Mittwoch, 27. Februar 2013

Im Gleichschritt marsch ... die Queen verlieh Medals

 Die Queen hat gefeiert - ihr 60jähriges Thronjubiläum - im Juni 2012. Großbritannien hat gefeiert, und wie! Fast alle Häuser, die wir sahen, waren mit Fähnchen geschmückt (ich hab mir auch gleich welche gekauft). Als bekennende Royalistin war ich ihr das schuldig! Selbstverständlich trinke ich nun auch aus einer Tasse mit ihrem Konterfei. Wir hätten ja auch mit dem Riesenrad in Windsor fahren können, aber irgendwie fürchte ich mich davor, es ist so gruselig hoch.
 Die Zeit war - wie immer wenn man mit einer Truppe unterwegs ist - knapp. Und trotzdem - es war eine Fügung und sollte so sein - haben wir etwas Besonderes erlebt, nicht ohne zuvor jedoch bei Crabtree & Evelyn zu shoppen.
 Unterwegs schon raunte mir eine alte Dame  zu, dass das Castle heute geschlossen sei, wie traurig, denn: Die Queen verteilt heute Medals! Nicht an uns, ist klar, aber an verdiente Soldaten eben.

 Vor dem Castle warteten zwei Armeebusse und ich wunderte mich sehr, noch mehr, als mich der ausgesprochen freundliche Busfahrer bat, zurückzutreten, denn die Soldaten würden nun kommen. Wie, woher? Wir waren erstaunt, hatten es noch nicht kapiert.
 Und da waren sie schon, die Geehrten - die Beefeater
 Diesen schicken Herrn kann ich nicht zuordnen, vielleicht kann jemand meine Bildungslücke schließen?



 Strammer Jung auf strammem Pferd ...
... Leibgarde der Queen.

Es war ein ergreifendes Erlebnis, in der Tat. Erschüttert hat uns drei allerdings die Bekleidung einiger Damen, die als Familienmitglieder aus dem Castle kamen. Da waren doch tatsächlich einigermaßen schick behütete Wesen mit Flipflops an den Füßen?? Gibts doch nicht, oder? Ich will mich ja gar nicht am britischen Bekleidungsstil festfressen, aber das war mir einfach *seltsam*.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Bauernhaus Museum Wolfegg

 Wieder mal ganz unten im Land unterwegs - diesmal im Bauernhaus Museum Wolfegg!
Die Vergangenheit zieht mich magisch an, alte Häuer sowieso, sie haben ja so viel zu erzählen. Aber - es ist dunkel in ihnen, im Winter besonders.
 Kalt muss es gewesen sein, denn nur die Küche wurde beheizt - vielleicht auch mal die gute Stube, wenn es Sonntag war. Ruhig war es an diesem Tag in Wolfegg, nicht viele Touristen hatten den Weg hierher gefunden - genau das Richtige für uns.
 Eine fleißige Ehrenamtliche goß den Bauerngarten
 In der Wirtschaft durften wir auch von einer Süßspeise probekosten, denn es war kein offizielles Gasthaus.

 Landmaschinen ziehen Mr. W. magisch an - mich eher weniger. Ich fand mich in den Häusern, in jedem einzelnen Zimmer wieder, und fand dort Dinge, die es auch bei mir noch gibt.


 In diesem kleinen Schlafraum blieb ich lange, denn auf dem Tisch lag das Leben einer Familie vor mir, ich kam mir irgendwie vor, als würde ich sie beobachten.

Ganz am Ende - oder auch am anderen Eingang - gibt es dann das Lädle, in dem ich Vieles fand, was ich dringend noch brauchte für meine Küche, und je länger Mr. W. fortblieb, um das Auto zu holen, desto mehr fand ich , mein Rucksack ist groß!

Bei uns zu Hause besuchen wir gerne den Hessenpark, ein Freilichtmuseum, ähnlich, mit Bauernhäusern aus Hessen. Nur ein Lädle, so wie das in Wolfsegg, so ein schönes, das haben wir nicht.