Dienstag, 24. November 2009

Westwood Manor - ein Eibengarten

Westwood Manor - ein altes Haus und ein Garten der besonderen Art. Ich hab auch gleich gefragt, ob es dort keine Blüten gibt. Nein, Eiben und ein wenig Buchs. Ruhig war es, beruhigend für das Auge und für die Seele. Und da Eiben heilige Bäume sind und ich sie ganz besonders liebe, hab ich den Rundgang auch ganz besonders genossen! Westwood Manor wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Der Garten ist ein moderner Topiarygarten (Formschnitt), aber er passt wie die Faust aufs Auge zu diesen Gebäude. Westwood gehört zu Bradford-on-Avon.
Nebenan ist die Kirche. Im Manorhaus lernte ich die Frau des Pastors kennen, sie war nett und auskunftswillig. Dort erfuhr ich, dass ihr Mann der Pastor ist - der Minister. Leider war er weniger freundlich als seine Frau, und wenn ich in höchster Not wäre, zu ihm ginge ich nicht.





Im Gebäude durfte man sich ohne Führung frei bewegen. Einige Räume waren nicht zugänglich. Ich erfuhr, dass es nur in der Hälfte des Hauses fließend Wasser gibt. Das Besondere ist: Der National Trust hat dieses Haus vermietet! Ich war sooo fasziniert! Eine Familie aus dem Ort wohnt da mit zwei Kindern. Im Schlafzimmer lag noch das Nachtgewand der Hausfrau auf dem Bett. Westwood Manor ist nur an einigen Tagen der Woche zu besichtigen. Der Preis dafür, dass man dort leben darf ist, dass man auch seine Räume zeigen muss! Ich denke, die Bewohner tun das mit Hingabe. Unten in der Halle ist ein langer eicherner Tafeltisch mit Stühlen, Kamin usw., alles was man halt so braucht zum Leben! Das Dorf ist klein, ich hab nur wenige Häuser gesehen.
An Weihnachten - so erfuhr ich - gehen alle in die Kirche. Anschließend sind alle Bewohner des Ortes nach Westwood Manor zu einer kleinen Feier eingeladen. Der Weg zur Kirche, die neben dem Manor liegt, ist mit Kerzen erleuchtet. Die Bewohner empfangen alle Kirchenbesucher. Ist das nicht ein wunderschöner Brauch? Er erinnerte mich spontan an den Film: Little Lord Fountleroy. Ihr erinnert euch?

Den Herrn kenne ich nicht, aber vielleicht erkennt er sich?

Mittwoch, 11. November 2009

Schottland, grünes Land, Tartans, Whisky und Gärten

Schottland, grünes Land, Berge, mal nicht Loch Ness, sondern die andere Seite des Landes! Wie in einer anderen Welt! Wir lieben Schottland - aber das was uns dort erwartete, hat uns überwältigt. In diesen Teil des Landes fahren wir wieder. Hier wohnen die Sutherlands, wenn ihr mögt, klickt einfach drauf und lest etwas über die Geschichte! Golspie haben wir nicht besuchen können, sonst hätten wir auf einen anderen Garten verzichten müssen. Man hat immer zu wenig Zeit , immer ...



Dunrobin Castle - mit einem formalen Garten. Nicht mein Garten, ich geb es zu. Und trotzdem hab ich jede Einzelheit in mir aufgenommen und sehe mir immer wieder diese Bilder an. Bei den Gärtnern hielt ich mich lange auf - das ist meine Welt !

Juni, die Tulpen blühen. Die Saison in Schottland ist kurz. Im September endet die Saison schon wieder. Da wählt man genau aus, was man pflanzt. In einem anderen Schloss habe ich mich lange mit einer Frau darüber unterhalten. Überhaupt - ich spreche die Leute immer an, besonders die Gärtner. Sie freuen sich auch, wenn man ihre Arbeit zu würdigen weiß. Buchshecken schneiden ist ja nun wirklich keine Arbeit, bei der man den Rücken schont und sehr viel Freude hat - oder?

Eine Falknerei gab es dort auch. Wir konnten leider nicht noch eine Stunde warten, sonst hätten wir uns eine Vorführung angesehen. Die Tiere tun mir auch immer Leid, wenn ich sie so da angebunden auf ihren Stangen sitzen sehe!


Gunnera manicata im Vordergrund - so groß, dass Mr. W. sich locker drunter stellen konnte und sie sich trotzdem noch über ihm erhob.





Topiary - Formschnitte - überall. Ich seh es mir an, aber auch hier, Mitleid mit der Natur. Zwang, ich mag ihn nicht.



Dunrobin Castle am Eingang, Busse aus aller Welt, und gleich einer aus Deutschland. Wir unken immer, Necker**nn, ist das Schlagwort bei uns!





Von innen ist Dunrobin auch ein wirkliches Highlight, in jede Ecke sind wir gekrochen. Ich stelle mir dann immer die Personen vor, die da gelebt haben. Und vergesse in meiner Fantasie auch diejenigen nicht, die dienten, die putzten, die gärtnerten - und ganz wenig verdienten!




Wenn man Schottland besucht, sollte man nie vergessen, die vielen Friedhöfe aufzusuchen, die kleinen scheinbar uninteressanten Orte, die schönen Kirchen - man findet dort oft ein Highlight - vielleicht widme ich diesem Thema einen eigenen Post.



Montag, 2. November 2009

Leaves - Blätter

Die schönen sonnigen Tage sind vorbei, jetzt wird es richtig Herbst. Nachtfröste kommen, in den hohen Lagen liegt bereits Schnee. Bevor die Schönheit im Garten vorbei ist - wobei Schönheit relativ ist und auch der Winter viele schöne Seiten hat - hab ich sie für euch nochmal eingefangen. Ich denke, die Bilder bedürfen keiner Kommentare.

Jedes Blatt für sich ist eine Schönheit, ganz gleich, ob es einen klingenden Namen hat oder nicht!