Donnerstag, 5. Juli 2012

Ein wenig Nähe?

Eines Tages entdeckte ich in meinem Garten eine neue Pflanze, es war ein Mohn. Er war einjährig und ich erkundigte mich: Papaver somniferum. Seitdem bekomme ich Samen von vielen GartenfreundInnen und gebe auch gerne welchen weiter. Oftmals werden die Blätter schon pilzig, während es oben noch munter blüht, das muss man aushalten können, wenn man die Samen ernten möchte!

Wer weiß es? Mir wäre es nie aufgefallen, was für eine Schönheit er ist, Allium tuberosum, der Schnittknoblauch, hätte ich ihn nicht von Majorahn bekommen, wir essen ihn, wir lassen ihn aber auch blühen und geben ihn weiter.
Und hier, für Daphne, eine Leserin, nochmal ganz aus der Nähe: Stachys monnieri rosea. Ein zauberhafter kleiner Liebling in zartem Rosé.


Sie ist im Regen eine wirkliche Schönheit, aber ohne Regen auch. Hemmerocallis *So Lovely*, eine langbeinige grazile Dame. Gestern meinte Mr. Wonderful, sie wäre aber sehr hoch in diesem Jahr. Das ist sie immer.


Eine halbgefüllte Geranie, ich wählte sie aus,weil ich bei der Terrassenbepflanzung in diesem Jahr auf Gewächse setzte, die wenig Wasser benötigen, wie Geranien, Papaver Somniferum, Agastache foeniculum (sie blüht noch nicht) usw. Wirklich viel Wasser benötigen die Taglilien.


Blüte der Colageranie, reibt man die grünen Blätter, duftet es nach Cola. Auch ohne Duft besticht sie durch ihre Zartheit.


So sieht ein Papaver somniferum aus, wenn er blüht, es gibt viele Varianten davon. Leider habe ich keine komplett gefüllte Sorte, sie wuchs bei mir nicht so. In Holland sah ich dieser Tage eine Reihe voll gefüllter Möhner und ich war wieder hin und weg.


Nepeta sibirica, manches Jahr erscheint sie nicht, und in diesem Jahr wandert sie durch die Beete, das soll man verstehen? Alle anderen Nepetas bleiben am Platz und erscheinen zuverlässig in jedem Jahr.


Die erste Blüte in diesem Jahr, ein Geschenk, verwaschen in der Farbe, sie geht mir fast bis zur Brust. Echinacea, ihr Heilwirkung ist nach wie vor umstritten, ich glaube aber daran. Glaube versetzt bekanntlich Berge und somit auch Erkältungen ins Nirvana.


Prall und voluminös ihr Auftritt in diesem Jahr: Annabelle, eine staudige Hortensie, man kann immer mal wieder einen Teil abstechen.

Etwas bescheiden zeigt sich der Rambler *American Pillar* in diesem Jahr, obwohl er gut gedüngt wurde.

Insgesamt kann man sagen, in diesem Gartenjahr sind alle Stauden größer als sonst, ich vermeide es daher, sie zu versetzen, weil ich glaube, dass sie im nächsten Sommer wieder normal sein werden. Durch die Größe bedrängen sie die Pflanzen etwas, aber das ertrage ich, ich mag es ohnehin gerne voll, da kommt wenig Unkraut durch. Ich erhielt vor zwei-drei Jahren einen hohen Wasserdost (Eupatorium), er ist so mächtig, dass ich mir Gedanken um die umstehenden Stauden mache. Schon im Frühling stach ich ab und gab weiter, aber trotzdem ist er mächtig wie ein Baum. Also kriegt er im Herbst nochmals eins auf die Mütze. Wenn das auch nicht funktioniert, muss ich eine bedrängte Staude eben umsetzen.

Kommentare:

  1. Die imunstimulierende Wirkung vom Echinacea ist meines Wissens auf jeden Fall wissenschaftlich erwiesen. =)

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  2. Das ist der Vorteil eines Fotoapparats: Man sieht sich die Pflanzen und insbesondere so schöne Blüten aus der Nähe an. Ohne Kamera würde man sich nie so nah an die Blüten heran bücken. Dabei lohnt es sich doch, sich die Pflanzen auch mal ganz aus der Nähe zu betrachten. VG Manfred

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  3. Hallo,

    ich habe auch den Eindruck, daß manche Stauden übiger sind als sonst. Für irgendwas muss der viele Regen ja gut sein!
    LG Dagmar

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  4. Ich finde die Colageranie einfach am schönsten, nicht wegen dem Cola, aber weil sie so zart scheint! Und der Mohn, den führe ich ebenso im Garten, sie sind so beeindruckend.

    Die Annabelle gefällt mir auch sehr!

    Doch, es stimmt schon, wenn's nicht grad wegweht oder reinhagelt, dann ist in diesem Jahr alles ziemlich üppig!

    LG, Brigitte

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  5. Gerne ... von mir aus auch noch etwas mehr.
    Aus der Nähe betrachtet zeigen die Pflanzen nochmal eine ganz andere Welt und ich denke: ach hätte ich doch nur einen besseren Fotoapparat. Aber aus der Nähe betrachtet würde mich das auch sehr viel Zeit kosten, bis ich wüsste wie ich mit so einem Ding umgehen soll. So muss ich mir halt ansehen, was andere aus der Nähe betrachten.

    PS: Wie??? du gibst dem schönen Eupatorium was auf die Mütze?
    :o((( Tse!
    Trotzdem schöne Grüße A.

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  6. Wundervoll deine Nahaufnahmen!

    Liebe Grüße und einen guten Start ins Wochenende wünscht Dir,

    Danny

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  7. Wunderschöne Fotos! Da bist Du den Blümchen aber ziemlich auf die Pelle gerückt :o). Stachys und Wasserdost stehen bei mir noch auf der Wunschliste und werden bestimmt auch bald mal in den Gwundergarten einziehen. Das Foto von der Hemmerocallis ist der Hammer mit den Regentropfen!
    En liebe Gruess
    Alex

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  8. Die Stachys-Art kenne ich noch gar nicht. Der ist wirklich wunderschön. Auch viele andere Pflanzen bei dir sieht man selten.
    Tolle Fotos!
    VG
    Elke

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  9. Ich sag nur: wunderschön diese Blütenfülle.

    LG
    Brigitte

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  10. Sigrun, das sind wirklich tolle Aufnahmen aus deinem Garten. Bei mir gab es dieses Jahr endlich mal wieder gefüllten Mohn - Puschelmohn lila. :-)

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