Dienstag, 17. Dezember 2013

Mir ist nicht weihnachtlich!

 Mir ist nicht weihnachtlich, je älter ich werde. Es wundert mich aber nicht. Irgendwie ist der Sinn des Festes verloren gegangen, überall nur Konsum, viele wissen nichts mehr über die Weihnachtsgeschichte. Vielleicht wäre es anders, wenn hier Kinder im Haus wohnen würden. Stollen habe ich gebacken - und fast alle verschenkt an die, die keine backen (können, wollen).
 Und so sitze ich dann öfters mit Mann und Katze auf dem Sofa und wir gucken in alte Kinderweihnachtsbücher und finden die Geschichten, die wir früher vorgelesen bekamen und selber lasen. Dieser Tage packte ich meine Flöte aus und spielte all die Lieder, die ich früher an Weihnachten in einer Gruppe in Kirchen und anderswo gespielt habe. Werd ich jetzt alt? Nee, nee, ich fühl mich täglich jünger, weil ständig Kinder um mich sind (aber nicht im Haus, nur damit da keine Missverständnisse entstehen). Dieser Tage erklärte ich einer türkischen Familie den Sinn von Weihnachten, dafür erklärte man mir etwas, was ich noch nicht wußte. Austausch der Nationen, auch spannend. Lichter für den Advent haben wir gebastelt, bisher jedes Jahr. Der Schrank füllt sich, alte Einmachgläser werden mit Drachenpapier beklebt, ein Licht darin angezündet. Das machen die Kinder gern.
Und ich lese in dieser stillen Zeit, in der es nicht kalt und nicht warm ist. Ich lese viel. An meinem momentanen Buch, dass so gar nichts mit Weihnachten, aber mit meinem geliebten England zu tun hat, habe ich mich festgefressen. In der Schule haben sie die Weihnachtsgeschichte vorgeführt - mit Stabpuppen, ein Schattenspiel. Wenigstens da, kein Konsum, sondern der wahre Sinn.
 
Früher habe ich wie wild dekoriert an Weihnachten, im Keller liegt alles - gut verpackt. Ich brauche das momentan nicht und ich glaub, ich werds gar nicht mehr brauchen. Ein Licht soll hier brennen, mehr nicht.
Wenn ich aus dem Fenster schaue oder die Straßen runterfahre, krieg ich Zustände. Fast überall in den Fenster blinkt es in schrillen Farben, von den Schornsteinen baumeln Nikoläuse aus Plastikfolie, Rosenbogen sind verpackt in eisblaue Lichterketten, alles grauenvoll. Haben die Leute keinen Geschmack? Nur gegenüber - da leuchtet im Fenster ein Stern, so mag ich das gern. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung - und die steht mir zu.

Kommentare:

  1. Guten Morgen. Mir geht es ähnlich, habe mich vorhin grade gefragt, ob ich es schaffe in mir Weihnachtsfreude zu spüren. Mit Kindern ging es noch leichter. Da hat das alles mehr Spaß und Sinn gemacht. Vielleicht, wenn Enkelkinder da wären? Aber das dauert wohl noch.
    Die bunte Beleuchtung kann ich auch nicht leiden. Erinnert eher an Karneval. Mit gefallen normale Lichter mit ihrem warmen hellen Schimmer viel besser. Wünsche dir trotzdem ein schönes Weihnachtsfest! LG Donna G.

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  2. Nun versuche ich es schon das dritte mal meinen langen kommentar abzusenden und ich fliege dauernd raus...was ist nur mit Blogger los?

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  3. Liebe Al, mir gehts ähnlich - die richtige Weihnachtsstimmung, so wie man sie von früher her kennt, will irgendwie nicht so richtig aufkommen. Vielleicht deshalb, weil hier keine kleinen Kinder sind, aber vielleicht auch, weil man sich überhaupt keine Zeit dafür nehmen kann, sich auf die Weihnachtszeit einzustellen? Hier jagt momentan ein fremdbestimmter Termin den anderen, hier noch eine Besprechung, da noch schnell eine mail, die eigentlich schon vor Wochen hätte kommen können, und alles muss dann noch vor Weihnachten erledigt sein, so, als gäbe es kein Morgen. Glücklicherweise gibt es zwischendurch aber auch ein paar Highlights wie der Adventsbrunch mit den Gartenmädels oder ein sehr lieber Besuch aus Florida, bei denen man die Hektik vergisst und für ein paar Stunden doch weihnachtliche Gefühle bekommt...
    Gechmückt haben wir auch noch nicht richtig, obwohl ich mich immer schon so darauf freue.
    Ich wünsche Euch eine schöne und geruhsame Zeit - eine einzige Kerze bei guter Stimmung und guter Gesellschaft kann so viel mehr sein als das ganze bunte und schillernde Getue!
    Liebe Grüße, Moni

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  4. Ich kann das gut verstehen, ich entwickle mich auch langsam zum Weihnachtsmuffel. Weihnachten ist soviel Konsum, ich will da gar nicht mehr mitmachen. Die Supermaerkte sind so voll, das ist schon fast obszoen. Wichtig ist das Zusammensein mit der Familie, ob man dabei Champagner schluerft ist unwesentlich. Auch bei mir wurde die Weihnachtsdeko in diesem Jahr nicht ausgepackt, den Baum habe ich mit einem in Norfolk neu gekauften Paket von Holzsternen geschmueckt, vergangene Weihnachten interessieren nicht mehr! LG Gruesse Gudrun

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  5. Vielleicht ist es auch so dass mit Advent/Weihnachten immer früher angefangen wird. Manchmal schon im Oktober und wenn dann die Zeit naht, hat man keine Lust mehr auf die "heilige Zeit" weil es nur noch ums Geld geht. Ruhe, Beschaulichkeit - für viele ein Fremdwort. Ich zünde mir eine Kerze an, schaue in die Flamme und lasse meine Gedanken wandern in eine Zeit, als Weihnachten noch WEIHnachten war.

    Lieber Gruss
    Elisabeth

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  6. Auch ich stimme Dir zu. Je mehr Rummel sich draußen ausbreitet je mehr genieße ich die Ruhe und die Einfachheit. Manchmal kann man nur den Kopf schütteln wenn man sieht was so alles erfunden wird um "Weihnachtsstimmung" unter die Leute zu bringen.
    Eine gute Zeit wünscht Dir Marie

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  7. Kann Dich gut verstehen!!! Ich meide zur Zeit die Innenstädte und versuche, den ganzen Konsumwahn nicht an mich heranzulassen! Natürlich kommt bei uns das Christkind... aber alles mit Maß und Ziel! Wir haben an Weihnachten schon mal Besuch gehabt von einer alleinerziehenden Mutter mit Kind aus dem Frauenhaus! Das ist für mich eher der Sinn von Weihnachten, sich zusammenzusetzen und vielleicht auch jemanden einzuladen, dem es nicht so gut geht! Auch heuer gibt es wieder so eine Einladung für eine ehemalige Schulfreundin, die auch schwer vom Schicksal gebeutelt wurde! Mal sehen, ob sie die Einladung annehmen wird! Anderen ein wenig Zeit zu schenken und ihnen vielleicht ein wenig Freude zu bereiten ist viel schöner, als der ganze Geschenkewahn!
    Viele Grüße von Margit
    P.S.: Nicht wundern, wenn es in nächster Zeit keine Posts von mir gibt! Unsere Festplatte ist heute über den Jordan gegangen! Daher nur Kommentare vom Handy möglich!

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  8. Dinge verändern sich, auch für mich. Ich hab richtig viel abgespeckt, was an Erwartungen, Hoffnungen, Wünschen für Weihnachten früher da war und bin damit glücklicher als je zuvor...

    Wünsch dir eine schöne Weihnachtszeit!
    Elisabeth

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  9. Ich kann mich da nur anschließen - wir haben alles reduziert .... auch ohne Vorsatz - aus dem Bauch heraus - ich sehe Weihnachten tatsächlich wie: den nächsten Sonntag - das Konzert des örtlichen Musikvereins zur Einstimmung auf die Feiertage, der Chorkonzert am 1. Feiertag in der Kirche, mein zartes Kerzchen in dem alten Weickglas vor der Eingangstür - während hingegen der Nachbar mit weißer!!!! LED-Beleuchtung auffährt - alias Stenkelfeld - und die kleinen Momente für die man sich mal Zeit nimmt in der doch eigentlich besinnlichen Zeit - da wünscht ich mir noch mal mehr viel einsamer und auf mich und meine Lieben konzentrierter Leben zu können.
    HG sendet Dir
    Birgit

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  10. Hi Du
    Dann würdest Du Dich in unserer guten Stube wohl fühlen, denn ausser dem Sideboard habe ich überhaupt nix weihnachtlich dekoriert. Sogar draussen steht noch die herbstliche Pflanzendeko... aber nein, auch Frau Gwundergarten *kicher*. Wie gut zu lesen, dass ich in diesem Jahr nicht alleine bin auf der Suche nach den Weihnachtsgefühlen. Da wir heuer zum ersten Mal seit Jahren die Weihnachtstage daheim verbringen, mit der Familie wird vorher und nachher gefeiert, wollte ich eigentlich einen Weihnachtsbaum aufstellen... aber irgendwie kommt die Lust nun doch nicht recht auf und der arme Baum tut mir irgendwie auch leid. Was ist nur los in diesem Jahr. Vermutlich sind wir einfach wirklich übersättigt.
    Viel Spass beim Lesen wünsch ich Dir.
    En liebe Gruess
    Alex

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  11. Leider hört man in dieser Zeit am häufigsten die (Un)Worte Weihnachtsstress und Weihnachtshektik oder Geschenkemarathon - von besinnlicher Zeit nicht die geringste Spur. Wir haben ein paar lieb gewonnene Weihnachts-Traditionen. Dazu gehört auch, an einem Wochenende Freunde zum Adventsessen zu treffen oder die Familie, die weiter weg wohnt, zu besuchen.
    Unser Stern macht es abends sehr gemütlich...er kommt jedes Jahr ran...manchmal übt mein Sohn Weihnachtslieder am Klavier dazu, ... dann gibt es schon etwas Weihnachtsstimmung.

    LG Sigrun

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  12. Gerade habe ich deinen Blog gefunden,und in vielen Dingen fühle und denke ich wie du..Wir sind wohl eine etwas ältere Generation die hier schreiben.Ich versuche auch jeden Tag ein wenig Weihnachten auf meinem Blog den Lesern näher zu bringen.
    Aber weist du was mich tröstet..Weihnachten beginnt in unseren Herzen,und das ist das Wesentliche,so wie du deine Flöte wieder raus holst,mit deinen Mann die Weihnachtsgeschichten liest,von damals plauderst,der anderen Kultur Weihnachten nahe bringst..Oh das ist wirklich Weihnachten!
    Ich wünsche dir und deinen Mann noch einen schönen Advent.Alles Liebe Edith.

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  13. Liebe Sigrun,
    durch unsere Kinder ist es bei uns doch sehr weihnachtlich und sie
    lieben die derzeitige Stimmung und die Kerzen und die Lieder :-)
    Ganz viele liebe und gemütliche Grüße
    sendet dir Urte

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  14. Liebe Sigrun, ich kann Deine Gefuehle bezueglich Weihnachten gut nachvollziehen. Mir geht es zum Teil auch so. Ich freue mich aber trotzdem auf die ruhigeren Tage zwischen Weihnachten und Neujahr, wo mein Mann und ich frei haben. Ich weiss wir werden gemeinsam schoene Dinge unternehmen, Freunde sehen, gemuetlich kochen und backen und hoffentlich auch ein bisschen im Garten arbeiten. Ich wuensche Dir trotzdem ein schoene restliche Weihnachtszeit, liebe Gruesse, Christina

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  15. Liebe Sigrun
    Tja, dein Post hat mich grad etwas nachdenklich gestimmt und ich hab mir mal eingehend überlegt, wie es mir ist ... nämlich auch nicht wirklich weihnächtlich. Obwohl ich dekoriert habe (aber auch bei mir sind kistenweise Engel und Sterne wieder auf den Dachboden zurück verschoben worden!), also daran liegt es gewiss überhaupt nicht. Und ja, ich denke wirklich, dies hat etwas mit dem Alter zu tun. Vielleicht bei mir *grübel*. Ich liebe Weihnachten und liebte es schon immer, aber in den letzten Jahren hat es einfach etwas vom Glanz verloren. Dies insbesondere deswegen, weil die Zeit davor einfach unheimlich stressig ist und wenn man sich auch nicht stressen lassen möchte, so wird man überall "bestresst" und zugedröhnt! Ich glaube, irgendwie ist doch jeder auf der Suche nach seinem Weihnachten und so wie du es machst, das ist eben dein Weihnachten. Ja, auch ich finde es unheimlich schade, dass der Kommerz so an vorderster Front steht. Aber irgendwie freue ich mich dennoch auf Weihnachten. Der Baum muss nicht mehr so üppig daher kommen ... das hat wirklich mit mir zu tun, denn das übervolle mag ich je länger je weniger. Wir haben keine Kinder und so haben wir Weihnachten eben schon immer irgendwie anderes gefeiert, aber die Familie, die stand dennoch immer im Mittelpunkt, sehr zentral, aber das steht sie eben auch das ganze Jahr über, da unsere Familie sehr gross ist mit meinen 6 Geschwistern, deren Kindern und und und. Und ja ich glaube, Weihnachten ist wirklich, wenn man sich Zeit schenkt und das kann ja auch irgendwann durchs Jahr sein. Ich freue mich auf die Zeit insbesondere "zwischen den Jahren". Einfach mal sein.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall eine richtig gute Adventszeit und DEIN Weihnachten. Und ich bin mir sicher, irgendwo wirst du es finden, auch in diesem Jahr.
    Liebe Grüsse
    Ida

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  16. .....ich kann Dich soooo gut verstehen und wünsche Dir mit Mann und Katz "trotzdem" ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest,
    Heidi

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  17. Hallo Sigrun,
    Weihnachten verändert sich wirklich wenn die Kinder aus dem Haus sind.
    Dafür haben wir jetzt immer ein Verwandentreffen an einem der Feiertage. Jeder bringt was mit, ist immer schön und gemütlich und relativ stressfrei. Aber ein bisschen Deko habe ich schon, nur keine kletternden Weihnachtsmänner oder BLinklichter, die find ich auch furchtbar.
    Ach übrigens wegen dem Waffeleisen, es ist ein Spez. Zimtwaffeleisen! Könnte sein, daß diese Waffeln hauptsächlich bei uns hier an der Mosel verbreitet sind. Kenne sie auch von unseren luxemburg. Verwandten.
    Noch schöne besinnline Tage für dich
    Dagmar

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  18. Ich glaube, dieses verlorengegangene Weihnachtsgefühl hat auch damit zu tun daß die Kinder nun aus dem Haus sind und diese Heimlichkeiten eben vergangen sind. Ein bißchen hab ich schon geschmückt und Kerzen brennen. Oft kommt mir Weihnachten und was draus geworden ist verlogen vor. Plötzlich erinnert man sich an Menschen, denen es nicht so gut geht. Es wird gesammelt und gespendet und wenn Weihnachten vorbei ist, ist alles wieder vergessen. Und kann man sich nicht das Jahr über Geschenke machen? Und Weihnachten eine Kleinigkeit als Zeichen der Zuneigung? Nein, es wird gerafft ohne Ende. Und diese überfrachteten Lichterketten in den Gärten und an den Häusern liebe ich auch nicht, aber wir müssen eben alles den Amis nachmachen, anscheinend ist der Strompreis noch n icht hoch genug und die Stromanbieter lachen sich ins Fäustchen.
    Beruhigend für mich ist, daß viele so denen wie Du und es hier auch schreiben, also ein kleines Bollwerk gegen diesen Konsumrausch gibt es noch.
    Liebe Grüße
    Brigitte

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  19. Über Geschmack lässt sich halt streiten, liebe Sigrun. Dem einen gefallen diese grellen blinkenden Lichterketten, dem anderen weniger oder gar nicht.
    Ich reihe mich ein in die Kette der Letzteren.

    Zum Glück können wir aber eine eigene Entscheidung treffen, ob wir den Kommerz mitmachen wollen oder nicht.
    Weihnachten ist die Zeit der Besinnung und wir sollten sie uns einfach gönnen und uns daran erinnern, was der wirklich Sinn von Weihnachten ist.

    Gönn dir schöne Stunden mit Menschen, die dir wichtig sind, dir etwas bedeuten oder mach es dir mit einem Buch einfach gemütlich. :-)

    Liebe Grüße schickt dir
    Christa, die dir morgen einen schönen 4. Advent wünscht.

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  20. liebe sigrun, ich entdeckte eben erst deinen blog, und stimme dir voll zu. Weniger ist viel mehr, und der Sinn des Weihnachten ist viel tiefer als Konsum, Deko, Lichterketten in Überfüllees uns einreden wollen.
    Mit der Hoffnung der Geburt ist mehr gemeint. Ich habe dieses Jahr ein wunderbares kleines Buch aus dem Reclamverlag mir gegönnt, mit Gedichten, kleinen Geschichten. Ich nehme mir vor, sie in kleinen Portionen zu lesen, auch meinem Mann vorzulesen.
    und sonst kleine Freuden,,das Selbermachen für die Enkel, kranken Nachbarn oder älteren eine kleine Freude zu geben, sei es mit meiner Mispelmarmelade, sei es mit mit einer schönen blüte,
    Ich habe die echte Weihnachtsfreude nun wieder entdeckt..ohne Tannenbaum..einfach nur ein Licht,dazu meine kleine sammlung schöner Erzgebirgearbeiten, alter dänischer Arbeiten und der Stickereien meiner Mutter,selbstgebasteltes..nur ein wenig..dieses Jahr.. liebe Grüße wiebke

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  21. Liebe Sigrun
    Draussen scheint die Sonne, es ist mild, kein Wunder hat man Mühe eine Weihnachtsstimmung aufzubauen.
    In die Stadt getraue ich mich auch nicht, es sei schön mit der neuen Christbaumbeleuchtung, ich habe sie seit 4 Jahren immer noch nicht gesehen. Für mich ist es eine schöne Zeit, weil alle Kinder nach Hause kommen und meine Eltern die auch noch leben, obwohl geschieden, sich an meinen Tisch setzen. Darauf freue ich mich auf Begegnungen mit lieben Menschen. Sich Zeit füreinander nehmen, oder für sich selber. Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit die du so nutzt wie es für dich stimmt! Ganz herzlich liebe Grüsse Stephanie

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  22. Liebe Sigrun,
    in manchen ästhetischen Fragen stimme ich Dir völlig zu: blinkende Lichtschläuche in kaltem Blau oder Neongrün um Häuser gewickelt, erinnern mich immer eher an 'Geisterbahn'. Meist sehen die Häuser und Gärten der Liebhaber dieser Farbwelten passend aus. In meinem ganz früheren Leben als Lehrerin, hätte ich wohl 'Thema verfehlt' an solcherart unweihnachtliche Stimmungsmache geheftet! Dennoch finde ich es andererseits alternativos, daß jeder seinem eigenen Geschmack/Ungeschmack folgen darf.
    Und daß sich die eigenen weihnachtlichen Gefühle und Bedürfnisse verändern mit dem Älterwerden, ist, glaube ich, bei uns allen so. Nichts bleibt halt wie es ist. Den jungen Leuten sollte man vielleicht zugute halten, daß 'Konsum' für sie halt noch 'neuer' ist. Irgendwann ist man dann einfach 'satt', wenn man nicht total am Materiellen hängt. Und verschiedene Lebens-Familienphasen verändern eben auch die Grundstimmungen. Wir waren zum ersten Mal alle Tage ohne die Söhne. Nur der Liebste und ich. Irgendwie komisch.
    Verzeih' die vielen Worte und sei herzlich gegrüßt
    Christel

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  23. Liebe Sigrun,
    ich finde jeder ist doch für sich und seine Stimmung selbst verantwortlich; weil alle um einen herum Hektik verbreiten und dem Geschenkewahn verfallen muss man diesen doch nicht gleich tun. Ich selbst bin berufstätig und immer spät zu Hause aber die besinnliche Zeit muss man sich einfach nehmen.. ich erfreue mich an weihnachtlicher oder winterlicher Deko.. der Garten und der Eingangsbereich werden ein wenig her gerichtet.. mit einfachen Mitteln.. der Weihnachtsbaum darf dann auch nicht fehlen. Daran erfreu ich mich. Natürlich empfindet man Weihnachten mit Kinder weihnachtlicher - ich merke es ja selbst an meinen Patenkindern oder dem kleinen Sohn meines Lebensgefährten - aber es liegt an einem selbst was man aus dieser Zeit macht. Lieben Gruss Claudia

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