Dienstag, 27. August 2013

Es waren einmal drei Schweine und eine Maus ...

Es waren einmal drei Schweine und eine Maus, die zauberten mit ihrer Klassenlehrerin  eine Rispenhortensienfee, die leider schon am nächsten Tag etwas welk wurde, aber das wußten sie vorher.
Die Schulleiterin nähte und nähte, Bettdecken und Kissen für alle, damit sie nach dem Unterricht schlafen konnten.

Die Lehrerin war eine gestrenge, die großen Wert auf Benehmen und Ordnung hielt (hatte sie vermutlich von ihrer eigenen Lehrerin zum Glück so gelernt!) Die Kinder saßen in Reih und Glied und lernten fleißig, alles mit *B* und alles mit *R*, bis die Schulgocke klingelte und sie nach Hause gehen konnten.
Natürlich durften sie erst aufstehen, als alles aufgeräumt war, darauf legte die Lehrerin wert. Danach kochten sie und gingen in den Garten.
Sie saßen auf der Bank und tobten auch durch den Garten, der nach dem Regen sehr schön aussah.
Fliegen, Hummeln und Bienen tummelten sich überall auf den Blüten, nur die Schmetterlinge wollten sich den Kindern nicht zeigen.
Die erste Aster *Violetta* war aufgeblüht.  Der Garten gab sein Letztes, bald ist Herbst. Dann fahren die Maus, die drei Schweine und die Lehrerin in Urlaub, und weil sie ganz fleißig sind, nehmen sie auch die Schulhefte mit - sonst wird ihnen langweilig.
In der Botanikstunde lernen sie die Namen der Pflanzen, die Lehrerin konnte schon mit zwei Jahren *Akelei* und *Hosta* sagen, darauf hat die Schulleiterin immer großen Wert gelegt.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann nähen sie bald wieder Bettdecken, obwohl sie eigentlich schon genug davon haben.

Samstag, 24. August 2013

Gärtnertreffen - schon wieder?

 Sommerzeit - HOCHzeit, Gartenzeit. Und schon wieder ein Gartentreffen. Und ausgerechnet dann öffnet der Himmel seine Schleusen. Wir waren trotzdem draußen, jedoch ist die Bildqualität nicht so prickelnd. 
Ich finde die Skulptur so schön, hätte nicht gedacht, mich mal für Kunst im Garten begeistern zu können!
 Leckeres Essen gab es, jeder brachte was mit - wie immer. Das ist für den Gastgeber sehr entspannend, ich empfinde es jedenfalls so.


 Dieser Garten ist im Juni eine Wucht, es gibt ganz viele Rosen. Auch jetzt ist er sehr schön, die anderen Pflanzen kommen nun groß raus.
 Das obligatorische Von-Hinten-Foto darf nicht fehlen ...
Ich fand eine Nepeta in diesem Garten, die ich noch nicht kannte und jetzt muss ich sie unbedingt haben, weiß aber den Namen noch nicht, bzw. nicht sicher.Sie hat ganz große Köpfe. (Auf dem Bild hier ist eine Agastache, die Nepeta habe ich nicht fotografiert)
Auch hier haben die Hostas mächtig Einzug gehalten, wie in all unseren Gärten. Es ist ansteckend ...

und ihr werdet es nicht glauben, ich geh heute wieder in einen Garten und war gestern auch. Es wird Herbst, man merkt es überall - drum nutze ich die Gelegenheit, wo immer sie sich bietet, auch wenn es oft nur ein kurzer Gang durch einen Garten ist.

Donnerstag, 15. August 2013

Alle auf einem Haufen - Gärtnerinnentreffen

 Es gibt Frauen, die lassen gärtnern, zu denen gehören wir nicht. Wir, das ist ein Haufen aktiver Kampfgärtnerinnen am Hang, gärtnern bei Wind und Wetter in heruntergewirtschafteten Klamotten. Nein, halt, einige tragen Gardengirls. Aber das ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass wir uns einmal jährlich treffen, um uns von Angesicht zu Angesicht über neue Pflanzen, Katastrophen am Hang, Nachbarn die uns belächeln und unsere Erfolgserlebnisse im grünen Bereich zu berichten. Wir kommen aus allen Ecken Deutschlands und auch aus Österreich. Also reiste ich Samstag Nachmittag an die Lahn, um meiner Freundin bei ihrer Aufgabe, die Horde zu verköstigen, beizustehen. Nach einer kurzen Nacht allerdings wurde ich genötigt (Beweis oben), bei 11,6 Grad im Freien noch mitten in der Nacht zu frühstücken (ja, das ist wirklich wahr). Und das!! mir alter Frierhutzel, und nur, damit ich danach sofort div. Kleinigkeiten aufspießen und dekorieren konnte. Wir arbeiteten zu dritt ohne Unterlass. Hand in Hand - sogar mit Mann, was nicht selbstverständlich ist.

 Ankes Garten hat wunderbare Aussichten aufs Feld, auf Bauern, auf Vögel, auf Disteln (die fliegen), auf Nachbarn und auf ihr eigenes Haus, letztere möchten jedoch hier nicht in Erscheinung treten. Wäre mir auch nicht recht.
 Kalt wars, und sehr früh ...
 Hier war es schon wärmer, Nachmittag - und alle saßen und saßen, und aßen und quatschten.
 Die Hummeln und Bienen waren eifrig am Werk. Ich kann nur für diese 1,5 Tage berichten, am Rest nahm ich nicht teil, zu weit waren die Wege und meinem Rücken ist das eher nicht recht.
 Gleich nach dem Aufspießen gewisser Kleinigkeiten, um das Riesenbuffet abzurunden (das darf ich hier auch nicht zeigen, weil indoor) besuchten wir in Bad Camberg das Dombach-Haus, bzw. dessen Garten.
 Auch hier hatte die Trockenheit Spuren hinterlassen - wie überall. Bei mir ist das Gras braun.
 Üblich ist es, dass wir Von-hinten-Fotos machen, damit die Nation an unseren Treffen teilhaben kann. Weniger üblich ist es, einen Mann an eine hochwertige Kamera zu lassen, der das Fotografieren nicht wirklich beherrscht und nur Teilaufnahmen macht. Es handelt sich hier nicht um einen Witz, er hat die Füße abgeschnitten und nach unserem Gemecker extra aufgenommen. Und weil ich so in Erinnerungen schwelgte, blätterte ich die Jahre zurück und fand viele Fotos, von Treffen, an denen ich teilgenommen habe, drei allerdings fehlen, nämlich die letzten drei Jahre.
 2009 in Bayern, wir waren auch am Chiemsee, bei Planwerk, Hostas angucken und kaufen, in Privatgärten und öffentlichen Anlagen
 2008 in Hessen, bei mir, in Seligenstadt im Klostergarten, in der Staudengärtnerei, im Großhandel für Tontöpfe, in Privatgärten.
2007 in Hessen, bei mir, im Garten Schnitzke-Spijker, weitere Privatgärten, wieder Großhandel, viel Essen, mäßig trinken, viel schwätzen und planen für das nächste Jahr. Es war das erste Treffen, wir kennen uns jetzt schon lange. Einige Teilnehmerinnen sind nicht mehr dabei, dafür kamen Neue. Das Leben bewegt sich, wir auch!

Nächstes Jahr sehen wir uns vermutlich in Bayern wieder - dabei wollte ich doch gar keine Hostas mehr kaufen. Aber was interessiert mich mein Geschwätz von gestern ...

Montag, 12. August 2013

Manor House Hagworthingham, das leise Schnurren der Oldtimer im Garten

Unterwegs in Lincolnshire, als Teilnehmerin der denkwürdigsten, besten und informativsten Gartenreise meines Daseins. In Lincolnshire ticken die Uhren anders, da ist man noch froh, wenn eine Gruppe kommt, weil der Landesteil so oft nun nicht von Touristen besucht wird. Kornkammer Englands, freundliche Gastgeber, und ein Empfang - das kann niemals mehr einer toppen! Wir betraten das Grundstück, im Hof stand ein Oldtimer. Mit ihm sind die Gastgeber, Gill Maxim & David O'Connor, 1600 Meilen in den Süden Frankreichs gefahren. Ob ihr es glaubt oder nicht, man hört kaum dass der Motor läuft, so leise surrt er vor sich hin. Sämtliche männliche Mitglieder der Gruppe tauchten kopfüber in die offene Fronthaube ab. Ein herrlicher Anblick!
Ist er nicht wundervoll? Ich möchte hier nicht sagen, wie viele Wagen der Besitzer hat, sie waren meist verborgen hinter hohen Garagentoren.
Nachdem die Gastgeberin eine Weile mit uns gesprochen hatte, ertönte von links Musik, laut, wunderbar - ich kam mir zuerst vor wie auf dem Jahrmarkt. In der Tür zur Halle stand der Gastgeber, strahlend voller Stolz und winkte uns in sein Heiligtum. Ein Museum, eine eigene Sammlung, uns allen stand der Mund offen. Ich hatte noch niemals ein Nickelodeon gesehen, jetzt sah ich Dutzende - und eines schöner als das andere.
Musikautomaten, eine ganz herrliche Sammlung - ich ging immer wieder hinein, auch als die anderen bereits durch den Garten streiften, denn ich war vollends fasziniert. Bereitwillig zeigte er mir alles, spielte immer wieder. All diese Rollen, Bänder, Instrumente - und Oldtimer. Da will ich nochmal hin. Das muss Mr. Wonderful sehen - und hören.

Den Garten macht sie ganz alleine, die Hausbesitzerin. Bekommt auch mal von Leuten wie uns ein paar Pflanzen geschenkt. Das macht sie sympatisch.

Ihr Hostawalk ist faszinierend, dafür hätte ich auch sehr gerne Platz. Schöne alte gesunde Sorten.
Austins Pat Austin, würde ich mal sagen?
Ich liebe diese alten Landhäuser, nicht übertrieben protzig, heimelig, ein Zuhause.

Ja, ich war mal wieder ausgebüchst und bei den Instrumenten - und Autos.
Der Teich, nahe des Hauses, im Hintergrund ein Pavillon. So läßt es sich aushalten!
Zum Abschluss bekamen einige noch Ableger geschenkt. Eine schöne Erinnerung an eine wunderbare Reise.

Mittwoch, 7. August 2013

Schon wieder schwül

Blogger ärgert mich - zum wievielten Mal in diesen letzten Wochen? Weder im IE noch im Firefox geht es fehlerfrei, ich muss ständig von einem zum anderen springen und aktualisieren. Im Firefox geht nicht mal eine Überschrift! Kennt ihr das auch? Meine Tochter geht über Safari rein, sie sagt, sie hat keine Probleme.

Es hat geregnet, kurz, heftig, Gewitter, gekracht - Fässer dreiviertel voll - Garten trocken! Ja, das geht - weil er völlig ausgetrocknet ist.
Die Brummer fliegen weiter. Nachdem nun das Holz hinten sitzt, waren sie mehrere Tage irritiert, ihr Einflugsloch war verbaut - nun haben sie sich mit der neuen Gegebenheit arrangiert. Sieht es nicht toll aus, wie der Brummer am weißen Sanguisorba (Wiesenknopf) hängt? In Nahaufnahme sieht das Kraut besonders schön aus, seine Spitzen sind lila.
Im Herbst wird der erste Sorbus fallen - wir möchten im Garten nur noch Grünzeug, das wir selber beseitigen können, d.h., die Bäume fallen, so lange Zeit dafür ist und wir keine fremde Kraft benötigen.
Der rechte hinten oben wird fallen. Die Hosta June sieht übel aus, sie hat lauter Brandlöcher, treibt aber munter frisch nach. Eine tolle Pflanze!
Auch wenn ich die Fliegen nicht ausstehen kann, aber auf der Silene coronaria in weiß sieht sie herrlich aus. Ich hoffe auf Samen, allerdings nicht von der Fliege. Momentan nerven sie im Haus sehr stark, sie sitzen ständig auf mir und kitzeln. Vielleicht packe ich heute mal den Staubsauger aus - damit sie sehen, wer die Chefin hier ist!

Nach dem Gewitter sieht die schöne Hortensie Annabelle etwas zauselig aus, sie ist auseinandergefallen, obwohl wir sie schon gestützt hatten. Ihre rahmweißen Kugeln sehen herrlich aus - ich werde im Herbst wieder damit kränzeln. Da meine Endless Summer gnadenlos verbrannt ist, habe ich mir bereits heute einen Korb Blüten aus einem anderen Garten gesichert.
Zum Kränzeln kann man auch sehr gut die Samenstände der dunklen Blasenspiere, Physocarpus Diabolo, verwenden. Der gelbe, Darts Gold, ist für mich enttäuschend, er verbrennt, ich denke, nur wer Halbschatten hat, sollte ihn pflanzen. Ich sah am Bodensee einen am Waldrand, vier mal vier Meter, ein Prachtexemplar.

Unten (ich kann unter dem Bild mal wieder nicht schreiben) ist eine Pflanze, deren Namen ich nicht kenne. Es war kein Stecker im Topf. Sie ist meist einjährig, ich soll die Samen gut aufheben, sagte mein Gärtner. Rechts der Phlox Blueboy, hoch, sehr wüchsig, leider bricht er genau so schnell ab, wie er wächst, also gut stützen. Die Phloxe haben es schwer in diesem Jahr. Viele machen schlapp, obwohl sie gegossen werden. Woran das liegt, weiß ich nicht. Einige habe ich zur Vermehrung und Notrettungsmaßnahmen auf dem Hochbeet sitzen, auch dort ist mir einer eingegangen.

Heute soll es nochmal regnen, ich hoffe, das stimmt. Wir können es brauchen. Die Wäsche meiner Nachbarin auf der Leine eher weniger.

Elisabeth von Kleine Freude  hat gefragt, ob ich schon mal daran gedacht habe, meine Pflanzen zu verkaufen. Sicher hab ich das. Vor Jahren habe ich im Herbst wie bekloppt Hostas getopft. Im Frühling war der örtliche Pflanzenmarkt. Die Hostas konnten sicher allerdings nicht entschließen, zum Stichtag aufgeblättert zu sein. Also stellte ich mir den Garten voll, damit sie Sonne bekamen. Ich konnte sie verkaufen, aber es lohnt nicht. In der gärtnerischen Diaspora, wo sich rote Geranien mit orangenen Tagetes paaren, hat man kein Interesse an solch schönen Pflanzen. Sicher, sie waren in fünfzehn Minuten weg. Ich habe 52 Euro eingenommen, es lohnt nicht. Niemand ist hier bereit, für eine Mutterpflanze (die beim Gärtner 50 Euro kostet), mehr als fünf zu zahlen. Und dafür mache ich mir all diese Arbeit nicht. Meine getopften und benamten Stauden nahm ich allesamt wieder mit nach Hause, niemand wollte 50 Cent dafür zahlen. Hallo? Bin ich blöd? Nein, das mach ich nicht nochmal. Sollen sie weiter Geranien pflanzen.