Samstag, 17. November 2012

Eigenes Vogelfutter - own birdseed, selbstgemacht

 Es ist wieder soweit - die Vögel brauchen unsere Hilfe. Immer wieder höre und lese ich (wirklich Ahnung habe ich nicht davon), dass verschiedene Vogelarten Probleme haben. Spatzen haben wir hier keine mehr, ihnen fehlt die Lebensgrundlage, sagt mein Gärtner. Kein Efeu mehr an den Häusern, sie leben in Kolonien. Letzte Woche sah ich mal wieder einen Spatz, das hat mich sehr gefreut. Leider machen sich hier die großen Vögel breit, Rabenkrähen, Elstern und Co. Sie sind mir unangenehm, sie sind laut und verjagen gerne die kleinen Vögel und fressen ihr Futter. Ich möchte mir jetzt ein Vogelhäuschen besorgen, in dem nur kleine Vögel essen können. Vom Gärtner habe ich mir große Zapfen mitgebracht, um wieder Vogelfutter selber zu machen. Vor fünf Jahren startete ich schon mal, es ist immer sehr schnell leergefressen, ich kaufe auch zu.
 Die Zapfen versehe ich vor dem Füllen mit einer Kordel. Blockfett und Streufutter mischen (die Sonnenblumenkerne schwimmen oben auf), im Freien erkalten lassen. Danach den Moment abpassen, in dem das Futter fest wird. Es ist schwierig, meist ist es noch zu flüssig. Auf Backpapier lasse ich die fertigen Zapfen kühler werden.
 Und lege sie danach auf Küchentücher, in eine Schale und bringe sie in den Keller, wo es kühl ist. Im Laufe der Jahre hab ich festgestellt, dass die Vögel die billigen Fettkugeln aus dem Discounter nicht mögen, einfach weil sie wirklich billig sind. Ich gehe nun in die Tierhandlung, das Futter kaufen. Es kostet ein Mehrfaches, das ist es mir wert.
 Mein ewig depressiver Vogel braucht kein Futter, er sitzt in einer Pflanzwanne.
 Hier hin das fertige Produkt, die Meisen geben sich ein dauerhaftes Stelldichein. Für die Amseln lege ich heute Äpfel unter den Kirschlorbeer.
Mr. Wonderful sieht im Dunkeln. Er fand wieder mal einen Feuersalamander und hat das arme Tier mehrfach fotografiert, mit Blitz. Hoffentlich erholt sich das gelbe Wunder wieder von dem Schock. Ich fand kürzlich eine Esculapnatter, sie war ca. 1,5 m lang. Zuerst war ich erschrocken, aber sie hatte mehr Angst vor mir als ich vor ihr.
Bis Mitte der Woche sind die Temperaturen noch erträglich,  danach wird es kalt. Wir wollen noch eine Blutpflaume umlegen, sie bedrängt den Ahorn.

Ein schönes Wochenende wünscht Sigrun

Kommentare:

  1. Hallo Sigrun,
    eine wundervolle Idee mit den Zapfen! Habe auch schon ein Vogelhäuschen aufgestellt! Aber es ist ganz unterschiedlich... manchmal herrscht Hochbetrieb, dann wieder tagelang Flaute! Aber auf jeden Fall konnte ich schon viele Vögel beobachten!
    Viele Grüße von
    Margit
    P.S.: Habe übrigens morgen auch einen Vogel-Post auf meinem Blog!

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  2. Ich hab in meinem ganzen leben noch keinen Feuersalamander gesehen und auch keine Schlangen im Garten gesichtet. Aber ihr wohnt ja auch nahe am Wald, da kann einem schon einiges Getier über den Weg laufen, kriechen oder sogar hüpfen :-)
    Seit einigen Jahren tschilpen in unserer Ecke auch wieder Spatzen, ich wusste schon gar nicht mehr wie sich das anhört. Leider nehmen auch hier die Elstern und Krähen überhand und die kleinen Vögel werden immer weniger. Allerdings hab ich noch nie eine Elster am Futterplatz gesehen, die würde wegen der geringen Größe des Häuschens auch gar nicht reinpassen

    LG LIs

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  3. Hallo liebe Sigrun, tja - die habe ich letztes Jahr hier auch gesehen - sie hat sie nach der Anweisung von Gildwood`s Gisela gemacht ...die Diskounter Meisenknödel sind absolut nichts für die Meisen - viel zu hart und wie Du sagst - zu billig gemacht.
    Bei den Genossenschaften kaufe ich spezielles Futter und das hat ebens einen Preis - die Spatzen sitzen - nicht lachen - bei uns im Dorf in einem dicken Strauch genau vor der Sparkasse und machen einen liebgewonnenen "Lärm". Im Garten gibt es im Winter bei mir jedenfalls eine bunte Vielfalt - noch....wenn nicht die grünen Sittiche noch mehr werden - dazu die Elstern und die Krähen.
    Wuff und LG und ein schönes Wochenende
    Aiko ;-)

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  4. Bei so einem lecker und ansprechend gedecktem Tisch möchte ich auch gern Vogel sein...LG Lotta.

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  5. Du bist wirklich eine tolle Vogelmama, ich würde auch zu Dir kommen, wenn ich ein Vöglein wär...

    Feuersalamander gab es sehr viele, dort wo ich aufgewachsen bin. Ich habe aber schon sehr lange keinen mehr gesehen.

    Viele liebe Grüße
    Dagmar

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  6. Liebe Sigrun, die Futterzapfen sind eine tolle Idee! Dass die Vögel die billigen Meisenknödel verschmäen, habe ich auch schon gemerkt, ich fülle immer ein Körner-Kokosfettgemisch in Tonblumentöpfchen und hänge sie umgedreht auf, aber die Zapfen sehen natürlicher aus und die Vögel können sich besser dran festhalten....
    Liebe Grüße, Heike

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  7. Wenn die Beete leergeräumt, die Blätter von den Bäumen gefallen sind und die Stauden nur noch braune Stängel von sich strecken - wenn sich der Rauhreif noch nicht auf die Blütenstände gelegt hat, dann verzaubern die Vögel den Garten. So hat jede Jahreszeit ihren besonderen Reiz.
    Hübsch sehen deine Vogelzapfen aus!

    Mensch ein Salamander! Letztens habe ich gelesen, dass dieses Tier ein echtes Fossil ist und dass er aus einer Zeit stammt, wo die Fische Beine bekommen haben und das Wasser verließen. Was die wohl an Land gesucht haben? Klarer Fall, einen schönen Garten!
    LG Anne

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  8. I like your idea for the more natural bird feeder using the tree cones as a base. You get the satisfaction of helping the birds, and the pleasure of watching them.

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  9. Deine Zapfen sind toll geworden. ir füttern auch schon seit 2 Wochen und haben viele kleine Gäste: Spatzen, Kohlmeisen, Blaumeisen, Tannenmeisen, Dompfaff, ein Amselpärchen, ein Zaunkönig, Kleibers, Rotkehlchen und die braunen, wie heissen sie nochmals?....
    wenn ich bei Dir lese, dass Du die kleinen vermisst, genuesse ich das Gezwirscher gleich doppelt.
    Grüess Pascale

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  10. Hallo Al,

    auf diesen Beitrag habe ich gewartet, denn Zapfen haben wir schon gesammelt.Im letzten Jahr hatte ich kleine Töpfchen gemacht,aber die Zapfen sind schöner !

    Ein schönes WE wünscht Calli.

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  11. Liebe Sigrun
    Die Zapfen sind nicht nur tolles Futter, sie schauen dazu noch schön aus. Super Idee.
    Hihi der ewige Deprivogelgeselle gefällt mir :-)
    Ich wünsch dir einen gemütlichen Abend
    Ida
    ... die hofft, dass der Winter noch etwas auf sich warten lässt ... bin einfachnoch nicht nach im Garten.

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  12. Liebe Sigrun,
    das finde ich ja toll von dir!
    Die Zapfen sehen noch dazu richtig schön aus. Auf jeden Fall werden die Vögel es dir danken. :-)
    Viele liebe Grüße Urte

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  13. Ich mache mein Futter auch selbst. Die Idee mit den Zapfen ist toll! Billiges Futter nehme ich keins, das bleibt hängen.
    Liebe Grüße,
    Markus

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  14. Liebe Sigrun, das ist eine gute Idee, das Vogelfutter selber herzustellen. Ich werde das nach deiner Anweisung auch versuchen.

    Einen Feuersalamander in freier Natur habe ich noch nie gesehen.

    Herzlicher Gruss und schönen Sonntag
    Elisabeth

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  15. Ich habe dieses Jahr endlich wieder Spatzen. Rotkehlchen, Buchfinken und Kleiber sind auch da, nur die Dompfaffe habe ich noch nicht gesehen. Sie scheinen feste Fresszeiten zu haben, das ist mir in den letzten Jahren schon aufgefallen. Die Eichelhäher und Amseln können nicht ins Futterhaus, dafür quetscht sich ein Eichhörnchen manchmal rein. Die sind aber auch gelenkiger.Ich hole mal die teuren Knödel vom Tierhändler, mal die wesentlich günstigeren aus dem Drogeriemarkt. Gefressen wird noch beides. Sonnenblumenkerne darf ich jeden Tag nachfüllen. Wie lange gibt denn so ein Zapfen Futter? Hier wäre er vermutlich an einem Tag abgefressen.

    Liebe Grüße
    Margrit

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  16. Das ist eine schöne Idee! Dass ich Vögel im Haus habe, heißt nicht, dass ich die draußen nicht mag! Wobei ich zugeben muss, dass ich solche Zapfen zum Benagen für meine Papageien von draußen rein hole... :-)

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  17. Mir geht das wie Lis, ich habe auch noch nie einen Feuersalamander gesehen. Nur Lurchi früher, den Gummisalamander meiner Kinder *ggg*.

    Spatzen habe ich viele im Garten, wir sind von Buchenhecken eingeschlossen und haben auch etliche Bäume. Sowie Efeu. Ein wilder Garten halt. Wir haben eben viele Meisen, Spatzen, Gimpel, Eichelhäher und sogar Spechte kommen hierher. Ausgelegt ist das Futter an drei Stellen, 2 Futterhäuschen, 1 x Knödel.

    Aber sicher ist das Futter, das du jetzt herstellst, wertvoller. Kein Zweifel! Das möchte ich nun auch ausprobieren.

    LG, Brigitte

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  18. Oh das ist eine gute Idee, mit Zapfen habe ich noch kein Vogelfutter gemacht, sieht toll aus. Ich habe noch eine ganze Menge Spatzen im Garten, sieht lustig aus wenn sie in Scharen durch die Gegend fliegen. Meisen und Rotkelchen gibt`s auch. Die Elstern treffen sich immer auf dem Feld und schreien rum... aber ich liebe das Alles. Liebe Grüße Annette

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  19. Hallo Sigrun,
    Du hast mich heute Morgen ganz schön überrascht. Erst gestern spät Abends hab ich hier bei Dir noch ein bisschen geschmökert und - als ob Du's bemerkt hättest - fand ich eben einen Kommentar von Dir. :o)

    Hübsche Idee, das mit den Futterzapfen. Sie wirken so schön natürlich. Dasselbe Streufutter haben wir auch. Und ich hab auch schon unser Futterhaus und einige Meisenknödelhalter aufgestellt. Die Knödel mach ich allerdings nicht selbst, sondern kauf sie im Landhandel. Sie scheinen den Qualitätsansprüchen "unserer" Meisen aber zu genügen. Bis jetzt kann ich mich über mangelnde Nachfrage jedenfalls nicht beklagen.
    Deinen depressiven Vogel mag ich; sein bedröppelter Gesichtsausdruck bringt mich zum Schmunzeln.

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  20. Hallo Sigrun
    Mensch, Du machst ja eine Sterne-Menu für die Piepmätzchens. Bei uns herrscht auch ein reges Treiben, inkl. Spatzen :o). Ob gross oder klein, mir spielt's keine Rolle, es sind mir alle willkommen und gerade gestern sah ich eine Elster friedlich neben Buchfinken mampfen. Ich habe auch noch Fettkugeln aus dem Supermarkt aufgehängt, neben dem Handelsüblichen Körnerfutter im Häuschen und es wird beides gerne genommen. Aber ich will, wenn ich beim nächsten Seifensieden eh wieder Fett erhitze, auch noch eigene Kugeln und Herzen für die Kollegen im Freien zusammenmantschen.
    Viel Spass beim Vögel beobachten.
    En liebe Gruess
    Alex

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  21. Liebe Sigrun,
    auch wir hier füttern die Vögel - so lange will ich schon Vogel-Leckereien selbst machen..keine Ahnung warum es bisher immer nicht geklappt hat :)
    HG
    Birgit, die den Feuersalamander toll findet!

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  22. Hallo,
    der Salamander sieht ja toll aus, habe ich bisher noch nie in der Natur gesehen. Sicher ist dein Garten ein guter Platz für ihn.
    LG Dagmar

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  23. das ist eine gute Idee mit den Zapfen, ich hab so viele, die werden wir mal bestücken.
    Irgendwie finde ich die gekauften Futterkugeln auch nicht so toll.
    Schön, wenn man immer mal neue Ideen sieht.
    Was für ein Geschenk solch einen Feuersalamander zu sehen, hab ich noch nie in freier Natur.

    Liebe Grüße
    Brigitte

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  24. Ich mache mit meiner Kindergruppe auch jedes Jahr Meisenknödel und Futterglocken selber. Das ist zwar immer eine Riesen-Sauerei, aber das ist es uns wert :-) Die Variante mit den Zapfen kannte ich noch nicht. Das gefällt mir sehr, richtig dekorativ sehen die aus. Muss ich auch mal probieren.
    Viel Spaß weiterhin beim Vögel füttern und liebe Grüße,
    Martina

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