Donnerstag, 24. Februar 2011

Zeig mir doch mal ein paar Gartenbücher ...


Zeig mir doch mal ein paar Gartenbücher …

Dieser Satz beinhaltet eine große Herausforderung! Welche soll ich denn zeigen? Ich bin keine Perfektionistin, deshalb hab ich einfach mal ein paar aus dem Regal gezogen und fotografiert. Sie sind für Majorahn, und für alle, die es sonst noch interessiert.

Ich werde auch keine Rezensionen schreiben, jeder sieht ein Buch anders. Bei mir entscheidet grundsätzlich der Bauch, bei fast allen Dingen.

Fangen wir mal an:

Traumhafte Privatgärten in Deutschland – einer davon ist in meiner Nähe, der Garten von Frau Schnitzke-Spijker in Hailer bei Gelnhausen. Den Garten kenne ich gut, war viele Male dort. Dort habe ich gelernt, dass weniger manchmal mehr ist. Gelernt hab ich viel, nur mit der Umsetzung haperts oft. Viele Pflanzen von einer Sorte sind viel ruhiger fürs Auge! Ja, aber wenn man doch so Vieles ausprobieren will …


Der neue Blumen – und Staudengarten – von Christine Orel. Irgendwann sah ich mal Werbung für dieses Buch und kaufte es mir. Für mich ein Buch der ganz anderen Art. Ich, die ich zarte Farben liebe, orange nicht ausstehen kann, kaufe mir dieses Buch! Und bin begeistert! Wer neue Beete anlegen will, modernere Beete – der lese dieses Buch und wird von den prallen Farben begeistert sein.






Meine Lieblingspflanzen von Piet Oudolf – seine Lieblingspflanzen sind ganz oft auch meine, nur er hat eindeutig die größeren Beete!


Königsfarn und Engelwurz, Pflanzen die zusammen passen – ein lehrreiches Buch!


Pulmonarias and the Borage Familiy von Masha Bennett – in dieses Buch bin ich für Stunden versunken (widerspricht meinem Satz: Ich bin keine Perfektionistin), denn wenn man dieses Buch verinnerlicht, kann man glatt eine werden. Interessant zu wissen, welche Pflanzen miteinander verwandt sind, z. B. die Pulmonaria, die ich sehr liebe mit meiner noch heißer geliebten Brunnera in all ihren Sorten.


Cotwold Gardens von David Hicks – schöner Bildband, wir fahren dort sehr gerne Gärten ansehen



Bruns Pflanzen – ein Katalog eigentlich für Baumschulen, für mich ein Lehrbuch der besonderen Art. Auch in dieses Buch bin ich lange versunken.



Heucheras und Heucherellas (vom bekannten Züchter Dan Heims) , da bleiben keine Wünsche offen und zurück ein wenig Frust, weil man nicht genügend Platz hat, um all diese Schönheiten zu pflanzen.



Über Zäune schauen von Marita Eichler – zu diesem Buch kam ich wie die Jungfrau zum Kind und werde doch mal ein paar Sätze drüber schreiben. Ich suchte im Netz nach Epimedium – der schönen Elfenblume, fand die Gärtnerei von Frau Eskuche und somit auch Frau Eichler. Das war der Anfang einer großen Begeisterung! Zwei meiner Freundinnen haben ihren Garten bereits besucht, ich hoffe, ich darf das auch einmal.
Im Herzen Niedersachsens gibt es viele private Gärten zu bestaunen und dafür auch die Tage der offenen Tür. Oder heißt es dort Pforte? Frau Eichler hat alle Bilder in diesem Buch selbst aufgenommen, sie hat alle Textseiten selbst zusammengestellt und dieses Buch privat finanziert. Ihr Mann stellte ihr dafür seine Lebensversicherung zur Verfügung – ein mutiger Schritt und ein Beweis seiner Liebe, wie ich finde. Innerhalb neun Monaten stand das Buch und ich kann mir vorstellen, dass da nicht viel Zeit für ein Privatleben blieb. Als ich mit der Seite von Frau Eskuche fertig war, wollte ich also wissen, wer diese Frau Eichler ist und bestellte mir das Buch. Innerhalb eines Tages war es da und ich saß am Tisch, es gab keine Mahlzeiten an diesem Tag. Ich las und staunte, ich las und lachte, bis mir die Tränen liefen (über die Geschichte mit dem Küken, dass Frau E. an ihrem Körper großzog), sog all diese wunderschönen Bilder in mich ein und fand es noch mehr ganz unglaublich, dass eine einzelne Frau so viel Begeisterung aufbringen konnte, dass ein ganzes Buch daraus entstand. Und wenn ihr dieses Buch gelesen habt, wisst ihr was ich meine – da liegt die ganze Liebe einer Frau zu ihrem Garten, zu ihrem Pflanzen vor euch, und sie stellt gleichzeitig so viele weitere herrliche Gärten vor, die man besuchen kann!


Viel Spaß beim Lesen ...

Donnerstag, 17. Februar 2011

Ich liebe Bayern!




Unfassbar – aber wahr – ich habe meine Zuneigung zu Bayern entdeckt! Abgeschreckt durch Urlaube meiner Eltern in Bayern, Allgäu und Österreich kamen diese Orte für mich schon aus Protest nie in Frage – das hat sich fast in meinen Genen manifestiert (stellt euch mal dahin, Achtung *Lächeln* den Berg, das Auto das Hotel mit auf dem Bild). Doch nun, bedingt durch die Sendung *Rosenheimcops* und Gartenkontakte nach Bayern zieht es mich dorthin. Es zieht uns dorthin – Mr. Wonderful ist auch sehr angetan.

Wir besuchen die Staudengärtnei Planwerk am Chiemsee, kaufen Hostas, gehen rund! Nicht, dass ich nicht viele Stauden kennen würde – aber in neuer Umgebung sehen sie neu aus (ich kauf sie nicht, wir haben ja keinen Platz mehr). Wortlos und total begeistert war ich auch von den Weihenstephaner Gärten (Staatliche Forschungsanstalt für Gartenbau Weihenstephan), zu denen uns eine Gartenfreundin führte. Einen ganzen Tag kann man damit verbringen, die Anpflanzungen zu betrachten und sich vorzustellen wie schön es wäre – wenn frau denn auch ein großes Grundstück hätte und dieses und jenes ausprobieren könnte! Und so nehmen wir zum Trost viele Fotos mit nach Hause, um uns den Winter zu versüßen!

Na ja, um dann noch mal auf die Rosenheimcops zurückzukommen: Rosenheim ist eine schöne Stadt mit leckeren Restaurants! Wir haben sehr gut gegessen und die Dirndlgewandl angesehen. Irgendwann kauf ich mir eins, versprochen. In dunkelgrün mit schwarz.






Neubeuern



Erwähnens- und bestaunenswert auch das Kulturdorf Neubeuern. Ein kleiner Ort zwischen Bergen, die Häuser faszinierend durch Lüftlmalerei! Noch nie hab ich so was Schönes gesehen! Jedenfalls nichts Vergleichbares. Man muss acht geben, dass man sich beim Ansehen nicht den Hals verrenkt. Ich möchte allerdings in keinem Haus wohnen, dass direkt an den Berg angebaut ist. Das ängstigt mich! Liebhaber schöner Kirchen werden hier auf ihre Kosten kommen.



Auf dem Hinweg zum Bodensee, den wir zuvor gerne besuchen, halten wir auch bei Gaissmayer, einer meiner Lieblingsstaudengärtnereien. Gaissmayer hat für mich eine der besten Internetseiten aufgebaut, ein tägliches Nachschlagewerk für mich.

Abschießend möchte ich noch das Bier erwähnen, welches man in Bayern *Eine Halbe* nennt. Ich lernte, dass es außer einem Hellen natürlich auch ein Dunkles gibt. Und dass es ziemlich günstig vom Preis her ist. Die regionalen Gerichte haben mich auch beeindruckt.