Montag, 28. Dezember 2015

Strathisla, Speyside

Whisky trinke ich ja schon länger und ich erkenne etwas Gutes am Geschmack. Aber so richtig damit befasse ich mich erst seit letztem Jahr damit, als wir die Destillen anfingen abzuklappern. Bis ich in diesem Jahr ermüdete, es waren einfach zuuu viele, doch geht es bald weiter. Strathisla - seit 1995 gehört sie Chivas Brothers, Pernod Richard, Frankreich.
 Bis ich dorthin kam, lehnte ich es strickt ab, einen Blend zu trinken. Aus Unwissenheit einfach. Dann gab man mir einen 18jährigen Chivas, und mit ihm wurde alles anders. Er ist saugut, ich kaufte gleich ein Flasche.
 Mittlerweile war ich dreimal dort und leer ging ich nie raus. Aus verschiedenen Gründen wechselte die Brennerei im Laufe von Jahren oft ihren Namen. Doch eins blieb: Ein guter Whisky. Das Wasser entstammt der Broomhill Spring in der Nähe der Destillerie. Man ist sehr freundlich dort und kann Whisky verkosten. Gegen Bezahlung natürlich. Das ist nicht in allen Destillen möglich, niemand konnte mir so recht erklären warum. Eine Destille mutmaßte, dass sie sicher dort eine Ausschanklizenz hätten.



 Ich war wirklich dort! Es gibt natürlich nicht nur Blends, sondern auch Singlemalts in den Reifestufen, 8, 18 und 21 Jahren. Weiterhin wird der Whisky auch von anderen Abfüllern angeboten.

  
In diesem Sommer haben wir uns einen Single Malt von Strathisla gegönnt, er ist 19 Jahre alt und noch geschlossen, die Flasche hat nur einen halben Liter Inhalt.


 Wie mir Mr. W. gerade vorlas (er hat zu Weihnachten zwei Whiskybücher bekommen) wird in den nächsten 2-3 Jahren der 10-12jährige Single Malt überall knapp. Also füllt eure Lager! *kicher* Bei mir mach ich mir da wenig Sorgen, ich trinke meist ältere.

Die Speyside hat so viel zu bieten - fahrt doch mal hin! In Schottland wird zur Zeit in 108 Destillen Whisky gebrannt, hinzu kommen stillgelegte Brennereien. Ich bin ein Laie, wer mehr wissen will: Margarete Marie!

Freitag, 25. Dezember 2015

Rosemoor - ein Garten für alle Sinne!

Rosemoor - wer Stauden sehen will, der fahre hin! Stauden auf dem Höhepunkt ihres Daseins - eine Pracht.
Rosemoor (Devon, GB) ist eine Gartenanlage der RHS, der Royal Horticultural Society. Man kann dort Stunden verbringen, wenn man will - oder man darf es, weil der Bus nicht früher fährt. Es waren 28 Grad - nicht meine Wohlfühltemperatur, aber - ich hab es so gewollt. Pralle Sonne - kein Fotografierwetter, doch finde ich, man kann die Bilder ansehen. Alle Farben waren vorhanden, alle. Nicht immer hätte ich sie zusammen kombiniert, das ist eben Geschmackssache.

 Herrlich! Es war so heiß, dass ich mich - am hinteren Ende angelangt, in ein Cobhouse legte (Strohlehmgemisch mit Reetdach). Ruhe hatte ich allerdings keine, ständig streckte einer einen langen Hals zum Eingang herein.
 Dann ein spitzer Aufschrei - ein älteres Ehepaar dachte, ich wäre tot! Irgendwie fühlte ich mich auch grad so. Wir hatten dann ein längeres sehr nettes Gespräch - im Sitzen natürlich.
 Rosemoor bietet dem Gärtnerherz alles, was es begehrt. Ich werde immer mal wieder Fotos zeigen, denn es sind viele. Die Küchengärten gefielen mir auch sehr gut, sie waren nicht nur ertragreich, sondern auch schön anzusehen.

 Einige Pflanzen kennt man immer nicht, weil sie bei uns nicht wachsen wollen, aber nach und nach lernt man alles kennen.

 Stipa gigantea, ein wundervolles Gras. Bei mir wird es immer größer und man hat sich schon gewundert, dass es auf unserer windigen Höhe wächst. Ich rühre es auch nicht an, Ableger gibt es nicht.
 Ich fand gigantische Monarden, ohne Mehltau. So hohe hab ich in Deutschland noch nicht gesehen.
 Natürlich begeistern mich immer wieder die Shops, doch außer Essbarem habe ich nichts mitgenommen, es ist alles teuer, das Pfund steht schlecht und ich brauche in der Tat nichts, könnte selber einen Laden aufmachen.
 Schön, was?
Davon habe ich gekauft, ich kaufe immer Gläser zum Verschenken und auch selber essen. Mit hellem Fleisch oder Käse - wunderbar! Ich hoffe, ich habe euch inspiriert - demnächst mehr.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Ein frohes Fest!


Ein schönes Weihnachtsfest mit der Familie und Freunden wünsche ich euch allen!

Leider ist der Schreibtisch nie so ganz aufgeräumt, wie ich es gerne hätte. Doch ist das Bild nicht minder schön. Der Kater wirft nichts um, er steigt einfach darüber und genießt.

Für das kommende Jahr wünsche ich euch - und auch uns - Frieden, Gesundheit und Glück. Sozialer Frieden im eigenen Land ist genau so wichtig wie Frieden in der Welt. Ein frommer Wunsch, ich weiß - aber wenn alle mitmachen?

Sigrun

Samstag, 19. Dezember 2015

Gedanken zu Helleborus und der warmen Wintertemperatur


         In den letzten drei Tagen habe ich zwei Helleborus gekauft, einer ist aus der Goldcollection und für meine Freundin bestimmt. Staudengärtnereien haben nun geschlossen, ich weiche auf die Gartenmärkte aus, woanders bekomme ich keine Pflanzen. Am Liebsten nehme ich Sämlinge von anderen bzw. welche aus meinem Garten oder bestelle im Fachhandel, aber in der dunklen Jahreszeit ist manches anders.

Helleborus x Nigercors *Candy Love*, Neuheit
 
So ging ich in meinen Lieblingsblumenladen, sie haben oft sehr schöne Helleboren vor der Tür stehen, schön und teuer! Diesmal war ich ziemlich ernüchtert. Von ca. 20 Pflanzen war nur eine gesund, und die habe ich gekauft. Helleboren kommen aus großen Gewächshäusern, stehen eng an eng und werden öfter mit Gift besprüht, damit sie durchhalten, bis sie in den Handel kommen. Anders ginge es nicht, Pilze und Viren würden sie dahinraffen. Meine Gärtnerfreundin sagt immer: Ich greif sie nicht an, sie sind so voller Gift. Das stimmt. 

Im Blumengeschäft war man über meinen Einwand, dass alles krank ist, nicht sehr erbaut – ich habe gesagt, ich kenne mich aus. Da mußte sie zugeben, dass sie bereits einen entsorgt hat und dass die anderen nicht gut aussehen, weil es so warm sei. Das lasse ich mal so stehen, ich bin nicht sicher, ob es an der Wärme liegt. Fest steht, dass eine Blumenbinderin von Stauden oftmals keine Ahnung hat, vor zwei Jahren wußte sie nicht mal, was ein Helleborus ist, als ich danach fragte.

Im Garten sind alle prall und gesund, und ich möchte, dass es so bleibt. Wenn die Blätter schwarz werden, werden sie sofort geschnitten, viele schon vor dem Winter. Denn nicht alle Blätter schützen den Pflanzenkern, also können sie auch weg. Coniothyrium hellebori, die Schwarzfleckenkrankheit, tritt immer wieder auf, aber wenn man achtsam ist und befallene Pflanzenteile entsorgt im Restmüll, hat man es meist im Griff. Man kann auch ein Pilzmittel spritzen.

Der schwarze Tod, Black Death Virus, ist nicht behandelbar, da es sich um einen Virus handelt. Die Pflanzen gehören komplett in den Restmüll. Für Laien schwierig, ich kenne diese neue Krankheit auch noch nicht. 

Meine Erfahrung zeigt mir, dass man die Helleboren wie alle anderen Pflanzen auch nicht zu dicht pflanzen darf, sie brauchen Luft um zu leben. Der Wind weht die Feuchtigkeit hinweg, die Pflanzen bleiben gesund. Ich hab noch nie etwas gespritzt. Der Boden sollte nicht überdüngt sein, sonst werden die Pflanzen mastig und sind anfällig für Krankheiten. Sie bekommen Kompost und Biogemüsedünger, das wars. Und im letzten Jahr habe ich gelernt: Sie sind nicht empfindlich gegen die Teilung. Jahrelang dachte ich, sie nicht anrühren zu dürfen wegen ihrer langen Wurzeln. Das stimmt nicht. Nachdem man mir sagte, Spaten mittendurch, mache ich das – und siehe da – kein Problem. So habe ich viele geteilt und den Rest verschenkt. Getopft in einem schönen Tontopf ein kostbares Geschenk, denn die Schönheiten blühen nicht im ersten Jahr und ein Sämling braucht lange, bis er eine prächtige Pflanze ist.
Apropos, ich habe viele Keimlinge entdeckt, das freut mein Gärtnerinnenherz! ♥


Freitag, 18. Dezember 2015

Scones vor Weihnachten - auch gut zum Einfrieren


Ich wünsche allen ein schönes Wochenende, es soll warm werden, wir wollen etwas verpflanzen!

Dienstag, 15. Dezember 2015

Kleiner Gartenrundgang im Dezemberfrühling

Ja, ich schon wieder! Heute ohne Gartenbilder. Momentan hab ich Gartenfrust, mag nicht fotografieren. Eben war ich draußen, der Dickmaulrüssler hat alles angekaut, derart schlimm. Ich konnte im Herbst keine Nemathoden vergießen und jetzt bade ich das aus. Alles ist voller Buchtenfraß - was für ein Elend. Selbst die Cyclamen sehen wie geschreddert aus. Clothilde hat einen Haufen von derartigem Ausmaß aufgeworfen, dass ich dringend mit Mr. W. rausmuss, damit er ihn plättet. 

Das vom Sommer geschädigte Gras hat sich nicht erholt, überall Moos und kahle Flecken. Helleborus Orientalis hat Knospen, hoffentlich schieben sie sich nicht höher. Selbst wenn man sie abdeckt, bei diesen Temperaturen und zusätzlich Sonne kommen sie durch die Abdeckung, ich kenne das. Und dann kommt Frost - das war es!

Das Unkraut kennt keine Gnade, es wächst und wächst. Schneeglöckchen sind kaum zu sehen, dafür die Märzenbecher? Es sollte umgekehrt sein. Von meinem dunkelrötesten(!?!) Helleborus Orientalis sind Sämlinge da, klein - aber ich stelle hohe Erwartungen an sie. Die Zierkirsche ist noch nicht verpflanzt, das soll auch noch geschehen. Lunaria annua hat sich ausgebreitet, das ist erfreulich. Die Säcke mit der guten Komposterde sind aufgerissen/gefressen, das schwarze Gold liegt rundherum. Mäuse aller Orten. Wir räumen sie täglich aus den Fallen. Es sind jetzt weniger geworden.

Während des Rundgangs fand ich drei Eibensämlinge, große Freude - heilige Pflanzen. Dafür findet sich immer ein Platz. Völlig aus den Augen verloren standen eine Anzahl von Saxifraga ausgetrocknet auf den Leitern, schnell hab ich sie gewässert. Das dürfte eigentlich nicht passieren. Es ist einfach viel zu warm.

Der Garten quietscht vor Wasser, auf dem Lehmboden geht es sich sehr schlecht, auch wenn Gras darüber ist bzw. Platten liegen. Auch wie immer. Mein Bauch sagt mir - und auf den kann man sich verlassen - wir bekommen einen späten Winter, der ins Frühjahr hineingeht. Das heißt wieder Verluste. 

Der Ofen brennt, die Katzen schlafen. Halt - der Kater hat mir gerade beim Auspacken eines Dampfgarers geholfen - den Karton findet er klasse.

Ich wünsch mir Kälte ohne Schnee, oder nur ein wenig Schnee. Hört mich jemand da oben?

Samstag, 12. Dezember 2015

Hostas am Bodensee - im Garten meiner Freundin

Gefragt wurde ich, ob es von diesem Garten noch mehr Bilder gibt! Ja, und zwar aus diesem Jahr. Ich bin immer zur gleichen Zeit dort, entweder im späten Herbst oder im Mai. Anders geht es nicht.
 Connys Garten ist wie meiner ein Hanggarten, ich hatte schon einmal berichtet.
 Und wie ich hat sie gerne Hostas. Ich will ja gar nicht behaupten, dass wir sammeln, denn das tun wir nicht. Wir sehen auch gerne, wie sie in ihrer wirklichen Größe aussehen, und stellen die Töpfe so, dass sie sich präsentieren können. Sammeln heißt nämlich, eng an eng, immer abstechen, damit der Horst klein bleibt. Das gefällt mir nicht.

 Gelegentlich tauschen wir, wir schicken auch mal was.
 Und wie ich kauft sie ihre Hostas gerne bei Planwerk, aber nicht nur.
 Für Anne
 Die meisten dieser Pflanzen sitzen in großen Kübeln und werden im Winter weggeräumt. Am Bodensee hagelt es gerne, dann ist Connys Stimmung sehr verhagelt - und die Hostas auch.
 Sie mag Wasser!
 Wenn ich richtig sehe, ist die vordere Pinapple Poll. Ich bekam ein Stück, aber sie wuchs derart heftig und über die anderen, dass ich sie weitergab. Mein Platz ist endlich.




 Am Ende links des Grundstückes ist eine kleine Mauer, dort stehen die größten Töpfe. Dort ist aber auch ein Nachbar, und darum nicht wundern, wenn das nächste Bild vollgestempelt ist, ich darf keine Häuser zeigen, weil man sonst erkennt, wo es ist. Der Schirm ist echt, das Bild auch, wo ich getürkt habe, seht ihr ja. Der Schirm? Der beschattet irgend eine Pflanze.

Und wo wir schon am Bodensee sind, ist die Schweiz ja fast in der Nähe. Ich fand eben einen Blogbeitrag von Carmen aus der Schweiz. Sie schreibt einen meiner absoluten Lieblingsblogs! Wenn ihr Lust habt, lest doch mal über den Stress in der Vorweihnachtszeit, über Geschenke aus dem Internet und selbstgestrickte Socken. Und wenn ich die Kommentare so lese, was ich sonst nicht tue, sind doch alle der gleichen Meinung. Man möchte mehr Ruhe, keinen Großstadtstress usw. Wer sind dann all die Menschen, die die Städte überfüllen, mir mit ihren Handys auf den Nerv gehen und die schlechte Laune verbreiten? Sie sind wohl nicht aus dem Bloggerland! ♥♥♥