Mittwoch, 29. Januar 2014

Denmans

 Denmans, ein Garten ungewöhnlich für Großbritannien. Und so sieht es der Eigentümer selbst auch, siehe Website. Eigentlich wollte ich den Garten sehen, weil mir der Name John Brooks etwas sagte. Wir sind weit dafür gefahren, weit weg vom Cottage. Im Nachhinein sage ich, wir hätten es nicht gebraucht. Der Garten war nicht unserer, es hat ihm (für uns) etwas gefehlt. Die ungewöhnlichen Pflanzen für England habe ich bewundert, das hat mich interessiert, aber der Garten als solcher hat mich nicht begeistert. Es war September, die Verkaufspflanzen waren fast vertrocknet, sehr ungepflegt. Im Garten war es anders, ihm sah man die Pflege an - ständig trafen wir auf Gärtner.

 Auf dem Grundstück im Verkaufsbereich fand man viele große Bronzen, auch Tiere. Auch diesen Geschmack teile ich nicht. Ein Delfin im Garten?

 Kniphofia - die Fackellilie - bei mir würde sie nicht gedeihen, sie mag es gerne trocken.

 Die Farben der Sträucher hat mir gefallen.



 Mit exotischen Pflanzen haben wir ja gar nichts am Hut, hier fand man viele.
 Eine Weile habe ich mich gefragt, wer hier wohl seine Rucksäcke an Bäume hängt? Da muss jemand sehr vertrauensselig sein. Vermutlich ist nur ein frisches Hemd und ein Brot drin, denn sie gehörten den Gärtern.

Vielleicht gefällt euch ja der Garten? Mit einer Gartenbegeisterten sprach ich bereits, die sich hier sehr daheim fühlte.

Sonntag, 26. Januar 2014

Auf dem Kanal und ein Cookshop in Devizes

 Devizes - eine Marktstadt in Gloustershire.  Ich liebe Boote auf dem Kanal  und sehe sie mir gerne an.
 Ho ho ho und ne Buddel voll Rum - und Scheibengardinchen


 An diesem Tag war Wochenmarkt, er ging gerade zu Ende. Interessant zu sehen, was andererorts gekauft wird. Was mich immer wieder fasziniert, ist, dass die Fleischstücke hier anders geschnitten angeboten werden als bei uns.
 Die leeren Kisten sind bei Touristen sehr begehrt. Ich hab auch eine mitgenommen, aber nicht hier


 Kennt ihr das? Immerhin, probiert habe ich es

 Kommen wir nun zum Herzstück des Ganzen - dem Cookshop. Ihr kennt mich ja, ich kann an keinem vorbeigehen, habe aber nichts gekauft. Weil - wir brauchen nichts. Zumindest so lange, bis ich es brauche!! *kicher*
 Die Sachen der Designerin Sophie Conran lieben wir. In creme, nicht in rosa. Sie sind schlicht und passen überall dazu. Bei uns jedenfalls.


 Irgendwas muss der Mensch ja essen, auch unterwegs. Wir haben uns in einen kleinen Tearoom gesetzt. Mr. W. hat sich tapfer für ein Ploughmans entschieden, ich habs auch schon gegessen. Gepickelte Zwiebeln am hellichten Tag sind meines nicht. Es ist jedoch gesund, man sieht es richtig. Die Feldarbeiter haben es früher mit aufs Feld genommen. Und es sieht überall anders aus, eben nach Art des Hauses.
Mrs. Wonderful hingegen entschied sich diesmal für Creamtea, im Nachhinein hätte sie aber auch lieber Ploughmans gegessen, weil man nach mehreren Creamteas im Urlaub irgendwann keinen mehr sehen kann! Glaubt mir.

Donnerstag, 23. Januar 2014

Tritt die Queen ab? Gedanken bei einem Gang durch Sandy Lane


Kurz nach dem Wachwerden hab ich es gelesen. In England wird wieder gewettet. Tritt die Queen ab? Noch kürzlich beschäftigte mich dieser Gedanke, als ich durch Windsor ging. Und überhaupt denke ich in jedem Ort daran, wie lange die Queen wohl noch arbeiten wird. Da sie sehr pflichtbewußt ist, rechnete ich eigentlich damit, dass sie bis zum Ende durchhält. Kürzlich noch hörte ich im Fernsehen einen Adelsexperten sagen, dass dies wohl so sein wird. Und dass noch nie jemand in der Thronfolge übersprungen wurde, dass also Charles das Regime übernehmen wird. Und nun wird auf Wills gewettet? Da darf man ja gespannt sein. Übrigens sind wir heute in Sandy Lane, dort waren wir im letzten Jahr im Blog schon mal, ihr erinnert euch? Damals war es Herbst, und es regnete. Hier war es Mai, und die Sonne schien und schien. Und wieder kam ich mir viel zu neugierig vor, wenn ich es wagte, mal über eine Hecke zu schauen. Meist gelang es mir sowieso nicht. Diese Hecken sind ja nicht ohne Grund da.
Hecken schützen vor Rehen (wie in meinem Fall) oder neugierigen Blicken. Wie viele Touristen da wohl täglich drübergucken wollen?

 Was könnte man sich hier betätigen! Wohnen? Nein, viel zu zugig. Einfache alte Fenster, feucht von unten, hab ich selbst oft erlebt, als wir drin wohnten, in einem alten romantischen Haus. Die Briten sind da meist auch ganz ehrlich und geben es zu. Meist.
 Ich mußte gerade heute morgen auch dran denken, wie meine Enkelin, 8 Jahre, das Essen verweigerte, weil Kindernahrung viel zu süß ist. Ambrosia, ein Reis in der Dose, pappesüß, wie Kunststoff. Oder ein Kindersaft in der Flasche, ich konnte ihn schon nicht riechen. Britische Kinder stehen wohl drauf, sonst würde er nicht hergestellt werden. Ich bin ohnehin dafür, meinen Reisbrei selber zu kochen, so viel Zeit muss sein!

 Ist das nicht herrlich. Bleiben wir aber doch bei der Queen. Ich bin der Ansicht, dass sie bald abdanken wird und Charles als König antritt. Das hat er sich auch verdient. Ob es allerdings sein Traumjob wird, weiß ich nicht. Denn dann blieben viele seiner sonstigen Aktivitäten auf der Strecke.

Dieses Buch über die Briten möchte ich euch wärmstens ans Herz legen. Ich habe oft schallend gelacht, weil ich dort fand, was wir selber oft erlebt haben. Und ich wage es auch es hier zu zeigen, weil ich denke, dass meine britischen LeserInnen es mir nicht übel nehmen werden, denn es gibt dort auch Bücher über die Spleens der Deutschen! Und zwar reichlich.

Also, was meint ihr: Charles oder Wills?

Dienstag, 21. Januar 2014

Wales - Betws-y-Coed

 Croeso y cymru - willkommen in Wales! Wir sind heute in Betws-y-Coed. In Wales gehen die Uhren noch anders, und man versteht die Leute nicht! Es sei denn, sie sprechen Englisch.
 Da ich nicht wandern kann, wandern wir halt immer mit dem Auto - und steigen mal aus. Die meisten Urlauber hier haben einen Rucksack auf, wobei ich da nicht sonders auffalle, ich habe auch einen. Keinen ledernen Mädchenrucksack in klein, für Schminke und Geld, nein. Einen normalen, da passt alles rein.
 Mr. W. in passender Kleidung zur Umwelt! Er regt sich ständig drüber auf, dass man die Jacke so oft sieht. Kürzlich trafen wir eine Frau, die grinste ihn an und meinte: Nice coat! Sie trug die gleiche Jacke.
Ich liebe die grauen Häuser, sie fügen sich so gut in die Landschaft ein

 Sportgeschäfte machen hier gutes Geld, die Urlauber brauchen doch Vieles, an das sie zuvor nicht gedacht haben. Zelt gefällig?



 Softeis darf nicht fehlen, das gibt es überall in England. Eisdielen, wie wir sie kennen, gibt es nur ganz wenige in den großen Städten.
 Deko fürs Haus - an einem ungewöhnlichen Ort - mitten in den Bergen!



 Typisch britische Impression, ein roter Briefkasten.
Und für große Jungs darf die Eisenbahn auch nicht fehlen, wenn man Mr. W. sucht, findet man ihn meist dort. Eine Fahrt scheiterte bisher am schlechten Wetter. Wenn wir nichts sehen, brauchen wir auch nicht auf einen Berg fahren. Bis bald!