Samstag, 2. April 2011

Arbeiten und genießen im Frühlingsgarten

Mit aller Macht drängt das Frühjahr in unseren Garten - zu unserer Freude. Seit Wochen arbeiten wir draußen, hatten viel zu tun im Hanggarten, mehr Arbeit, als ein Flachlandgärtner sich vorstellen kann. Nun konnten wir heute mal alle Hände ruhen lassen und nur Kleinigkeiten machen. Die Hostas habe ich kontrolliert, eine mit einem Frostschaden vom letzten Winter hat es in dieses neue Jahr hineinzukommen nun nicht mehr geschafft. Ich mache da auch keine Ausnahmen mehr: Was einen Schaden hat, kommt weg. Ich kauf sie mir dann neu. Einen weiteren Pflegefall habe ich im Wohnzimmer stehen, eine Mini, hat nur einen Wurzelfaden und stirbt mehr als sie lebt. Ich tu sie auch auf den Kompost, es hat keinen Wert. Die schöne weiße Helleborusblüte ging in einer roten auf, sicher war da ein Sämling im gleichen Pflanzloch - sie waren sowieso alle geschenkt oder von mir! Das wunderschöne pinkige Veilchen war plötzlich da, es kam angeflogen und blüht nun so herrlich. Unten links Pulmonaria *Sissinghurst white*. Ostern naht, da hat sich einer auf dem Tisch breitgemacht, man ist fast neidisch, wie er so daliegt. Rechts der Helleborus ist auch ein eigener Sämling.


Eine Zierjohannisbeere ist eingezogen, sie ersetzt eine einmalblühende weiße Strauchrose, die mich immer nur stach und nach der Blüte meist blattleere Stängel zeigte.




Die Brunneras sind meine besonderen Lieblinge! Oben links *Jack Frost*, samt sich munter aus und seine Kinder wachsen in den Gärten von anderen. Natürlich sind sie nicht rein, sie sind fleckig, aber auch sehr wüchsig. Brunnera *Dawsons white* mag mich nicht, sie hat einfach zuviel Weißanteil und zickt, solange sie bei mir ist. Hingegen die normale Brunnera macrophylla liebt uns sehr, ebenso *Hadspen Cream*, die allerdings nicht samt. Betty Bovering mit weißen Blüten wächst auch gut. Brunnera *Mr. Morse* mag mich auch nicht, sie ist miniature.


Unten links Symphytum grandiflorum 'Goldsmith', das ganz gut wächst. In seiner Ecke hat es auch keinen leichten Stand.

Rechts oben die Brunnera 'Looking Glas', die mich bis jetzt auch enttäuscht. Vielleicht liegt es auch einfach an unserem Boden, warten wir dieses Gartenjahr erstmal ab.



Kommentare:

  1. Ich tu mir immer so schwer mit dem Schritt zum Kompost mit kranken Pflanzen. Wahrscheinlich muss man da tatsächlich mal radikal sein.

    Tolle Pflänzchen und Sämlinge hast du in deinem Garten! Ich bekam diese Woche einige Sämlinge von einer Gartenfreundin geschenkt, das gefällt mir immer viel besser. Denn dann kann man ja zuschauen, wie sie wachsen und weiß, was man hat.

    Wir hatten auch mal einen Hanggarten, es stimmt sehr wohl, was du da sagst, das kann eine Plagerei sein.

    Schöne Fotos!

    LG, Brigitte

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  2. Einfach schön! Ich kann bei Deinen Bildern den Frühling und die Gartenerde fast riechen!
    Die Sissinghurst-Pulmonaria ist ja klasse, ich hab nur die ordniären lilanen, und die auch noch nicht lange.
    Ich wünsch Euch noch einen schönen Sonntag Abend, jetzt wird draußen (zumindest hier) ja der Garten gewässert!
    Liebe Grüße, Moni

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  3. Dein Helleborus ist wunderschön! Ich habe nur weiße und sie fühlen sich irgendwie bei mir nicht so wohl.
    Herrlich, wie Vieles jetzt ruck zuck treibt und blüht, es macht Freude, im Garten und auch auf Bildern!
    Liebe Gartengrüße
    Elisabeth

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  4. Oh - wie kann ich es nachempfinden....Frauchens Rücken ist arg gefordert: Hanggarten ist einfach eine andere Art sich "im Frühling" zu beschäftigen. Aber - wie ich das bei Dir beobachte, bekommt jedes Schätzchen sein Plätzchen - das tut den Pflanzen sehr gut. Da Frauchen jetzt im 3. Jahr Hostafan ist, konnte sie vorige Woche die ersten teilen und vermehren. Es sieht gut aus. Nur die Namen sind immer noch ein Buch mit sieben Siegeln, dafür schaut sie halt öfter in so schöne Blog wie der Deinige ;-))
    Wuff und LG
    Aiko

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  5. Hallo Vollblut-Gärtnerin,
    es gibt doch immer wieder einer Kick, wenn man "sie" im Frühjahr wieder begrüßen kann, gelle! Dein Helleboruskind ist toll. Hatt's schon einen Namen?
    Also wenn ich mir die Bilder von deinem letzten Post betrachte, dann hattest du wirklich viel zu tun um den fleißigen Mann und sein Tages-Werk zu fotografieren ;o)- kann man ihn denn überhaupt bremsen und zu einem Genießerstündchen überreden?
    Deine Anne

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  6. auf so einem hang eine gemüsegartenanzulegen ist aber auch schwierig, aber hast due es schon mal mit einem Hochbeet, dem Hang natürlich angepasst versucht, die besten Erträge habe ich immer aus den Kisten, in dem ich den Kompost ein weiteres Jahr reifen lasse

    und mit dem Wegwerfen und auch Aufgeben lasse ich mir Zit, in der Kälte brauch zum Beispiel Verbenen
    Wochen bis sie sich zeigen

    so hoffe ich auch sehr, dass die Artischocken wieder kommen, aber da vermute ich war es zu kalt

    und Sämlinge von Christrosen dass hätte ich nicht erwartet, da werde ich in Zukunft noch vorsichtiger jäten
    Frauke

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  7. Schöne Frühlingsbilder bei dir! Brunneras mag ich auch sehr. Leider beruht diese Zuneigung nicht auf Gegenseitigkeit. Sie verschwinden spätestens nach zwei Jahren wieder spurlos.
    Die Zierjohannisbeere blüht schon schön bei dir. Unsere hat wohl den Winter nicht überstanden. Kaum zu glauben, ich dachte, die seien total robust.
    Einen schönen Titel hast du übrigens gewählt für diesen Post: Arbeiten und Genießen, für mich ist das bei Sonnenschein im Frühling fast eins.
    Liebe Grüße, Margit

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