Montag, 27. Februar 2012

Ein schwäbischer Garten am Bodensee

Ein Garten ist wie ein Buch, man entdeckt ständig etwas Neues! Ich kenne meine Freundin Conny seit 9 Jahren, und doch hab ich ihren Garten erst im letzten Jahr wirklich kennengelernt, obwohl ich ein paar Mal dort war - jedoch immer zur ungünstigen Zeit. Sie hat mir auch nie wirklich Bilder gezeigt, sagte nur immer: Komm doch mal im Sommer. So, das hat jetzt auch nicht wirklich geklappt, es war Mai - aber jetzt kenne ich den Garten!
Und ich habe gelernt: Sie ist Schwäbin - was ihre Sparsamkeit erklärt. Ihre besondere Vorliebe gilt - wen wunderts, den Hostas, besonders den großen. Sie hat viele - und davon viele in großen Gefäßen, die sie variabel aufstellen kann. Und sie ist nicht so raffgierig wie ich, die ich immer glaube, alles haben zu müssen, dabei kann man alles gar nicht pflanzen.


Ihr Haus ist eingerahmt von Efeu, es sieht bezaubernd aus. Conny mag auch Iris, Pfingstrosen und Sempervivum, von letzterem hat sie auch sehr viele. Und sie kennt die Namen nicht, das macht sie so sympathisch - ich kenne nämlich auch nur wenige Namen. Namen sind Schall und Rauch - Hauptsache, sie kommen gut über den Winter, was in diesem Jahr bis jetzt der Fall ist.












Ich finde es immer sehr schwierig, einen Garten, der in einem Wohngebiet liegt, zu fotografieren, weil ich vermeiden will, das Umfeld zu erwischen. Es geht nicht jeden an, wo ein Garten liegt - und vielen ist es auch nicht recht, wenn man Gebäude sieht. Für mich mag ich das auch nicht haben.



Man kann auf diesen wenigen Fotos nicht erkennen, dass auch dieser Garten gewissermaßen ein schwieriger Hanggarten ist, schwer zu pflegen, genau wie meiner. Drum verstehen nur die Hanggärtner untereinander wirklich, was ein Hanggarten ist!












Nebenbei schätze ich außer Connys Garten natürlich ihre Kochkunst - Maultaschen, ich liebe sie! Und den Kartoffelsalat, er ist so anders als der, den ich mache.



Wir haben natürlich wieder getauscht, Hostas und Semps, wie immer. Das Tauschen ist eigentlich das Schönste am Gärtnern, oder?



PS: Fast meine ganzen Helleborus sind erfroren, ich bin sauer! Aber auf wen? Die Natur macht was sie will - und das ist gut so.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Pinsla Garden and Nursery

Es war einmal .... an einem vierten April in Cornwall. Ich weiß, sehr früh für eine Gartenbesichtigung, aber es mußte in den Schulferien sein. Mitten im Wald fanden wir Pinsla Garden & Nursery, und ich war so fasziniert, dass wir lange dort blieben. Und als wir gingen, sagte ich dem Besitzer, dass mir sein Garten besonders gut gefällt, eine der besten Gärten, die ich gesehen habe. Vielleicht fällt es dem Betrachter meiner Bilder nicht leicht, dies genau so zu sehen, aber es muss nicht immer Sissinghurst sein, und meine Phantasie war schon in der Lage, diesen Garten im Geist im Juni zu sehen. Herrlich! Die Besitzer sind sehr phantasievoll und unorthodox, ich war hellauf begeistert. Bitte unbedingt auf den Link klicken, denn da sieht man den Garten auch im Sommer.
Zuviel Dekoration in Gärten mag ich ohnehin nicht, ich bin kein Fan von Engel & Co, trotzdem finde ich es bei anderen durchaus schön. In Pinsla waren die Dekoideen mal ganz anders, man nahm, was man hatte. Dachziegel, Metallbänder, Stehlen aus Stein, darauf muss man erst mal kommen.










Das fand ich auch ganz besonders gelungen, nur bei uns im eigenen Garten mangels Platz nicht umsetbar. Ich mag natürliche Gärten, so, wie die Natur sie gemacht hat bzw. wir sie naturnah gestaltet haben.




Hätte ich Platz, einen Steinkreis hätte ich auch.







Der Besitzer von Pinsla ist ein sehr netter Mann, bescheiden, eine eher kleine Staudengärtnerei. Ich hab mir einen kleinen Steingnom gekauft, er trotzt dem deutschen Witterungen in unserem Garten.




Auch hier wieder, einfach Töpfe, sehr kreativ.



Wenn ich wieder mal in Cornwall bin, da fahren wir wieder hin.

Freitag, 17. Februar 2012

2. Teil Cath Kidston - Mädchenträume - die Fortsetzung

Hello again - der zweite Teil Cath Kidston. Ich hätte noch ein wenig damit gewartet, aber die Resonanz ist unglaublich, ich wußte gar nicht, wie viele Fans die Frau hat! Und weil wir gerade die jecke Zeit haben, hab ich mir ein paar Klebebänder von Cath Kidston bestellt, die ich bei Christine Ann gesehen habe. Dafür hat man immer noch Platz, und die Lütten finden das bestimmt ganz toll! Oben zeig ich euch die schöne braune Reisetasche, die ich mir verkniffen habe. Sie hat mich ganz stark erinnert an die Siebziger, als ich einen grünen Parker und Fransenboots trug. Damals hatte ich auf den Ärmeln auch diese Aufnäher von Orten, an denen ich war. Einen Teil davon hab ich heute noch - aus nostalgischen Gründen.
Genialst - ich finde diese Lösung herrlich, nur kann man es heute nicht mehr kaufen, es ist alt und neu bezogen. Einige Objekte in den Läden kann man aber kaufen, sie sind halt sündhaft teuer.







Ich hab mir vorgenommen, nach alten Sesseln und Stühlen Ausschau zu halten, Stühle beziehen kann ich, an einen Sessel wage ich mich nicht, das lasse ich machen. Dieser hier eignet sich doch hervorragend zum Stillen, findet ihr nicht auch?



Lauter Nähkästchen, schön anzusehen. Sie müssen allerdings öfter mal abgesaugt werden, das ist halt so bei schönen Dingen, die man nicht einfach wischen kann.






Und da sind sie auch schon - meine *favorite mugs*. Einige besitze ich davon, und sie kosten nicht viel, vier Pfund, das ist ungefähr das Gleiche in Euro. In Deutschland sind sie entsprechend teurer und man bekommt nicht alle Muster. Die Füllung der mugs entspricht zwei Kaffeetassen, meine *nachdemaufstehenration*.






Zugegeben bekommt Mr. Wonderful immer leichte Zuckungen, wenn ich den Laden (die Läden) betrete, aber er ist geduldig und geht mit.








Diesen Schrank würde ich sofort bei mir aufstellen, Farbe passt, abgestoßene Ecken auch. Bei angestrichenen Sachen ist es so. Na ja, einen Nachtschrank hab ich schon mal gestrichen, er steht aber im Keller. Meine Jüngste ist der Ansicht, man könne sich ruhig öfter mal die Mühe machen, etwas anzuschleifen und neu mit Farbe zu versehen, die alten Möbel sind oft viel stabiler als das, was man heute kaufen kann. Ich gebe ihr Recht, und seit ich diesen Laden kenne, allemal.




In diesem Sinne, haltet die Augen offen. Der nächste Sperrmüll naht. Sehr zu empfehlen sind auch Ebay Kleinanzeigen. Ich gucke täglich rein und finde so tolle Sachen, leider hab ich keinen Platz. Aber sicher doch einige von euch? Meine Jüngste hat ein schönes Regal erstanden und sofort coloriert.




Euch allen ein schönes Wochenende und kauft nicht zu viel, die Klebebänder allerdings ... herrlich!




Sigrun

Sonntag, 12. Februar 2012

Mädchenträume - Besuch bei Cath Kidston in Canterbury

Ich liebe diesen Laden - wann immer ich in England bin, dort bin ich zu finden. Zwar passen weder Tapeten noch Deko in unser Haus, weil wir ganz anders eingerichtet sind, aber träumen darf man doch! In meinem nächsten Leben richte ich mich dann so ein. Bunt bin ich sowieso - warum nicht mal *SO* bunt? So *Cath* bunt? Dort finde ich immer so viele Ideen, die man gut nachmachen kann. Z. B. gehäkelte Teekannenwärmer oder Eierwärmer, ganz schnell nachgemacht. Jetzt glaubt aber nicht, dass ich da leer rausgehe! Ich nicht! Ich kaufe immer Tassen, und eine groooße lindgrüne Schüssel, die ich noch nie benutzt habe!


Diese Farben!Herrlich - da werden Träume wahr. Und wenn man nicht in England ist, man kann es auch hier bestellen. Die Stoffe und Tapeten sind sehr teuer, aber schön!






Da ist er, der Teekannenwärmer, ruckzuck selbst gemacht!

Ihre Handcreme ist auch nicht zu verachten, aber die von Crabtree & Evelyn ist um Längen besser, wirklich. Da kenn ich mich aus. Die Läden von Cath Kidston findet man mittlerweile in vielen Städten, wo man auch viele TouristInnen trifft. Beim letzten Mal hab ich mir allerdings eine große Reisetasche arg verkniffen, denn ich brauche sie nicht wirklich.


Teil 2 folgt - beim nächsten Mal!

Ihr könnt euch ja bis dahin schon mal überlegen, was ihr alles kaufen wollt!

Montag, 6. Februar 2012

The Towers of Sissinghurst - die Türme von Sissinghurst

Hereinspaziert - und da sind sie auch schon, die Türme von Sissinghurst. Irgendwie gelingt es mir sehr selten, sie gerade zu fotografieren. Was mich nicht stört, das ist eben meine Eigenart.

Eigentlich wollte ich nur die Sonnenblumen fotografieren im September, aber da drängten sie sich ins Bild, die Türme, und ich integrierte sie.


Ich gebs zu: Gerne steige ich nicht hoch auf die Türme, nur zweimal hab ich es in all den Jahren geschafft.

Ich dreh mich jedoch gern, und zwar da, wo ich gerade stehe. Und immer wieder sind die Türme da, ich fotografiere sie nicht mal gezielt, aber sie bannen meinen Blick!


Kalt muss es dort gewesen sein, wo Vitas Zimmer mit den blauen Glasobjekten seinen Platz hat. Mit einem Kamin zwar, aber bestimmt zugig. Trotzdem, ich kann sie gut verstehen. Ihre Bücher werden bei mir gerne gelesen.


Zu allen Jahreszeiten war ich dort, außer im Winter, da ist geschlossen. Immer wieder war ich da, und trotzdem hab ich sie nie gesehen: Die Blüte meiner Begier - die Blüte im weißen Garten, die Blüte der Rosa muliganii, die sich über den Eisentempel legt und jedes Jahr von den Gärtnern abgebunden und ausgeputzt wird. Schade, aber noch ist ja nicht aller Tage Abend.


1930 wurde der Garten angelegt, und schnell ging es. Bereits 1938 konnte die Öffentlichkeit den Garten besuchen, da war ich allerdings noch nicht geboren, sonst wäre ich sicher auch unter den Besucherinnen gewesen.


Manchmal frage ich mich, ob mein geduldiger Mann nicht irgendwann einschläft, wenn ich zum 10. Male die gleichen Pflanzen wieder fotografiere, als hätte ich das noch nie getan. Aber alles sieht irgendwie immer wieder anders aus. Und es ist ein großes Hallo, wenn ich zurückkomme und die schönen lila Azaleen mal wieder blühen, ich bin sicher, sie tun es nur für mich!










Ist das nicht herrlich im Herbst? Diese Laubfarben, prall und leuchtend.




Die Äpfel, die am Boden liegen, darf man essen, abreißen darf man sie nicht, was verständlich ist.






Und nun meine Frage: Wer weiß, wie diese Pflanze heißt? Sie ist doch wunderschön, dieses giftige Blau, ich hab sie noch nie gesehen. Vermutlich ist sie bei uns nicht winterhart.



Da ist er, der Frühling, die Apfelbäume blühen, die Wiesen geschmückt mit Narzissen.













Wenn ich schon keine haben kann, weil ich keinen Platz habe, so liebe ich sie trotzdem: Hier, im Garten von Sissinghurst, die schönen Azaleen und Magnolien.



Und nun verschwinde ich wieder, am Ende denkt Mr. Wonderful, ich plane bereits die nächste Tour...