Dienstag, 29. April 2014

Ich steh im Regen - und bin glücklich!

 Endlich - es hat geregnet am Sonntag, ich kann wieder besser atmen, der Garten auch. Unglaublich, was sich da über Nacht auf den Montag getan hat, sogar die Töpfe an der Wand, die nicht im Regen stehen, sind gewachsen, weil es nicht mehr so warm und die Luft feucht war. Die Beete sind wieder mal zu voll, wie in jedem Jahr.
Ich kann im Regen stehen und mich freuen, und dann geh ich rein und föhne mir die Haare trocken.
Kurz entschlossen besuchten wir Freunde - auch dort war es feucht - und wunderschön! Von diesem Garten, dem Garten meiner Freundin, soll dieser Bericht handeln. Oben seht ihr einen Teppich aus  Euphorbia cyparissias 'Fens Ruby' - Purpur-Zypressen-Wolfsmilch, die in manchen Gärten zur Last, in manchen Gärten zur Schönheit wird. Denn sie läuft, hier erwünscht.
 Sie hatte mir nicht gesagt, dass die Clematis Montana blüht, ich wußte nicht mal mehr, dass dort eine wächst. Einfach, weil ich mich nicht für die Clematen interessiere,weil sie hier nicht wachsen wollen bzw. die Örtlichkeit dafür fehlt. Ist sie nicht wunderbar? Dieses Prachstück muss man doch einfach lieben. Der Gärtnerin Gesicht strahlte vor Stolz, als sie die Haustür öffnete.

 Aus der Nähe betrachtet ist sie fast noch schöner, Blüte für Blüte ein Meisterwerk der Natur!

 Natürlich ist mein Hauptthema, egal wohin ich gehe, die Hosta. Und so fotografierte ich dort eifrig und brachte ihr auch gleich ein paar mit.
 Ist das nicht einfach ein tolles Beet mit der Euphorbie? Ich hab sie auch, aber sie vegetiert so am Beetrand dahin, mehr Platz kann ich ihr nicht bieten - leider.
 Ihr erinnert euch vielleicht an diese Stelle? Letztes Jahr - das Gärtnerinnentreffen? *klick*
Das war auch in diesem Garten. Wie verschieden die Gärten doch sind, und wie verschieden in den einzelnen Jahreszeiten. Im Gewächshaus stehen bereits schöne Tomatenpflanzen, die sicher bald loslegen werden.

 Als ich diesen Flieder sah, dachte ich nur: Wie edel! Und dachte weiter: Bei passender Gelegenheit will ich auch so einen. Gier ist mein Name.
Vor dem Hauseingang links die Montana und rechts dieses Gesamtkunstwerk, Masse macht doch einfach mehr her als das einzelne Geklecker, oder? Dier Thymian rechts zeigt es einfach.
Gefüllt mir zuuu viel gutem Essen verließen wir am späten Nachmittag die Besitzer und den Garten. Die weite Fahrt in den Taunus hat sich gelohnt.

Samstag, 26. April 2014

Mit dem Gartengerät auf *du* und *du* 2

 Der Pflanzenmarkt ist vorrüber, es war schön, sich mit anderen zu unterhalten, obwohl ich die Einzige Hostaanbieterin war. In drei Stunden war alles vorbei, so ist das in einem kleinen Ort. Wie ich erwartet habe, durfte ich viele Minihostas wieder mit nach Hause nehmen, weil man das hier nicht kennt.

Links seht ihr die Hosta Crispula, eine alte Sorte, sie ist noch nicht voll aufgeblättert.
 Und da wär es also, mein Gartengerät - mein allerliebstes. Es ist ein Unkrautjäter, ich glaube, gekauft hab ich ihn bei Richard Ward. Er hat nur gutes Gerät. Damit kann man prima arbeiten. Man fährt mit der scharfen Spitze in den Boden und kappt das Unkraut quasi sehr effektiv. Ich lasse es immer gleich zwecks Flächenkompostierung am Boden liegen. Wenn man es anders hält, kann man den Boden herrlich damit lockern.




Brunnera Betty Bovering blüht weiß

POLEMONIUM yezoense 'Purple Rain Strain' blüht genau so (nicht gefärbt) mit dunklem Laub, ein Hingucker! Bitte klicken.





Geranium Phaeum album, samt sich wundervoll aus, es hat eine ganz klare edle Blüte



In der neuen Schattenecke öffnet sich gerade die Hosta Dreamqueen hinter einem Helleborus orientalis, der von alleine erschienen ist.
Dafür erledigt mir die Wühlmaus an anderer Stelle gerade meine Neuanpflanzungen.





Syringa Chinensis



Dieses Symphytum ist wieder in die Art zurückgeschlagen, die gelbgerandete Blattfärbung ist weg. Es wuchert munter vor sich hin und muss gelegentlich abgestochen werden.
Da man sich um Beinwell absolut nicht kümmern muss, ist dies eine unbedingte Musspflanze in einem pflegeleichten Garten.



Geranium maculatum 'Spring Purple', sitzt seit Neuestem genau da, wo die Maus gräbt. Ich hoffe, es wird verschont.




Brunnera 'Jack Forst'
Die beste von allen Brunneras, wie ich finde. Samt sich willig aus, dadurch entstehen neue Blattfarben.
Hingegen die Brunner 'Looking Glas' ist nun zum zweiten Mal verschwunden, sie ist nicht stabil.




Geranium  maculatum 'Chatto' mag es gerne etwas feucht bzw. frisch, sonst hängt es gleich. Mittlerweile blühen alle Maculaten und Phaeum im Garten.




Hosta China Girl bekam ich im letzten Jahr vom Gärtner, jetzt hat sie schon drei Hörner, ist noch nicht ganz offen - sie hat rote Stiele.



Hosta longissima kam vom Topf ins Beet, nun sieht man richtig, wie sie aufatmet und sich ausbreitet. Manche Hostas mögen es nicht im Topf, besonders die läufigen.

Seit Kurzem besuche ich einen blog, der mir sehr gut gefällt. Alles ist so natürlich dort - und mit viel Liebe.

Vielleicht schaut ihr ja mal?

Donnerstag, 24. April 2014

Gedanken


Phlox amanea (procumbens) Variegata



Kampfsport im Discounter

Ich habe  Ostereier gefärbt, die Farben waren vom Discounter. Metalliceier sind sooo schön, da dachte ich, hol gleich noch mal Farbe, vielleicht gibt es die im nächsten Jahr nicht. Ich war Punkt acht Uhr dort, wollte wirklich nur Farbe und ein paar Lebensmittel. Das mach ich in meinem ganzen Leben nicht mehr! Heute ist doch nicht Donnerstag, dachte ich, aber sie haben wegen des Feiertages die Angebote vorverlegt.

Wenn ihr mal sehen wollt, wozu Menschen fähig sind, geht einfach an den Angebotstagen um acht Uhr zum Discounter. Ich hab zuerst überhaupt nicht kapiert, warum sich im Mittelgang die Menschen ballten! Ich gehe nämlich nie nach Angebotszetteln einkaufen. Ich wurde schon angeschubst, als ich nur vorbei wollte – nie wäre mir in den Sinn gekommen, mich in den Kampf zu werfen, denn das war es. Frauen mittleren Alters vorrangig kämpften um den besten Platz bei den Kindersachen, gaben sie nach hinten weiter an die Töchter. Da wurde nicht sorgsam ausgewählt, da wurde nach hinten en gross weitergereicht, danach verzogen sie sich an andere Tische, um die Beute zu sichten. Rücksicht gab es da nicht, und zurückgeräumt wurde auch nicht. Ich war zwanzig Minuten in dem Laden und hab zugeschaut, unglaublich, was ich sah. Eine ältere Frau kämpfte mitsamt Ehemann im Gewühl mit, fuhr ihn dann an: Schorsch, schnell an die Kass, da iss es noch leer!
Als ich sie später an der Kasse wiederfand, drängelte sie nicht mehr – da hatte sie ihre liebe Last, die Scheine aus dem Portomonaie zu bekommen.

Unfreundlich wurde ich von einer Frau am Spargel angeranzt, weil ich mir erlaubte, genau hinzuschauen. Zuvor allerdings kämpfte sie mitten im Gewühl. Man kennt seine Pappenheimer in dieser kleinen Stadt.

Ich könnte noch ewig weitererzählen, nur spann ich den Faden im Auto weiter. Dies war nur eine kleine Episode im Discounter, man kennt es aus dem Fernsehen vom Schlussverkauf. Und es waren nicht die viel verschrieenen AusländerInnen, das waren ausschließlich deutsche MitbürgerInnen.

Was wird erst sein, wenn hier wirklich mal Not herrscht, schlagen sich die Menschen dann tot? Dann gilt das Recht des Stärkeren - wie man es eben im Fernsehen in Katastrophengebieten bei Plünderungen immer so sieht. Ich bin mal wieder sehr nachdenklich. Für sechs Wochen sollte man ja Wasser im Keller haben, jedenfalls bildet man sich ein, dass es im Ernstfall was bringt. Wir haben das Wasser – aber nach diesem Erlebnis geh ich jetzt bald mal einkaufen: Nudeln, Reis, Dosen etc. 


 Ein Sämling von Geranium Katherin Adele, er ist viel größer als die Mutterpflanze. Mindestens 70 cm hoch steht er stramm im Beet. Mag sein, dass ihm das neue Beet mit lockerer Erde gut gefällt. Es waren im letzten Jahr nicht mehr als drei Blättchen, als ich ihn setzte
Hier geht mein Dank nach Rheinhessen, mit einer Lieferung Maiglöckchen fielen zwei Salomonssiegel bei mir ein (Polygonatum). Sie sollen ja sehr raumgreifend sein. Wehe, dann fliegen sie gleich wieder raus. Sind sie nicht schön?

Montag, 21. April 2014

Weiterhin trocken - die Wühlmaus stört das nicht

 Die Fuchsien wurden heute ins Freie entlassen, natürlich hab ich ein Auge auf sie, Frost ist nicht angesagt und an der Hauswand sind sie geschützt. Sollte es frieren, trag ich die drei (mehr sind es nicht) unters Dach! Im Gartenmarkt hab ich Rosentöpfe für sie gefunden, sie haben nicht diesen breiten Rand.
 Trotz Trockenheit geben sich die Pflanzen alle Mühe, aber von gestern auf heute sind einige einfach eingeknickt, wir hatten solchen Wind, dass sie das letzte Wasser im Boden verloren haben. Heute Abend ist noch eine Gießrunde angesagt. Die gelbe Aurikel strahlt wie eine Sonne, sie ist vom Pflanzenmarkt in Oppenheim .

Da der chinesische Flieder so komische Zweige hat in diesem Jahr, hab ich ihm ein paar abgenommen und in die Vase gestellt - da sehen sie auch irgendwie komisch aus. Oder liegt das an der Vase?

Auch aus Oppenheim: Hosta Raspberry Sundae (1 Hörnchen)
Clothilde, die Wühlmaus und meine ausgewiesene Erzfeindin (samt ihrer Familie) hat mal wieder gegraben. Meine schöne Kolkwitze im Hintergrund ist unten völlig verkahlt. Wir überlegen, ob wir sie ausgraben sollen. Mr. W. hat den ganzen Boden aufgegraben, überall Löcher, und zusätzlich der verrottende Stumpf einer Tanne. Na denn - geben wir ihr noch eine Chance, die Erde haben wir ein wenig ausgetauscht.


Ich will es ja nicht besprechen (nur mal nachdenken), aber Clothilde und ihre Brut haben noch nie eine Hosta oder einen Helleborus angerührt- sie kauen lieber an den Sträuchern und fünf Spalieräpfel haben sie mir auch schon umgelegt. Ein Garten im Wandel eben ...

Saxifraga Sap. Cloth of Gold
 Für das nächste Wochenende warten wir auf schönes Wetter, wir möchten unsere Hostatöpfe verkaufen, es war viel Arbeit. Wäre schade, wenn es regnen würde



Schöne Augen machen sie, die Aurikel! Sehr gut fotografieren lassen sie sich nicht - es sieht so künstlich aus.




Und zu guter Letzt - auf der Terrasse blühen mit den Trockengewächsen nun die Nelken in der Schale.

Euch wünsch ich einen angenehmen Start in die neue Woche - sie ist ja nicht so lang.

Freitag, 18. April 2014

Neues von der Scholle 2 - Eier und Hagel

 Ostern naht - die Eier sind gefärbt. Mit *meinem* Kind war ich lange tätig, jeder will welche haben, keiner außer mir färbt sie. Im Garten geht es voran, die Hostas wachsen, einige scheuen sich noch, ihre Hörnchen zu öffnen, ihnen ist kalt. Natürlich kommt es auch auf den Standort an. Syringa chinensis hat seine Blüten in diesem Jahr seltsamerweise fast nur oben an langen blattlosen Stängeln, das sieht etwas seltsam aus. Weiß jemand, warum das so ist?
Der rote Ahorn ist jetzt fast vollständig aufgeblättert.
 Diese Tulpen z. B. mag ich, sie kommen seit Jahren immer mal wieder.
 Diese Woche fragte mich eine Gärtnerin, ob ich denn die Stängel all meiner Helleboren stehen lasse? Da wurde ich nachdenklich. Nochmal so viele Sämlinge wie in diesem Jahr will ich nicht haben, und so wurden es denn zahlreiche Eimer, die gen Tonne wanderten. Auf dem Kompost ist mir das zu gefährlich, man muss sich die Arbeit ja nicht noch schaffen.
Es hat eben gehagelt, immer mal wieder, wirklich Aprilwetter. Darf ich vorstellen? Meine Neuerwerbung Hosta Electrocution, sie wird nicht groß, damit bin ich einverstanden. Sie sieht elegant aus.  

Eier in Reihe - kurz und schmerzlos. Ich bin kein besonderer Dekorierer, und erst recht nicht für den blog. Manchmal überkommt es mich, dann dekoriere ich - heute nicht. Ich weiß jetzt, warum mir in den letzten Jahren die Ranunkeln immer eingegangen sind - sie waren zu nass. Seit meine liebe Nachbarin während des Urlaubes moderat gegossen hat, gedeihen sie, wie ihr seht. Euch allen wünsche ich frohe Ostern - ich wünsche euch schönes Wetter, es soll ganz angenehm werden, zumindest bei uns - und nicht regnen. Mich wird man vermutlich außer am Sonntag nur im Beet finden - Tiefenentspannung pur!
  

Mittwoch, 16. April 2014

Früh am Morgen






 Die Sonne scheint bei null Grad - trotzdem war ich kurz draußen. Die letzten Tage waren vom Garten geprägt, ich hatte einige Gärtnerinnen hier, die - nacheinander - im Garten gruben.
Ein großes Beet wird komplett geräumt, und ich bin froh, dass meine Pflanzen in gute Hände kommen. Es wäre nur schwer zu ertragen, landeten sie im Kompost.






 Am Sonntag waren wir in Oppenheim auf dem Gartenmarkt der Rheinhessischen Gartenführerinnen, zum ersten Mal. Es war wunderbar, wir haben ein paar Pflanzen gekauft, u. A. dieses Basilikum, dass jetzt im Zimmer auf warme Temperaturen draußen wartet. Es duftet in der Sonne, ohne dass man es berühren muss.


Aus dem Land of Hope and Glory haben wir uns div. Fuchsien mitgebracht, die ebenfalls sehr frostempfindlich sind und nun am Fenster drinnen darauf warten, in die Freiheit entlassen zu werden.



Im letzten Jahr hatte ich mich bei einem namhaften Tulpenverkäufer (in Gartenmärkten) beklagt, weil wieder die falschen Tulpen in der Tüte waren. Ich bekam Ersatz, und siehe da, sie sind orange, wieder falsch. Jetzt bin ich ehrlich beleidigt und werde bei diesem Anbieter nichts mehr kaufen, er merkt das vermutlich nicht, aber ich mache es. Blogger mag mich heute nicht, ich kann unten nichts schreiben. Die Hostas entfalten sich mächtig, unten *So Sweet*, absolut sonnenfest und von mir hundert Mal erwähnt.
Nun wende ich mich wieder einen *Tässchen* zu, da ich gleich außer Haus muss.

Frohes Schaffen!