Samstag, 30. August 2014

Mal so, mal so!

 Was für ein Wetter! Mal so und mal so - ständiger Wechsel zwischen Regen und Sonne! Mittlerweile sind meine neuen Eistüten sehr gut eingeweicht, ich hoffe, die Semperviven stehen nicht zu nass, dann faulen sie nämlich.
 Für alle, die sich wundern, dass meine Hostas keine Schneckenlöcher haben: Das sind nur die Pflanzen in den Töpfen, die im Beet sehen auch aus wie Schweizer Käse! Hier Wolverine.
 Bäh!
 Ahhh...
 Ghislaine de Feligonde

 Nun weiß jeder, das Herbst ist - die Astern leuchten!
 Verbena bonariensis ist wirklich eine wunderschöne Pflanze, die sich soo schön wiegt im Wind - ich hab neue gesetzt.


 Die Dreckecke des Grundstücks - der Kompostplatz (auch Pflanztisch) - muss einfach sein! Und hier hat die Wühlmaus zwei Sträucher auf dem Gewissen, nun sitzen dort als Testphase wenige Stauden, damit ich sehen kann, ob sie da noch gräbt.


O.k., ich geb es zu, auch diese Hostas sind ohne Löcher, bis auf die hintere rechts (Plantaguinea), denn: Schnecken mögen nicht alle Hostas, das sollte man beachten. Vorne stehe Krossa Regal, einwandfrei. In diesem Sinne: wir lassen uns vom Regen nicht beeindrucken, er ist ja auch gut für den Garten.


 Ja, beim Staudengärtner war ich ja auch! Die Astern haben mich sehr fasziniert, Erinnerungen an meine Kindheit wurden wach. Leider hab ich keinen Platz mehr für sie!

 Wer von euch bienenfreundliche Pflanzen im Garten haben möchte, kann sich diese Schrift bestellen!

Mittwoch, 27. August 2014

Die Bienenkönigin

Manchmal sieht man sich lange nicht, und dann wieder öfter. Von Maja (ich nenn sie hier mal so) hab ich schon viele Inspirationen erhalten. Sie mag wie ich die Natur, backt ihr Brot selbst, liebt alte Dinge und seit Neuestem ist sie Imkerin - also eine Bienenkönigin. Ich konnte es ja kaum glauben, aber da standen wirklich 8 Völker.
Sie erwartete mich mit den Worten: Willkommen in meinem wilden Garten! Fast alles was hier wächst, wird verwertet.
Die Quitten sind noch nicht reif
Myrthe - ihre Zweige stehen für Jungfräulichkeit und viele Kinder (ist das nicht ein Widerspruch??), jedenfalls zieht Maja sie selber und würde sogar mir eine schenken (dir würd ich eine geben, weil ich weiß, sie hätte es gut bei dir). Die Hosta war mal von mir, woran ich mich natürlich nicht mehr erinnere. Die Kugeln auf dem ersten Bild sind auch Myrthe. Im Winter bekommen sie viele Schädlinge, wenn man sie im Haus überwintert. Hier werden sie in einem Anbau über den Winter kommen, da bleiben die Schädlinge aus.


Ungehindert und ohne Belästigung konnte ich an den vielen Völkern, die an drei Stellen im Garten stehen, vorbeigehen. Ich hatte auch keine Angst, schon als Kind hatte der Vater meiner Freundin Bienen, ich kenne das.
Ob ich was essen wolle? Ja gern, ein Stück Brot würde genügen, ich hatte kein Frühstück. Und so kam ich an diesen schnell gedeckten Tisch mit selbstgebackenem Roggenbrot und eigenem Honig. Kaffee handgefiltert, so mag ich das - ich mach's nämlich auch so.
Wife of Bath
Hier wird gearbeitet, wie man sieht
Diese Kombination in Majas Garten finde ich besonders bezaubernd
Erholen kann man sich auch
Ich erfuhr, dass die Folie dazu da ist, dass die Bienen im Oberstock keine wilden Völker bauen (gründen) und hoffe, das richtig verstanden zu haben.
Das Honigernten würde mich ja auch mal interessieren, vielleicht darf ich  mal zuschauen? Als ich den Apparat hob, um den Kompost zu fotografieren, ertönte von hinten ein: Ach das bloß nicht!
Warum? Ein Kompost gehört in einen Landgarten, noch dazu wenn er so bezaubernd eingegittert ist, oder?

Das ist Woman, ein Hund, unauffälliger und sanfter könnte er in seinem Wesen nicht sein. Immer da, wo Maja war, fand man auch den Hund. Wir waren schon mit ihm zusammen in einem Café, man bemerkt ihn nicht. Er zieht auch nicht an der Leine. 
Maja hat mir versprochen, zusammen mit ihr demnächst Sauerteigbrot zu backen, damit ich das mal lerne. Sie setzt den Teig selbst an und erzählte mir was von kalter Führung, Könner werden wissen, was sie meint, ich denke, auch ich hab es halbwegs verstanden.
Zum Abschied bekam ich ein Glas Blütenhonig geschenkt, das ich sehr genießen werde!  Es waren zwei schöne Stunden mit dir, Maja, danke!

Montag, 25. August 2014

Leben auf dem Land

 Ich gebs ganz ehrlich zu, als ehemaliges Stadtkind bin ich der Stadt doch noch immer sehr verbunden, wir wohnten in einem Vorort mit großem Garten. Trotzdem liebe ich mein Leben auf dem (hügeligen, nicht platten) Land, auch wenn ich manchmal mit wenigen Menschen nicht ganz konform gehe, was deren Sichtweise bestimmter Dinge betrifft. In der Stadt war man da etwas offener, aber viel eigentlich nicht.
Ich kann jetzt nicht behaupten, dass ich mich über die Schnecke besonders freute, trotzdem - sie wollte ein Shooting - sollte sie es also haben.
Ich genieße es, mein eigenes Gemüse, so vorhanden, zu verkochen. Das gibt einem ein erdiges Gefühl, nicht wahr? In meiner Kindheit mußte!! ich immer ernten, heute darf ich es. Das macht es um so schöner.

Als Lis mich besuchte, habe ich einen italienischen Eintopf gekocht, er hat noch gar keinen kühnen Namen - aber er war lecker, und er ist von mir erfunden worden.

5 Zwiebeln mit 1 kg gm. Hackfleisch anbraten, man kann auch Hühnerfleisch nehmen.

Rote Beete mit anbraten, gewürfelt.

Danach geschnittenen Mangold, nach Bedarf, zwei Zucchinis, 1 Paprika schnippeln dazugeben. Immer umrühren, es wässert dann leicht. Wasser kommt erst später dazu.

Salz, Pfeffer, ital. Gewürz, 20 cm Tomatenmark, 150 g frischen Bärlauch aus meiner Truhe, 3 Tl. Paprikamus, 3 Tl. Petersilienpesto vom Wochenmarkt, 2 Würfel Gemüsebrühe. Immer rühren. Später Wasser auffüllen, Tasse für Tasse. Viel braucht es ohnehin nicht.

500 g oder mehr gekochte Kartoffeln würfeln, zum Schluss dazugeben

Und ich darf euch verraten: Wenn noch vier Leute dazukommen, einfach Brühe und Wasser anfüllen und Kartoffeln reinschnippeln, so hat es die Oma doch früher auch gemacht!
Mein Brot back ich seit geraumer Zeit selber, nämlich seitdem wir keinen Weizen mehr essen. Ich backe mit Dinkel und Roggen, Körnern, Gewürzen - was mir so einfällt. Rezepte hab ich keine. Mein italienisches Tomatenbrot mache ich dank einer Inspiration aus York, GB, seit Jahren immer in Abwandlungen. Man nimmt 500 g Dinkelmehl, hell, 2 Tl Salz, 1 Tütchen Trockenhefe. Eingelegte italienische Trockentomaten schnippeln, hinzugeben, Olivenöl über der Schüssel kreisen lassen, 250 ml Wasser (oder mehr) gewärmt hinzugeben. Alles verkneten, zwei Stangen formen und 1 Stunde gehen lassen. Bei 200 Grad ca. 30 Minuten backen. (blogger macht heute was er will, ich kann nicht richtig formatieren bei den Rezepten).



Mein Besuch bei der Imkerin war das Highlight des Tages. Davon berichte ich ein anderes Mal. Denn: auf dem Weg zu ihr kam ich an einem Garten auf dem Land vorbei - und fand diese Motive. Einfach wie aus der Kindheit, Gemüse und Pflanzen, die Dahlien werden immer gelagert, jährlich neu eingegraben. So kenne ich das. Ich war nämlich als Kind öfter auf dem Land.
Niemand von uns würde es wagen, im Garten diese Kombi anzuwenden, doch hier passt sie wie das Salz zur Suppe, nicht wahr?

Ich hab lange dagestanden und mir alles angesehen, obwohl es gar nicht viel war. Die Ringelblumen gehören einfach aufs Land, ich mag sie.

Natürlich war ich auch wieder bei meinem Lieblingsstaudengärtner und hab meine Schulden beglichen. Bezüglich Tomaten gab er mir einen Rat. Viele meiner Gartenfreundinnen stöhnen derzeit über die Braunfäule an ihren Tomaten und reißen die Pflanzen raus. Mein Gärtner hat aus verkaufstechnischen Gründen viele sehr große Tomatenpflanzen da stehen (nicht das Bild oben), ich durfte ernten. Er spritzt sie mit Schachtelhalmsud, sie stehen da wie eine eins. Also - sammelt doch einfach Schachtelhalm, trocknen und im Frühling einen Sud kochen und immer wieder verspritzen. Es stärkt die Pflanzen - egal welche.

Freitag, 22. August 2014

Herbstlich

 Die Tage werden kürzer, die Temperatur ist mir angenehm. Bei den Hostas bemerkt man den Einzug des nahenden Herbstes, auch wenn das einige nicht wahrhaben wollen. Ich liebe den Herbst, die weichen Winde, die Kühle am Morgen, das Licht zum Fotografieren. ( Hosta rechts *Yellow Polka Dot Bikini*).
 Meine Neue - Rose *A Shropshire Lad*, die zweite Blüte. Die erste Blüte einer Serie ist irgendwie immer die Größte, die nachkommenden sind kleiner. Ist sie nicht schön? Wer von euch hat sie?
 Hier versteckt sie sich hinter einem Gras
 Meine Zuneigung zu Bayern ist bekannt - und von dort ist meine neue Kaserolle - gefüllt mit Herbstlichem
 Helenium Königstiger
 Vor Jahren kauften wir die Sonnenuhr - bis heute haben wir es nicht geschafft, ihr eine Säule zu mauern. Irgend etwas anderes hat ja immer Vorrang. So hat Sie Mr. W. auf dem Tisch ausgerichtet, damit wir wissen, wann uns die Stunde schlägt!
 Rudbeckia Goldsturm - mein diesjähriger Favorit - seit Wochen leuchtet sie wie die Sonne!
 Völlig außer Rand und Band ist der Phygelius in der Wanne - schon einmal habe ich ihn stark beschnitten, nun ist er schon wieder so groß. Er hängt voller Blüten, die nur noch wenige Tage bis zum Aufblühen brauchen. Auf dem Hochbeet sitzen drei Stecklinge in der Hoffnung, dass sie bewurzeln.
 Helenium - auch am Aufgang. Gelb gehört für mich zwingend zum Sommer, nicht in allen Beeten, aber sehr oft.
Auch Colette hat sich angeschickt, einen zweiten Flor zu bekommen - ich hatte sie Jahre vernachlässigt, nun ist sie stark gedüngt und hat neue Erde bekommen, das dankt sie mir gleich. Ich hab ihr versprochen, mich im kommenden Jahr besser um sie zu kümmern.
Nun besuche ich eine Imkerin, den Fotoapperat im Gepäck. Ich bin sehr gespannt!