Donnerstag, 26. Januar 2012

Der Wiesenknopf wiegt seinen Kopf!

Wer kennt ihn nicht, den Wiesenknopf? Man findet ihn oft in Wiesen, in feuchten Gebieten, am Wegrand und geht meist achtlos an ihm vorrüber. Dort ist er rot, sogar Gedichte hat man über ihn geschrieben! In meinem Garten wächst oben Sanguisorba officinalis 'Pink Tanna'.
In die weiße Sorte sind alle verliebt, die hier an ihm vorrübergehen, sogar die Käfer nutzen ihn, der Liebe wegen. Sanguisorba tenuifolia 'alba', schwebt bis zu zwei Metern hoch über den Beeten, der feinblättrige Wiesenknopf.


Und das ist er nun, der ?normale?, Sanguisorba officinalis. Er ist fast genau so hoch wie die weiße Sorte, steht nur strammer.
















Selbst im Abblühen noch ein wirklicher Hingucker. Irgendwie verlor ich ihn nach dem Abschneiden aus den Augen und sah nach Wochen, dass die Pflanze am Boden total braun war. Ich hoffe sehr, sie treibt wieder aus, denn noch eine verschwundene Staude verkrafte ich nicht!












Wenn man die weißen Blüten aus der Nähe betrachtet, so haben sie tatsächlich blaue Spitzen. Die Natur bringt wunderbare Pflanzen hervor.




Zufällig fand ich einen ganz besonderen blog, den ich hier vorstellen möchte, weil ich doch auch über den Knöterich kurz geschrieben habe. Der blog ist wirklich sehenswert.




Persicaria




Ich liebe seine Bilder und die Berichte.

Samstag, 21. Januar 2012

Liatris

Als ich mir diese Pflanze kaufte, wußte ich nicht, wie sie blühen würde, ich wußte nur, dass die Gärtnerei Hügin in Freiburg immer Besonderheiten im Programm hat. Als *Liatris Ligulistylis* dann das erste Mal blühte, blieb mir ob ihrer Schönheit regelrecht die Luft weg. Sie ist einfach herrlich. Leider war sie recht kurzlebig, nach dem zweiten Sommer verschwand sie. Ich möchte sie jedoch unbedingt wieder haben.


Schon ihre Knospen sind ein Wunder, man geht ständig schauen, ob sie endlich geöffnet sind.


Samen habe ich abgenommen.
ligulistylis möchte einen frischen Boden.


Im Vergleich hierzu unsere ?normale? (was ist normal?) *Liatris spicata*, die auch eine Besonderheit ist, denn sie blüht von unten nach oben. Liatris spicata mag es gerne trocken, kommt also meinem brettharten Sommerbetonlehmboden sehr entgegen. Liatris spicata kann man sehr günstig erwerben, ihre Knollen gibt es im Discounter meist für 99 Cent ein ganzes Säckchen voll. Sie lebt lange.




Im kommenden Sommer möchte ich mehr davon.

Dienstag, 17. Januar 2012

Alles was reingeht!

Alles was reingeht - kommt in alle, die da sind! Alle Zinkwannen, Emailtöpfe, Blumentöpfe, Kuchenformen - vorwiegend aus Omas Zeiten! Mr. Wonderful kann das nicht mehr hören. Auf dem vorgestrigen Flohmarkt hat er tatsächlich gestreikt, als ich eine schwarze emailierte Napfkuchenform erwerben wollte! Großzügig habe ich nachgegeben, ich bin ja nicht kleinlich, bei diesen Kleinigkeiten! Dafür hab ich mir dann was Großes gekauft - nicht für den Garten! Im Keller lagern vom letzten Flohmarkt noch lecker Sächelchen aus Email. Die darf er mir dann löchern, damit ich sie bepflanzen kann. Viele werden verschenkt.




Dieses Emailsieb hab ich geschenkt bekommen, es ist etwas größer als die anderen und diente immer der saisonalen Bepflanzung. Nun nicht mehr, seit Herbst sitzen Semperviven drin.





Diese Schüsseln haben jahrelang in Haushalten ihren Dienst versehen, ich benutze heute noch welche. Diese hier ist gekauft. Ich habe festgetellt, dass die Semperviven im letzten Herbst richtig an der Trockenheit gelitten haben, es sei denn, sie sitzen im Boden, da fehlt ihnen nichts. Noch nie mußte ich im Herbst Semps gießen, diesmal schon. Auch sie brauchen manchmal Wasser, denn ihr Lebensraum ist von Natur her weder Zinkgefäß noch Tontopf.





Für Hostas eignen sich die alten Zinkwannen seeehr gut, ich habe mehrere und suche noch eine. Da fällt mir ein, dass Mr. Wonderful mir schon einmal einen Kauf verweigert hat, die Wanne war zu teuer!




Zwei dieser wirklich schönen blauen Emailformen hab ich einer Frau abgekauft, die den Haushalt ihrer Oma auflöste. Sie war ganz glücklich, als sie von dem Verwendungszweck erfuhr.




Aachener Printen sind lecker, auch im Nachgang - hier mit Semps.




Kopfschüttelnd standen zwei ältere Männer auf dem Flohmarkt neben mir, als ich die verrosteten Zinksiebe kaufte. Auch meine Erklärung, dass sie nicht mehr im Haushalt verwendet würden, fanden sie seltsam!




Curry und Tomatenmark - Gefäß weiter verwendbar




Besonders schöne Semperviven in einer geschenkten Kuchenform




Bewacht vom ewig pennenden Frosch Hostas in verschiedenen Größen





... und hier die zweite blaue Kuchenform









Stielcasserolen, Maßbecher und Zuckersiebe mit Semps











Diesen Topf hat Mr. Wonderful auf dem Schrottplatz entdeckt.










Dem Erwärmen der Milch diente einstmals dieses doppelwandige Gefäß





Alte Stühle muss man nicht entsorgen, im Garten tun sie mit Semps noch ihren Dienst




... und weil ich ohne !!! einfach gar nicht kann, brause ich mit unserem Gartenauto und dem sicher für Töpfe entwickelten Halter zum Staudengärtner, um mich dort weiter auszutoben!








Noch zwei Monate ...

Donnerstag, 12. Januar 2012

Buch und Schal

Heute nur kurz: Dieses Buch müßt ihr lesen. Ich bekam es zum Geburtstag und las es in einem Sitz. Die Schrift ist groß, die Geschichte der Queen, die keine Lust mehr hat, witzig geschrieben. Die Autobiografie der Queen von Emma Tennant!




Vor Weihnachten hab ich mir dann noch diesen Schal gestrickt, die Wolle finde ich wunderbar. *Colourful* von Schachenmayr.




Nun ist es viel zu warm, ihn zu tragen ....

Donnerstag, 5. Januar 2012

Knöterich - Staude des Jahres 2012

Polygonum filiforme 'Painters Palette'


Sonst als Verfechterin der botanischen Bezeichnungen bekannt, wähle ich heute den deutschen Begriff Knöterich! Die Staude des Jahres 2012. Die Pflanze ist mit vielen Bezeichnungen unterwegs, die Botaniker sind sich da nicht einig. Wen es interessiert, kann hier lesen, Bund Deutscher Staudengärtner.


... nochmal Painters Palette ... , zu beziehen auch hier..


Knöterich mag es gerne feucht, er verträgt volle Sonne. Lange habe ich experimentiert mit meinem Problembeet, bis meine vier Sorten Knöterich dann hier ihren Platz fanden und sie mögen ihn sehr.



Polygonum amplexicaule 'Atropurpureum'
... das gleiche ...



Polygonum microzephala 'Red Dragon'



Persicaria Virginiana, gekauft bei Staudengärtnerei Hügin, Freiburg






... nochmal 'Painters Palette' die Zeichnung ist einzigartig, er versamt sich auch.





dito...


Wenn dann die Freundinnen durch den Garten schlendern und begehrlich nach einem Ableger schielen, drücke man ihnen einfach ein abgebrochenes Stück in die Hand. Man stellt es in ein Wasserglas und nach wenigen Wochen hat man eine wunderschöne neue Pflanze im Garten!

Montag, 2. Januar 2012

Das Gartenjahr 2012

Das neue Gartenjahr 2012 und alle LeserInnen begrüße ich mit Bildern aus dem Juni 2011 und kann es kaum abwarten, bis es draußen wieder losgeht!


Das Wetter ist ungewöhnlich warm, wir hatten nur einmal flüchtig Schnee und heute zeigt das Thermometer neben Regen satte 11 Grad. Drum hab ich gestern draußen so lange geschnippelt, bis die Grünschnitttonne voll war, den schließlich zahlen wir ja auch für deren Leerung. Damit sollte aber mein Anfall von vorrübergehender Gartenarbeit vorbei sein, denn ich würde im Lehm nur alles zertreten. Das wiederrum zahlt sich dann nicht aus. Für das neue Gartenjahr wünsche ich mir noch mehr Gelassenheit, weg von den alten Gewohnheiten. Im letzten Jahr ist mir das schon ganz gut gelungen.


Es gibt so viele Pflanzen und für jede Gartensituation gibt es mehrere. Warum dann Pflanzen hinterherjagen, die hier nicht gedeihen wollen? Die Rosen verabschieden sich entweder von selbst oder werden von mir verabschiedet. Nur wenige werden noch bleiben.


Inmitten des Gartens haben wir auf unserem Problembeet Flächenkompostierung betrieben, Düngung ist hier jetzt nicht mehr erforderlich. In dieses Beet kann man nämlich vor Ende April keinen Fuß setzen, weil dort das Wasser steht. Drum wächst dort auch Wasserdost - und er wie ich finden es prima.


Die Staude des Jahres 2012 ist der Knöterich, Persicaria (er hat noch weitere Namen, ein einziges Chaos). Auch er wächst mit vier Sorten in diesem Beet, völlig problemlos, läßt sich meist auch sehr gut in Wasser bewurzeln und weiterverschenken.




Hostas, auch so eine Leidenschaft - in diesem Jahr werde ich keine bzw. höchstens eine klitzekleine Anzahl kaufen, denn wozu hätte ich mich sonst im letzten Jahr von so vielen getrennt? Eine Gartenfreundin sagte mal: Kauf die, die um die fünf Euro kosten, das sind die gesündesten, die sich gut vermehren. Natürlich hielt ich mich nicht dran und kaufte, was mir gefiel, auch die teuren Sorten. Und? Viele gingen über den Jordan, weil sie viel zu pienzig (anfällig) für irgendwelche Wettersituationen im Winter sind. Und ich ersetze sie auch nicht, es ist einfach die muntere Züchterei, die eine solche Anzahl von Hostas zusammenbringt. Und wenn man mal ganz ehrlich ist und durch den Garten geht: Viele ähneln sich sehr, Neue müssen schon ganz anders aussehen, damit ich sie angucke! Aber, meine eiserne Regel: Nur beim Züchter kaufen, nicht im Gartenmarkt, es gibt einfach zu viele Krankheiten unter den Hostas.




Und mit dem Züchter kann ich mich auch prima unterhalten, wenn ich dort bin. Das kann ich im Supermarkt nicht. Denn dort steht nur: Hosta. Und ich kriege immer einen Schreikrampf, wenn ich das lese. Wir haben doch auch alle einen Vornamen, oder?




Langsam wühle ich mich durch Samentüten, die ich nicht aussäen werde, weil ich gar keinen Platz habe. Aber gesammelt habe ich sie, man weiß ja nie - manchmal braucht jemand was von mir. Es ist ein schönes Hobby!




In diesem Sinne: Gartenglück für uns alle - und ein Jahr 2012 mit Wetter, wie wir es brauchen.




Sigrun