Sonntag, 29. September 2013

Lichtscheues Gesindel!

 Großkampftag auf der Scholle, auf in die zweite Runde! Lichtscheues Gesindel will ausgebracht werden - und genau das haben wir eben zum zweiten Mal getan. Wir haben Fünfzig Millionen Nemathoden vergossen, auf dass es im Frühling besser werde. An manchen Stellen kann ich meinen Garten gar nicht mehr angucken, so zerfressen ist alles.
 Wir hatten am Freitag Gäste aus Rheinhessen und ich habe nicht ein Bild gemacht, weil ich mich einfach mal entspannen wollte. Pech für euch! Es war sehr schön, ich bekam viele nützliche Gartengeschenke, u. a. Kränzchen, Kürbisse, Kaffeesäcke mit viel guter Hosta- und Sempervivumerde drin. Und weil ich das nicht ungenutzt stehen lassen kann, sind wir heute gleich in einen offenen Garten gegangen einkaufen, damit die Erde auch genutzt wird.
 Wie schick ist denn mein neues Saxifraga?

 Aster laevis Arcturus - von hinten, im Licht.
 Und nochmal mit Besuch!

 Rosa Sieger, die nach Jahren erst zwei Äste hat, was ich nicht verstehe. Sowas brauch ich eigentlich nicht. Ich will es üppig!
 Heliantus salicifolium, die weidenblättrige Sonnenblume, wiegt sich sanft im Wind und fällt öfter mal gegen andere Pflanzen, es sieht jedoch wie gewollt aus.
 Sie ist doch einfach nur schön.
 Eines der Kränzchen, die ich bekam. Aus ihm rieselt noch Samen von Papaver somniferum, ich hab gleich welchen ausgebracht.
Nun will ich mich endlich mal entspannt zurücklehnen, das Wochenende war lang und anstrengend, mal ganz abgesehen von den fünfzig Millionen.
Nächstes Mal berichte ich von dem offenen Garten!

Dienstag, 24. September 2013

Elsass pur - leckere Macarons

Wie oft war ich schon hier, schon, als ich noch ganz jung war. Es hat sich einiges verändert, die Häuser sind gepflegter als damals. Das Keramiksegment hat sich auch verändert, die Farben haben sich der Mode angepasst, doch die Klassiker gibt es immer noch. Riquewihr im Elsass - ein wunderschöner Ort.
Alle Orte in dieser Gegend sind mit saisonalen Pflanzen dekoriert, Süßkartoffeln ein wahrer Hingucker.

Und da Moni vom Stadtgarten immer von den Macarons spricht, wollte ich sie endlich auch probieren. Wir haben eine ordentliche Tüte abpacken lassen, Zitrone und Pistazie, was Anderes esse ich nicht. Erdbeergeschmack ist mir nicht vorstellbar.

 Das Hinsetzen an all die schön gedeckten Tische lohnt sich allemal, wir waren allerdings so früh, dass die Geschäfte gerade erst öffneten und wollten doch erst mal einen Rundgang machen.



Da hängt sie wieder runter, die Süßkartoffel!
Der Zeitungsstoff hat es mir angetan, ich muss mich noch drum kümmern, wo ich ihn kaufen kann.


Eigentlich erklären sich die Bilder von selber, einfach nur rumlaufen und schauen, und hier gefallen mir die Geranien, sie gehören einfach dorthin.

Da ich ein farbenfroher Mensch bin, kann ich mich kaum sattsehen und stelle mir bösartig vor, ich würde mein Haus so streichen und die Nachbarn stünden mit offenem Mund da!


Oft bekommt man ein Probestückchen von einer Macaron in den Mund geschoben, diese hier sind gespritzt aus der Tülle.
Für die Galerie hatten wir keine Zeit, da muss man einen ganzen Tag dortbleiben und wir wollten doch weiter.
Na, Lust bekommen? Das Stück kostet einen Euro, ist es aber wert - die viele Arbeit, die die Herstellung macht, will ja bezahlt werden.

Das Wetter soll diese Woche schön bleiben, am Sonntag haben wir fünzig!! Millionen Nemathoden vergossen und es geht weiter. Die Schäden des Dickmaulrüsslers sieht man mittlerweile sogar an vielen Hostas. Es ist kaum zu ertragen. Ich wünsche euch schöne sonnige Tage.

Freitag, 20. September 2013

Es herbstelt - Boshis von Nöten!

 Es regnet, es ist kalt - der Ofen brennt seit Tagen. Die Ohren frieren, die Nadel klappert - die Kinder brauchen Mützen! Es ist wieder so weit, die Wollkiste steht im Flur. 
Grundanleitung für Boshimützen bitte hier nachlesen. Klick.
Ich wandele das Rezept je nach Bedarf dann ab und natürlich je nach Wollstärke. Es geht so unglaublich schnell, die Mütze oben ist mein türkisches Modell, es heißt Herbstfreude.
Der Zopf hängt seitlich wie eine Haarsträhne herunter.
Modell Rosenresli für unsere Jüngste, bedeckt auch die Ohren.

Modell Verkehrssicherheit mit Neonfaden, damit das Kind auf dem Schulweg auch ordentlich leuchtet.
Danach habe ich mich an eine Schirmmütze gewagt, die Anleitung fand ich auf der Banderole. Bis ich sie auf dem Kopf meiner Tochter ausprobiert habe, kann ich kein Bild zeigen, aber vielleicht sieht sie ja auch gar nicht schön aus, dann zeig ich es eh nicht.;))

Es gibt viele Köpfe, bemützen wir sie!
Falls sich jemand für die letztjährigen Modelle interessiert, bitte klick und klick!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, vielleicht mal ohne Regen, wir werden nämlich die Nemathoden gegen die Dickmaulrüssler vergießen.

Montag, 16. September 2013

Harrington Hall, Lincolnshire

 Harrington Hall in Lincolnshire - ein weiteres Highlight dieser Reise. In allen Häusern wurden wir sehr offen empfangen, durften sehr private Dinge sehen und fotografieren, in anderen Regionen Großbritanniens ist mir das noch nicht passiert - denn diese Häuser hier sind bewohnt von Familien, keine Museen.
 Allein die Mauern in den Gärten machen sie schon schön - selbst unliebsame Nachbarn mit ungepflegten Gärten wird man auf diese Weise nicht sehen.
 Dieses Geranium im Vordergrund muss ich mir besorgen, ich hatte es mal (aus England) und weiß leider keinen Namen. Auch in den Gärten habe ich oft nach Namen gefragt und keinen bekommen.
 Wir wurden in der Empfangshalle begrüßt und bekamen Tee und Gebäck.
 Man sieht, dass es hier Kinder gibt, eine ganz normale Familie (von der Hausgröße mal abgesehen).
 Farblich thematisierte Gärten liebe ich besonders, man bekommt Ideen für den eigenen Garten, falls man gelb mag - so wie ich.
 Edel sieht sie aus, die Treppe mit den Töpfen.

 Jetzt hab ich den Namen dieses Strauches wieder vergessen. Wer hilft mir aus?

 Besonders schön fand ich, dass überall Sitzplätze vorhanden waren, das schätze ich an britischen Gärten, ohne Gedöns, ohne Tischdecken und Deko - einfach Tisch und Stuhl bzw. Bank.
 Für Nachahmer habe ich diese Bank fotografiert, ich kenne einen Ehemann, der sowas kann. Vielleicht liest Henny hier mit.
 Die verschieden farbigen Sträucher und Bäume machen den Garten interssant, sie sind wechselweise über viele Meter gepflanzt.

 Wir konnten Pflanzen kaufen, neben dem Gemüsegarten gab es eine kleine Gärtnerei. Ich habe nichts mitgenommen, im Bus ist das nicht so prickelnd. Die armen Pflanzen.
 Mit ihrem Duft hat die Crambe den ganzen Bereich überlagert, in meiner Nase allerdings war es Gestank, mir wurde übel und ich suchte rasch das Weite.
 Selbst im Küchengarten darf man sich ausruhen.
 Auf dieser Bank habe ich lange verweilt, allerdings knallte die Sonne recht ordentlich, und ich hatte keine Sonnenbrille dabei.
 Auf dem Anwesen gibt es auch eine Kirche, ich gehe immer hinein, dazu sind die Kirchen ja da. Nach der Reise habe ich gesagt, dass ich einen normalen Urlaub in Licolnshire nicht verbringen würde, weil es sehr flach und touristisch wenig interessant ist. Mittlerweile habe ich darüber nachgedacht. Ich würde vermutlich keine Woche hier bleiben, aber auf einer Rundreise bieten sich auf alle Fälle ein paar Tage an. Und mir fiel ein, dass ich tatsächlich in sehr jungen Jahren schon einmal am Meer in Lincolnshire war. Komisch, dass ich das vergessen hatte. Jung war ich und hatte komplett andere Interessen. Vergessen habe ich allerdings nicht, dass am Strand die Esel liefen, ihre Haufen fallenließen und alte Damen in den Bingohallen spielten.