Dienstag, 26. Juli 2016

Nach dem Regen ...oder während dessen?


Heute gibt es Handyfotos, mal am Abend, und dies hier auch am sehr frühen Morgen, der Nebel ist noch zu sehen. Es hat geregnet und tut es noch, heute ist Samstag. Die letzten Tage war es sehr heiß, nur am frühen Morgen war ich im Garten. Sicher atmen jetzt alle Pflanzen auf. Man denkt immer, ach, wir hatten doch so viel Regen in diesem Jahr - das stimmt zwar, aber trotzdem hingen viele Pflanzen völlig durch und einige Hostas machen definitiv Herbst. Damit kann ich leben.
 Dank der lange anhaltenden Kälte in diesem Jahr ist die einzige Peperoni statt in die Breite in die Höhe geschossen, obwohl sie im warmen sonnigen Hauseingang steht - es gab eben keine Sonne. Und nun, ganz oben, gibt es einige Früchte.
 Leider hat meine schöne Dekobohne trotz Wasser am Freitag so viel Sonne abbekommen, dass vieles abgeschnitten werden muss, einiges ist gelb, das andere hat Sonnenbrand. Fo Tieng, der mit im Topf sitzt, sieht man kaum. Ich erkläre dieses Experiment für gescheitert, Fo Tieng kommt mit der Sonne besser zurecht, siehe letztes Jahr. Bohnen bekommen wir aber trotzdem.
 Im Hintergrund steht eine Aster, sie ist unten völlig braun, was aber auch normal ist. Meine ziemlich neue Hortensie *Buttefly* hat sich gut entwickelt, wurde aber von unten leicht braun, die Blätter habe ich abgezupft, das muss ich im Auge behalten.
 Mr. W. schwingt die Kannen und am Abend fängt es dann an zu regnen, wer hätte das gedacht.
 Hier meineLieblingshosta fortunei 'Hyazintha', die die beste Herbstfärbung hat, aber jetzt schon?
 Endlich konnte ich mal durchs Wohnzimmerfenster nach unten während des Regens fotografieren, alles steht offen, das Haus muss stark abgekühlt werden.

 So Sweet ist meine beste Sonnenhosta, es macht ihr einfach gar nichts aus. Im Herbst wird sie den Spaten bekommen, sie platzt aus allen Nähten.
Hier sitze ich gerne, niemand kann mich sehen und ich sonne mich manchmal für einige Minuten. Eine Gärtnerin hat keine Zeit für ein richtiges Sonnenbad, oder habt ihr?

Freitag, 22. Juli 2016

Pflanzenkombinationen in Sissinghurst - Juni

Von Sissinghurst habe ich wahrscheinlich schon zuuu oft berichtet, drum zeige ich heute mal ganz andere Bilder, nämlich vorwiegend von Pflanzen. Sissinghurst hat einen neuen Headgardener und man will Pflanzungen verändern, wieder mehr zu denen hin, die einst Vita gepflanzt hat. Der Neue, Troy Scott Smith, war zuvor auch schon Headgardener in meinem Fastlieblingsgarten  'The Courts' und danach in Wales in 'Bodnant Garden' (das hab ich nicht nachgelesen, das weiß ich). Übrigens ist das hier der Blick vom Turm auf den weißen Garten, und die Rosa muliganii blüht mal wieder nicht, heul.
 Seht ihr, und hier habe ich auch gestanden, ein Fremder hat mich dann fotografiert, von der anderen Seite, Mr. W. war gerade auf der anderen Seite des Gartens.
 Normalerweise schaut man in diesem Bereich nicht hinein, weil die Tür geschlossen ist - da sie aber offen stand, habe ich mal ein Auge riskiert und auf den Auslöser gedrückt. Das ist der private Bereich der Gärtner.

 Auch mal in blau ...
 Die Fenster kennt  vermutlich jeder, oder?

 Da zuckt mein Auge. Hat Vita das geliebt? Der Mohn wächst auch bei mir, aber nicht in dieser Kombination, es mutet mich ein wenig abwegig an.

 Sehr schön, pure Harmonie. Bin ich jetzt intolerant, weil mir das andere nicht gefallen hat?
Ich hoffe, es hat euch gefallen. Die üblichen 'Verdächtigen' (sprich andere bekannte Bilder) von Sissinghurst zeig ich gern ein andermal, und in der Suchfunktion findet ihr viele, heute hat sie bei mir nicht funktioniert, drum keine Verlinkung. So, ich hoffe, dass Tatjana dieser Bericht gefallen hat. Forsetzung folgt!

Dienstag, 19. Juli 2016

Neuer Haarschnitt für die Hecke

 In diesem Jahr kommt man ja nur ganz schwer zu einem Ende im Garten, wir sind jetzt gerade einmal rund, eine Hecke ist sogar schon zweimal geschnitten. Jetzt waren die Eiben dran. Diese Hecke war schon da, als wir einzogen, es ist Taxus baccata, die europäische Eibe. Sie ist über vierzig Jahre alt und wurde vom Vorgänger bereits einmal verjüngt (ganz ins alte Holz runtergeschnitten). Links daneben standen vier Rhodos, die mochte ich nie, sitzend in Sonne und ohne Moorbeet haben sie es trotzdem irgendwie geschafft. Da ich gerade mal wieder den Garten aufräume, bat ich Mr. W., sie zu entfernen. Was für ein Akt, erstmal war die Kettensäge stumpf, ein Gerippe steht jetzt noch da, es wird bald entfernt. Die Eibe ist an der Ecke etwas desolat, das wird sich aber mit viel Licht nun wieder ändern.
Eine Besucherin sagte mal: Du auf deiner Burg - und ja, sie hat recht. Mir glotzt wenigstens nicht jeder auf den Teller. Wie schööön! Auch im Hang, auf den wir locker verzichten könnten, hat er die Sträucher geschnitten - mag jemand den Hang haben - gepflegt muss er aber werden?
 Im Garten sind am Rosenbogen zwei neue Clematis eingezogen, oben C. x triternata 'Rubromarginata' und unten Jasper. Sie haben beide kleine Blüten, und genau das wollte ich. Ich mag keine großen Blüten an den Clemis. Sie sind dominant.

 Auf den Rispenhortensien tummeln sich höchst vermehrungsfreudig Käfer aller Art
Und die blaue Hilde am Obelisken bekommt jetzt endlich Böhnchen, hurra!
 Momentan fällt mir partout der Name nicht ein, es ist eine Geranium psilostemon Hybride, kleiner als Patrizia in der Blüte, aber herrlich im Blatt. Die Verfärbung finde ich einfach nur genial, ich könnte niederknien!
 Auch hier sind wir einmal durch, aber schon wächst das Gras wieder auf den Wegen und wir müssen krauten
 Davon weiß allerdings der Kater nichts, er genießt einfach nur sein Leben


Zur Notrettung wegen Schattenbildung habe ich das Geranium Rozanne aus dem Beet geholt, es war kaum noch da. Jetzt sitzt es mit anderen geretteten Pflanzen in einem großen Korb und sieht einfach nur hervorragend aus. 
Die heißen Tage bekommen mir nicht und besonders freudig ging der Kater auch nicht raus. Hoffentlich wird es bald kühler - ich fühle mich nur wohl zwischen 19 und 20 Grad. Wie ist das bei euch?

Sonntag, 17. Juli 2016

Donnerstag, 14. Juli 2016

Stachlige Begegnung

Schnüffel, schnüffel - wo ist die Katz?
Ach du Schreck, was ist denn das? Es sieht aus wie ein Spielzeug, aber ich trau mich nicht! Ob ich es mal probiere? Mama ist nicht da, was mach ich bloß?
Ah, jetzt kommt sie! Ich geh mal näher ran. Mama sagt, ich krieg Flöhe, wenn ich es anfasse. Aber ich will doch ...
Es spielt nicht mit mir, es bewegt sich und sticht ... aua ...
Ob man es essen kann? Zweites Frühstück vielleicht? Ich lass es lieber, aber ich hab keine Angst - gar keine!
Kommt es mir hinterher? Ich hoffe nicht! Es war immer so schön ruhig im Garten, und jetzt wuselt immer das stachelige Ding hier rum ...

Montag, 11. Juli 2016

Mocourt - von der Wildnis zum Garten im Landhausstil

In einem Rundschreiben wies man mich auf den Garten Mocourt hin - er liegt im Taunus. Wir wären nicht hingefahren, denn es dauerte 75 Minuten, hätte meine Freundin Anke mich nicht schon mehrfach auf diesen Garten hingewiesen. Ich freue mich immer, wenn jemand seinen Garten für mich öffnet - und für andere. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe - war aber angenehm überrascht. Das Gelände ist groß, die Anpflanzungen sehr geschickt, zum Teil pflegeleicht mit Bergenien und Stauden, die Trockenheit aushalten können. Das Haus ist von außen ganz nach meinem Geschmack, besonders die Eingangstür.




 Da scheint jemand gerne mit Beton zu arbeiten, im Garten fand ich mehrfach ganze Ansammlungen von Betonkuchen und Objekten. Im Stil englischer offener Gärten gab es höchst professionell Kaffee und Kuchen. In einem Zelt konnte man an richtigen Tischen und Stühlen sitzen, es war heimelig, das Zelt an den Wandungen sogar mit Stores dekoriert. An anderer Stelle im Garten wurden leckere Waffeln gebacken und verkauft. Ich würde sagen, ein richtiges Familienunternehmen, obwohl ich nicht weiß, ob da Familienmitglieder beteiligt waren.
 Das schicke Gartenhaus hatte es mir angetan, es gab sogar eine alte Zinkwanne fürs Gießwasser.
 Ist der Eingangsbereich nicht schön? Übrigens kann man hier Bed & Breakfast haben, es gibt eine Homepage, bitte ansehen! Und auch der Titel meines Blogbeitrages erklärt sich beim Lesen der Homepage
 Auf einem schönen halbschattigen Platz und auch an anderer Stelle wurden wirklich schöne Objekte zum Kauf angeboten, kein Schund aus Asien in dünnen Metall, sondern handgearbeitete Sachen, auch Töpferarbeiten, alte Utensilien, Fensterläden sowie schöne Stauden. Die Rosenduftgeranie steht jetzt vor meiner Haustür und ich rieche täglich mindestens einmal daran


 Leider habe ich auch in diesem Garten schon Schadstellen an den Buchsen gefunden, es bleibt halt nicht aus.
 Eine küstliche Ruine - das ist jetzt modern, aber ich mochte es schon vor vielen Jahren in England nicht, Ruinen müssen für mich wirklich alt sein
 Negerküsse  im Garten, das hat nicht jeder!
Wir haben uns sehr wohlgefühlt - danke, dass wir kommen konnten - wir kommen gerne wieder!