Montag, 3. August 2015

Kleiner Zwerg sucht seine Familie

Ei gucke da, der Kleine sucht seine Familie! Seit Neuestem halten hier ständig Kinder Einzug! Ein Geschenk ...
 Umgezogen ist der Vogelkäfig, denn der Baum, an dem er hing, wird bald gefällt. Es ist ein Sorbus aucuparia, wir möchten hier nur noch Pflanzen, mit denen wir selber fertig werden, denn der Gärtner ist sehr teuer. Man sollte mit allem alleine zurecht kommen.
 Neuzugänge in diesem Monat sind im Bandscheibenbeet: Viburnum plicatum Pink Beauty, Hosta Kiwi full Monty und Fothergilla major. Ich hoffe, letztere mag meinen Boden, soviel sauer hab ich nicht zu bieten.
 Ein Geschenk - ebenfalls in diesem Beet, den Namen muss ich noch abschreiben.
 Voller Beeren hängen die zwei Sorbus, man kann angeblich Likör davon machen, ich probiers aber lieber nicht aus. Wir trinken es nicht.
 Durch den Auszug der Hemerocallis ist eine Menge Kübelerde übrig geblieben, die nun mit dem Kompost verrührt wird.
 Schneckenfrei - was für ein Glück - die schönen Hostas vor dem Gartenhaus (in Töpfen).
Auch im Beet sind viele löcherfrei - hier Krossa Regal - vasenförmig wachsend, oft verschenkt.
Leider wächst das Unkraut dort sehr gut. Besonders Gras, bevor man es ausreißt, hat es sich schon wieder versamt. Ärgerlich. Momentan arbeite ich wieder stark an der Umgstaltung unseres Gartens, es muss einfach einfacher werden, weil ER fast alles am Boden alleine macht - und es ist viel. Die Tage werde ich mal eine Strauchzählung machen, es ist so viel zu schneiden im Laufe eines Jahres.
Gestern kam der Rambler runter, die Wurzel wird auch noch ausgegraben. Jedes Jahr diese Schneiderei und er ist einfach viel zu groß für einen Rosenbogen - Anfangsfehler. Außerdem bekam er wenig Licht, weil der Strauch der Nachbarn so hoch ist. Meine Freundin hat sich ein Stück Sagae mitgenommen, doch man sieht es nicht - sie wächst und wächst und wächst (die Hosta, nicht meine Freundin), einfach eine Wunderhosta!

Freitag, 31. Juli 2015

Kurzer Besuch bei Emily

Was tut man, wenn man ein paar Tage Besuch hat? Man überlegt sich, was man ihm zu bieten hat. Wir besuchten meine Freundin Emily. Ich hatte schon einmal über ihren Garten berichtet. Diesmal war es Mitte Juli. Emilys Garten leidet noch mehr unter der Trockenheit als meiner. Er ist nur gute 25 km von hier entfernt, doch hatte er noch weniger Wasser als unserer. In der Nachbarschaft sah ich tote Bäume, in ihrem eigenen ist eine Kletterhortensie tot und viele Sträucher sehen aus als würden sie es nicht mehr lange machen. Vielleicht treiben sie ja im nächsten Jahr wieder aus.
 Jetzt werdet ihr sagen, das stimmt doch nicht - der Garten sieht prächtig aus. Natürlich tut er das. Aber die dunklen Ecken zeige ich auch nicht. Emily ist ein Mädchen par excellence, aber ein Powermädchen. Wird nächstes Jahr 70. Aber nicht verraten! Seht ihr das rosa Netz?;))
 Ich hatte völlig vergessen, dass es erwünscht ist, ihr jedesmal einen Gästebucheintrag zu machen. Sie hat mehrere Bücher davon.
 "Das ist meine Mäusesammlung", empfing sie uns. Es sind nicht alles Mäuse, aber viele. Anscheinend wachsen mittelgroße Hostas auch klein, wenn man sie in kleinen Töpfen hält!
 Emily kauft gerne bei Keramikerinnen. Und so freute sie sich sehr, dass sie von meiner Begleiterin Raffaela auch etwas Getöpferes erhielt.
 Zimbelkraut wächst zwischen allen Fugen, der Sissingstuhl sieht aus, als würde kein Poppes ihn jemals benutzen.


 Wir hatten viel Spaß in der kurzen Zeit mit ihr, mit Tee, Kaffee und selbstgebackenen Plätzchen.
 Wie überall - das Gras braun, das Leben und die Natur geben es vor. Niemals käme hier einer auf die Idee wie in Kalifornien das Gras mit grüner Farbe anzusprühen.
 Das Gelände ist nicht einfach, viele Ebenen findet man im Hang, alle Treppen selbstgebaut.
... und eine Zinkkannensammlung gibt es auch. Bis zum nächsten Mal - versprochen - mit Gedicht fürs Gästebuch!

Mittwoch, 29. Juli 2015

Endlich kühl

Endlich ist es kühl geworden, genau mein Wetter. Immer mal Regen, ansonsten Wolken, Wind und Sonne. Nächste Woche soll der heiße Sommer zurücksein, ich mag ihn nicht. Wenn man es genau besieht, wohne ich hier falsch - ich gehöre nach Schottland!;)) Mein Helenium auf der Terrasse blüht wundervoll, trotzdem muss es im Frühling umziehen ins Beet, es wird zu wuchtig. Wir haben am Wochenende (er hat) gegraben und verschenkt: Zwei große Hosta, drei Taglilien, zwei Agapanthus, ein Sanguisorba pink Tanna etc., nun ist mir wohler. Es wurde einfach zu eng.  
 Ist das nicht ein herrlicher Ausblick? Ich liebe die Wolken, die an uns vorrüberziehen. Auf dem Hochbeet wuchert einjähriger Rucola, soviel können wir nicht essen.
 Achillea ptarmica, die Sumpfgarbe oder Brautblume, macht sich im Zinktopf auf der Terrasse breit, im Zimmer ziert sie eine Vase.

 Beginn der Grabung vom Wochenende ...
 Trotz reichlich Regen ist es immer noch trocken unter diversen Sträuchern. Wie kann das sein? Wir brauchen dringend noch ganz viel Wasser, obwohl die Fässer voll sind.
 Ein absoluter Hingucker ist Hydrangea paniculata 'Butterfly', ihre übergroßen Blüten locken wirklich sämtliche Flieger an.

 Obwohl wir die Stauden gerodet hatten, kamen wieder Teile davon zwischen den neuen Sträuchern hoch. Ich lasse sie - irgendwann gehen sie von alleine, wenn kein Licht mehr ist.
Eine Freude ist mir in diesem Jahr Papaver somniferum, der einjährige Mohn. Ich sammele eifrig Samen, dass das auch im nächsten Jahr so bleibt.

Sonntag, 26. Juli 2015

Neues vom Schlitzer



Ja, ihr habt richtig gehört. Wir haben ihn umgetauft, vom Flitzer zum Schlitzer. Nudelpackungen im Haushaltsraum sind gut gegen Langeweile, mittels langer Krallen in dicken Pfoten schlitzt man die Tüten einfach auf. Wir haben umgeräumt, die Nudeln lagern nun in Eimern ganz oben. Auch meine neue schööne Papierlampe hat er geschlitzt, einfach hochspringen – Krallen durchziehen. So bekommt man ungekürzte Aufmerksamheit! Eigentlich hatten wir ihm einen Namen gegeben, doch er denkt, er heißt *nein*, weil dies das Wort ist, dass durch alle Räume schallt. Die Katze, die Alte, kann ihn auch schon nicht mehr hören. Wie gut für sie, dass sie eine Freigängerin ist, so kann sie sich dem Rambazamba entziehen, wenn im Haus die Post abgeht. Er ist ein treuer Kater, unser Schlitzer, folgt mir auf den Fuß – natürlich ohne mir zu höören – und sitzt auch im Arbeitszimmer ständig neben mir. Er kennt den Inhalt sämtlicher Regale und alle Blätter auf dem Schreibtisch. Nur der PC-Tisch – absolut tabu. Dann gibt’s Senge.

Ich glaube, er ist sich seiner Sepzies noch nicht so bewußt, denn gelegentlich glaubt er eine Taube zu sein und gurrt wie verrückt. Eigentlich quietscht er immer irgendwo, denn er fühlt sich hier pudelwohl. Tritt man ihm auf den Schwanz, was oft vorkommt, brummt er auch. Manchmal ist er mein kleines Pony, wie die Kinder immer sagen, dann galopiert er und wir lachen uns kaputt. Weniger amused ist die Katze, wenn er das Pony gibt. Vor drei Tagen erwischte ich ihn, wie er im Wohnzimmer Anlauf nahm, auf die Bank am Esstisch galoppierte und mit drei KS (Katerstärken) im Flug auf der alten Katze landete. Ich dachte, jetzt kollabiert sie. Doch erstaunlicherweise hat sie nur gefaucht. Dies als Zustimmung aufgefaßt, raste der Schlitzer zurück ins Wohnzimmer und nahm wieder Anlauf, um ebenfalls, diesmal mit mind. 4 KS, auf der Katze zu landen. Dafür hat er eine gefangen – von der Katze.

Er liebt die Dusche und beobachtet jeden einzelnen Tropfen, der die Glaswand herunterläuft. Irgendwann nehme ich ihn mit rein!;)
Mutter, die ich bin, habe ich einen sehr hochwertigen Kratzbaum geordert. Beim Auspacken hat er geholfen, beim Aufbauen entzog er sich durch Spielen mit der Blubberfolie. Da ich auch nicht mehr zwanzig und ein wenig schusselig bin, habe ich mir beim Auflegen der Kissen am Kratzbaum derart das Hirn angeschlagen, als ich das dritte Bettchen in Arbeit hatte. Vom Schmerz überwältigt (ich hatte ein Horn) trat ich einen Schritt rückwärts, schrie auf und stand?? Ihr wißt es – auf des Katers Bauch.  Mir bliebt fast die Luft weg, er hat nicht mal gequickt. Ich habe ihn abgetastet – aber alles war an seinem Platz. Übrigens – im Alter wird man milde – der Wickeltisch meiner Kinder war deutlich günstiger als der Kratzbaum des Katers. Manchmal ist er so wild, dass er in die *stille Ecke* muss, aber das rührt ihn nicht. Schlitzt er unten halt Nudeln. Meist ist er aber sehr lieb und immer bei mir, besonders wenn die Katze draußen ist. Er kann sehr zart sein, trotzdem ist er noch unruhig. Sieht ständig was und muss danach patschen. Schwer die Vorstellung, dass er niemals eine andere als die Stoffmaus fangen wird. Die Mäuse draußen würden alle ersticken, wenn er sich auf sie wirft. Sonntags ist Wiegetag – wir sehen uns immer wieder fassungslos an, wenn er schon wieder 200 g zugenommen hat.
Der Schlitzer ist ein reinlicher Kater, regelmäßig badet er seine Spielmaus in der Wasserschüssel. Auch interessiert er sich schon fürs Gärtnern, er fand eine Mohnkapsel und beschäftigte sich damit. Ich dachte, ich nehm sie ihm lieber ab, bevor er noch high wird von den Samen. Die Technik hinter den PCs interessiert ihn auch sehr, man muss ihn gelegentlich von den Kabeln befreien.
Seine neue Passion ist das Ansehen von Krimis im Fernsehen. Dann hat allein der Film seine ungeteilte Aufmerksamheit. Eigentich soll man Kinder ja am Abend nicht gucken lassen, aber er ist dann sooo schön ruhig!

In diesem Sinne: Bald ist Sonntag, Wiegetag!






Donnerstag, 23. Juli 2015

Impressionen aus Aberdeenshire


 
 Die Geschmäcker sind verschieden! Einmal - nur einmal - wollte ich *in* sein und *cool* und hab mir bestellt was die britischen Mädscher grad so trinken, siehe rechts, Apfelwein mit irgendwas rotem drin. Mir wurde übel. Zu viel Kohlensäure, zu süß, wie fast alle süßen Sachen in GB. Wir haben dann getauscht und ich hab das Bier auf dem Schiff getrunken. Dort gibt es ja am Abend immer Entertainement.
 ... und essen, was man da halt so ißt. Beim Metzger eingekauft, einzeln verpackt, Hamburger mit Apfel drin. Sah sehr lecker aus und schmeckte dann wie das Gegenteil. Grob, knorpelig, ekelig. Tonne - Deckel auf und rein.
 Ihr wißt ja, wir haben die Destillen abgegrast. Es war sehr schön, ich kann mir das wieder vorstellen. Aber nicht im nächsten Jahr.
 Der Gatte wollte unbedingt eine alte schottische Fahne, die hat er nun, sie thront auf dem Hochbeet und winkt nach Schottland.
 Delphine schwammen an der Küste vorbei, zum ersten Mal hab ich in der freien Natur diese Schönheiten erleben dürfen. Sie springen hoch und erfreuen sich ihres Lebens. Hier waren wir in Whitehills, im Hafen.

 Unvergesslich wird für mich ein Abend in der TinHut in Gartly sein, eine Musiksession. Es war ein derart ergreifendes Erlebnis für uns, dass ich es ganz für mich alleine haben will und nichts davon berichten werde. Aber solltet ihr mal in der Nähe von Huntly sein, geht hin!

 So - und nun sprechen wir mal über das eigentliche Thema unserer Reise: Whisky - infolge dessen über Destillerien! Hier waren wir in Glen Moray, das Personal war überaus freundlich, kleines Tasting, ein kleines Frühstück (es gab ein Cafe gleich links) und zufriedene Gesichter. Ich sah, wie mehrere Männer (die Frau fuhr und trank nicht) eine große Führung hatten und danach im Visitorcenter pro Mann sechs Gläser Whisky zum Probieren hingestellt bekamen. Mir fielen fast die Augen raus! Das gehört zur großen Tour dazu. Danke. Soviel könnte man mir nicht zahlen, als dass ich die angetrunkenen Männer weiter kutschieren würde.

 Eine Destillerie ist wirklich eine Welt für sich. Allein der Geruch, wenn man über den Hof geht. Die Schönste war für mich Glenfiddich. So viel Liebe und Geschmack (und damit meine ich nicht das Getränk) auf einem Platz - da fühlt man sich einfach wohl.

 Überall kann man sich seinen Whisky auch in einer Flasche abfüllen lassen. Für viele ist das etwas Besonders, der Name steht drauf. Ich brauch das nicht, denn diese Whiskys sind mir zu jung. Ältere mögen wir lieber.
Interessant auch ist, in welch verschiedenen Fässern die Whisky gelagert werden. Das ist ein Thema für Fachleute, das wird euch nicht interieren. Einen sehr interessanten Blog *Whiskyundfrauen* findet ihr hier, denn ihr werdet es nicht glauben: Auch Frauen trinken Whisky!;))