Montag, 23. April 2012

Penshurst

Hat jetzt etwa jemand einen Bericht über Penshurst Place erwartet? Kommt noch, heute ist der Ort dran, Penshurst. Eine wundervolle Ortschaft, ganz nach meinem Geschmack. Die Gärten gepflegt, man sieht, dass diese Gemeinde zu Penshurst Place gehört, eine wohlhabende Gemeinde, ebenso Fordcombe, es liegt direkt nebenan. Penshurt gehört zum Distrikt von Sevenoaks (Kent, GB) und hat ca. 1500 Einwohner mit Fordcombe zusammen. Die Landschaft ist dort einfach so wunderschön, dass man immer wieder hinfahren will - und es dann auch tut!





Einblick in einen privaten Vorgarten



Die Kirche, die zu Penshurst Place gehört


Friede - so stelle ich mir Frieden vor. Kühe auf einer Weide, mit sich selbst zufrieden und hoffentlich glücklich. Ich hab lange dort gestanden, während Mr. Wonderful mit der Kamera losgezogen ist



Dieses Gebäude gehört zum Eingangsbereich der Kirche von Penshurst. Und man will es nicht glauben, es ist bewohnt, ich habe selber eine Frau hineingehen sehen.





In diesem schönen Hotel, dem *Leicester Arms* (erbaut 1618) mußte ich unbedingt frühstücken, es war bereits 11.00 Uhr. Mr. Wonderful schüttelte nur verständnislos sein Haupt und im Nachhinein dachte ich: Hättest du es doch bloß gelassen. Diese Gebäude sind einfach herrlich, von außen wie von innen, aber, von innen nicht zwingend sauber. Gedämpfte, funzelige Beleuchtung, der Inbegriff von Romantik pur, aber in die Ecken durfte man nicht gucken. Auf unserer Sitzbank war ein Staub, da wurde seit Heinrich dem soundsovielten nicht mehr gesaugt, glaubt es mir. Vermutlich sieht es überall so aus.



Trotzdem, diese alten Häuser haben es in sich - wenn nicht ein Spielautomat dort stehen würde! Ich möchte aber noch erwähnen, dass es auch saubere alte Restaurants und Hotels gibt. Dies war eine Ausnahmeerscheinung, aber kein Einzelfall.

Donnerstag, 19. April 2012

Einsatz der Grubenlampe ...

Ostern ist vorbei, ich weiß, aber da wollten sie noch nicht blühen, alles steckte fest, es war kalt, ist es noch. Aber langsam geht die Temperaturkurve nach oben.

Hosta *Remember me* ist dank Sonnenplatz schon fast vollständig entfaltet, oben links die kleine Hosta minor, ich hab sie erst im letzten Jahr geschenkt bekommen, aber sie hat schon viele Hörnchen.

Man schämt sich im Garten, alle Semperviven sind rot, selbst die Heucherella hat sich ein rotes Kleid angezogen! Das Lungenkraut ist in diesem Jahr besonders schön, sonst war es immer mickrig. Nach diesem seltsamen Winter hat es einige Änderungen in der Pflanzenwelt gegeben. Vieles hat sich verabschiedet - auf Nimmer Wiedersehen - besonders die normalen grünen Brunnera macrophylla. Die mit Weißanteil - oh Wunder - sehen gut aus. Da ich am ehemaligen Kompostplatz 9!! Brunneras verloren habe, hab ich zehn neue gepflanzt, das lass ich mir nämlich nicht gefallen. Plan ist Plan, wär ja noch schöner!
 
Im Übrigen stinkt mir das hier gewaltig, ich muss einfach hinnehmen, dass blogger eine neue Bearbeitungsansicht hat! Ich hab das nicht bestellt und keine Lust, mich daran zu gewöhnen. Gebe ich oben ein: Schrift normal, ist sie klein.Jetzt muss ich sie wieder extra vergrößern! O.k., das war jetzt zu groß, eigentlich wollte ich nur meine schöne Felsenbirne zeigen, die so schön weiß blüht und von deren Beeren ich nie was bekomme, weil die Amseln sie ernten.
Die Hosta oben links treibt immer zu allererst im Garten aus, sie wurde schon so oft abgestochen und kommt im nächsten Sommer in alter Pracht. Unten ein Stück der neuen Trockenmauer, mit einer kleinen Treppe, bei der ich mir nichts mehr breche, sondern einfach hochgehen kann -wenn ich es muß (zum Unkrautziehen).

Ich liebe meine Winzlinge - die Alchemilla epipsula habe ich selber ausgesät und versetze die Kleinen jetzt so lange, bis der Kübel voll ist, das wird Ende des Jahres soweit sein. Rechts der Austrieb des Sanguisorba officinalis und unten ein Sämling eines Lamiums
Astrantia major *Sunningdale variegated*

Im Zuge der Gartenumgestaltung gabs eine Riesenkahlstelle im Rasen (vergrößern hat geklappt) und nun habe ich vertikutiert, gedüngt und nachgesät, mit grüngefärbten Körnern, damit die Amseln uns nicht bestehlen! Ich teile ja viel, aber nicht die Rasensaatkörner! 

Die gelben Hundszähne blühen zögerlich als Einzige, die Sorten in weiß und rosa sind blütenmäßig erfroren. Leider hat mein Erythronium dens canis *Snowflake* noch nie geblüht, ich hab jetzt bestimmt 30 Zwiebeln, aber ohne Blüte! Hilfe - Katrin, weiß du warum?

Wir essen gerne Salat, und den ausgesäten Spinat kann man als junges Blatt gut im Salat essen, schmeckt prima. Unten links normaler grüner, rechts eine Sorte mit burgunderfarbigen Stielen, wächst allerdings nicht ganz so üppig. Im Übrigen kommt jetzt meine Grubenlampe zum Einsatz, die eine wohlmeinende Gartenfreundin mir mal geschenkt hat. Ich habe ihr den Kampf angesagt, nein, nicht der Freundin, sondern ihr, der
Wühlmaus!!!!!!!!!!!!
11 Jahre habe ich in Frieden mit ihr gelebt, das hat sie mir nicht gedankt - sie hat die buckelige Verwandtschaft eingeladen, sich hier zu vergnügen und mir zwei Heckenelemente von unten abgefressen. Freier Blick auf Nachbars Unkraut! *würg*
Gestern habe ich den einen Gang freigelegt, verstopft und Eisenstäbe reingesteckt, gegen die ich jetzt munter klopfe. Nicht, dass das irgendetwas helfen würde, aber es gibt mir das Gefühl, nicht machtlos zu sein. Weiterhin kommt ein Gerät zum Einsatz,das Störgeräusche sendet, ich hoffe, es zeigt Wirkung, bei Lehmboden soll es angeblich helfen! Der komplette hintere Garten ist untergraben, und gelegentlich stößt Madame mit den Kleinen nach oben, um mir Haufen oder Rillen zu hinterlassen, manchmal auch nur ein kleines Loch, in welches ich meine Steine stopfe. Die Katze hat kürzlich eine gefangen und einen Orden dafür erhalten! Und gerade aus diesem Grund, nämlich dem Ärger mit den Mäusen, kann ich nicht noch Ärger mit Blogger brauchen, aber was solls, ich werd mich dran gewöhnen!
Ich wünsche euch allen eine sonnige Woche.

Montag, 16. April 2012

Cola-Männer und Handschuhe

Bei uns tobt der Punk, seit Wochen nur Handwerker. Manchmal im Haus und jetzt auf der Scholle - meiner geheiligten Scholle. Vor Arbeitsbeginn habe ich, wie man es von mir gewohnt ist, erst mal einen Vortrag zur Schonung meiner Scholle gehalten. Ich kreuze alle halbe Stunde auf und gucke, ob da auch nichts ruiniert wird. Schließlich sind wir hier kein Neubaugebiet - sondern ein bewohntes Grundstück. Und ich leide - wie ein Hund. Mit jeder Staude, der ein Haar gekrümmt wird. Alles habe ich evakuiert, und trotzdem fliegt ein Stein auf eine Hemerocallis. Da kriege ich Bluthochdruck vom Feinsten, ehrlich. Und sage das auch. Ich hoffe, man (Mann, Männer) hat - haben es verstanden!!
... und weil ich nun hier sitze und warte, löse ich mein Versprechen ein.
Alex aus dem Gewunder Garten sinnierte über Handschuhe, ich tus heute auch mal. Oben Mr. Wonderfuls ehemalige Bundeswehrhandschuhe, mir wären sie für die Gartenarbeit deutlich zu dick, aber ein richtiger Mann bei der richtigen Arbeit braucht sowas!

Das sind meine Lieblinge, Stoff mit Gummi bezogen, waschbar - und besonders wichtig, sie gehen nicht ein und sind sehr griffig. Leider schneide ich mir immer mit der Gartenschere in den linken Zeigefinger. Na ja, solange es nur der Handschuh ist, der verletzt wird ...


Diese sind für gutes Wetter, ganz prima und aus England. Es gibt sie in vielen Farben, einzeln oder im Dreierpack, für Mädchen - ganz Große - auch in rosa. Fast so wie die von Gardengirl. Sie sind billig, einer ca. 3 Pfund und auch waschbar - und danach wegwerfbar - denn sie gehen ein und verformen sich. Da ich immer viele kaufe, benutze ich sie bis sie vom Finger fallen und werf sie dann weg.




Und die hier hat Mr. Wonderful geschenkt bekommen, er benutzt sie seit Neuestem und ist zufrieden. Schön weich und sicher auch waschbar, das weiß ich aber noch nicht genau.


Was meine Mannen - drei an der Zahl - wohl draußen machen? Ich wage nicht darüber nachzudenken. Es sind Profis, alle Gärtner. Kraft haben sie - wie die Cola-Jungs aus der Werbung, aber nicht ganz so hübsch. Brauchen sie auch nicht, schaffen sollen sie ...



Mein Garten sieht aus wie nach einem Bombenangriff, die Steine kommen alle aus dem Erdreich hier, wir wurden damit nicht alleine fertig, manche so groß wie Grabsteine. Hier soll einmal ein Beet entstehen, schön mit Mutterboden und Sträuchern und schönen Stauden und einer neuen Trockenmauer aus eigenen Steinen. Einmal, morgen vielleicht ...


Ist das nicht schön? Nein, ich habe mich nicht auf den Boden geworfen sondern aus dem UG heraus fotografiert.


Die schöne Küchenschelle ist ganz neu, ich konnte an den verschiedenen Farben nicht vorrübergehen, weiß, rot, lila - mein mein mein sind sie nun.


Mein sind auch ca. 50 geparkte Stauden, ordentlich getopft, evakuiert aus dem ehemaligen Beet. Warum ich es ändere? Es war eine Stufe, eine Fallstufe, nichts für mich. So hab ich es dann leichter.

Ich geh nun die Cola-Jungs betrachten, ob die da auch keinen Ärger machen. Drückt mir die Daumen.

Dienstag, 10. April 2012

Zwischen Lachen und Weinen

Zwischen Lachen und Weinen, so zeigte sich unser Himmel gestern! Kurz brach die Sonne mal durch, und dann regnete es wieder, es war sehr kalt. Die Wasserfässer haben wir längst abgeklemmt, voll sind sie und wir freuen uns darüber. Gestern allerdings hätten wir uns ein wenig mehr Wärme gewünscht, denn wir hatten einen Baum zu vergraben. Da der Winter uns drei Buddleja gehimmelt hat, mußten wir nun Ersatz pflanzen, keine Buddleja mehr, ein schöne Spirea wurde es und ein Zierkirschenstamm. Mein Sempervivum Mate habe ich nach dem langen Winter in ein neues Substrat gesetzt, denn *Mate* mag mich nicht sehr, es ist bereits die Zweite! Mein Gärtner hat ein neues Tongranulat, er mischt es unter alle Staudenerden, und ich nun auch. Das Granulat bindet die Erde, sie ist nicht mehr länger ein Klumpen bei Trockenheit, durch das das Wasser einfach durchläuft. Ich bin begeistert! Und verwende es auch für zickige Hostas in Töpfen. Überhaupt - trockene Hostatöpfe sind bei mir besser durch den Winter gekommen als zu feuchte.


Die Blutpflaume blüht, und es rieselt schon wieder. Schnell ist die Pracht vorbei, viel zu schnell. So halte ich mich dann an die Hostas, in der Sonne sitzend ist diese wie immer die erste in Jahr!


Mein goldblättriger Holunder (Sambucus racemosa 'plumosa aurea') ist jetzt ca. 10 Jahre bei uns, er ist aus England und gedeiht sehr gut. Ich schneide ihn im Herbst radikal runter, er sitzt ziemlich dicht am Zaun und meine Nachbarn soll er nicht belästigen. Eine Schwester von ihm, noch klein, sitzt vorne im Frühlingsbeet, man sieht sie noch kaum.


Da, mal wieder für eine Minute Sonne, die Blutpflaume im Licht! Auch die Zierjohannisbeeren blühen jetzt, ich wünschte mir, sie wären schon groß, wurden aber erst im letzten Jahr gesetzt. Wer mir die roten Tulpen in den Garten eingegraben hat, weiß ich nicht. Es muss ein Guerilliakämpfer gewesen sein, ich wars nicht. Meist ist in den Tüten ja ganz was anders drin, sie halten selten, was sie versprechen.


Alchemilla epipsula ist mir immer eine Freude, klein - und fein. Ich hab jetzt welche aus Samen gezogen. Übrigens, die Hosta rechts unten ist auch aus Samen gezogen, sie ist schön, eine kleine Sorte, steht im Wohnzimmer, weil die ungeduldige Gärtnerin es mal wieder nicht erwarten konnte. An warmen Tagen wandert sie immer zur Abhärtung unter den Terrassentisch, damit sie keinen Sonnenbrand bekommt. Eigentlich bin ich verrückt! Oben rechts die neuen Sämlinge von diesem Jahr ... und unten links des Gärtners schnelles Brot. Keine Zeit, keine Zeit - muß raus! Erst Ende April soll es wärmer werden, das ist schade, meine Hostas stecken fest, aber besser fest als erfroren. So verbringe ich meine Zeit mit Unkrautziehen, denn das!! wächst seltsamerweise auch jetzt.


Übrigens, kann mir einer helfen? Ich habe zweimal nach Anne Christine vom Waldhaus-blog gesucht, er wurde entfernt?

Freitag, 6. April 2012

Ein schönes Osterfest!

Frohe Ostern wünsche ich euch - auch wenn das Wetter nicht so toll ist, wir haben nur das eine! ;))

Ostern, Hasen - überall blicken sie einem entgegen, sogar in der Porzellanabteilung in Form einer Spardose! Ostern mit einer Gartenbaustelle, so gar nicht mein Ding, aber nicht zu ändern. Irgendwie sieht es bei uns aus wie auf einem Schlachtfeld, aber niemanden ist der Fuß abgehackt worden, es war auch kein Aprilscherz, wie vermutet wurde. Der Fuß in meinem Garten ist das Werk einer Markenbildnerin, ich fand es einfach klasse, ihn und die Hand an verschiedenen Stellen im Garten zu fotografieren, außerdem passte er ausgenommen zu meiner Fruststimmung im Verlustgarten.


Übrigens: Was will uns das Sempervivum oben links sagen? Es ist ein Unikum, eine Ausnahmeerscheinung, wächst seit zwei Jahren auf Stiel, eine Morschelwutz (Dachwurz, in Hessen auch Wutz genannt) , wie ich als Hessin sagen würde? Die Idee mit der Morschel stammt aus Schwaben, ich hab sie einfach übernommen.

Osternest für einen Überraschungsgast ...

Frühling aus meinem Garten, in ein Ei gepflanzt, weil doch Ostern ist - später kommt es wieder in den Garten. Wie immer bei mir: Sternchen wollte ich pflanzen, nun wachte noch ein Geranium und ein Lerchensporn in der Erde auf...

Rot läßt sich ganz schlecht fotografieren, die Kamera hat es so gemacht. Meinen Gartenfrust habe ich bewältigt, mit zwei Besuchen beim Staudengärtner und zweien in der Baumschule. An den Aurikeln konnte ich nicht vorbeigehen, es soll ja wieder frieren, ich stelle sie dann an die Hecke, geschützt, damit sie auch überleben. Reagenzglasvermehrung, heute ist fast nichts mehr natürlich gewachsen, alles geht schnell, von jetzt auf gleich. Weil viele nicht mehr warten können. Segen oder Fluch? Ich denke oft darüber nach. Ich kann warten, nur irgendwie nicht auf den Gärtner, der so gar keine Zeit für Erdarbeiten hat momentan ...



Frohe Ostern!

Dienstag, 3. April 2012

Das Gärtnern ist der Gattin Lust


Warum gärtnere ich?

Bisher war mir die Beantwortung dieser Frage wirklich ein Leichtes, nun nimmermehr!

Warum setze ich Stauden? Damit die Mühlmäuse sie mir fressen.

Warum harke ich einen Weg und halte ihn unkrautfrei? Damit die Wühlmaus einen Gang gräbt und eine Schneise anhäuft.

Warum halte ich die Beete frei von Unkraut? Damit die Wühlmäuse Hügel aufwirft.

Wieso bloß treibt die Hosta nicht aus? Weil die Wühlmaus sie von unten vernichtet hat, natürlich nicht ohne noch eine Schneise aufzuwerfen!

Warum kaufe ich so viele Heucheras und setze sie dekorativ in Töpfe? Etwa um mein Auge zu erfreuen? Neeein, damit die Dickmaulrüssler sie von unten abfressen!

Warum streue ich Schneckenkorn? Damit die Schnecken es schlau umschleimen und sich an anderer Stelle den Bauch fettfressen.

Warum streue ich vor dem angekündigten Regen überall Rasendünger, schön teuer und besonders gut? Damit der Regen nicht kommt und ich stundenlang mit dem Schlauch einwässern muss, weil sonst wie in den drei letzten Jahren (wie Mr. W. augenrollend bemerkte) das restlich verbliebene Gras verbrennt, bevor es eine Chance hat ein frisches Grün zu zeigen.

Warum mulche in das mittlere Beet im Herbst mit Staudenschredder? Etwa der Düngung wegen? Nö, damit die Amseln es täglich auf das Gras ausräumen und es mir nicht an Arbeit mangelt, per Rechen das Ganze zurückzubugsieren.

Warum häufele ich die wunderschönen gefüllten Helleboren im Herbst mit Kompost an? Etwa, damit sie durch die Düngung noch schöner werden? Nein, sie schieben ihre Köpfe durch den Kompost und erfrieren trotzdem im Winter.

Wieso baue ich mir einen Sichtschutz mit Kirschloorbeer? Damit er im Winter erfriert und im Frühling das braune Laub fällt.

Warum stelle ich meine Hostatöpfe an der Wand entlang? Etwa, weil ich im Garten nicht genügend Platz habe? Nein, ich mache das, damit die Spitzmäuse dahinter überwintern und mir alles vollkötteln.

Warum eigentlich habe ich so schöne Lungenkräuter gepflanzt, die so herrlich bunt blühen? Damit sie sich im Frühling ins Hakonegras aussamen und ich hystherische Anfälle bekomme.

Wieso habe ich an die Grenze meine wunderschöne Hosta *Yellow splish splash rim* gesetzt? Weil sie so schön ist und Ausläufer treibt? Nein, nein, das habe ich nur getan, damit das Nachbarmädel mehrfach im Jahr seinen Fußball draufknallen kann.

Gibt es einen Grund, warum Mr. W. im letzten Jahr so unheimlich viele *Symphytum grandiflorum* in den Hang gepflanzt hat? Klar gibt es den, damit nämlich die Ameisen ihre Nester drin bauen und wir keine Pflanzen mehr haben dürfen.

Ich hoffe, mit dieser Auflistung nun alle Fragen bezüglich Gartenglück beantwortet zu haben und ziehe mich nun mit meiner Samenschachtel, auch Samenbank genannt, ins Wohnzimmer zurück, um festzustellen, dass die meisten Tüten sicher vor drei Jahren ihre Keimfähigkeit verloren haben! ;)

Frohes Gärtnern.

Sigrun