Samstag, 31. Mai 2014

Ausflug zum Meer - Cleveden

Clevedon - North Somerset, ein Ausflug zum Meer. Eigentlich wollten wir ja nur Clevedon Court besichtigen, doch dann fanden wir das Wasser, und ohne das geht es bei mir nie. Ich muss nicht rein, aber draufschauen - immer. Weite, Ferne, Sehnsucht.
 Eine Tasse Kaffe am Meer, zuschauen, wie Kinder ihr Entertainment genießen. Ponys, Hüpfburg und schöne Autos - wo waren die Fahrer? Sicher im angrenzenden Hotel. Ich liebe es, zu sehen, wie manche Briten ihre Autos spazierenfahren, oft begegnen sie uns auch auf der Fähre.

 Ist das nicht göttlich? Alles mit Stoff bezogen.

 Clevedon Court ist ein Besuch wert, es gehört dem National Trust. Wir sind dort Mitglied und zahlen einen jährlichen Beitrag.
 Verwunschen liegt es im Tal. Dahinter eine Fuchsienhecke am Hang. Einen Tempel gab es ebenfalls, wohl eher ein Sommerhaus am Hügel? Damals wurden gerade Bauarbeiten durchgeführt. Wir haben das Haus besichtigt, die Führerin nahm sich wichtiger als die Besitzer damals wohl selbst.
Köstlich, was? Der Besitzer fährt sein Stofftier spazieren - irgendwie erinnert mich das an mich, ich bin auch gern verrückt.
Wenn ich mir das Bild mit dem Boot ansehe, denke ich nur an Entspannung. Es war ein schöner Tag - ich könnte sofort losfahren ... aber - meinen Garten lass ich jetzt nicht allein.

Donnerstag, 29. Mai 2014

Mädelstreffen

     Noch kein Jahr ist um - 9 Monate erst und schon wieder glucken sie zusammen!
Unser alljährliches Gärtnertreffen hat stattgefunden. Bitte anklicken.
Wir haben alle einen Hang, das hatte ich schon berichtet.

Am Nachmittag konnte man am Besten fotografieren, trotzdem kann man sich das Licht nicht aussuchen und muss die Bilder nehmen, wie sie sind. Viel Spaß hatten wir, geschnattert und gelacht. Und in Erinnerungen geschwelgt. Nochmal gekichert.
Viel Gutes gab es zu essen und zu trinken. Der Kater begleitete uns rund um die Uhr.
Jedes Jahr treffen wir uns in einem anderen Garten, manchmal auch zum zweiten Mal.
Es ist unglaublich spannend, wie verschieden unsere Gärten sind - so verschieden wie wir selbst. Ein wohlmeinender Gartenfreund hatte für uns Pflanzgefäße hinterlassen, die wir uns gierig teilten. Bis auf wenige Exemplare ging alles weg.
Ein lauschiges Eckchen, aber keiner von uns war gewillt, sich niederzulassen, sonst wäre er ja alleine gewesen. Meist saßen wir alle zusammen auf dem Sonnendeck und gackerten, sogar die Männer, die zwei, die dabeiwaren (Undergardener).
Das sind wir, die Gardengirls, noch schöner als im letzten Jahr!
Bis zum nächsten Mal - irgendwo in Deutschland!

Montag, 26. Mai 2014

Bunter Montag

 Montag nach einem ereignisreichen Wochenende, davon berichte ich in meinem nächsten Beitrag. Ein Montag, der gleich mit Regen beginnt - er ist auch nötig. Wie schön, dass es die Bilder der letzten Tage gibt! Im ganzen hinteren Garten duftet es nach der Kletterhortensie, ein betörender Duft!
Einen weißen Fingerhut haben wir - jedoch sind die Nachkommen natürlich nicht weiß, sondern meist rosa.
 Tanacetum coccineum *Robins Rot* ist der Eyecatcher im Beet vorne, schwer zu fotografieren, das Rot entspricht nicht ganz der Wirklichkeit. Der Name wollte mir nicht einfallen, hier wurde mir geholfen!

 An der roten Bank: Selbstaussaat von Geranium. Bald müssen sie zurückgeschnitten werden, sie fallen jetzt um,weil sie sehr hoch sind. Andere hingegen blühen gerade erst auf, es kommt immer auf die Lage an.
 Neu vom Staudengärtner: Ein weißes Geranium. Da zweifle ich mal wieder am Ego der Namensgeber. Denn genau das Gleiche habe ich unter anderem Namen hinten im Beet. Neuer Name - neue Pflanze?

Eine haselnussduftige Pelargonie hab ich mir gekauft - sie duftet überhaupt nicht danach. Wieder ein Fake, einfach ein Name - und schon wird es gekauft. Schade, dass die Gärtner das nötig haben! Trotzdem - ihre leuchtend orangeroten Blüten sind ein Hingucker! Meine Rose? Belle sans Flatterie!
Und die Tonkugel? Von Raffaela *klick*.

@ Alex: Leider kann ich kein Foto vom Fluss des Geranium zeigen, weil ich sonst das Haus zeigen müßte, und DAS ist Top Sigrid! ;))

Und alle anderen: Der neue Platz wird gezeigt, sobald sich das Gras etwas erholt hat - ich hatte es versaut mit dem Vertikutierer, den Rest gaben ihm die Gärtner!

Ich wünsche eine schöne Woche, es wird nicht zu warm.

Freitag, 23. Mai 2014

Gang durch den Hang

 Durch den Hang bin ich mit euch noch niemals gegangen. Als wir das Haus übernahmen, standen dort die Pflanzen der 70iger, Kiefern, Thujas, lauter übles Zeug. Der Hang ist der Bauaushub des Hauses. Nie habe ich verstanden, wie man ein Haus bauen und nicht mal den Aushub wegfahren lassen kann. So teuer ist das nicht. Ich hab den Hang selbst noch nie betreten, er ist sehr steil. Mr. Wonderful als Bergziege allerdings kann das. Der Hang vor dem Haus ist sein Projekt, da mische ich mich selten ein. So selten, dass ich mich jahrelang wunderte, dass die Spirea (kleine Kugel rechts im Bild mit weißen Blüten) nie wächst. Dies führte ich auf die Trockenheit zurück. Bis ich letzte Woche begriff: Er schneidet sie. O.k., sein Hang.
 Den Weg gab es bis vor fünf Jahren noch nicht. Auch die Bepflanzung hat sich sehr geändert. Wo früher Thujakugeln wuchsen, haben wir Blühsträucher gesetzt, und ganz viel Geranium macrorrhizum. Wir hatten nicht die Möglichkeit, viel zu verändern, der Hang besteht aus nacktem Lehm. Nach und nach füllt Mr. W. Blumenerde in die Lücken. Das Geranium hält dem Hang, der immer in Vollsonne steht, stand. Wenn es auch im Sommer ein wenig verbrennt, es läßt sich leicht vermehren. Er hat es wie einen Fluss gepflanzt, der durch den Hang nach unten fließt. In diesem Jahr stehen dort viele Akeleien und Fingerhüte, die sich ausgesamt haben, sie sind willkommen. Überall wächst Gras, vom Nachbarunkrautgrundstück zugeflogen. Es ist kaum zu beherrschen.
Ich sage immer: Wenn du die Zeit für den Hang im Garten investieren könntest, wäre das prima.
 Stolz sind wir auf unsere Eiben. Sie waren an dieser Stelle schon vor uns da. Wegen Privatsphäre zeige ich nichts vom Haus, darum könnt ihr den Hang nur teilweise sehen. Das Haus sieht man sowieso kaum, die Eibenhecke macht das nicht möglich. Den Blick von dort nach unten über die Berge kennt ihr. Eine Freundin sagte mal: Du und deine Burg! Die Hecke hält Blicke fern.
 Wild sind auch die Hasenglöckchen, deren Laub man jetzt im Vordergrund sieht. Immer Sommer haben es die Pflanzen noch schwerer, gießen hat wenig Sinn. Sie müssen damit leben, dass die Sonne knallt. Am Rand nach unten wächst Efeu, das sieht man hier nicht. Aus alten Zeiten steht rechts noch ein Pfitzerwachholder, sonst würde uns Nachbars Kraut total zudecken. Seine Zweige nehme ich dankbar für die Winterabdeckung.
Geht man den Weg weiter, den Mr. W. in Eigenregie während meiner Abwesenheit gegraben hat, kommt man zum vorderen Gartenteil, dem Sitzplatz. Ihn liebe ich sehr, weil man mich nicht sehen kann, wenn ich mich dort aufhalte. Die Kinder lieben den Weg auch, sie fragen immer, ob sie mal durchdürfen. Ohne Erlaubnis nicht, denn es ist gefährlich am Hang für kleine Kinder. Dort gibt es Walderdbeeren, die sie pflücken dürfen.

Dienstag, 20. Mai 2014

Ein Schwein steigt in die Gartenarbeit ein

Moin, ich bin Karla, das Hausschwein.  Bitte wörtlich nehmen, ich lebe meist im Haus. Viele von euch kennen mich bereits. Durch die Pubertät bin ich durch, die Chefin meint, es wäre an der Zeit, im Garten mitzuarbeiten. Keine Arbeit - kein Essen. So lautet die Devise, für alle!
     Wie ihr unschwer erkennen könnt, liebt die Chefin alles was grün ist. Kürzlich sagte ein Kind zu ihr: Du kaufst alles was grün ist, auch für drinnen. Sie hat auch einen Undergardener, den nennt sie Mr. Wonderful. Sie sind alle lieb zu mir, aber wühlen darf ich nicht.
 Die Mäuse können sich hier alles erlauben, das ist sowas von öd. Und die Katze sitzt nur fett rum, pöbelt mich an, anstatt Mäuse zu fangen. Jeder hat hier mehr Rechte als ich.
 Kürzlich hat die Chefin mich gezwungen, nach dem Vergießen von Nemathoden gegen die Dickmaulrüssler im Garten den Schlauch zu schwingen, weil alles feucht gehalten werden muss. Übrigens, die Geschenke der Chefin sind meist auch grün, oder aus Zink.
 Das da ist ein besonderes Wutz (ihr seht, sie nennt nicht nur mich so) mit gerollten Blättern. Das ist ein Geschenk für jemanden.
Wenn die Chefin die Augen aufmacht, rennt sie in den Garten. Eigentlich kann man froh sein, dass sie uns noch ein Essen kocht! Sie hat wieder drei neue Geum gekauft, und sie weiß nicht mal, wohin sie sie setzen soll - stellt euch das mal vor. 
 Früh im Morgengrauen, wie ihr hier sehen könnt, rennt sie schon im Nebel draußen rum, um alles zu fotografieren. Zum Glück hat sie mich schlafen lassen, aber seit Neuestem muss ich öfter mal draußen bleiben, weil fremde Katzen ihr alles vollkacken. Und ich soll das jetzt regeln.
Alles noch nebelig, Spinnenfäden,  die Chefin findet das toll -bei acht Grad Außentemperatur!
 Ihre Hostas liebt sie über alles, denen darf keiner zu nahe kommen, außer der Katze natürlich, die darf ja alles, sie liegt immer unter den großen Blättern von Sagae.
 Sonnenröschen hat sie jetzt auch, weil sie die Sonne einfangen und so schön leuchten.




 Seht ihr, was dieee für ein Gesicht macht? Ich glaub, sie kann mich nicht ausstehen, weil ich so eine schöne Zeichnung habe und sie nur aus dem Kuhstall kömmt - püh!
 Schon wieder Hostas, das ist ihr Megaspleen!

 Hört ja gar nicht mehr auf!
 Sie darf rein, obwohl sie guckt als wollte sie mich fressen. Die guckt eigentlich immer so - man, muss die frustriert sein. Ich muss mich jetzt erst mal hinlegen, war die halbe Nacht wach, wegen der fremden Katzen! Tschüss, Karla.

Samstag, 17. Mai 2014

Umbau im Garten - wenn der Rücken zwickt

 Seit zwei Jahren gehe ich mit dieser Planung schwanger, den Ausschlag gab ein Foto eines wunderbaren Garten- und Landschaftsbauers, der sich auch mit Stauden gut auskennt. Nun hat die Umgestaltung wenig mit Stauden zu tun, es ist vollbracht, niemand hätte das von mir gedacht. Das Beet ist weg! Ihr erinnert euch? Links - das Prachtstaudenbeet?

 Wasserdost, wohin das Auge gereicht hat - die weidenblättrige Sonnenblume mit ihren 250 cm, viel größer als ein Mensch. Weg.

 Und es hat nicht mal wehgetan, denn es war ein fester Entschluss. Man muss seiner Gesundheit Rechnung tragen. Ich konnte mich viele Jahre an den Pflanzen erfreuen, und die meisten leben weiter in anderen Gärten.


Hier waren die Gräber am Werk, immer wieder kamen sie und gruben aus.
 Dann kamen die Gärtner, denn mein Mann hätte das nicht geschafft. Mit Pickeln und allerlei Gerät gruben sie alles aus, was noch drin war - das Wurzelwerk war gewaltig. Nicht mehr lange hätte es gedauert, und der Dost wäre im Rasen gewachsen. Es hat länger gedauert, als ich es mir vorgestellt hatte.Wochenlang hat es nicht geregnet, der Lehm war wie Beton. In der Mitte stand der einbetonierte Rosenobelisk, einstmals vom Schlosser für viel viel Geld für mich gemacht, die Rosen kamen raus, der Obelisk wurde abgeflext, der Zementblock kam weg.


 Dann regnete es wie aus Eimern, den ganzen Tag lang, es war Wochenende. Die Gärtner hatten es geahnt und die Steine zugedeckt. Im Beet stand das Wasser, denn dort läuft eine Ader. Selbst jetzt noch ist der Boden vor dem Beet sumpfig, der Wasserdost holt das Wasser nicht mehr weg.
 Unsere Steine reichten nicht, also holte mein Mann Eimer für Eimer neue Steine, bis genügend da waren.

Unbedingt warnen muss ich vor diesem Schilf, wir pflanzten damals viele Gräser in dieses Beet und im Wurzelwerk war Schilf versteckt - da kann niemand was für. Immer wieder rissen wir es aus, graben war nicht möglich, die Wurzeln waren zu tief. Es ist das Schilf, was auch an Böschungen wächst. Die Gärtner mußten das komplette Areal aufgraben, es war grauenhaft und sehr teuer. Nun hoffen wir, dass es weg ist. Ins Beet kam eine dicke schwarze Unkrautfolie und viel Schotter.
 Auf den Schotter kamen diese Matten, sie sind sogar befahrbar. Unter diesen Matten ist wieder ein Unkrautflies angeklebt. Darauf kam jetzt Splitt. Die Mauer wurde beim Setzen bepflanzt mit Phlox u.a. den ich bei zwei Staudengärtnern gekauft hatte. Sie ist mit Schotter hinterfüllt, damit sie nicht abrutscht.
 Fast fertig, und wie es nun aussieht und was es uns bedeutet, das erfahrt ihr ein andermal!