Mittwoch, 16. März 2011

Gartenglück - Gedichte und Erzählungen einmal anders


Gartenglück – Gedichte und Erzählungen einmal anders



Mein letztes Hörbuch liegt schon sehr lange zurück, damals waren es noch viele Kassetten. Ich lese gern – und viel.
Zu meinem Fünzigsten schenkte mir eine Freundin *Das Jahr des Gärtners* von Karel Capek. Ein kleines feines Buch vom Aufbau-Verlag.

Nun fand ich Capek wieder – oder fand er mich? Ich fand ihn in einem Hörbuch, *Gartenglück* vom Audibuchverlag in Freiburg. Von diesem Verlag hatte ich natürlich noch nie gehört, weil mein bevorzugtes Buch aus Papier besteht, und nicht aus einer Scheibe. Aber warum nicht? Der Einband ist schon mal sehr ansprechend, dem Zeitgeist entsprechend. 69 Minuten Gartenglück, Gedichte von v. Arnim, Wilhelm Busch, meinem geliebten Capek (Erzählung), Goethe, Ringelnatz, sogar Sissy –und anderen. Alle haben eine gemeinsame Passion: Sie lieben Pflanzen und ihren Garten!

Das Hörbuch hat einen Vorteil: Man kann es in der Küche hören, wenn man nach getaner Gartenarbeit einen Tee trinkt. Oder bei der Gartenarbeit mit einem Stöpsel im Ohr. Gesprochen werden Gedichte und Erzählungen von Andrea Sawatzki und Stefan Kaminski. Zwischen den einzelnen Stücken hätte ich mir etwas leise musikalische Kurzuntermalung gewünscht. Eine hübsche Idee, so stelle ich mir vor, auch für Menschen mit Sehbehinderungen.

Mögt ihr noch einen Titel? *Das Jahr meines Gartens* von Luzie Krolow, ein Insel Taschenbuch.
Krolow erzählt darin von einem besonderen Garten in Darmstadt, einem Garten der neuen Künstlerkolonie im Park der Rosenhöhe. Sie beschreibt nach Monaten gegliedert ihre Arbeiten in diesem Garten. Ihre Beschreibungen der einzelnen Pflanzen in ihrem Kräutergarten sind spannend zu lesen. Na ja, und wie bei mir so gehört auch bei ihr am Ende des Jahres eine Mistel ins Haus, des Glückes wegen – ihr wisst schon!

Natürlich oder leider habe ich es immer noch nicht geschafft, die Rosenhöhe in Darmstadt zu besuchen, obwohl ich seit Jahren mit meiner Freundin dorthin will. Aber man will so viel, und das Jahr hat nur 365 Tage, bzw. eigentlich nur acht Monate, in denen man in den Garten kann.
Und genau dorthin gehe ich nun, denn heute soll es noch einmal schön sein, zum Wochenende hin wird’s wieder kühl. Ist klar, genau da wollen wir ein Hochbeet bauen!

Pssst, und schnell am Ende nochwas, was mir wichtig ist: Mein wirkliches Lieblingsgartengedicht ist seit meiner Kindheit *Die Made* von Heinz Erhard. Wir hatten eine große Schallplatte, und ich konnte alle seine Gedichte auswändig!

Kommentare:

  1. Du hast das Hörbuch also auch bekommen. ;-)
    Den Einband fand ich auch schon mal sehr schön. Ansonsten höre ich auch keine Bücher, aber es hat mir gefallen.
    VG
    Elke

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  2. Mit Hörbüchern konnte ich mich bislang wenig anfreunden. Allerdings, es fehlte auch eine gute Empfehlung. Deine kommen mir sehr entgegen!

    Wobei ich natürlich nicht verschweigen will, dass "die Made" mit Sicherheit auch eines meiner Lieblingsgedichte ist *g*.

    Lieben Gruss, Brigitte

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  3. Das hört sich sehr vielversprechend an. Danke für den Tip!

    Liebe Grüße,

    Markus

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  4. Habe ich geschmunzelt beim Lesen "deines" Lieblingsgedichtes (ich kannte es nicht) ! Und auch ein Hörbuch hatte ich noch nie (aber ich las (und lese ab und zu jetzt noch) auch Capek mit ganz grossem Vergnügen! Dein vorgestelltes Hörbuch könnte mich locken auch einmal ein solches zu kaufen. Danke für den Tipp!
    Liebe Grüsse,
    Barbara

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