Sonntag, 19. April 2015

Grüne Invasoren

Es reicht - in diesem Jahr hab ich allen Invasoren den Kampf angesagt. Pflanzen, die sich wie verrückt in die Beete aussamen, mir die Stauden zerstören und für zusätzliche Arbeit sorgen, möchte ich nicht mehr - nur wenige sind noch geduldet. Das weiße Duftveilchen, und sei es noch so schön, bildet wahre Matten mit Sämlingen. Sie sitzen in den Hostas, in den Sterndolden (Astrantien), in den Gräsern. Wir rotten sie aus. Die Veilchen haben ein unglaublich zähes Wurzelwerk, beim Entfernen wird viel zerstört. Wir bleiben dran - es muss sein.




 Das Hokonegras (Hakonechloa macra aureola) wächst in die Brunnerafläche, Mr. W. hat es ausgehebelt, jetzt sieht es wieder ordentlich aus.
 Auch hier, die Duftveilchen in allen Pflanzen.
 Brunneras samen sich leider auch sehr aus, diesmal in Alchemilla alpina, den Alpenfrauenmantel. Ebenfalls lästig sind mir die Absaaten von Zierlauch, wie er hier am Beetrand saß - jetzt ist er wech. In den Beeten muss ich ihn noch entfernen, ich mag ihn gar nicht mehr. Er blüht sowieso nicht. Das Mutterkraut ist in diesem Jahr zu Hunderten da, es wird lange dauern, bis ich es überall rausgefriemelt habe. Also achte ich jetzt darauf, in welches Beet ich es überhaupt samen lasse. Einige Geraniumsorten schneide ich sofort nach der Blüte bis zum Boden runter, damit erst gar keine Invasion entsteht. Das Schlimmste, Kathrin Adele und seine Nachkommen, ist ganz ausgegraben worden.
Ich mag das Silberblatt, es darf bleiben und ist leicht zu jäten, wo es sehr stört. Es fängt gerade an lila zu blühen  und ist wunderschön.
Ich weiß ja, dass man geschenkten Gäulen nicht ins Maul schauen darf, aber die Fritillaria passt einfach nicht zu mir.

 Genug gejammert, bezaubernd entfaltet sich auch die Kletterhortensie, sie wird ein wenig beschnitten, wo sie mir in die Augen gerät
 Mr. W. hat angefangen, Kompost zu sieben. Und ich habe die Staudengärtnerei ;)) eröffnet, topfe wieder wie verrückt. Mein Beruf ist der Falsche, ich hätte Staudengärtnerin werden sollen. Ach so, noch ein wenig jammern: Die Helleborus samen ja auch wie verrückt, in diesem Jahr werden alle Blütenstände rechtzeitig entfernt.
 Da ist es, das braune Gold - in Säcken verpackt. Leider wird auch im Kompost viel unerwünschtes Saatgut sein - nicht mal von uns, aber von den Nachbarn. Da kann man nichts ändern.
 Wo Sonne ist, wachsen die Hostas jetzt rasch, hier Sagae, im Schatten zieren sie sich noch.
 Gelb gehört einfach zum Frühling dazu, und zu den restlichen Jahreszeiten auch. Ich weiß, dass viele es nicht mögen. Bei mir war es auch so - und hat sich nun geändert.
 Es ist wieder soweit - bald ist Pflanzenmarkt
Wie Sterne leuchten in den Gärten derzeit die Felsenbirnen - ein Gärtner sagte mir, dem Mehltau im Sommer beugt man vor, indem man die Pflanzen im Frühling ordentlich wässert. Ich bemühe mich, aber so viel Wasser kann man gar nicht tragen, wie die brauchen.

In diesem Sinne: Immer schön Sämlinge ziehen, es lohnt sich!

Kommentare:

  1. Das sieht nach viel Arbeit aus...Leider ist Petrus hier gerade gar nicht in Bewässeungslaune...und ich hadere ausnahmsweise mal mit dem Blau am Himmel...LG Lotta.

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  2. Ach tut das gut wenn man liest dass andere Gärtner (innen) auch mit unerwünschten Aussaaten zu kämpfen haben! Bei mir ist es hauptsächlich der Zierlauch A. purple Sensation und dann folgen gleich Priemeln und Akeleien. Topfen tu ich jedoch nichts, was nicht gleich abgeholt wird fliegt in die Biotonne. Komposter haben wir keinen mehr, das ist mir einfach zu mühselig gewesen und das Ergebnis war immer mehr als mager.

    LG Lis

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    1. Hallo Lis,
      bei Dir fliegt also auch alles, was Du nicht brauchen kannst, in die Biotonne??? Lass das mal nicht die Sigrun hören!!! Haha.... Die "schimpft" nämlich immer mit mir, wenn sie erfährt, was mal wieder alles "entsorgt" wurde!!!
      Viele Grüße von
      Margit

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    2. Haha! Von Lis hab ich auch schon viel, sogar per Post. Wir sind aber auch langjährige Freunde und besuchen uns.

      Sigrun

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  3. Du kämpfst gegen ähnliche Invasoren im Beet, wie ich!!! Die Veilchen habe ich auch ausgegraben, die waren überall. Zu allem Übel sind dann auch noch die Schnecken über sie hergefallen und das sah dann erst aus!!! Zierlauch mag ich eigentlich sehr gerne - vor allem die schönen großen Kugeln (wenn sie denn kommen)! Bei mir kommt nur noch der "Schnittlauch" und zwar überall! Das Zeug macht mich irgendwann wahnsinnig! Ich weiß nicht, wie viel ich davon schon versucht habe, auszugraben! Irgendwann muss es doch verschwunden sein - möchte man zumindest meinen! Bei Deiner orangenen Fritillaria musste ich lachen! Die hatte ich nämlich in meinem Blumenzwiebelpaket auch. Damals habe ich einfach alles Zwiebel eingebuddelt und nicht auf die Farbe geachtet! Letztes Jahr dann der große Schock, als dieses orangefarbene Teil aus der Erde kam! Ich habe es umgehend ausgegraben, weil es farblich überhaupt nicht zum Rest passte! Die Nachbarin hat das Ganze amüsiert beobachtet!! Haha...
    Wie geht es Dir mit dem Landkartentool? Ich finde das ist gar nicht so schwer - man muss sich nur ein wenig einarbeiten!
    Einen schönen Sonntag wünscht Dir
    Margit

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  4. Ich hatte noch keine Zeit, momentan geht es hier mehr als rund. Da muss man sich auch anmelden, und ich überlege, ob ich das schon wieder haben will.

    Sigrun

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  5. Ach, das kommt mir jetzt aber sehr bekannt vor. :) Ich mag ja Garten-Vagabunden und lasse gerne aussamen, aber inzwischen habe ich auch so Kandidaten, die ich nicht mehr will. Momentan kämpfe ich aber noch mit Giersch und Scharbockskraut, eigentlich blühen ja beide sehr schön, aber das nützt ihnen auch nichts :) Trotzdem genieße ich den Frühling im Garten!
    Schönen Sonntag, Rafaela

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  6. Letztes Jahr habe ich auch gegen diese Garteninvasionen gekämpft, mit mehr oder weniger Erfolg. In diesem Jahr scheint sich das Scharbockskraut noch mehr vermehrt zu haben und ich habe beschlossen, es einfach schön zu finden mit seinen gelben Blüten. Bei der Farbe "Gelb" ging es mir viele Jahre genau wie Dir, ich mochte diese Farbe nicht im Garten. Mittlerweile sind einige gelbblühende Pflanzen hier eingezogen...
    Danke für den Bewässerungstipp für die Felsenbirne! Mein "Kupfi" blüht dieses Jahr auch so schön und ich geh dann gleich mal Wasser schleppen...
    Liebe Grüße
    und habt einen schönen Frühlingssonntag
    Inge

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  7. Am Anfang habe ich mich so über die Akeleien gefreut, aber nun wachsen die überall und sind so schwer rauszukriegen. Im TV kam diese Woche, dass man gleich nach der Blüte die Blütenstände abschneiden muss. Das werde ich mal machen.
    Meine Felsenbirne blüht noch nicht. Bei uns dauert es immer ein bisschen länger, weil wir ja auf über 500 m liegen.
    LG Donna G.

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  8. Da haben wir wieder was gemeinsam, Fritillaria mag ich auch nicht haben und leiden. Ja, es ist ein Drahtseiltanz besonders mit den hübschen Invasoren. Ich habe hier Akeleien in allen Fugen und auch so allerhand anderes. Hier ist es in allem noch ein wenig hinterher gegenüber Deinen Bildern. Die Felsenbirnen fangen gerade erst an mit der Blüte.
    Schönen Gartensonntag wünscht
    Karen.

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  9. Das ist eben so, im Frühjahr keimen unendlich viele Unkräuter (Beikräuter - Blümchen usw.) Es gibt "keine Unkräuter", so mußten wir im letzten Vortrag von einem Fachmann hören (Landschaftsgärtner) der seine angelegten Gärten selbst nicht pflegt, sondere andere machen das. Ich kämpfe auch mit den blauen Veilchen rum, habe letztes Jahr fast alle ausgerottet und jetzt kommen sie wie wild, als ob ich sie dicht ausgesät hätte. Ebenso ist das mit den Blausternchen, schlimmer als Unkraut selbst. Und noch etwas: Bad-Wörishofen hat jetzt eine neue Tulpensorte mit dem selben Namen, nachdem sie schon ein Rose mit Namen B.-W. und die Rose "Pfarrer Kneipp" hat. Auch Briefmarken soll es geben
    So, nun wünsche ich einen schönen Sonntag
    Ilona

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  10. Veilchen habe ich schon die letzten Jahre immer mal dezimiert, aber ganz weg kriege ich sie wohl nicht. Viel schlimmer ist das Immergrün, das ich mir vor Jaaaaaaaaaaaahren freiwillig in den Garten holte. Da kämpfe ich auch schon lange, aber ausrotten werde ich es wohl nie. Davor kann ich echt nur warnen. Und das Scharbockskraut findet auch immer ganz fieselige Plätze, aus denen es sich nicht rauspfriemeln lässt.
    Hier sind noch nichtmal alle Hörnchen zu sehen und an teilen ist gar nicht zu denken. Das ist ja ein echter Kraftakt.

    Schönen Sonntag
    Margrit

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  11. My garden is like yours, many invaders everywhere. I try to pull them out where I really don´t want them, on the other hand I like the wild image of the garden.

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  12. Yes, now is the time to get all the weeds out, before they can go to seed! Some are allowed to stay, if I like them, but others, no, out they come.

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  13. Oha, da bist du ja wirklich rigoros! Mir fällt es immer so schwer, Pflänzchen zu entsorgen. Aber es klappt inzwischen immer besser, zumal ich auf anderen Blogs wie Deinem lese, daß man einige im Zaum halten muß! Die Fritillaria wäre auch nichts für mich, mir gefällt die einfach nicht.
    LG Kathinka

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  14. Bei uns samen sich Hornveilchen aus und am extremsten war letztes Jahr der Salbei. Die Hornveilchen dürfen das, ich habe sie bewusst in den Hang gesetzt, dort sind nur wenig Stauden, fast nur Sträucher. Dem Salbei mussten wir allerdings auch Einhalt gebieten, ich teste jetzt ein Beet, in dem er sich aussamen darf und dann eine ganze Fläche erobern darf. Ich bin gespannt. Und natürlich haben wir verschiedene Wildkräuter, die sich hier munter versamen, man kommt gar nicht so schnell hinterher... Das mit dem Zierlauch wusste ich nicht, aber jetzt weiß ich, was das alles für seltsame Stiele sind, die an verschiedenen Stellen aus der Erde ragen, interessant. Danke für den Tipp mit den Felsenbirnen, da geh ich gleich mal raus gießen.
    Viele Gartengrüße
    Doris

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  15. Eine schöne Naturmauer sehe ich da in deinem Garten!
    Ja, wenn etwas überhand nimmt, dann muss man es ausmerzen!
    LG Heidi

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  16. You've plenty to keep you busy Sigrun. I worry now as I am asking my violets to spread around - maybe a bad mistake!
    Hope the weather stays good to keep you outdoors and busy in the garden.

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  17. Es dauert immer erst eine Weile, bis man merkt, was zur Invasion wird. Ich lese gerade, dass auch Blausternchen zur Plage werden können...dabei habe ich mich gerade über das kleine Häufchen gefreut.
    Zierlauch samt sich hier auch furchtbar aus, weil ich die Stängel immer so lange stehen lasse. Am schlimmsten finde ich aber solche über Wurzeln wuchernden Gräser. Da habe ich schon mal eine Nachbarin damit geärgert...seit dem bin ich vorsichtig. Meine gelbe Invasion ist der Rudbeckia Goldsturm...:-)))
    LG Sigrun

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  18. Ojaaa, neben Giersch, Scharbockskraut und Lerchensporn will Campanula punc. Elisabeth ebenfalls die Oberhand gewinnen, dabei hätte ich viel lieber, dass C. Sarastro etwas üppiger wird. Geranium nod. ist bei mir noch so ein Kandidat, das muss ich seit Jahren aus Beet, Stauden oder Fugen ziehen - obwohl ich die Blüte sehr hübsch finde, ist es einfach nur lästig und ich entsorge es mittlerweile konsequent. Hier ist es so trocken, da werd ich gleich mal raus um die neuen Sträucher im Beet zu wässern.
    LG Marita

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  19. Sarastro habe ich in einer Zinkwanne, bei genügend Wasserangebot kann man sich ihrer kaum erwehren!

    Sigrun

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    1. Sigrun, danke für den Tipp, dann werd ich an der Stelle wo Sarastro sitzt ein klein wenig mehr wässern.
      LG

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  20. Hallo Sigrun, die Veilchen muss ich auch schwer unter Kontrolle halten… allerdings sind es bei mir vorwiegend die Pfingsveilchen, die schnell dichte Teppiche bilden. Ich finde sie allerdings so schön, dass ich sie immer wieder in ihre Grenzen verweise wenn sie mir zu groß werden, sie lassen sich ja relativ leicht entfernen. Außerhalb des Schneckenzauns kommen sie bei mir eh nicht durch… Zur Zeit habe ich flächendeckend Scharbockskraut und Bärlauch, letzterer kann auch ganz schön invasiv sein! Inzwischen könnte ich damit auf den Markt gehen….
    Und auch ich danke für den Tipp die 'Sarastro' mehr zu wässern…
    LG Barbara

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  21. Hallo Sigrun,
    bisher hatte ich immer die "Unkräuter", die sich ausbreiten so einigermaßen im Griff, bis auf die Himbeeren und diesen roten Klee mit den kleinen gelben Blüten, an dem verzweifel ich jedes Jahr und irgendwann gebe ich es immer auf. Aber leider breitet er sich immer weiter aus. Veilchen halten sich bei mir noch in Grenzen und ich freue mich über jedes das blüht. Meine Blausternchen sind dieses Jahr auch "explodiert", ich bin gespannt wie das nächstes Jahr dann aussehen wird.
    Viele Grüße Doris

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  22. Oh, how much beauty you already have! Wonderful flowers and greenery.
    Here even the invasive species are still sleeping. ;)

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  23. Hallo Sigrun.
    Invasoren - davor ist sicher niemand gefeit. Man bekommt sie gratis mit geschenkten Pflanzen, die Vögel verlieren Samen oder der Wind trägt sie in den Garten. Tabularasa muss dann und wann mal sein, damit das Bild in Ordnung bleibt.
    Frittilaria - brrr, nein insgesamt nicht meine Pflanze und diese Farbe schon eh nicht.

    Schön ists bei dir im Garten. Immer.

    GLG Gudi

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  24. Liebe Sigrun,
    einer Freundin, die einen Hang bepflanzen will, habe ich um letzten Jahr Veilchen gegeben, und sie hatte Angst, sie wären ihr kaputt gegangen... ich bin gespannt, wann sie mich verflucht, daß ich sie ihr gab ;o)
    Sie schrieb nämlich erleichtert, daß sie doch noch da sind! Es hätte mich auch sehr gewundert ;o))
    Hier ist es mir immer noch viel zu nackig, ich würde gerne Dein Problem haben :o)))
    Ganz liebe Grüße schickt die Elke

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  25. Hallo ...
    Ich gehen spazieren daine Garten :). Ist schön.
    MFG

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