Samstag, 6. Juli 2013

Old Rectory, East Keal

 Wir haben uns gefühlt wie im Paradies, gerne wäre ich für drei Tage dort eingezogen. Doch weiter geht es - wie schade. Dies war eindeutig der Lieblingsgarten der meisten Reiseteilnehmer, so erdig, so privat, so very british! Mrs. Ward ist Holländerin und ließ sich vor vielen Jahren hier nieder. Eine drahtige ältere Dame gärtnert hier, voller Elan und mit so viel Freude... Die Ziestrosen sind ja leider bei uns nicht winterhart, viele hätten gerne welche mit nach Hause genommen (rechts im Bild). Eine tat es dann wohl auch - für den Wintergarten.

Irgendwie sehen bei den Briten die Gärten (meist) lockerer aus als bei uns. Keine nackte Erde (auch mein Prinzip) Wie zufällig stehen die Pflanzen in den Beeten und sind doch wohlgeplant. Wieso krieg ich das nicht ganz so hin?
Wie schön sieht der franselige Mohn aus - kurz ist seine Blüte, dann decken andere Stauden die entstehenden gelben Stellen zu, wenn er einzieht.

 Eine Kirche hinter dem Haus ist nicht schlecht, diese Nachbarn sind leise, sie stören nicht, es sei denn, eine Glocke klingelt.


 Das private Grundstück ist immerhin so groß, dass sich Mrs. Ward ein kleines Wäldchen leisten kann. Schön war es, die Farne anzusehen, die sich in voller Größe entfalten dürfen.
 Noch blühen die Primeln mit den Rosen, ein seltsames Jahr! Alles ist vier Wochen zurück, in Deutschland sind die Gärten bereits weiter. Viele Rosen haben wir gesehen, es war eine Pracht.
 Ich glaube, der Bereich um den Teich war meine Lieblingsstelle. Völlig entspannt konnte man sich niederlassen und seinen Kuchen genießen. Noch nie bin ich in einem Garten derart bewirtet worden, die örtliche Frauenvereinigung empfing uns wie hohe Gäste, ich war überwältigt und sehr erfreut.


 Da sind sie, die Damen, alles selbstgebacken, es war so viel, dass wir es nicht aufessen konnten. Und danach ging es sofort in den Pub zum Lunch, wer soll das schaffen? Ich habe gestreikt, ich konnte nichts mehr essen.

Ploughmans Lunch ... mit Pickels ...
Schön war es, vielleicht komme ich mal wieder - für ein paar Tage am Meer.

Kommentare:

  1. Das sieht ja wirklich nach einem absoluten Traumgarten aus...so schön! LG Lotta.

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  2. How beautiful. You can tell it's a garden created by someone who really loves plants! xx

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  3. Da waren wir wohl ziemlich zeitgleich auf den Britischen Inseln. Ich war ein Stück nördlicher im südlichen Schottland und auch da blühten die Primeln zeitgleich mit Pfingstrosen und den ersten Rosen. Sah recht ähnlich von der Pflanzenwahl aus in den Gärten, die wir besuchten. Vielleicht ist es auch das Klima, das zum Teil für diese Pracht verantwortlich ist. Der Regen ist oft mal sanft, die Tropfen bleiben auf den Blüten einzeln liegen und klatschen nicht alles zu Boden. Ich wundere mich selbst immer wieder wie das geht, denn es kann ja dann auch mal recht heftig regnen und auch der Wind ist nicht ohne. Die Sonne knallt nicht so heiß und dann regnet es auch schon bald wieder, sodass die Pflanzen alles haben, was sie brauchen. Ich denke, das ist auch ein Teil des Geheimnisses, warum alles so üppig und schön wächst und blüht. Viele Blumen, sind dort viel höher im Wuchs als bei uns, ich sah z.B. über 2m hohe Skabiosen. Deine Bilder sind wunderschön und ich kann es mir lebhaft vorstellen, wie es duftet...

    Liebe Grüße
    Elisabeth

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  4. You visited lovely gardens in England and the teas and ploughman's lunch....all delicious but often too much.

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  5. Ein toller Garten, die Mohnblüten gefallen mir besonders gut!
    Dir noch ein schönes WE
    Dagmar

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  6. I have only just noticed that you have a translation page!!

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  7. So einen Garten hätte ich auch gern - EIN TRAUM! Sehr gelungene Fotos!
    Bei dem blühenden Ambiente fiel mir gleich wieder das Gedicht von Christian Morgenstern ein mit dem Titel Die Primeln blühen und grüßen
    Sehr lesenswert und zum Thema passend! Ach ich bekomme Frühlingslust...!

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