Samstag, 19. April 2008

Endlich!! Ich kann wieder raus!

Was hab ich lange auf den Frühling gewartet, ich glaub, er ist da! Auch wenn heute wieder Regen fällt und es ziemlich kalt ist, aber gestern war ich lange draußen und habe gearbeitet. Unkraut liegt an, in Mengen! Dank meiner Nachbarn und ihrer wenig gepflegten Gärten rupfe ich ganzjährig, bzw. steche mit dem Bodenmesser tiefgehende Wurzeln aus. Die weißen Tulpen oben kommen beständig Jahr für Jahr wieder, was man von ihren Schwestern nicht behaupten kann.



Sämtliche Geraniümmer wachsen, es ist eine wahre Freude. Dieses hier - Geranium versicolor album - verbreitert sicher allerdings so, dass man sich seiner manchmal erwehren muss. Ist aber kein Problem, mit dem Messer abtrennen und verschenken!


Nicht in allen Gartenteilen sind die Hostahörner schon so weit aus dem Boden, manche Pflanze sieht man noch gar nicht, da wird mir manchmal Angst und bang, sie könnten ja nicht wiederkommen! Krossa Regal ist eine hochwachsende Hosta, die man gut unterpflanzen kann.



Der Austrieb von Geranium Rozanne ist außergewöhnlich gelb, hoffentlich blüht sie auch diesen Sommer wieder komplett durch




Sambucus Racemosa ‚Plumosa Aurea’ wird von mir mit Freude jedes Jahr erwartet. Sein Austrieb ist göttlich und die Beeren knallrot, also ganzjährig ein hingucker. Ich würde ihn jederzeit wieder setzen, auch wenn es von Anfang an nicht so ganz geklappt hat, er saß zu sehr in der Sonne.




Mein heißgeliebtes Geranium Phaeum Samobor ist seit Jahren treu an meiner Seite, ein alter Freund, der gerne auch bei anderen Gärtnern weiterwächst! Seine Blüte ist wie die aller Phaeümmer einfach herrlich!





Die Tellima Grandiflora 'Purpurteppich' hab ich so in mein weites Herz geschlossen, dass sie im Herbst sechs mal an einer Stelle gepflanzt wurde, aus Teilstücken. Ich geb keines davon her, so wunderschön ist sie. Ihre goldenen Glocken - wenn sie blüht - bete ich an.




Die Felsenbirne - Amelanchier - kenne ich seit meiner Jugend und hatte in jedem meiner Gärten ein Exemplar. Es ist eine Sünde,sie zu schneiden, dann verliert sie ihre natürliche Schönheit. Es gibt Menschen, die behaupten, die Beeren würden nach was schmecken, für mich sind sie fad, ich lass sie den Vögeln, die sollen auch was davon haben!



Meine zweitliebste Pflanze nach den Alchemillas ist die Brunnera, egal mit welchem Zunamen! Dies hier ist Brunnera Betty Bovering, ein weißblühendes Exemplar, im Sommer sieht man das nicht mehr und hält sie für eine normale Brunnera. Brunneras sind sehr dankbare Pflanzen und können bei ausreichender Wasserversorgung auch in sonnigen Bereichen sitzen, aber eigentlich gehören sie eher in den Halbschatten.




In diesem Beet wurde im Herbst gegraben, daher die kühne Mischung. Sie gefällt mir aber sehr und wird weiterhin ergänzt.




Hosta Francee ist das Geschenk einer Freundin vom Bodensee. Sie sitzt im oberen Sonnenbeet, nimmt nix krumm und wird nicht geteilt. Sie wächst und wird jährlich schöner!





Ein zarter Vertreter seiner Gattung ist Geranium 'Kashmir Purple', ich habe ihn schon oft vermehrt. Seine Blüte liebe ich sehr.


In diesem Jahr habe ich begonnen, mich mit Geranium Sanguineum anzufreunden, sie wachsen in der Sonne und dank ihrer tiefgehenden Wurzeln braucht man sie wenig bis gar nicht zu gießen. Apfelblüte und Glenluce hab ich mir zugelegt und bin sehr gespannt auf die Blüte. Die magentafarbenen Sanguineümmer mag ich nicht sehr, habe aber trotzdem welche.

Mittwoch, 9. April 2008

Cornwall - Land der Träume - Lost gardens of Heligan

Cornwall – das bedeutet für mich Meer, Palmen, Gärten der anderen Art, Nieselregen, Sonne, Clotted Cream and Tea, Gardenshows, kleine Dörfer und Städte, keinen Stress – es bedeutet auch, dass ich weit fahren muss, um endlich die von mir gewünschte Teekanne in Plymouth in Devon kaufen zu können.



Cornwall, Gartencenter, Poststellen die eigentlich keine sind, ein alter Mann, der in einem Teil seines Wohnzimmers Briefmarken für mich heraussucht, sie aufklebt und ich mich frage, ob die Karten jemals bei meinen Freundinnen ankommen! Sie sind angekommen und die Päckchen auch!




Cornwall, Häuser mit Reet gedeckt, Zinnminen, die Cottages der Miner, in deren Zimmern der Wind durch die Türritzen pfeift und eine (oder mehrere) Mäuse den Rucksack von Mr. Wonderful sehr zerfressen haben!
Ein Gärtchen am Haus, das für jeweils eine Woche immer nur uns gehört und ich die Pflanzen gieße!




Lost Gardens of Heligan habe ich nun zweimal besucht, einmal im Frühling und einmal im August und ich weiß nicht, wann es schöner war. Kühler war es auf alle Fälle im Frühling. Unfassbar, dass Menschen sich die Mühe gemacht haben, einen verschütt gegangenen Garten wieder auszugraben und uns zugänglich zu machen! Bewundernswert der ummauerte Küchengarten, an dessen Backsteinwänden halbe Gewächshäuser kleben, die mit Spalierobst und Geranien gefüllt sind.
Zauberhaft der Bookshop, von dem ich mich nie trennen kann, noch festklebe, wenn Mr. Wonderful schon im Restaurant sitzt. Und immer gehen Bücher mit, Postkarten und Tassen. Jede meiner Tassen hat eine Geschichte, einen Heimathafen, in dem ich sie gekauft habe und bei jedem Tee daran denke, woher das Stück kommt. Haltet mich für überspannt, aber diese Tassen benutze nur ich, niemand kommt mir da ran, auch nicht Mr. W.






Mr. Wonderful in einem Gartenteil vor dem Schlafplatz des Gärtners (der heute natürlich nicht mehr benutzt wird.












Nicht erschrecken, ich fotografiere euch nicht!

Samstag, 5. April 2008

Sempervivum & Co., Begleiter ein Leben lang

Angeregt durch Astrantias Post über Sempervivum habe ich mich aufgemacht, die kleinen Dachwurze, wie wir sie nennen, zu fotografieren. Seit meiner Kindheit habe ich Töpfe mit Wutze, es werden immer mehr! Wer welche hat, gibt welche ab und bekommt welche von mir. Ich kaufe keine in Gartenmärkten, meist sind sie überdüngt, groß und leiden später unter Blattläusen und anderen Schädlingen. Schließlich sind es Magerköstler, die ich nur gelegentlich mit einem Schlückchen sehr verdünntem Flüssigdünger gieße.


Vor zwei Jahren habe ich diese Schale gesetzt, zwei der Pflanzenarten sind verschwunden, nur die Stärksten haben überlebt.


Heute ist diese Schale ein Prachtexemplar, die ihr Aussehen stark verändert hat und schon öfter gerupft wurde, um zu vermehren.


Nach der Blüte sterben die Mütter ab, dann räume ich die Schalen aus, erneuere die Erde, mische Sand oder Splitt ein und setze neu! Viele Kinderl finden dann einen neuen BesitzerIn. Also Astrantia, wenn du was siehst, was du brauchst - gib Laut!



Im letzten Sommer haben wir viele Schalen auf dem Garagendach geparkt, dort wurden sie gelegentlich gewässert.







Der Terrassentisch ist meist auch besetzt mit Trockenkünstlern, da brauch ich mich nicht so oft drum zu kümmern. Lediglich die Katzen muss ich gelegentlich scheuchen, wenn sie glauben, die Schale wäre extra für sie als Bett aufgestellt worden.




Meine Gartenfreundin Flora hat mir einmal die Glasklicker ihrer Kinder überlassen, im Futtertrog fanden sie einen neuen Platz.