Samstag, 29. Dezember 2012

Brecon Beacons - mystisches Wales

 Wenn man die Cotswolds besucht, kann man, wenn man günstig wohnt, ganz einfach einen Abstecher nach Wales machen - so auch wir! Ich liebe Wales, es ist so mystisch, so ganz anders als der Rest Großbritanniens, aber das sage ich von den anderen Landesteilen auch. In Wales kann man so schön allein sein, nicht überall Touristen. Ich sehe mich nicht als Touristin, obwohl ich natürlich eine bin. Die Landessprache ist mir fremd, hab mich auch nie darum bemüht. So oft ist man ja dann auch nicht dort. Der Brecon Beacon National Park (klick) ist wunderschön, alle finden dort etwas nach ihrem Geschmack. Die Motorradfahrer touren, Wanderer wandern, man findet Jugendgruppen, die am Wegrand rasten, Eisenbahnfans kommen auf ihre Kosten.  Angeblich kann man in Wales auch sehr gut essen, viele Aussteiger haben sich dort niedergelassen. Da wir aber selten essen gehen, kann ich das nicht bestätigen.
 Nun, irgendwas verstanden?
 Weite und Ruhe, soweit das Auge reicht.
 Hier darf ein Tier noch leben, wie es ihm eigentlich zusteht - in Freiheit
 Mr. W., heute ohne Motorrad, weil er mich im Schlepptau hat, ist fasziniert vom Ausblick und den Motorrädern
 Sicher habe ich schon hundert mal erwähnt, wie sehr ich britische Friedhöfe liebe, die alten jedenfalls. Während andere shoppen, kann ich meine Zeit damit verbringen, die Inschriften auf den Steinen zu studieren, eingefallene Gruften zu bestaunen und meine Gänsehaut zu fühlen, wenn sich die schwarzen Raben auf den Steinen niederlassen.

 Das hat doch was, oder? Und dann bei diesem Wetter...
 In Wales regnet es ja verhältnismäßig oft, was uns nicht stört, wir haben die richtige Kleidung dabei.
 Und zu guter Letzt hat Mr. W. dann noch was fürs Herz gefunden, die Eisenbahn! Wir haben uns fest vorgenommen, in einem anderen Landesteil in Bälde eine Fahrt mit einer historischen Bahn zu machen, darauf freuen sich mein Foto und ich schon wie verrückt. Dazu hoffe ich jedoch auf wirklich gutes Wetter!

Samstag, 22. Dezember 2012

Ein frohes Fest

Segen

Der Herr sei vor dir,
um dir den sicheren Weg zu zeigen,
der Herr sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen,
um dich zu schützen.
Der Herr sei hinter dir,
um dich zu bewahren,
vor der Heimtücke böser Menschen.
Der Herr sei unter dir,
um dich aufzufangen
wenn du fällst
und dich aus der Schlinge zu ziehen.
Der Herr sei in dir,
um dich zu trösten,
wenn du traurig bist.
Der Herr sei um dich herum,
um dich zu verteidigen,
wenn andere über dich herfallen.
Der Herr sei über dir,
um dich zu segnen.
So segne dich der gütige Gott.

4. Jahrhundert



Diesen Segenspruch bekam ich mit einem selbstgemachten Geschenk auf einer Feier von einem älteren Herrn. Ich gebe ihn an euch weiter und wünsche euch ein frohes Fest und Friede auf Erden!

Sigrun

Sonntag, 16. Dezember 2012

Sterne - nicht nur am Himmel

 Auf vielfachen Wunsch nun Sterne nicht nur am Himmel: Stollensterne! (Rezept bitte klicken)

Dienstag, 11. Dezember 2012

Pashley Manor - Tulpomania, wir suchen Gary Rodgers

 In dieser dunklen Jahreszeit greifen wir ab und an mal zur Konserve, diesmal ein Geschenk, eine Aufzeichnung einer Fernsehsendung, einer Gartensendung. Durch das Bild läuft Gary Rodgers, der aus Neuseeland stammende Gartenfotograf, der so viele Bücher mit seinen Fotografien auszeichnet. Wie so oft trägt er Hut. Da macht es bei uns *klick*. Waren wir nicht einmal in einem englischen Garten, in dem ein älterer Herr mit Hut und Stativ im Beet kniete und Bilder Schoß? War da nicht was? War er das vielleicht? Aufgeregt springen wir nach der Sendung an den Bildschirm, um die Fotos zu sichten. Wir können uns nicht entscheiden - ist er es - ist er es nicht? Sicher fotografieren in England viele ältere Herren mit Hut, wieder so ein Hirngespinst von uns!
 Wir wollen euch die Fotos aber nicht vorenthalten! Pashley Manor - Tulpenfestival, Garten, Skulpturenschau - genießt es - wir haben es auch getan.
 In einem Zelt stehen große Vasen mit Tulpen, alle mit Namensschild. Aufgeregt wie die Hühner trippeln behütete Damen mit Block bestückt um die Tische und zücken ihre Bleistifte, um die Bestellung für den Herbst aufzugeben. Ich würd ja auch gern, nur werden die Tulpen in meinem schweren Lehm nicht so, wie sie sollten, vor allen Dingen nur einmal, und dafür! ist mir der Spaß hier viel zu teuer, denn preiswert ist das nicht.
 Dem Hausherr wird das hier alles viel zu viel, er holt mal eben Rhabarber für den Kuchen und verzieht sich ins Haus.
 Der Garten ist schön, alle Beete sind mit Tulpen bepflanzt. Nicht wie bei uns in Tuffs, einzeln und wie mit dem Lineal gezogen (sicher ist das auch so) sitzen die nach Farben sortierten Tulpen in den Beeten.
 Im Garten ist eine Skulpturenausstellung, ich bin hin und weg, Mr. W. auch, er hat Angst, dass ich etwas kaufen möchte. Am Eingang liegt eine Preisliste, autsch, wir machen hier ja Urlaub, den will ich ihm nicht vergällen, ich kaufe nichts.


 Traumhaft schöne Tulpen, für meinen Geschmack sitzen sie nicht dicht genug, ich mache immer ein Loch, Tulpen rein, Loch zu. Drei Stück mindestens, es soll ja schnell gehen. Ich bin nicht geduldig.
 Huch, da ist er - oder doch nicht? Keiner weiß es - niemand wird es je wissen, es sei denn, er meldet sich selbst zu Wort!
 Die Knie möchte ich haben, ich kann das nicht! Aber ich habe ein Stativ und beschlossen, es zu reanimieren und aus seinem dunklen Verlies in irgend einer Ecke hervorzuholen und auch wirklich zu benutzen. Warum auch nicht, ich habs ja mal gekauft.
 Sie sonnt sich - eine wahre Schönheit!


 Hinter Magnolienblüten im Verborgenen das Cafe, schöne Torten gab es, wir haben uns niedergelassen und sie genossen.

Ob er das wohl ist? Gleich mehrere Kameras um den Hals? Egal - schön war es, wir kommen wieder!

Sonntag, 9. Dezember 2012

Ehrenamt im Advent und auch für den Rest des Jahres?

 Kürzlich waren wir auf dem Weihnachtsbasar der Lebenshilfe Gelnhausen und wieder einmal stellte ich fest, was Menschen auf die Beine stellen können - nicht für sich, für andere! Im Ehrenamt.
Menschen für Menschen, die unsere Hilfe gebrauchen können. Als ich dann erfuhr, wieviel erwirtschaftet wurde, war ich einmal mehr begeistert. Grünes haben wir nicht gekauft, weil ich das selber mache. Aber Gestricktes.
 Ehrenamt - mein Leben lang habe ich welche gehabt, seit ich 13 Jahre alt war, meist zwei parallel. Irgendwann sagte ich mir dann: Es reicht. Sollen jetzt die anderen mal ran. Und nun hab ich schon wieder eines, ein Schönes, und es macht mir Spaß.
Aber wo sind sie - die anderen? Die kein Ehrenamt haben und meinen, sie hätten so schon genug zu tun?
In Zeiten wirtschaftlicher Flaute, im Zeichen Europas und allem, was dazugehört, wird das Ehrenamt nötiger denn je, denn die Kassen sind leer, so leer, wie es leerer kaum noch geht.
Wo sind die, deren Kinderzimmer so voller Spielzeug sind, dass sie nicht mehr wissen, was sie zu Weihnachten noch schenken sollen? Jedes Jahr das Gleiche, auch ich muss sehr überlegen, noch ein sinnvolles Geschenk anbringen zu können. Gestern sah ich eine Sendung über Geschenke, da war ein Elternteil sehr bescheiden, dass es trotz sehr gutem Verdienst nur *150 Euro* für ein Geschenk investieren wollte. Viel Geld, finde ich. Viel!
Und dann saß ich in meinem warmen Wohnzimmer, zwischen all meinen Büchern und meinem Ofen und dachte: Mensch, du hast es gut, trotz allem - gut! Du hast gesunde Enkel und Kinder, also ist es recht, dass du wieder ein Ehrenamt hast, obwohl du nicht wolltest.

Ich wünsche euch allen einen schönen zweiten Advent!

Sigrun

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Lust auf Guinness in fester Form?


Guiness gingerbread

Mein neues Kochbuch hat es mir angetan, es ist von meiner Lieblingsköchin aus Großbritannien, die so herrlich sinnlich kocht!

Bei Edeka hatte ich den Eindruck, dass die Verkäuferin genau wusste, was ich backen wollte. Guinness hatten sie nur im Sixpack, und da ich das nicht trinke, hab ich Kilkenny genommen.

Man nehme also für diesen herrlichen Kuchen: (ich hab alles übersetzt)

300 g Butter
600 g Zuckerrübensirup
400 g dunkler Muscovadozucker
500 ml Guinness
4 Tl gemahlener Ingwer (trocken)
4 Tl Zimt
½ Tl gem. Nelken
 600 g Mehl
4 Tl. Natron
600 ml. Sauerrahm
4 Eier

Man benötigt ein tiefes Backblech! Butter bis Nelken in einem Topf langsam erhitzen. Gut mit einem Schneebesen durchrühren. Vom Feuer nehmen. Mehl und Natron vermischen und in die Masse rühren. Das Natron treibt die Masse sofort hoch, also einen großen Topf nehmen, weil sich alles verdoppelt

 (meine Katzen standen sofort parat, es roch wirklich wie Katzenfutter, ich habe stark am Rezept gezweifelt – aaaber, es schmeckt).

Sauerrahm und Eier vermischen und unter die Masse heben (Schneebesen). Auf das gefettete Backblech geben und im Ofen 55-60 Minuten bei 170 Grad backen. Zwischenzeitlich die Küche aufräumen und die Schweinerei beseitigen!

Nach dem Erkalten in kleinere Würfel schneiden, denn die Kalorien hauen einem um. Das Ganze kann man auch mit Sauerkirschkompott und Sahne servieren. Lecker!




Sonntag, 2. Dezember 2012

Blick aus dem Fenster - 1. Advent


Angeregt durch Carmen hat meine Tochter dieses Fensterbild für den Advent gestaltet. Wer Hanau kennt, kennt vielleicht auch das Motiv? Im Hintergrund sieht man den *echten* Steinheimer Schloßturm, links auf dem Fenster sein Ebenbild! Rechts den Staudinger, ein Kraftwerk! Was für eine Konstellation! Geschichte und Gegenwart ...

In diesen Tagen hat man viel Stoff zum Nachdenken, wenn man die Nachrichten sieht, die Zeitung liest - in allen Ecken der Welt krieselt und brennt es.  Friede auf Erden?

Ich wünsche euch allen einen schönen ersten Advent! Heute hat es geschneit.

Sigrun