanddach geht.
Auch das Häuschen war am falschen Platz, ich nehme an, es war zu heiß. Das Nest wurde nicht ausgebrütet.

Sicher werde ich für größenwahnsinnig gehalten - auch sie waren alle mal im Garten. Nun ist nur noch die hellgelbe da, sie kam von der Nachbarin.
Wo einst der Wasserdost mein Herz erfreute, tut es heute der Kraftplatz. Ich gebe zu, ich vermisse das Eupatorium sehr. Mein Mann vermutlich nicht, er hatte immer alles zu schneiden, und das wollte ich ihm nicht länger zumuten.
Ein neuer Mäher zog ein, ebenso wie der Schredder, der sogar einmal umgetauscht wurde. Die neuen Leisehäcksler haben alle so einen dämlichen Sicherheitskasten, der sich ständig verklemmt. Zudem hatte unser Modell offensichtlich einen Konstruktionsfehler, er wurde zurückgenommen. Nun schreddern wir nicht mehr leise, aber sehr zufrieden!! Die dämlichste Anschaffung dieses Jahres war der Vertikutierer. Kein Mensch mit unserer Gartengröße und vielen Platten braucht sowas. Die Platten haben Spuren davongetragen, das Gras war ganz weg und nun steht das Ding, einmal benutzt, im Heizungskeller und wartet auf jemanden, der es mitnimmt und sich seiner erbarmt.
Vorher war der Kraftplatz dieses Beet im Frühling
Nachdem 2012 (Bild) die neue Mauer von wirklichen Könnern errichtet und die Erde 50 cm ausgetauscht wurde, waren die Sträucher noch klein. Doch schon nach zwei Jahren hat der Salbei seine Last, hier zu leben, er bekommt keine Sonne mehr. Also raus damit. Wohin? Keine Ahnung.

2012 alles noch soo klein, wieder eine Fehlplanung. Die als 1 m hoch angepriesene Zierkirsche ist jetzt schon höher, man sieht die Treppe nicht mehr, also zieht die Kirsche einen Stock höher ins Beet um.
Hostas wachsen, das ist nicht zu verleugnen. Die großen Sorten habe ich fast alle verschenkt, trotzdem dezimiert sich die Anzahl der Pflanzen nicht. Noch bin ich nicht soweit wie bei den Hemerocallis, ich kann es nicht.
Ihr erinnert euch? Vormals natur -

heute rot und morgen? Sie ist schon recht betagt, wer weiß! ;))
Leider haben viele meine Semperviven in diesem Jahr gelitten, ich habe sie gedüngt. Die Empfehlung, die ich bekam, war lt. meinem Staudengärtner nicht gut. Jetzt muss ich viele ersetzen, sie sind eingegangen. Ich muss wohl mal bei Majorahn betteln gehen, damit ich meine Sorten wieder ersetzt bekomme.
Anne guck, die Grace - hast du noch eine für mich?

Sonntag, 16. November 2014

Morton in Marsh und Woodstock

 Beschaulich geht es zu in diesem Orten, nicht wundern, wenn keine Blätter an den Bäumen sind, es war Frühling, als wir dort waren. Frühes Frühjahr, ein spontaner Entschluss meinerseits. Vor meinen Entschlüssen graut Mr. W. zuweilen, mittlerweile jedoch hat er sich daran ewöhnt und ist meist erheitert, zumal er ja auch Spaß daran hat, aber auch fahren darf. Morton in Marsh ist ein schöner Ort, wir kennen ihn seit vielen Jahren. In einer kleinen Einkaufspassage fanden wir dieses schöne Geschäft mit vielen Schnucklichkeiten, die eigentlich kein Mensch braucht.
Die Spielzeugläden anzusehen macht auch viel Spaß, zumal dort auch große Kinder ihre Freude haben, Bleichspielzeug zum Beispiel. Zum Glück sammelt bei uns niemand.

Ich liebe die Farben der Cotswolds, den gelben Stein, die diversen Grau- und Grüntöne, wenn man sie so nennen will. Genau meins. Zu Leben ist hier sehr sehr teuer, Antiquitäten kauft man nicht dort, die Preise sind völlig überhöht, weil der Geldadel und andere Reiche hier kaufen. Viele Schauspieler, Künstler und der Adel haben hier ihre Häuser.
Ein schnuckeliges Hundeexemplar, dass nicht mal Augenkontakt zu mir aufnehmen wollte, fanden wir ihm Schaufenster. Sicher dachte er:Nicht mal in der kalten Zeit hat man vor den Touris seine Ruhe.


Wieder in der Passage angelangt mit meinen Gedanken, fällt mir ein, dass ich vor drei Tagen in einem Einkaufszentrum war, völlig grundlos und ohne Kaufabsicht. Als ich durch all die Läden ging, dachte ich: Nichts von dem hier brauchst du wirklich! ... und ging wieder heim.

Wetterfest, wie die Briten sind, sitzen sie auch in der kalten Jahreszeit draußen
Und so sieht es da im Herbst aus, es ist ein älteres Bild, mal zum Vergleich. Der Herbst - für mich ist er die schönste Jahreszeit. All die pralle Fülle, die bald vergeht, um im Frühling wieder bescheiden aufzuerstehen.

Ein Architektenbüro ist hier beheimatet
Wir verlassen nun den Ort und fahren nach Woodstock und nein, nicht dieses, sondern in England.
Woodstock ist ein ganz anderer Ort, in der Nähe befindet, quasi am Ortsausgang, sich das Geburtshaus (leicht untertrieben) von Winston Churchhill, Blenheim Palace. Innen waren wir noch nie, es muss grandios sein, wobei ich aber auch immer an die denke, die dort putzten, als es noch keinen Strom gab. Grusel.
Woodstock ist ein Ort mit großen Häusern, hier ist Geld, das sieht man einfach.
Die Straßen präsentieren sich sauber und wie geleckt, das ist mir sehr aufgefallen.

Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag!