Montag, 25. August 2014

Leben auf dem Land

 Ich gebs ganz ehrlich zu, als ehemaliges Stadtkind bin ich der Stadt doch noch immer sehr verbunden, wir wohnten in einem Vorort mit großem Garten. Trotzdem liebe ich mein Leben auf dem (hügeligen, nicht platten) Land, auch wenn ich manchmal mit wenigen Menschen nicht ganz konform gehe, was deren Sichtweise bestimmter Dinge betrifft. In der Stadt war man da etwas offener, aber viel eigentlich nicht.
Ich kann jetzt nicht behaupten, dass ich mich über die Schnecke besonders freute, trotzdem - sie wollte ein Shooting - sollte sie es also haben.
Ich genieße es, mein eigenes Gemüse, so vorhanden, zu verkochen. Das gibt einem ein erdiges Gefühl, nicht wahr? In meiner Kindheit mußte!! ich immer ernten, heute darf ich es. Das macht es um so schöner.

Als Lis mich besuchte, habe ich einen italienischen Eintopf gekocht, er hat noch gar keinen kühnen Namen - aber er war lecker, und er ist von mir erfunden worden.

5 Zwiebeln mit 1 kg gm. Hackfleisch anbraten, man kann auch Hühnerfleisch nehmen.

Rote Beete mit anbraten, gewürfelt.

Danach geschnittenen Mangold, nach Bedarf, zwei Zucchinis, 1 Paprika schnippeln dazugeben. Immer umrühren, es wässert dann leicht. Wasser kommt erst später dazu.

Salz, Pfeffer, ital. Gewürz, 20 cm Tomatenmark, 150 g frischen Bärlauch aus meiner Truhe, 3 Tl. Paprikamus, 3 Tl. Petersilienpesto vom Wochenmarkt, 2 Würfel Gemüsebrühe. Immer rühren. Später Wasser auffüllen, Tasse für Tasse. Viel braucht es ohnehin nicht.

500 g oder mehr gekochte Kartoffeln würfeln, zum Schluss dazugeben

Und ich darf euch verraten: Wenn noch vier Leute dazukommen, einfach Brühe und Wasser anfüllen und Kartoffeln reinschnippeln, so hat es die Oma doch früher auch gemacht!
Mein Brot back ich seit geraumer Zeit selber, nämlich seitdem wir keinen Weizen mehr essen. Ich backe mit Dinkel und Roggen, Körnern, Gewürzen - was mir so einfällt. Rezepte hab ich keine. Mein italienisches Tomatenbrot mache ich dank einer Inspiration aus York, GB, seit Jahren immer in Abwandlungen. Man nimmt 500 g Dinkelmehl, hell, 2 Tl Salz, 1 Tütchen Trockenhefe. Eingelegte italienische Trockentomaten schnippeln, hinzugeben, Olivenöl über der Schüssel kreisen lassen, 250 ml Wasser (oder mehr) gewärmt hinzugeben. Alles verkneten, zwei Stangen formen und 1 Stunde gehen lassen. Bei 200 Grad ca. 30 Minuten backen. (blogger macht heute was er will, ich kann nicht richtig formatieren bei den Rezepten).



Mein Besuch bei der Imkerin war das Highlight des Tages. Davon berichte ich ein anderes Mal. Denn: auf dem Weg zu ihr kam ich an einem Garten auf dem Land vorbei - und fand diese Motive. Einfach wie aus der Kindheit, Gemüse und Pflanzen, die Dahlien werden immer gelagert, jährlich neu eingegraben. So kenne ich das. Ich war nämlich als Kind öfter auf dem Land.
Niemand von uns würde es wagen, im Garten diese Kombi anzuwenden, doch hier passt sie wie das Salz zur Suppe, nicht wahr?

Ich hab lange dagestanden und mir alles angesehen, obwohl es gar nicht viel war. Die Ringelblumen gehören einfach aufs Land, ich mag sie.

Natürlich war ich auch wieder bei meinem Lieblingsstaudengärtner und hab meine Schulden beglichen. Bezüglich Tomaten gab er mir einen Rat. Viele meiner Gartenfreundinnen stöhnen derzeit über die Braunfäule an ihren Tomaten und reißen die Pflanzen raus. Mein Gärtner hat aus verkaufstechnischen Gründen viele sehr große Tomatenpflanzen da stehen (nicht das Bild oben), ich durfte ernten. Er spritzt sie mit Schachtelhalmsud, sie stehen da wie eine eins. Also - sammelt doch einfach Schachtelhalm, trocknen und im Frühling einen Sud kochen und immer wieder verspritzen. Es stärkt die Pflanzen - egal welche.

Kommentare:

  1. Also ich kann versichern dass der Eintopf und das Brot echt lecker waren. Es hätte aber auch ohne Zugabe von Wasser und Kartoffeln noch für ein paar Leute mehr gereicht, GG und ich sind eh keine großen Esser!
    Solche bunte Bauerngärten passen wirklich nur auf's Land, hin und wieder sieht man sie auch wenn man an einer Kleingartenanlage vorbeikommt. Bin diesbezüglich ein Stadtkind und mag es lieber Ton in Ton, gemischt mit ganz viel Grün in Form von Hostas! :-)

    LG Lis

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  2. Was da in deiner Pfanne brutzelt, sieht ja sehr lecker aus...und das Brot würde ich auch gern mal probieren...LG Lotta.

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  3. Hallo Sigrun. Ein leckeres Süppchen sieht sehr gut aus,auch das Brot dazu einfach lecker.
    Ich mag Bauerngärten herrlich die Rosen mit anderen Blümen gemischt.
    Schöne angenehme Woche und liebe GRÜße Jana

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  4. Das sieht ja wirklich lecker aus!!! Ich liebe Gemüse in jeglicher Form! Mein Jungs kann ich bisher davon leider noch nicht so recht überzeugen!
    Diese bunten Blumenmischung sehen toll aus! Ich finde Ringelblumen auch wundervoll! Allerdings hatte ich sie mal im Garten und zwar überall! Das war mir dann doch zu viel des Guten! Meine Lampionblume hat überlebt und trägt zum ersten Mal Früchte! Bisher hatte ich damit noch kein Glück! Ich hoffe nur, dass es Gerüchte sind, dass sich diese Pflanzen gut und gerne ziemlich ungehemmt ausbreiten!!!
    Viele Grüße von
    Margit

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  5. Liebe Sigrun
    Mmmhhh.... sieht das lecker aus. Danke für das tolle Rezept!
    Wow.... und das Brot - wie vom Bäcker! So fein!
    Wunderschön sind auch die Gartenbilder. Danke für's Zeigen.
    Eine glückliche Woche wünscht Dir Yvonne

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  6. Alleine wenn ich FÜNF Zwiebeln lese, wird mir das Gericht sau lecker schmecken ;o) Zwiebeln sind mein Lieblingsgemüse!
    Dein, für Lis erfundener Eintopf war bestimmt köstlich! Da hätte ich gerne mit gefuttert :o)
    So ein richtig bunter Bauerngarten hat was. Es ist echte Bodenständigkeit.
    Ich schicke dir liebe Grüße durch den scheußlichen Dauerregen, Elke

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  7. Dein Rezept klingt fast wie eine Minestrone....nur mit anderem Gemüse aus dem eigenen Garten und mit Kartoffeln, statt Nudeln. Sieht sehr lecker aus, vor allem mit frisch gebackenem Brot. Das werde ich bestimmt mal ausprobieren.
    Erstaunlich, dass Schachtelhalm so gut gegen die Braunfäule hilft. Er soll ja auch bei Mehltau wirken.
    LG Sigrun

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  8. Ein toller Post! Dein Eintopf sieht lecker aus und dieser gefundene Garten ist eine Augenweide, eben weil er nicht durchgestylt ist.
    Liebe Grüße,
    Markus

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  9. Das Eintopfrezept muss ich unbedingt nachkochen. Da kommen ja alle Gemüse rein, die ich auch gerade im Garten hab. Super!

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  10. Gerne habe ich mit dir virtuell den Garten der Imkerin besucht. Ein Garten der mir von der Art her sehr vertraut ist, da ich selbst auch ein Landkind war (und bleibe!). Deshalb liebe ich diese ländlichen Gärten mit ihrer vielfältigen Bepflanzung.Du hast es richtig gesagt, früher "musste man" (was auch immer es im Garten zu tun gab) , heute "darf man".....(hoffentlich noch recht lange) im Garten arbeiten.
    Liebe Grüsse von Barbara, die jetzt gleich ein frisches Brot aus dem Backofen nehmen kann :-) !

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