Montag, 1. September 2014

So rot wie Tomate??

Tomaten immer rot? Mein Gärtner meint nein. Drum hat er rote, gelbe, schwarzgrüne und mehr.
Die Große wog 700 g - aber nicht mehr lange!
Ganz ehrlich - im Salat macht sich so eine schwarz-grüne nicht sehr gut - sieht seltsam aus, denn mein Auge isst ja mit. Wie seht ihr das?
Die Große - zu Schnitzen verarbeitet, auf die Pizza gelegt, seeehr lecker! Und balaststoffreich.
Den Hefeteig mit Tomatenmark bestreichen und belegen, mit was man möchte! Auf Gewürz habe ich diesmal verzichtet, nur Salz. Ich wollte den vollen Tomatengeschmack.



Sehen sie nicht lustig aus? Solche Vielfalt - und die rechte wurde noch schwarz.
Gleich noch ein Brot in den Ofen und ab in den Garten!
Denn da rief der Zierapfel nach mir - die Äste hingen schwer. Wir haben einige abgeschnitten und als Dekoration gleich im Umfeld (bei Freunden auch) verteilt.


Und dann die Leiter - sie war von unten abgefault - wir haben sie gedreht, neu ausgerichtet, nun suchen wir eine Neue. Ich werde wohl Mr. W. zum Flohmarkt entführen, denn eine alte soll es schon sein, ganz natürlich.
Nun steht die Deko anders als vorher

Diese Echinacea hat eine sehr schräge Farbe, meine Tochter hat sie mir geschenkt. Ich bin gespannt, ob sie über den Winter kommt und dann auch noch diese Farbe hat - es kann ja sein, dass sie sich verändert.

Die Sonne scheint - raus gehts!

Samstag, 30. August 2014

Mal so, mal so!

 Was für ein Wetter! Mal so und mal so - ständiger Wechsel zwischen Regen und Sonne! Mittlerweile sind meine neuen Eistüten sehr gut eingeweicht, ich hoffe, die Semperviven stehen nicht zu nass, dann faulen sie nämlich.
 Für alle, die sich wundern, dass meine Hostas keine Schneckenlöcher haben: Das sind nur die Pflanzen in den Töpfen, die im Beet sehen auch aus wie Schweizer Käse! Hier Wolverine.
 Bäh!
 Ahhh...
 Ghislaine de Feligonde

 Nun weiß jeder, das Herbst ist - die Astern leuchten!
 Verbena bonariensis ist wirklich eine wunderschöne Pflanze, die sich soo schön wiegt im Wind - ich hab neue gesetzt.


 Die Dreckecke des Grundstücks - der Kompostplatz (auch Pflanztisch) - muss einfach sein! Und hier hat die Wühlmaus zwei Sträucher auf dem Gewissen, nun sitzen dort als Testphase wenige Stauden, damit ich sehen kann, ob sie da noch gräbt.


O.k., ich geb es zu, auch diese Hostas sind ohne Löcher, bis auf die hintere rechts (Plantaguinea), denn: Schnecken mögen nicht alle Hostas, das sollte man beachten. Vorne stehe Krossa Regal, einwandfrei. In diesem Sinne: wir lassen uns vom Regen nicht beeindrucken, er ist ja auch gut für den Garten.


 Ja, beim Staudengärtner war ich ja auch! Die Astern haben mich sehr fasziniert, Erinnerungen an meine Kindheit wurden wach. Leider hab ich keinen Platz mehr für sie!

 Wer von euch bienenfreundliche Pflanzen im Garten haben möchte, kann sich diese Schrift bestellen!

Mittwoch, 27. August 2014

Die Bienenkönigin

Manchmal sieht man sich lange nicht, und dann wieder öfter. Von Maja (ich nenn sie hier mal so) hab ich schon viele Inspirationen erhalten. Sie mag wie ich die Natur, backt ihr Brot selbst, liebt alte Dinge und seit Neuestem ist sie Imkerin - also eine Bienenkönigin. Ich konnte es ja kaum glauben, aber da standen wirklich 8 Völker.
Sie erwartete mich mit den Worten: Willkommen in meinem wilden Garten! Fast alles was hier wächst, wird verwertet.
Die Quitten sind noch nicht reif
Myrthe - ihre Zweige stehen für Jungfräulichkeit und viele Kinder (ist das nicht ein Widerspruch??), jedenfalls zieht Maja sie selber und würde sogar mir eine schenken (dir würd ich eine geben, weil ich weiß, sie hätte es gut bei dir). Die Hosta war mal von mir, woran ich mich natürlich nicht mehr erinnere. Die Kugeln auf dem ersten Bild sind auch Myrthe. Im Winter bekommen sie viele Schädlinge, wenn man sie im Haus überwintert. Hier werden sie in einem Anbau über den Winter kommen, da bleiben die Schädlinge aus.


Ungehindert und ohne Belästigung konnte ich an den vielen Völkern, die an drei Stellen im Garten stehen, vorbeigehen. Ich hatte auch keine Angst, schon als Kind hatte der Vater meiner Freundin Bienen, ich kenne das.
Ob ich was essen wolle? Ja gern, ein Stück Brot würde genügen, ich hatte kein Frühstück. Und so kam ich an diesen schnell gedeckten Tisch mit selbstgebackenem Roggenbrot und eigenem Honig. Kaffee handgefiltert, so mag ich das - ich mach's nämlich auch so.
Wife of Bath
Hier wird gearbeitet, wie man sieht
Diese Kombination in Majas Garten finde ich besonders bezaubernd
Erholen kann man sich auch
Ich erfuhr, dass die Folie dazu da ist, dass die Bienen im Oberstock keine wilden Völker bauen (gründen) und hoffe, das richtig verstanden zu haben.
Das Honigernten würde mich ja auch mal interessieren, vielleicht darf ich  mal zuschauen? Als ich den Apparat hob, um den Kompost zu fotografieren, ertönte von hinten ein: Ach das bloß nicht!
Warum? Ein Kompost gehört in einen Landgarten, noch dazu wenn er so bezaubernd eingegittert ist, oder?

Das ist Woman, ein Hund, unauffälliger und sanfter könnte er in seinem Wesen nicht sein. Immer da, wo Maja war, fand man auch den Hund. Wir waren schon mit ihm zusammen in einem Café, man bemerkt ihn nicht. Er zieht auch nicht an der Leine. 
Maja hat mir versprochen, zusammen mit ihr demnächst Sauerteigbrot zu backen, damit ich das mal lerne. Sie setzt den Teig selbst an und erzählte mir was von kalter Führung, Könner werden wissen, was sie meint, ich denke, auch ich hab es halbwegs verstanden.
Zum Abschied bekam ich ein Glas Blütenhonig geschenkt, das ich sehr genießen werde!  Es waren zwei schöne Stunden mit dir, Maja, danke!

Montag, 25. August 2014

Leben auf dem Land

 Ich gebs ganz ehrlich zu, als ehemaliges Stadtkind bin ich der Stadt doch noch immer sehr verbunden, wir wohnten in einem Vorort mit großem Garten. Trotzdem liebe ich mein Leben auf dem (hügeligen, nicht platten) Land, auch wenn ich manchmal mit wenigen Menschen nicht ganz konform gehe, was deren Sichtweise bestimmter Dinge betrifft. In der Stadt war man da etwas offener, aber viel eigentlich nicht.
Ich kann jetzt nicht behaupten, dass ich mich über die Schnecke besonders freute, trotzdem - sie wollte ein Shooting - sollte sie es also haben.
Ich genieße es, mein eigenes Gemüse, so vorhanden, zu verkochen. Das gibt einem ein erdiges Gefühl, nicht wahr? In meiner Kindheit mußte!! ich immer ernten, heute darf ich es. Das macht es um so schöner.

Als Lis mich besuchte, habe ich einen italienischen Eintopf gekocht, er hat noch gar keinen kühnen Namen - aber er war lecker, und er ist von mir erfunden worden.

5 Zwiebeln mit 1 kg gm. Hackfleisch anbraten, man kann auch Hühnerfleisch nehmen.

Rote Beete mit anbraten, gewürfelt.

Danach geschnittenen Mangold, nach Bedarf, zwei Zucchinis, 1 Paprika schnippeln dazugeben. Immer umrühren, es wässert dann leicht. Wasser kommt erst später dazu.

Salz, Pfeffer, ital. Gewürz, 20 cm Tomatenmark, 150 g frischen Bärlauch aus meiner Truhe, 3 Tl. Paprikamus, 3 Tl. Petersilienpesto vom Wochenmarkt, 2 Würfel Gemüsebrühe. Immer rühren. Später Wasser auffüllen, Tasse für Tasse. Viel braucht es ohnehin nicht.

500 g oder mehr gekochte Kartoffeln würfeln, zum Schluss dazugeben

Und ich darf euch verraten: Wenn noch vier Leute dazukommen, einfach Brühe und Wasser anfüllen und Kartoffeln reinschnippeln, so hat es die Oma doch früher auch gemacht!
Mein Brot back ich seit geraumer Zeit selber, nämlich seitdem wir keinen Weizen mehr essen. Ich backe mit Dinkel und Roggen, Körnern, Gewürzen - was mir so einfällt. Rezepte hab ich keine. Mein italienisches Tomatenbrot mache ich dank einer Inspiration aus York, GB, seit Jahren immer in Abwandlungen. Man nimmt 500 g Dinkelmehl, hell, 2 Tl Salz, 1 Tütchen Trockenhefe. Eingelegte italienische Trockentomaten schnippeln, hinzugeben, Olivenöl über der Schüssel kreisen lassen, 250 ml Wasser (oder mehr) gewärmt hinzugeben. Alles verkneten, zwei Stangen formen und 1 Stunde gehen lassen. Bei 200 Grad ca. 30 Minuten backen. (blogger macht heute was er will, ich kann nicht richtig formatieren bei den Rezepten).



Mein Besuch bei der Imkerin war das Highlight des Tages. Davon berichte ich ein anderes Mal. Denn: auf dem Weg zu ihr kam ich an einem Garten auf dem Land vorbei - und fand diese Motive. Einfach wie aus der Kindheit, Gemüse und Pflanzen, die Dahlien werden immer gelagert, jährlich neu eingegraben. So kenne ich das. Ich war nämlich als Kind öfter auf dem Land.
Niemand von uns würde es wagen, im Garten diese Kombi anzuwenden, doch hier passt sie wie das Salz zur Suppe, nicht wahr?

Ich hab lange dagestanden und mir alles angesehen, obwohl es gar nicht viel war. Die Ringelblumen gehören einfach aufs Land, ich mag sie.

Natürlich war ich auch wieder bei meinem Lieblingsstaudengärtner und hab meine Schulden beglichen. Bezüglich Tomaten gab er mir einen Rat. Viele meiner Gartenfreundinnen stöhnen derzeit über die Braunfäule an ihren Tomaten und reißen die Pflanzen raus. Mein Gärtner hat aus verkaufstechnischen Gründen viele sehr große Tomatenpflanzen da stehen (nicht das Bild oben), ich durfte ernten. Er spritzt sie mit Schachtelhalmsud, sie stehen da wie eine eins. Also - sammelt doch einfach Schachtelhalm, trocknen und im Frühling einen Sud kochen und immer wieder verspritzen. Es stärkt die Pflanzen - egal welche.