Freitag, 26. August 2011

Fraueninsel


Von meiner frisch erwachten Zuneigung zu Bayern hatte ich ja schon mal berichtet. Zugegeben, mit dem Kini hab ichs nicht so, ich hab kein Verständnis dafür, daß das Volk ausblutete damit neue Schlösser errichtet werden konnten! Aber - die Fraueninsel, die wollte ich besuchen. Sie ist klein, man kann sie leicht umrunden und tut sich dabei nicht weh. Sie ist ein eigener kleiner Kosmos, und ich werde sie wieder besuchen. Auf alle Fälle!


An diesem heißen Tag tat einem die Überfahrt auf dem Schiff gut, der Wind wehte um Nasen und Haare. Magisch wurde ich von dem Klosterladen angezogen. Die Abtei Frauenwörth hat mich von Anfang an bei der Urlaubsplanung angezogen und eine Erinnerung an diesen Tag hab ich mir dort auch gekauft. Ich liebe die heilige Stille an diesen Orten. Die Schwestern schenkten mir zu meinem Einkauf eine kleine CD, verpackt in einer schönen Postkarte. Man findet dort viel Informatives über die Insel.




Wem dieses Boot wohl gehört? Ich fand, es ist ein schönes Motiv zum Aufnehmen.



Die Gärten auf der Insel sind liebevoll gepflegt. Man kann dort auch Fremdenzimmer und Ferienwohnungen bekommen. Im Hochsommer möchte ich aber dort keinen Urlaub machen. Es war im Mai schon voll genug.





Eine Töpferei haben wir besucht, nichts gekauft. Leider kann man nicht überall etwas mitnehmen, sonst kann man daheim selbst einen Laden aufmachen. Außerdem hat ja jeder seinen eigenen Stil (der sich gelegentlich auch ändert).Wer Stille und Besinnung sucht, kann als Einzelgast im Kloster unterkommen. Es muss schön sein, am Abend auf der Insel spazieren zu gehen, wenn die Tagesgäste sie verlassen haben.

Dienstag, 23. August 2011

Dickmaulrüssler und Heucheras

Heucherella Stoplight




Da ich heute im Netz über Heucheras recherchiert habe, fand ich, ein paar Fotos machen zu müssen. Gut, dass ich es getan habe! Der Dickmaulrüssler hat wieder zugeschlagen und ich habe es nicht bemerkt, weil Heucheras sehr lange ohne Wasser auskommen können!

Als ich sie anfasste, meine Schönheiten, hatte ich zwei in der Hand – wurzellos. Einfach abgefressen. Da kann man schon sehr sauer werden. Und das mir, wo ich doch immer Nemathoden vergieße. Aber in diesem schlimmen Sommer haben sie wohl nicht allzu viel gebracht. Sonst hatte ich es oft bei Pfefferminz, den lieben die Dickmaulrüssler in Töpfen sehr.
Den Korb, in dem die Heucheras saßen, habe ich mitsamt Erde direkt in die Tonne entsorgt.

Die armen wurzellosen Geschöpfe nahm ich mit zum Kompostplatz und wühlte mit einem Messer in der restlichen Erde, die Schädlinge saßen doch immer noch drin! Ich habe sie zerdrückt und die Pflanzen in einen Wassereimer getan, damit evtl. verbliebene Rüssler ertrinken. Können die am Ende schwimmen? Morgen setze ich die Pflanzen in frischer Erde und richte ein Stoßgebet nach oben. Vielleicht wurzeln sie neu, Heucheras können so was ja – meist.

Gestern musste ich wieder ein Reh verscheuchen und seit Tagen entferne ich die Hügel der Wühlmaus. Mal sehen, was mir noch so alles widerfährt.

Demnächst heißt es düngen – den Rasen. Der ist auch übel dran in diesem Jahr. Ich nehme Pelletts von Neudorf (nein, ich bekomme kein Geld für Werbung), sie haben sich bewährt, auch in den Hostatöpfen – aus Versehen. Nicht im Herbst, nein brillenlos im Frühling, nie war die Blattmasse so fett und gesund. Das mache ich wieder.

Und nun grübele ich über Holzbriketts für meinen Ofen nach, ja oder nein? Es gibt DIN-Nummern. Die fand ich auf meinem Probepaket nicht. Kein Tropenholz, steht drauf. Meine Tochter meinte, darauf könne man sich nicht verlassen, sie hätte eine Sendung darüber gesehen. Außerdem steht nicht drauf, ob es Leichtholz ist (mit viel Harz, dass meinem Ofen schadet) oder Buche oder Eiche. Ich muss mich weiter informieren. Ja, ich nehme auch Holz, das ist klar, aber ich will einfach mal etwas ausprobieren.

Und nun wende ich mich wieder den Dickmaulrüsslern zu, die Firma Schneckenprofi hat ja noch genug Nemathoden im Angebot!



Heuchera Tapestry blüht seit Monaten durch. Sie ist göttlich!


Das sind die zwei Schönen - Key lime pie und Obsidian








Nochmal, schon abgefressen. Key lime pie verändert im Lauf des Jahres die grüne Farbe, herrlich!


Pinot gris




Mahogany


Sorry, ich weiß nicht mehr von allen Heucheras die Namen.






Auf den Herbstzauber darf man gespannt sein!

Donnerstag, 18. August 2011

Das ist der August - mal rauf, mal runter




August, Wettermischmasch. Viel Regen und jetzt die brütende Hitze! Grad war ich zum Einkaufen, nun gehe ich höchstens noch unter Protest raus. Vor einigen Tagen haben wir fünfzigtausend Nemathoden gegen die Dickmaulrüsslerpest vergossen, sie müssen feuchtgehalten werden. Also gehe ich heute Abend, wie schon gestern raus, und sprenge fast den ganzen Garten. Mr. W. muss mich mit den Kannen dort unterstützen, wo der Schlauch nicht hinreicht. Nächstes Jahr werde ich Echinaceen aussäen, sie sind weniger geworden, ich brauche Nachschub. Dabei setze ich auf normale Pflanzen, keine Besonderheiten, denn oft sind sie nicht langlebig. Oder sie sind steril, ich kann den Samen nicht nutzen.

Der Frosch schläft, ruht sich aus. Er ist hitzebeständig, ich nicht. Eupatorium (Wasserdost) ist momentan das Highlight im Hillsidegarden, an mehreren Stellen ist er weit über zwei Meter hoch, bietet einen wunderbaren Sichtschutz und ist eine Weide für alle Getiere, die Nektar suchen. Hier tummeln sich Bienen, Hummeln, Flieger aller Art. Ich kenne sie gar nicht alle. Die Cimicifugas (Silberkerzen) blühen nun auch langsam, die weiße wird schon von unten her welk, während die rote noch nicht aufgeblüht ist.


Draußen gesessen haben wir am Tisch in diesem Jahr wenig. Das liegt nicht daran, dass er so zugestellt ist, sondern daran, daß das Wetter es nicht hergab. Wenn wir mit arbeiten fertig waren, saßen wir höchstens mal auf der Bank.


Auch die neuen Stühle haben wir noch gar nicht *besessen*, brauchen auch noch ein wenig Brennholz für den Winter. Mittlerweile möchte ich mal die Holzbriketts ausprobieren, die überall angeboten werden.


Dass es Herbst wird, sehe ich an den Spinnennetzen, die in allen Größen im Garten zu finden sind. Jeden Abend beim Hostagießen zerstöre ich ein Netz, dass mich einfach stört. Jeden Abend ist es wieder da, die Spinnen sind unermüdlich. Auch im Haus finden wir jetzt vermehrt dicke schwarze Spinnen. Die schönen Fuchsien haben es schwer, zu kalt, zu nass. Einige bekommen Rost, das ist nicht gut. Eine hat noch nicht mal geblüht, die anderen dafür aber sehr schön! Viele Geraniümmer legen jetzt nochmal richtig los.


Campanula punctata *Kent Bells* blüht zum zweiten Mal und Agastache Foeniculum wird bis in den späten Herbst in lila leuchten, danach wirft es die Samen für das nächste Jahr in die Beete.


Auch von Papaver Somniferum habe ich Samen genommen, die ich bald ausstreuen werde. Die Hostas verkünden den nahenden Herbst, viele Blätter verfärben sich bereits.


Sehr spärlich ist die Nachblüte der Rose Colette, links. Sie hatte einfach kein Wasser während des Sommers, jetzt ist es zu spät. Der Boden war am Hang so fest, dass ich ihn nicht löchern konnte, um sie zu gießen. Jetzt warte ich darauf, dass mein Staudengärtner neue Heucheras anbietet, er bekommt sie im September. Diese rechts unten hat ein Ausmaß angenommen, dass es schier unglaublich ist. Man muss sie nicht mal täglich gießen, diese Wunderpflanzen.



Ein neues dunkelrotes Helenium (Name muss ich noch abschreiben) ist eingezogen, es sucht noch einenPlatz. Wie üblich wird das ein Kampf, es wartet auch noch ein Phlox aufs Eingraben. Am neuen Beet (nicht mehr vorhandener Kompostplatz) gehen Pflanzen auf in Mengen. Der dort ausgebrachte Kompost beherbergt vor allen Dingen Tomatensamen, ich hacke täglich dutzende weg. Unglaublich. Auch Mutterkraut und andere Stauden gehen dort auf. Ich möchte aber nicht, dass sie dort wachsen. Ich möchte einfach ein Beet, dass sich fast selber pflegt. Drum habe ich zwischen den neuen Sträuchern lauter Brunneras ausgepflanzt, ich werde lediglich im Frühling ihr Laub zusammenharken und sonst nichts. Unkraut wird weggehackt, keine Schneidearbeiten mehr. Man kann ein Beet gut anlegen auch mit anderen Pflanzen als solchen, mit denen man sonst viel Arbeit hat. Brunneras säen sich gut aus und ich hoffe bald eine dichte Decke wie in meinem alten Garten zu haben!

Dienstag, 9. August 2011

Lamorran House and Garden, Cornwall

Hereinspaziert, hier braucht man gutes Schuhwerk - denn es geht nach unten! Cornwall - Land der Träume, für viele. Dieser Garten ist kein Garten, wie man ihn auf einer Englandreise erwartet - seht selbst! Lamorran House and Garden!






Subropische Pflanzen begegnen einem, wenn man die Wege nach unten erkundet, Farne, Palmen - und ein wunderschöner Blick auf die See !















































Nun- wie hat dieser Garten gefallen? Ich gebe zu, es ist nicht meiner - mein Interesse liegt eher bei Eiben, Cottagegärten und altem Gemäuer. Dieser Garten ist jung.



Und wer gerne nach Cornwall reist, darf auch diese Gärten - klick - nicht vergessen!



Hestercombe habe ich zu Zeiten fotografiert, wo es noch Papierbilder gab, drum kann ich nichts zeigen, aber ein Besuch lohnt sich immer, ebenso in Bosvigo oder Heligan, über die ich schon berichtet habe.



Trebah liegt mir auch am Herzen, auch hier darf man klettern - zwischen blauen Hortensien und riesigen Gunneras (unter denen man sich verstecken kann). Frau muss unbedingt auch noch die Shops erwähnen, die sich bei den meisten größeren Gärten befinden - man findet immer etwas, was man mit nach Hause nehmen möchte: Postkarten, Bücher, Gartenwerkzeug von guter Qualität, Marmeladen und Clotted Cream usw. usw.



Danach kann man es sich in einem gemütlichen Tearoom bequem machen und einen Cream tea genießen!

Dienstag, 2. August 2011

Great Chalfield Manor & Garden

Hereinspaziert, heute ist ein schöner Tag im September! Wir besuchen Great Chalfield Manor and Garden!

Dies ist ein Garten des National Trust. In der Mitte bin übrigens ich, verschwindend klein in diesem Eibentempel. Fantastisch, finde ich - vielleicht eine Liebeslaube.





Viele Rosen gibt es hier, und auch viel Wiederholungen in den Beeten bei den Stauden. Eigentlich soll man ja so pflanzen, aber oft liegt es beim Trust auch daran, dass das Geld fehlt um neue Pflanzen zu kaufen. In Schottland ist es noch extremer.









Wir waren fast allein, nur ein weiteres Paar schlenderte durch den Garten. So hab ich das gerne, ein Garten für mich allein!





Dieser Penstemon ist bei uns sicher nicht winterhart, wie viele.





Das ist der sagenhafte Mr. Wonderful, mein Chauffeur, Kofferträger, Ehemann und Tütenschlepper.




Was würde ich da gerne jetzt sitzen, ein Plätzchen nach meinem Geschmack.













































Tschüss, Torwächter, der Hund gehört zum Personal - hat den Laden voll im Griff!