Freitag, 7. November 2014

St. Drostan's Church, Old Deer - im Norden von Aberdeenshire

Kirchen und Friedhöfe haben eine magische Anziehung - für mich. Sicher nicht für jeden. Hier findet man Geschichte, St. Drostan's haben wir nicht gesucht - der Platz hat uns gefunden. Wir waren auf der Suche nach Deer Abbey, die liegt mal grad um die Ecke. So fanden uns also diese Kirche. Zuerst bekamen wir das Tor nicht auf und wollten bedröppelt wieder abziehen, die wollten uns nicht haben, dachten wir.
 Doch, wie in so kleinen Ortschaften üblich, entgeht niemandem nichts, auch wir nicht. Und so klopfte eine alte Dame am Fenster und verriet uns, wie man das Tor öffnete.
 Die neue Kirche wurde 1788 erbaut, wir schlendern kurz über den Friedhof und fanden die Ruinen der alten Kirche, und genau hier begann die Faszination. Mr. W. hat sie noch vor mir entdeckt, wir gehen immer getrennt. In diesem engen Raum der ehemals kleinen Kirche, von der ich bisher nicht weiß, wie alt sie ist, findet man Zeugen vergangener Zeiten. Die Gegend dort oben ist sehr feucht, das Meer nicht weit, im Nordosten von Aberdeenshire in Schottland. Alles war mit Flechten besetzt, der Boden von Moos überwuchert. Ich hätte so gern mehr erfahren, doch konnte man kaum etwas lesen.



 In diesem kleinen Innenbereich konnte ich nicht an mich halten und scharrte mit den Füßen das Moos weg. Doch viel lesen konnte ich auch hier nicht, mir fehlt auch die Fachkenntnis.
 Totenköpfe überall
Hier wurde ich fündig und hoffe, es stimmt. Eine Seelenwaage, Erzengel Michael. Gute und schlechte Taten im Leben eines Menschen werden abgewogen. Bitte korrigiert mich, falls ich falsch liege oder jemand mehr weiß, als ich fand.

Kommentare:

  1. Ich liebe alte Friedhöfe...alte Kirchenruinen...alte Klöster...Wunderbar, deine Bilder! LG Lotta.

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  2. Wirklich ein sehr spannender Ort!!!! In unserer alten Kirche wurden bei Renovierungsarbeiten die Reste einer uralten Vorgängerkirche gefunden! Man hat den alten Ziegelfußboden freigelegt! Ich denke mir dann immer, wer da wohl schon alles gegangen ist und vor allem zu welcher Zeit!!!! Das ist lebendige Geschichte!!!!
    Viele Grüße von
    Margit

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  3. Ja, wenn Steine reden könnten! Doch so bleibt vieles im Dunkel der Vergangenheit verborgen und wir können nur rätseln was damals alles geschehen ist..........

    LG Lis

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  4. Liebe Sigrun
    Wunderschön und sehr interessant.
    Herzlichst grüsst Dich Yvonne

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  5. Seit den vielen Irland-Besuchen entwickelte ich dort ein Faible für die Friedhöfe ..... Deine Bilder, die Reise inspiriert!
    Herzliche Grüße von Heidrun

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  6. Sieht ja nach römischen Schriftzeichen und Ziffern aus. Vielleicht kannst du mit der Lupe etwas entziffern? Jahreszahlen? Sind dann aber vielleicht auch aus der "neueren" Zeit. Ich weiß nur, dass in Irland viele solche Kirchen und Klosterruinen aus den 15. und 16. Jahrhundert herumstehen. In noch älteren Anlagen sind die Gebäude meist kleiner. Totenköpfe hab ich dort nicht gesehen. Jedenfalls scheint die ganze Anlage sehr! gepflegt. In Irland sind die Freidhöf eum die Ruinen oft uneben, manchmal laufen Schafe rum und das Gras wird nicht dauernd geschnitten. Der Engel ohne Hals mit am Kopf anliegenden Flügeln kommt mir aber bekannt vor. Sowas in der Art hab ich schon öfter gesehen. Frag mich aber bitte nicht, wo ich da in meinem Wust an Irlandfotos zu suchen anfangen soll ;-(
    Die Symbolik ist jedenfalls eindeutig. Ich könnte mir vorstellen, dass sie auch immer wieder in Variationen aufgetreten ist, aber wissen tu ich es nicht. In einer Zeit, in der kaum jemand lesen konnte, musste man mit einer klaren Bildsprache arbeiten und die Botschaft ist sicher angekommen...

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  7. Oh, was für ein magischer Ort! Die Gedenktafeln stehen so windschief! Das moosige Grün zu dem grauen Stein ist einfach toll! Da kribbelt es bestimmt ganz doll im Magen, wenn man dort herum geht. Wie schön, daß die alte Dame so aufmerksam war. Der Ort wollte, daß Ihr ihn kennen lernt!!
    Einen lieben Gruß ins Wochenende schickt die Elke

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  8. Schöööööööööön. Ich liebe ja auch diese alten verfallenen Kirchen und Friedhöfe. Mein Mann muss dann manchmal ´ne Vollbremsung machen, wenn ich sowas entdecke. :)

    Liebe Grüße
    Margrit

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  9. Hallo Sigrun,
    ich freue mich immer, auf deine Seiten zu kommen. Du zeigst jedesmal so wunderschöne Fotos. Ich bin ganz begeistert.
    Die alten Friedhöfe sind in England auch immer mein Ziel. Ich gehe gerne dort spazieren und schau die uralten verfallenen Gräber an.
    Sonnige Wochenendgrüße,
    Christa

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  10. Such an interesting English post again. I don't like cemetries at all, except those of England, when we are there I always have a look around the old churches and cemetries, it is so much more natural than in our countries.

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  11. Solche alten Gemäuer haben etwas Geheimnisvolles an sich, manche Dinge sind schon verborgen und man möchte hinter das Geheimnis kommen. Das sind interessante Spaziergänge.
    Du, falls du Lust hast, mal bei mir zu schauen. Ich hab einen tollen Blog zum Brotbacken gefunden ( in der Blog-Favoriten-Leiste). plötzblog. Viel Spaß!
    LG Sigrun

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  12. Wow, das wäre ganz nach dem Geschmack meines Männes. Ich erinnere mich noch an den gruseligen Friedhof, den wir im letzten Jahr in Schottland besucht hatten. Da hätte ich echt nicht nachts vorbeigehen wollen *schmunzel*. Britische Friedhöfe finde ich total spannend und ich zieh dann immer von Grabstein zu Grabstein und versuche mir die Geschichten hinter den Inschriften vorzustellen. Hab einen gemütlichen Sonntag.
    En liebe Gruess
    Alex

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  13. So schön, genau meins;-)
    Ich habe schon immer eine Vorliebe für alte Kirchen und Friedhöfe, an denen schon deutlich der Zahn der Zeit genagt hat. Die mystische Stimmung, das Geheimnisvolle, Geschichtsträchtige, einfach faszinierend.
    Wir sind einmal in der Toskana ganz unvermittelt auf eine große halb verfallene, aufgegebene Kirche gestoßen, ich hätte am liebsten den ganzen Tag dort verbracht, geschaut, fotografiert, einfach nur dagesessen und auf den Ort "gehorcht".
    Ganz liebe Grüße, Margit

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