Dienstag, 25. Juni 2013

Von unten und von oben

 Manchmal liege auch ich im Liegestuhl, unter dem Dach - und hoffe, er bricht nicht zusammen, denn er ist uralt, ein Relaxstuhl, die Schrauben schon sehr rostig. Mr. W. sieht es nicht gerne, weil er meint ich tue mir weh, wenn es geschieht. Und wenn - der Neue ist mir nicht genehm.
Rosa Mundi strahlt mich an.
 Ein Hoch auf alle Teleobjektive dieser Welt - Nepeta Poolbank - hoch!

 Hosta Golden Meadows und mein Herbstfavorit rechts Fortunei Hyazinth, tolle Färbung.
 Von unten gehts es auch - es wird rot! Hosta See Octopus
 Red October
 Fire Island
 Raspberry Sorbet
 Weiß nicht mehr ...
 Kletterhortensie
 Englischer Wein (im Liegestuhl gehen alle Namen verloren)

Euphorbie
 Ahorn
 Wolken
... und die frisch ausgetopfte Hosta Jewel of the Nile, der Topf ist mir fast geplatzt, sogroß ist sie geworden. Ein Gigant - leider sieht man das hier nicht so - ich liege ja auch nicht mehr im Liegestuhl und bin gerade auf dem Weg ins Kraut! Frohes Schaffen!

Samstag, 22. Juni 2013

Rosen

Ghislaine de Feligonde, sie ist vom Wetter total auseinandergerissen worden, ich werde sie wohl einkürzen müssen, obwohl mir das sehr weh tut!
Constance Spry
Abraham Darby
gefülltes Mutterkraut mit hoher Katzenminze

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende mit viel Sonne, guten Temperaturen und mal keinen Regen!

Mittwoch, 19. Juni 2013

Wenig Zeit - und Lust

 Meine Sempervivum liebe ich in diesem Jahr besonders, ein paar habe ich fotografiert für euch. Besonders die auf dem Garagendach sind fest wie Stahl - sie werden so gut wie nie gegossen und gedüngt, von daher sind sie kleiner als sie in einer gepflegten Anlage wären - aber sie danken es mit viel Gesundheit. Ich hab noch nichts ausgeputzt - einfach eine natürliche Schönheit!
 Momentan bin ich blogunlustig, so, wie es viele von uns manchmal trifft. Ich kann mir meine Bilder auch alleine ansehen, dann machen sie weniger Arbeit. Denn prinzipiell geht es ja nur um: Kommst du zu mir, komm ich zu dir! Bisher hat es mir Spaß gemacht, momentan denke ich darüber nach, welchen Sinn es noch macht.
Seit es Facebook und Smartphone etc. gibt, geht es ja eigentlich nur noch darum, wer wieviel ??Freunde?? hat, und wie beliebt er ??scheinbar?? ist. Das brauch ich nicht.
Ich sitze und arbeite lieber in meinem Garten vor mich hin und lese Gedichte oder schöne Romane, Sachbücher etc.
 Auch merke ich, dass ich nicht mehr so viel fotografiere. Klar, immer noch viel mehr als die Meisten, aber weniger. Das hat mich erstaunt. Die Prioritäten sind verrutscht, andere Dinge stehen nun in meinem Fokus.
 Nicht gerne bin ich eine öffentliche Person, ich war das nie, aber durch die Verquickung von Foren und blogs kennen sich viele, man kennt auch Menschen, die man eigentlich nicht kennen möchte.
 Und alles wird weitererzählt, nichts ist mehr privat. Im Netz findet man jeden, wenn man nur lange genug sucht. Gefallen hat mir das nie. Leider kommt man aus der Schleife nicht mehr raus. Anfangs, als es für mich als Blogpartnerinnen nur die Amerikaner gab, war es neu, Welten öffneten sich. Ich glaube, ich war eine der ersten deutschen Gartenbloggerinnen (ich hatte zuvor einen anderen blog), mittlerweile gibt es viele. Zu viele für mich. Es überfordert mich einfach. Ich kann auch nicht lügen beim Kommentieren, das geht mir völlig ab. Wenn mir etwas nicht gefällt, schreibe ich nichts dazu. Gar nichts.
 Meine Kletterhortensie duftet seit mindestens 10 Tagen so stark, wie ich es noch nie erlebt habe. Mr. W. meinte, man solle den Duft in einer Flasche einfangen und Parfüm daraus machen. So einfach ist das leider nicht.

Ich wünsche euch eine schöne sonnige Woche!

Freitag, 14. Juni 2013

Das pralle Leben

 Krauten, krauten, krauten, wir kommen aus dem Garten nicht mehr raus. Hecken schneiden, schnippeln, egal wo es übersteht, die Blattmasse ist ganz und gar außer Rand und Band!
Oben die Hosta Yellow River, sie wird nicht beschnippelt, zu ihren Füßen duckt sich die Hosta Advocat, letztes Jahr saßen sie noch nebeneinander, aber die Natur ...


 Einer meiner Wasserdoste, mit schönen roten Stielen, ich freue mich auf die Blüte.
 Wegen des Zaunes muss ich ja den gelben Holunder immer in Form halten, im nächsten Herbst aber wird er weitgehend nur nach hinten geschnitten, unser Baum ist jetzt weg und der Holunder kann die Arme auch nach vorne ausstrecken. Heute habe ich einen Korbstuhl angesprüht, fast drei Dosen habe ich gebraucht. Da er sehr bequem ist, und er geschenkt war, habe ich die Kosten hingenommen, es ist ein guter Stuhl.
 Gelb - der Sommer naht! Physocarpus opulifolius 'Darts Gold' oben links hat geblüht (siehe unten rechts). Bald ist die Pracht vorbei, Laub und Blüten sind herrlich. Night before Christmas (Hosta rechts im Bild), unten Mitte One mans treasure (Rote Stiele). Das gelbe Sempervivum ist aus Wales.

 Links oben ein gefülltes Geranium, Mitte die Blüte von 'Darts Gold' im Vergleich zur Blüte von Physocarpus opulifolius *Diabolo*, meine Lieblingssträucher. Die Hosta 'Elivs Lives' kam endlich aus einem Tontopf in ein richtiges Zuhause. Ausgesamt hat sich im letzten Jahr diese Astrantia, die mittlerweile wirklich bis zu meiner Taille geht und ich bin nicht klein. Ein Blütenwunder!

Bitte alle Bilder großklicken, dann wirken sie besser. Ich kanns nur wiederholen: Das Kraut ruft!
Ich wünsche ein schönes Wochenende.

Samstag, 8. Juni 2013

Wie teile ich meine Hostas??


Auf besonderen Wunsch von Alex heute ein kurzer Bericht darüber, wie ich meine Hostas teile, ohne sie zu ermorden (wie sie meint).
Es ist so einfach!

Man teilt Hostas am Besten im Frühjahr, wenn die Hörnchen gut sichtbar aus dem Boden schauen. Oder im September, damit die Teilstücke noch die Chance haben, gut einzuwurzeln. Generell aber kann man Hostas immer während der Saison teilen, sie nehmen das nicht übel, sehen aber nicht mehr so komplett aus. Eine halbe Hosta ist ein weniger schöner Anblick als eine volle Runde.

Im Boden also nimmt man den Spaten und visiert die Stelle an, an der man teilen will. Nicht probieren oder ruckeln, einfach beherzt mit dem Spaten in den Boden stechen. Vorsichtig heraushebeln, das Loch im Boden sofort mit neuer Erde füllen und angießen. Das Teilstück eingraben oder topfen. Fertig!

Bei Minis nimmt man ein scharfes Messer, ich habe ein französisches Taschenmesser dafür. Die Lütten hält man ja meist im Topf.

In Töpfen: Es empfiehlt sich generell, Hostas in Töpfen zu halten, die sich nach oben erweitern, dann kann man die Töpfe wieder verwenden. Die anderen muss man zerschlagen, das tut weh – mir und dem Geldbeutel.

Die Hosta vom Topfrand mit einem Messer oder scharfem Gegenstand lösen, austopfen. Vorsicht beim Herausschütteln, wenn sie auf die Hörnchen fällt, brechen einige ab. Ich habe für mich die Lösung gefunden, die am wenigsten Schaden beim Teilen anrichtet: Eine elektrische Säge. Hostawurzeln können verdammt hart sein, mit dem Spaten rutscht man an dem Klumpen gerne mal ab. Also schwinge ich meinen elektrischen Fuchsschwanz. Das untere Drittel des Ballens säge ich generell weg. Sie soll ja neu wurzeln. Dann teile ich die Hosta in der Mitte, besehe mir die Stücke und teile gerne nochmals. Es kommt darauf an, an wie viele Leute man die Hosta verschenken will – denn das will man meist.

Ich hatte einmal über Hostavirus X geschrieben, bitte klicken. Eine Hosta die komisch aussieht, muss man genauer besehen und das Messer sowie Spaten, Handschuhe etc. desinfizieren bzw. die Hosta erst gar nicht anrühren. Aber bitte keine Affäre daraus machen, in jeder Staudengärtnerei gibt es mal den Virus, man muss ihn einfach nur beachten. Ich habe ihn allerdings in letzter Zeit in Gärtnereien gesehen, von denen ich dachte, er würde dort mehr beachtet.

Ich dünge eine frisch getopfte Hosta erst im nächsten Jahr, sie hat ja neue Erde bekommen. Beim Topfen bitte beachten, dass nicht jede große Hosta auch große Wurzeln hat und umgekehrt, immer den richtigen Topf auswählen.

So, Alex – munter drauf los, jetzt kannst du teilen!

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

PS: Wer noch Zeit zum Lesen hat: Feldversuch von Max Scharnigg, ein junges Paar mietet ein Stück Acker und bewirtschaftet es eine Saison. Zum Brüllen witzig - und man findet sich selbst ein Stück wieder.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Leben am Hang

 Schön heute! Die Sonne scheint, alles ist erledigt, der Tag gehört mir. Nach dem Teilen am Montag staune ich immer noch über meine Hostas, hier ein Blatt von Golden Meadows. Wenn ich diese Schönheiten ansehe, wünsche ich mir einmal täglich ein größeres Grundstück, denn wirklich Arbeit machen sie ja nicht, solange man sie nicht teilen muss.
 Die Farne werden leider auch sehr groß, dieser hier zwar nicht, aber an anderen Stellen mußten schon Stauden weichen, damit ein Farn bleiben kann. Oder man gibt ein Stück Farn weg, das mache ich aber eher selten. Rechts die bezaubernde Schönheit Sempervivum Grünrand.
 Im Garten sind viele sehr schöne Sämlinge von Geranium aufgegangen, manche haben das Zeug zu was Großem, leider habe ich 140 Bilder mit dem falschen Licht vergeigt, ich muss neu fotografieren gehen.
Oben rechts Geranium Frank Lawley. Und wieder ist mir ein weißes Geranium aus England nicht wiedergekommen, ich kauf keine mehr. Die weißen sind einfach sehr empfindlich. Wenn ich an Kashmir White denke,wie oft habe ich bereits neu gekauft, es ist wunderschön. Aber schon wieder verschwunden. Freude macht mir in diesem Jahr mein Geranium maculatum Album, weiß, ich habe es versetzt. Schön ist es geworden.
 Blüte einer Küchenschelle vor Hosta Yellow Splish Splash Rim
Diesen Blick liebe ich besonders, wenn ich auf meiner Bank vor dem Freisitz sitze. In diesen Töpfen werden die Hostas nicht so groß, ihnen fehlt schlicht der Platz zum Wurzeln, man kann sie also grad noch ertragen.
Hinten links ein Sämling von Sempervivum 'Schwarzer Peter', ich mag ihn sehr. Rechts oben Penstemon rupicola 'Conwy Lilac', er sitzt im Topf, weil er im Winter sonst Abschied von mir nimmt. Ich werde ihn irgendwo schützen. Die gelbe Hosta Lemon Lime ist sehr wüchsig, man kann sie oft teilen. Sie nimmt auch nichts krumm und ist absolut sonnenfest.
Links mein Sorgenkind Hosta Orange Marmelade, Exempar Nr. 2, diesmal scheint es zu klappen. Sie ist empfindlich. Rechts Hosta Jaws, dunkelgrünes, schlankes an den Rändern gewelltes Blatt, sehr zu empfehlen.

Mein Absoluter Kracher ist Hosta Pinapple Poll, die dicke im Bild. Letztes Jahr erst bei Planwerk gekauft, macht sie sich unverschämt breit im Quartier, ich muss andauernd rücken, damit die anderen nicht zu kurz kommen. Rechts Whirlwind, links im Hintergrund Sleeping Beauty

Die Beete sind so üppig, überall Akelaien, die stehen dürfen, wenn sie nicht stören.
Diese mir unbekannte niedrige Nelke blüht seit Jahren mit einem anderen Trockengewächs in einer Schale, wird ständig vergessen, nie gedüngt und blüht und blüht und blüht.

Ich geh jetzt raus, es ist so schön.