Donnerstag, 24. Januar 2013

Marle Place Gardens

Frühling im gelobten Land - mal wieder! Wie wohltuend ist es, diese Bilder anzusehen, während draußen der Schnee hoch liegt und das Auto total vereist ist.
Marle Place Gardens, ein privater Garten in England - und dann auch noch überraschend eine Pflanzenmesse - besser kann es nicht kommen. Wir lernten eine Dame kennen, die Geum züchtet, alle in orange. Diese Farbe ist jedoch - oder war es damals - in unseren Garten nicht integrierbar. Schade!

Klein, aber fein - ich erinnere mich nur noch, einen gelbblättrigen Acer (Ahorn) gekauft zu haben, er ist noch klein. Die meisten Pflanzen, die man in Großbritannien kauft, sind klein - weil sie teuer sind - sie können ja wachsen. Nichts für meine Ungeduld, aber nicht zu ändern. Der Acer hat es bei mir schwer, aber wenn er erst loslegt, wird es schnell gehen - ich habe noch einen, er ist groß und ein wahres Wunder!
                           

Man nimmt sich einfach nicht die Zeit, sich mal auf eine Bank zu setzen, weil die Zeit so knapp ist und die Gärten so zahlreich.

Auch hier sind die Tulpen einzeln gepflanzt, ich mache einfach ein Loch - und schwupp - sind drei Zwiebeln verschwunden.
Apropos, unter der Schneedecke in unserem Garten liegen viele neue Zwiebeln, aber keine Tulpen. Ich bin sehr gespannt.

Aeonium - groß wie ein Tisch - und so heißt es denn auch!

Kennt jemand diese Blüte?

Diese Ecke im Garten fand ich besonders spannend, es muss toll aussehen, wenn nach den Frühblühern wie Helleborus etc. die Stauden hochgehen.
Dieser Teil des Gartens war mein Favorit, hier sieht man, das gelebt wird - ein restauriertes Gewächshaus, ein Komposter und viele Hochbeete, Eier zu verkaufen! Leben pur ...

Nur selten hat man die Möglichkeit, mal ein privates Gespräch mit den Besitzern eines Gartens zu führen, und das genießen wir dann besonders. Hier hat sich das nicht ergeben, ich denke, es wäre auch zuviel verlangt, denn alle hätten ja dann das Recht auf ein Gespräch - und die Besitzer wären überfordert.
Auf alle Fälle freue ich mich auf die nächste Pflanzenmesse, wenn ich - oftmals zufällig - auf eine stoße. Obwohl ich nichts brauchen kann, interssant ist es allemal!

Freitag, 18. Januar 2013

Neues von der Nadel

Die Nadel glüht, jeder hat jetzt eine Mütze - oder mehrere. Dies ist mein neuestes Boshi-Modell (Boshiwolle, Hatnutwolle), es heißt: Zipfel mit Zopf!
.. und das bin ich - incognito - wie immer. Keine öffentlichen Auftritte!
Unter dem Eimer trägt Frau Hillsidegarden diese neue Boshi-Mütze, gehäkelt in Lana Grossa Ragazza lei, Nadelstärke zehn. Grundanleitung gibts hier: klick!
Damit auch die GärtnerInnen auf ihre Kosten kommen ein wenig Frühling - bald ist es wieder soweit.
Im letzten Winter sind mir die meisten Helleboren erfroren, ich hoffe, die noch vorhandenen überleben diesen Winter. Bis jetzt sieht es gut aus, es liegt Schnee.

Euch wünsche ich ein schönes Wochenende - schwingt die Häkelnadeln!

Dienstag, 15. Januar 2013

Garden of the Rose

Nein, dies ist kein Beitrag über englische Teestuben, doch an diesem Tag war uns einfach danach, diese zuerst zu besuchen. Ein Hüngerchen hatte sich angekündigt! Was nehmen? Schwierig, doch ich entschied mich für ein Sandwich.Wir besuchten Garden of the Rose in Herfordshire, England.
Ich war schon einmal in einem Rosenschaugarten in England und wieder sage ich: Nichts für mich, mir fehlt einfach die Vielfalt in diesen Gärten. Jedoch - es gehörte zum Programm, für Rosenfans ist das vielleicht zwingend nötig.
Lecker - die Tische hatten Namen und waren mit Rosen dekoriert. Wir saßen an einem Tisch mit dem bezeichneten Namen *City of York*, denn auch dort fahre ich gerne mal hin.
Das Wetter war nicht berauschend an diesem Tag, wie man am wolkenverhangenen Himmel sehen kann. Rosen konnte man sehen - und kaufen! Doch soweit ich mich erinnere, hat keiner eine mitgenommen, denn die Meisten bekommt man ja auch bei uns. Trotzdem sah ich Rosennamen, die ich noch nie gehört habe, was allerdings nicht schwierig ist, es gibt ja wirklich viele. Ich fand sie denn auch fast alle, die Rosen, die bei mir wuchsen oder wachsen!



Warum das Insekt in diesem Garten stand, entzieht sich meinem Verständnis, ich fand es so fehl am Platz!
Diese gefielen mir sehr gut, ich mag die sanften Farben.

Und das wars nun auch schon, wie gesagt, für Rosenfans sicher ein muss.

Donnerstag, 10. Januar 2013

Muskatellersalbei - duftet oder stinkt er?


Was man nicht so alles findet beim Durchforsten alter Bilder - es müssen nämlich dringend welche gelöscht werden. Muskatellersabei, Salvia Sclarea - meine erste Pflanze blühte lila, ich bekam sie geschenkt! Die zweite habe ich gekauft - beim Staudengärtner, sie blüht weiß - und ich hab sie jetzt seit Jahren - nicht immer die gleiche Pflanze, aber sie samt sich munter aus, mag trockenen Boden.
Wenn sie es locker hat, wird sie sehr groß. Ihr Geruch ist eigenartig - für mich stinkt Muskatellersalbei. Doch da gehen die Meinungen wohl sehr auseinander. Man nennt ihn auch Römischer Salbei oder Scharlei, ein Lippenblütler. Angeblich riecht er stark aromatisch, aber Mädels, ich finde, er riecht nach Achselschweiß, ehrlich und ungelogen. Wenn ich ihn zufällig berührt habe, rieche ich eine ganze Zeit lang ekelig. Eine Zitronennote kann ich da nicht feststellen. Man verwendet Muskatellersabei als Gewürz und Aromamittel. 

Seine bevorzugte Heimat ist der gesamte Mittelmeerraum und er gedeiht auch gut in England. Muskatellersalbei ist eine wunderschön aussehende Pflanze, besonders in weiß. Seit dem Mittelalter ist er eine beliebte Heilpflanze, auch wegen seiner berauschenden Wirkung. Und jetzts kommts: Er wirkt auf Paare, die starken Belastungen ausgesetzt sind, erotisierend, sie können wieder zueinander finden. Ich weiß nicht, wenn ich Muskatellersabei in der Wohnung verdampfen würde, der sagenhafte Mr. Wonderful täte sich eine neue Bleibe suchen und behaupten, ich würde stinken. 

Irgendwas muss allerdings an ihm dran sein, denn schon die Indianer schätzten diese Pflanze wegen ihrer Zauberkraft und verwendeten ihn in den Schwitzhütten. Dieser Tage fand ich in den Ritzen vor meinem Holzstoß im Garten einen kleinen Sämling, ich hoffe, ich bekomme ihn lebend heraus und er wird mich wieder einen Sommer erfreuen, denn langlebig ist Salvia Sclarea nicht. 

Probiert es doch auch einmal aus - jeder wird den Geruch anders empfinden!

Montag, 7. Januar 2013

Schon bald wieder - der Mai

 Dieser Tage kamen mir die Bilder aus dem letzten Mai in die Hände, man glaubt es kaum, dass es bald wieder so aussehen könnte! Unaufgeräumt präsentiert sich diese Gartenecke, nach der Baustelle stehen noch Stühle, liegen Schläuche rum, kahle Stellen im Rasen.
 Die neue Trockenmauer fasziniert uns noch heute und auf die Blüte des Apfelbaumes sind wir so gespannt! Ein Strauch allerdings wird gleich wieder umgepflanzt, da gingen wohl sämtliche Gäule mit mir durch ... viel zu groß wird er.

 Für das Wochenende ist Frost angesagt, das wird dann wohl Kahlfrost, da Schnee nicht vorhanden ist.
So viele Helleboren haben wir um letzten Winter verloren, auch in Ermangelung von Schnee, wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich ihn haben will - es wird dann immer gleich viel zu viel hier auf dem Berg.
 Lunaria Anua hat bereits gekeimt, die kleinen Sämlinge standen schon im Dezember im Beet, das freut mich - es ist eine so schöne Blütenfarbe.
 Die Meisen werden bald wieder ihre Kästen beziehen und rastlos zum Füttern einfliegen.

 Im Frühling werde ich die Semperviven umtopfen, einige Schalen müssen erneuert werden. Wärs doch nur schon soweit ...
 Geranium Phaeum schmeißt unglaublich viele neue Sämlinge ins Beet, ich freu mich über jeden.
 Und erst die Hostas, ich kann es wirklich kaum erwarten. Immerhin linsen schon mal die Schneeglöckchen mit Blattspitzen aus dem Beet.
Ende Mai, wenn wir sehr viel Glück haben, blühen dann die ersten Rosen. Ich werde einige ersetzen müssen, sie kümmern hier mit den Jahren.
Das wars dann erst mal mit der Vorfreude, am Wochenende kommt der Winter, der sagenhafte Mr. Wonderful hat bereits die Helleboren und Phäonien mit Pfitzerwachholder zugedeckt!

Bilder hochladen

Hilfe!

Ich kann keine Bilder von meinem Rechner in den blog hochladen. Hat jemand einen Tipp für mich? Das geht jetzt seit drei Tagen so!

Sigrun

Nachtrag: Tausend Dank den fleißigen Helfern. Mit Mozilla geht es, aber die Auflösung ist dann eine andere. Jetzt bin ich wieder im I-Explorer. Seltsam, was da so alles geschieht. Java wollen sie haben und Firefox muss aktualisiert werden, weil ich ihn so lange nicht benötigt habe.

Dienstag, 1. Januar 2013

Boshi-Fieber

 Deutschland im Boshifieber - und ich mittendrin! Aus purer Langeweile und nach einem Telefonat mit einer Bekannten hab ich das Fieber bekommen, sie hat mich angesteckt, nun bin ich infiziert. Ich wurstele am laufenden Band, für alle - ob mich bald keiner mehr leiden kann?
 Mr. Wonderful ist auch eingespannt, er macht Bommeln, weil man dafür Geduld braucht. Extra hierfür habe ich ein Gerät angeschafft, früher machte ich es mit Pappe, das war anstrengend. Mit dem Bommelmacher geht es ratzfatz - für ihn jedenfalls!
 Die Muranowolle für meine beiden Boshi-Mützen fühlt sich sehr weich an, sie werden sich gut tragen.
Was die Lütten zu ihren Boshi-Mützen sagen werden, steht noch aus - jedenfalls ist die grüne Mütze neongrün, das kommt auf dem Bild hier nicht raus, es sieht hier eher kindlich aus, ist es aber nicht.

Der Sucht verfallen, habe ich gestern einen Sack neue Wolle geordert, bei Fischer-Wolle.
Das Rezept für die Mützen findet ihr hier: klick
Es ist total einfach - und auch für Dickschädel geeignet.
Die grüne Mütze ist gehäkelt mit *Bravo* (preisgünstig), doppelt gehäkelt, die Beige ist *Alpha*, alle mit einer sechser Nadel!

Und nun wünsche ich euch alles Gute für das neue Jahr! Viel Gesundheit und schöne Erlebnisse, die lange in euch wirken sollen!

Sigrun