Dienstag, 31. Dezember 2013

Barnsdale III

Barnsdale Gardens, 38 Gärten genau, darum will ich heute wieder davon berichten. Immer noch bin ich fasziniert von der Fülle der Ideen, die dort gezeigt werden. Gärten auf kleinen Raum, für jeden ist etwas dabei!Stauden flächig gepflanzt geben ein ruhiges Bild, auch das muss man erst lernen.
In manchen Gärten findet man auch Wasser, in den Meisten nicht.

Für alle, die begeisterte Heimwerker sind, hier ein Beispiel, wie man Platten verlegen kann. Unkraut incluscive.
In diesem Areal habe ich mich lange aufgehalten. Zu schön ist es dort. Ich nehme an, es handelt sich hier um Geranium Psilostemon, es ist zu Hauf zu finden. Ganz oft haben wir während dieser Reise und auch während der letzten gefragt, um welche Geraniumsorte es sich hier und dort handele? Das wisse man nicht. Seltsam, und das in einem Land der Gärtner! Zum Glück konnten wir uns meist selbst behelfen, es waren genügend Wissende im Bus.
Wieder Wasser ...
Und hier nochmal das Geranium. Es fällt ja leicht um, also muss man es pflanzen, wo es gehalten wird.

... Wasser ...
Fingerhüte, auch bei uns wird es viele im kommenden Jahr geben. Ich habe das ganze Hochbeet voller Sämlinge, es war ein Unfall. Ich wollte zum Kompost, stieß aus Versehen mit der Pflanze ans Hochbeet und alles versamte sich dort.
Dieses moderne Gartenbeispiel gefiel mir sogar am Besten. es strahlt unglaublich viel Ruhe aus, ich habe es mehrfach umrundet und ganz viel fotografiert. Eine gute Anregung für die modernen neuen Häuser, wie ich finde.

Ist das nicht schön? Harmonie pur. Und ganz schlicht bepflanzt. Auch mit Wasser.
Brennholzvorrat, eher ein Gag. Das hätte ich in zwei Tagen locker verbrannt.

Und nun wünsche ich allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr, mit Knallerei und ohne, wie es jeder mag. Kommt gesund rüber. Für das neue Jahr wünsche ich Wetter, wie es der Garten braucht und vor allen Dingen für die Besitzer Gesundheit, und zwar viel!

Sigrun

Freitag, 27. Dezember 2013

Hallo, ich bin Cloudy

 Hallo, ich bin Cloudy, meine Stimmung ist heiter bis wolkig, manchmal weine ich auch. Dann regnet es. Ich habe zwei Zöpfe und einen Riesenmund. Meine Knopfaugen sind von Hand angemalt und die Beine mit Regentropfen benäht und bestickt. Ich bin ein Weihnachtsgeschenk und in den Wandfarben gehalten, damit ich gut zu meiner neuen Besitzerin passe. Mein Körper ist knuddelweich. Nur die Regentropfen aus Lackstoff pieksen.
 Im Kontrast zu Lotte, dem Acrylbild, komme ich besonders gut zur Geltung. Ich bin ziemlich groß.
Sowohl Lotte als auch Cloudy sind aus dem selben Stall (meiner Tochter).
 
Weihnachten war total trüb und very cloudy, heute jedoch, am Tag nach den Feiertagen, scheint die Sonne wunderbar. Es war so warm, dass die Taglilien ausgetrieben haben und das Sedum nachzieht. Vermutlich wird es bald sehr kalt, dann kann ich wieder gar nicht schnell genug mit dem Vlies durch den Garten rauschen und alles bedecken, was es nötig hat.
 
In diesem Sinne - der Himmel zieht sich grad zu. Golden scheint dahinter die Sonne. Es sieht nach Regen aus - Cloudy ist im Anmarsch.
 

Montag, 23. Dezember 2013

Ein frohes Fest!

 
Endlich ist auch bei mir die Weihnachtsstimmung angekommen, das Basteln mit drei Kindern hat dafür gesorgt! Die Fenster glitzern in Gold, Silber und anderen Farben, weil wir alle Sterne daran geklebt haben. Viele Päckchen haben mich erreicht, die Geschenke sind längst eingepackt und Stress hatte ich an Weihnachten noch nie.
 
Ich danke allen, die an mich gedacht haben und wünsche ein wunderschönes Weihnachtsfest!
 
Sigrun

Dienstag, 17. Dezember 2013

Mir ist nicht weihnachtlich!

 Mir ist nicht weihnachtlich, je älter ich werde. Es wundert mich aber nicht. Irgendwie ist der Sinn des Festes verloren gegangen, überall nur Konsum, viele wissen nichts mehr über die Weihnachtsgeschichte. Vielleicht wäre es anders, wenn hier Kinder im Haus wohnen würden. Stollen habe ich gebacken - und fast alle verschenkt an die, die keine backen (können, wollen).
 Und so sitze ich dann öfters mit Mann und Katze auf dem Sofa und wir gucken in alte Kinderweihnachtsbücher und finden die Geschichten, die wir früher vorgelesen bekamen und selber lasen. Dieser Tage packte ich meine Flöte aus und spielte all die Lieder, die ich früher an Weihnachten in einer Gruppe in Kirchen und anderswo gespielt habe. Werd ich jetzt alt? Nee, nee, ich fühl mich täglich jünger, weil ständig Kinder um mich sind (aber nicht im Haus, nur damit da keine Missverständnisse entstehen). Dieser Tage erklärte ich einer türkischen Familie den Sinn von Weihnachten, dafür erklärte man mir etwas, was ich noch nicht wußte. Austausch der Nationen, auch spannend. Lichter für den Advent haben wir gebastelt, bisher jedes Jahr. Der Schrank füllt sich, alte Einmachgläser werden mit Drachenpapier beklebt, ein Licht darin angezündet. Das machen die Kinder gern.
Und ich lese in dieser stillen Zeit, in der es nicht kalt und nicht warm ist. Ich lese viel. An meinem momentanen Buch, dass so gar nichts mit Weihnachten, aber mit meinem geliebten England zu tun hat, habe ich mich festgefressen. In der Schule haben sie die Weihnachtsgeschichte vorgeführt - mit Stabpuppen, ein Schattenspiel. Wenigstens da, kein Konsum, sondern der wahre Sinn.
 
Früher habe ich wie wild dekoriert an Weihnachten, im Keller liegt alles - gut verpackt. Ich brauche das momentan nicht und ich glaub, ich werds gar nicht mehr brauchen. Ein Licht soll hier brennen, mehr nicht.
Wenn ich aus dem Fenster schaue oder die Straßen runterfahre, krieg ich Zustände. Fast überall in den Fenster blinkt es in schrillen Farben, von den Schornsteinen baumeln Nikoläuse aus Plastikfolie, Rosenbogen sind verpackt in eisblaue Lichterketten, alles grauenvoll. Haben die Leute keinen Geschmack? Nur gegenüber - da leuchtet im Fenster ein Stern, so mag ich das gern. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung - und die steht mir zu.

Montag, 9. Dezember 2013

Boshis für alle - die Bommel macht's



 


 
 Herhalten mußte er, mein Held - zwischen Holzschleppen und Stapeln - zur Mützenanprobe (Boshi)  für eine Bekannte.

 
Dann durfte er auch noch bommeln, denn das ist bekanntlich sein Job beim Mützenmachen, dafür hab ich keine Nerven. Die erste ging in die Binsen, die Bommel war nicht richtig zusammengezurrt. Und sie war so schön.  Dick und fett wie Samt, wahrscheinlich zuuu dick. Wir haben eine Neue gemacht, da halt es dann geklappt.
 
Ich weiß nicht mehr, wie viele ich schon gemacht habe, viele möchten eine - andere wiederrum nicht, weil sie keine Mützen tragen.
 

 Einmal im Jahr - im Dezember - kaufe ich mir eine oder zwei neue Ausstechförmchen, manchmal kriege ich auch eines geschenkt. Es ist spannend, gibt es doch unglaublich viele, und jährlich Neue. Gebacken habe ich in diesem Jahr noch nicht. Keine Lust. Aber eine Passion ist das Förmchenkaufen trotzdem. Man kann auch den Tisch damit dekorieren oder sie an roten Bändern von der Decke baumeln lassen.
 
Das Adventsessen ist vorbei, und nein, ich mache keine Werbung für die Schokoladenfirma. Es ist nicht mein Teller, ich bevorzuge andere Marken.
 
Die Mützenproduktion geht weiter, einen Auftrag hab ich noch. Bis jetzt war es ja noch nicht so kalt. Ich setze erst eine auf, wenn es richtig friert.

 
 
In diesem Sinne - haltet eure Ohren warm!

Freitag, 6. Dezember 2013

Shopping in Bath

 Sollte man Geld zuviel haben - Bath ist immer eine Shoppingtour wert.  Ich weiß nicht, zum wievielten Male ich dort war - es ist immer wieder schön. Alles Sehenswerte haben wir bereits angeguckt, drum machen wir lediglich einen kurzen Shoppingtripp. Außer Handcreme ist nichts mitgegangen. Doch, Untersetzer für die Teetassen. Oft frage ich mich, wer das alles kauft. Es würde aber nicht dastehen, wenn es niemand kaufen würde.
 
 
 Immer wieder bin ich fasziniert davon, dass man Kochtöpfe und Kitchenaid in passenden Farben kaufen kann, überhaupt alles für die Küche. Und jährlich ändert sich die Modefarbe, so ist das beim Marketing.
 Hier ein Bild zum mundwässrigmachen für Gudrun, falls sie mal reinschaut.
 Siebe passend - einfach göttlich. Ein Grünes besitze ich auch.
 
 Gäbe es bei uns Küchengeschäfte dieser Art, wobei ich das englische Wort bewußt vermeide (wir haben eigene Wörter), wäre ich pleite.
 
 Noch immer wirkt das Thronjubliäum nach.
 Straßenmusikanten findet man viele, und sie sind gut.
 Ewig lächelnde winkende solarbetriebene Queen, aber teeeeuer, da war ich zu knauserig. Die Mitglieder des englischen Königshauses findet man als Teebeutel, man hängt einfach ihre ausgebreiteten Arme über die Tasse und gießt heißes Wasser zu. Ebenfalls zu teuer.
 
 
 Hat jemand schon mal eine Cornish Pasty gegessen? Ehemals wurde sie erfunden für die Arbeiter der Zinnminen. Gefüllt sind sie mit verschiedenen Sachen, u. a. Kartoffeln und gelben Erdrüben.
 Die Queen mal wieder winkend. So gemein finde ich es, dass man Charles immer wieder wegen seiner Ohren aufzieht. Er muss gute Nerven haben.
 Wir fanden eine Kunstausstellung, hier ein Bild von Rita Lazarro, es sagt alles aus, man muß es nicht erläutern. Ihr Werk (es war ein Zyklus) fand ich sehr beeindruckend.
Abschließend gucken wir noch mal bei Marcs & Spencer rein, kaufen NICHT die geniale zitronengelbe große Teigschüssel aus Ton, weil Mr. W. meint, wir hätten bereits zuuu viele. Na gut, dann gebe ich halt nach.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Anglesey - Insel der Druiden

 Wales hat mich schon immer fasziniert. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Sonnenverwöhnte wärmeliebende Urlauber werden hier nicht auf ihre Kosten kommen, auf Anglesey, der Insel Mona, ist es eigentlich immer kühl - zumindest wenn ich da bin. Mit dem Festland verbindet sie zwei Brücken. Es geht beschaulich zu, man hat einfach Zeit. Am Stand in der Kälte im Mai findet man immer wieder Surfer oder Familien, die im Sand spielen - man zieht sich einfach richtig an. Ganz nach meiner Devise: Es gibt kein schlechtes Wetter - nur falsche Kleidung!
 
 Strandnelken
 Eigentlich - und man glaubt es kaum, wollte ich während dieses Urlaubes einfach mal sehen, ob es diese Gärtnerei noch gibt, mit dem kleinen Restaurant, wo man den schönen Zitronensahnekuchen essen kann. Und wie groß war meine Freude, das Wiedererkennen - als wir es fanden, nach vielen Jahren, immer noch da. Und unglaublich, es gab die Zitronentorte und ich hab sie gegessen - danach war mir schlecht. Aber egal - zu viel Fett einfach. Und so besuchten wir dann doch für einen Tagesausflug die Insel - es hat sich mehr als gelohnt.
 Ich liebe die alten Kirchen und gehe fast immer rein, um ein paar Minuten allein zu sein.
 
 In dieser besuchte ich sogar die Toilette, es war unheimlich, dunkel und im Vorraum stand altes Gerät, auch Blumenvasen, Dekoration. Wenn jemand den Schlüssel umgedreht hätte - niemand hätte mich gefunden, zumindest so lange, bis Mr. W. nach mir gesucht hätte - was dauern kann. Ich ging nämlich schon einmal verloren auf einem Kirchengelände. Man wollte schließen und Mr. W. suchte mit dem Küster nach mir, der die Kirche abschließen wollte. Sie waren ratlos, fanden mich jedoch später auf dem Friedhof friedlich auf einer Bank sitzend.
 Die alten Gräber aus den vorangegangenen Jahrhunderten erzählen Geschichten in walisisch und englisch, fast immer erfährt man etwas über das Leben des Verstorbenen.
 Und als ich hier stand dachte ich, es muss schön sein, hier zu liegen - zwischen all den Bluebells unter dem Gras.
 
 Ganz gewiss, dass wir wiederkommen würden, verließen wir die Insel. Sie ist immer eine Reise wert, auch für eine Woche oder zwei. Von Holyhead aus kann man mit der Fähre nach Irland übersetzen.