Samstag, 29. August 2015

Wir touren durch die Gartencenter!

Irgendwie muss man ja durch den Tag kommen. Und so beschlossen meine Freundin Jane und ich zu touren, und zwar durch die Gartencenter. Luxusweibchen wie wir machen das öfter mal!
Einiges ist bereits jetzt reduziert, aber nichts, was ich brauchen könnte, denn, ihr wißt es, ich habe keinen Platz. Und außerdem sind mir die neuen Echinaceafarben einfach zu grausam, da wird man ja blind, wenn man in den Garten geht. Sie sind wirklich verfärbt.
Die Rosen waren teilweise bereits reduziert, Stämme setze ich aber wegen der starken Stürme hier nicht mehr, sie brechen.
Diese Hortensie ist der Kracher, das Bild gibt ihre Schönheit nicht wirklich her, denn alle Fotos sind vom Handy, weil ich keine Kamera mitschleppen wollte. Sie heißt Blacksteel punch coco und ist eine wirkliche Dame mit dunklen Stängeln. Leider nichts für einen sonnigen Garten.
Schon für 15 Euro bekommt man Hydrangea paniculata, nicht alle, aber viele. Ich war so abgeschossen nach drei Gartencentern, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Jane hätte noch ein paar mitgenommen, ich konnte aber nicht mehr.
Zuhause spielen die Kinder in der schneckenfreien Zone, während auf der anderen Gartenseite die Biester über Nacht meine neu getopften Verkaufspflanzen geplättet haben. Wie gut, dass sie im Frühling wieder schön sind, ich räum sie auf die andere Seite.


Tochter Jüngste legt einen Garten an und so kam mir dieses Buch direkt gelegen. Lust auf einen Neuanfang und trotzdem auch für erfahrene Gärtner geeignet, ein Buch fürs Leben. Ja, das ist es, ein Buch fürs Leben. GU lese ich sowieso immer gerne, auch die kleinen und dünnen Bände. Im Februar diesen Jahres herausgekommen, 600 Seiten stark und nicht leicht hält das Buch, was es verspricht. Beetaufbau, Sortenauswahl, Kompostplatz, Schädlinge im Garten, Beetgestaltung in Farben, wunderschöne Bilder bezaubern den Leser, die Leserin. Spannend fand ich die Rubrik: Mit Obst gestalten. Darüber habe ich schon öfter nachgedacht und will nun ein Johannisbeerstämmchen zwischen die Stauden setzen.


 Das Buch ist von namhaften Autoren geschrieben und mit 49,99 Euro nicht zu teuer, denn es ist wirklich sehr dick.



Donnerstag hatten sie 25 Grad vorausgesagt - es kamen 30, wir sind beinahe verglüht. Hoffentlich ist diese Hitze bald vorbei. Immerhin hat es 10 l geregnet. Es regnet bestimmt bald öfter, das ist immer so, weil wir das Wasser dann irgendwann nicht mehr in den Tonnen brauchen und in den Kanal entlassen.
Ich wünsch euch ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 26. August 2015

Wullewatz




Für Katzenbesitzer jüngerer Katzen empfiehlt es sich, die Augen beim Gehen nicht nach vorne, sondern nach unten zu richten. Immer! Täte man dies nicht, hätte es fatale Folgen. Platte Katze, gestürzter Mensch - Notarzt! Eigentlich wollte ich in die Küche, richtete meinen Blick ganz selbstverständlich auf dieselbe, trotzdem fiel mir eine Welle am Boden auf. Zuviel Whisky oder was war das? Manchmal zweifelt man an seiner Sehfähigkeit.
Kuckuck, ich bin der Wullewatz! Ich ärgere meine Besitzer rund um die Uhr, es sei denn ich schlafe, aber selbst dann meckern sie noch, weil ich im Wäschekorb schlafe, denn das mögen sie gar nicht. 

Nein, ich mag es wirklich nicht, alles nochmal waschen zu müssen. Und wer sagt, das macht doch nichts, der besehe sich mal die Schlafhandtücher unserer Katzen, sie sind Haar pur - und da krieg ich die Krise. Lütting verzieht sich nach einer Toborgie meinerseits dann aufs Sofa und grinst. Er kann das aber sehr charmant, nicht wahr?

Montag, 24. August 2015

Die braune Tonne und die Hosta

 Darf ich vorstellen: Waltraud. Helenium ist im Moment der Knaller im Garten, leider hab ich nicht mehr Platz, drum können es nicht mehr werden, nur eines das will ich noch: Sahins Early. Schaun wir mal!
 Und weil eigentlich nichts!! meeehr werden darf, bat ich Mr. W. eine große Hosta (Francee) komplett rauszugraben, sie passte einfach nicht mehr zwischen die neuen Sträucher, weil sie - würde sie bleiben - von unten verkahlen würden, und das mag ich nicht.
Er hat sie mir gebracht, ein großes Stück zum Kompost- und Pflanzplatz. Eine Gärtnerin braucht einen Pflanztisch, und so stand ich da, er hackte sie durch und ich topfte vier Töpfe voll davon. Aufatmen! Alles ist versorgt.
Da kam er von hinten und brachte noch ein viiiel größeres Stück davon, und ich dachte, wir wären fertig. Da ich keine Lust mehr habe, eine Staudengärtnerei zu spielen, bat ich ihn, den Batzen in die Grünabfalltonne zu bringen.
Er: Wirklich?? *staun*
Ich: Jaaaaaaaaaa.
Halbe Stunde später:
Ich: Ist die Hosta noch zu oberst in der Tonne? *flehender Blick*
Er: Ja, soll ich sie bringen?
Ich: Nein, aber wir könnten Sabine anrufen ...
Halbe Stunde später:
Ich: Ist die Hosta noch zu oberst in der Tonne?
Er: Nein, es sind zwei Eimer Abfall drauf, aber ich könnte sie rausholen?
Ich: Nein, lass nur.
Halbe Stunde später:
Ich: Ist die Hosta noch zu sehen?
Er: Nein, die Tonne ist jetzt voll.
Ich: O.k. *flenn*

Frau muss hart zu sich selber sein können. Warum hab ich auch so viele Hostas? Kein Mensch mit meiner Gartengröße braucht sooo viele, und schon gar nicht soooo große! *heul*


 Meine Megazinnien ...
 Sieht Helenium nicht auch von unten superschön aus? Helenium Rauchtopas
 Hier hab ich leider keinen Namen, ich hoffe auf eine Wissende, die mir hilft.
Rauchtopas.

Es tut mir wirklich leid, aber die Tonne ist voll! Keine Hosta.

Samstag, 22. August 2015

Gibt's was Neues?

Ja, es gibt was Neues! Wir haben gerodet! Davon später ... Ich muss krauten, rund um die Treppe herum. Wie elend - ich machs ungern, denn dann zerstöre ich wieder das Gesamtbild. Gras und Walderdbeeren machen sich breit. Mr. Wonderful saß die letzten Tage an jedem Abend - freiwillig - im Kraut, leichte Verluste - wie immer.

 Stipa gigantea, viele wundern sich, dass es bei mir wächst. Ich dünge nicht, ich rühre es nicht an. Seit sooo vielen Jahren sitzt es da, und die Staudengärtnerei, aus der es kam, gibt es bereits nicht mehr.
 Das Hochbeet ist geräumt. Warum hab ich eigentlich das Zitronengras gekauft, wenn ich es so selten benutze? Dabei könnte man so viel damit anfangen. Links sitzen die Zinnien, rechts Ysop, der nun auch zurückgeschnitten ist - allerdings nicht ohne Stecklinge gemacht zu haben. Fast das ganze Hochbeet sitzt nun voll (hier nicht) mit Stecklingen von Holunder in Sorten, Ysop, Phygelius in Sorten, Aster Blauer Mond etc. Es macht Spaß. Meine Freundin hat geunkt: Es ist schon erstaunlich, wie du arbeitest, dabei hast du doch gar keinen Platz mehr im Garten!!! Für mich sind die Stecklinge nicht, sie werden alle verschenkt!
 Falsche Planung: Die Zinnien sind so hoch, dass ich sie nur seitwärts fotografieren kann. Vielleicht sollte ich mal aufs Dach steigen, um ein Portrait zu machen?
 Wunderbar ... das Wochenende soll schön werden.
 Hier nun die Veränderung: Brunnera und Geranium wurde zerhackt und flächiger gepflanzt, alle Phloxe kamen raus. Viel Arbeit war die Beetvorbereitung, das dauert immer sehr lang. Wie schon ein Staudengärtner zu mir sagte: Da kommen die Leute und kaufen Stauden, graben ein Löchlein, setzen sie rein und wundern sich, dass nichts wächst. 
So recht hat er, der Boden muss umgegraben, verbessert, drainiert und je nach Bedarf der Pflanze vorbereitet werden - dann wächst auch was. Das kam rein - und noch ein hohes Sedum, dessen Name ich noch abschreiben muss.


Aster amellus Silbersee
Kusti2015

Aster amellus Mira
Kusti 2015
Aster x frikartti Wunder von Stäffa
Kusti2015
Aster frikartii Mönch
Kusti 2015

Nun hoffen wir darauf, dass die Umgestaltung im nächsten Jahr ein frohes Erscheinungsbild bringen wird, es bedarf nicht mehr so sehr der Gießkanne.

 Mein geliebter Phygelius, leider ist er so breit geworden, dass wir keinen Besuch mehr empfangen können - die Wanne ist voll, juhuhuhu, ich glaub, ich muss ihn entsorgen und einen Steckling nachziehen.
 Niemand kann da mehr sitzen, es ist alles zugewachsen.
Miranda.

Ich wünsch euch ein belebendes Wochenende!

Mittwoch, 19. August 2015

Waterperry Gardens, Oxfordshire

Ein Besuch in Waterperry Gardens in Oxfordshire - eigentlich wollte ich keine Bilder zeigen, weil es noch so früh im Jahr war. Dann dachte ich aber, der Garten ist von großen Winterinteresse. Ein guter Garten zeigt sich im Winter, wenn die immergrünen Gehölze und Mauern ihm Struktur verleihen. Und so zeig ich es heute doch - die Bilder sind es wert.
Waterperry ist ein bekannter Garten, ich wollte schon immer mal hin, doof allerdings, dass es genau Anfang April war, ein Aprilscherz gewissermaßen. Und verkniffen habe ich mir den Kauf einer gelben Helleborus, heute ärgere ich mich - wie immer - selbstverständlich.

Ein guter Betrieb hat seinen Laden in Schuss und verkauft auch Pflanzen, hier Gehölze.

Es lohnt sich, den Link oben anzuklicken, denn man kann auf der Webside sehen, wie der Garten im Sommer aussieht.
Überall im Garten waren kleine Drahthasen versteckt, in Großbritannien führt man die Kinder früh zum Garten heran. Denn: Führ früh zum Garten hin das Kind, dann ist es später wohlgesinnt. Gut, gell?

 Meine geliebten Eiben

Während unseres Besuches konnten wir den GärtnerInnen bei der Arbeit in den Staudenbeeten zu sehen. Wieviel Personal hier beschäftigt ist? Auf alle Fälle habe ich im Tearoon ein gutes Essen bekommen, mit viel Gemüse - es war sehr lecker, endlich mal.

Ich verabschiede mich mit diesem Bild eines Mädchens, dass eine Flamme beschützt.

Sonntag, 16. August 2015

Hardcore - nur die Harten kommen in den Garten

 
Da ich einen wunderbaren neuen Regner habe, konnte ich mit Block und Kaffee durch den Garten wandeln, um einige Notizen zu machen. Vielleicht profitiert ja der eine oder andere von euch davon.

Die nächsten Jahre werden mit Sicherheit nicht besser und für Menschen mit Hängen und so vielen Trockenmauern, wie ich sie habe, lohnt es sich sicher, über eine Änderung der Bepflanzung nachzudenken. Ein Garten ist für mich (jetzt krieg ich Prügel von der Rosen-Lavendel-Fraktion) mehr als nur Salbei, Rosen und Alchemilla. Ich fing auch so an, mein Geschmack hat sich vollständig geändert. An den Rändern der Trockenmauern muss man einfach Pflanzen setzen, die man kaum gießen muss, die auch überhängen dürfen. Es gibt viele!
Im Garten geht mein Phlox immer mehr rückwärts, gestern haben wir fünf entsorgt. In Rheinhessen bei meinen Gartenfreundinnen geht Phlox auch nicht. Im Norden Deutschlands sind die Bedingungen anders.
 




Die Pflanzen, die ich notiert habe, sind in meinem eigenen Garten, ich spreche nur für mich. Bei anderen mag es anders sein, aber das Meiste gilt eigentlich für alle Gärten. Wichtig ist es auch, Sträucher und Bäume so zu pflanzen, dass sie Schatten werfen und entsprechend dort die Stauden zu setzen, wo der Schatten hinkommt, Tageszeit und Sonnenstand beachten. Ich habe da auch Lehrgeld gezahlt und nehme für mich nicht in Anspruch, es jetzt richtig perfekt zu können. Im Gegenteil.
Wenn dann mal ein Baum fällt – siehe mein schöner roter Ahorn – ist plötzlich der Schatten weg, die Farne verbrennen, die Hostas haben Schäden. Nun sitzen dort zwei Holunder, der eine gelb, der andere grün-blau, der gelbe ist schon geschädigt. Ich habe das aber so geplant, dass der blaue dicht sitzt und wenn der gelbe partout nicht geht, fliegt er raus und es entsteht kein Schattenschaden mehr.
Schwafel, schwafel, hier meine Liste nach dem hessischen Motto: Nur die Harde komme in de Garde!



Niedere Spirea, lassen sich nach der Blüte mit der Heckenschere sehr gut formen
Heuchera Palace Purple
Geranium Renardii Philippe Vapelle und andere Sorten
Echinacea purpurea (in diesem Jahr etwas verbrannt)
Digitalis purpurea (meist zweijährig, blüht im 2. Standjahr)
Papaver somniferum (einjährig, Samenstände zum Basteln verwenden
Knautia macedonica
Lychnis coronaria
Pulsatilla vulgaris
Corydalis lutea
Convallaria majalis
Geranium nodosum
Geranium phaeum in Sorten (Selbstaussaat)
Geranium Claridge druce
Lamium
Alle Agastachen, die hier winterfest sind
Salvia in allen Sorten, speziell jedoch möchte ich S. verticillata  Purple Rain empfehlen, deckt eine schöne Fläche
Rosen, aber keine Dunkelroten oder Purpurfarbenen
Oenotheras
Stachys byzanthina in Sorten
Stachys monierii
Symphytum grandiflorum
Tellima grandiflora (mein Liebling)
Waldsteinia ternata (sehr gut an Trockenmauernrändern am Boden)
Aster Divaricatus für trockenen Schatten
Geranium cantabrigiense St. Ola oder andere
Geum bedingt, braucht etwas Wasser, aber nicht jeden Tag
Hakonechloa macra in Sorten
Eupatorium (es bleibt einfach klein, wenn es kein Wasser bekommt)
Gras Stipa Gigantea
Stipa tenuissima
Miscanthus
Lavandula (siehe Gaissmayer, sicher nicht alle)
Eiben, unbedingt. Selbst wenn sie mal beschädigt sind, auf Stock setzen, sie wachsen wieder
Hydrangea anormala
Spirea Vanhoutii
Epimedium Frohnleiten
Epimedium Orangekönigin, beide nehmen nichts übel und decken Flächen , wachsen im Rasen weiter (immerhin ist er dann etwas grüner;)
Phlomis russeliana
Geranium versicolor
Geranium maccrorrhizum in Sorten
Helenium, manchmal gießen
Sedum in Sorten
Sempervivum
Potentilla als Strauch
Euphorbia dulcis
Hosta So Sweet (siehe hosta.at, Listen mit Hostas nach Bedingungen sortiert)
Sambucus in Sorten, keine gelben, sie verbrennen
Aquilegia
Viola
Teppichphlox
Euphorbia seguieriana nicciciana
Hydrangea paniculata
Zieräpfel
Astrantia in Sorten, samt sich munter aus, braucht wenig Wasser und mag Dünger
Aster novae-angeliae (Raublattastern, zeitiger Rückschnitt verzögert die Blüte, die Pflanzen bleiben niedriger
Aster amellus
Aster frikartii
Alchemilla mollis und andere
Centranthus ruber coccineus
Nepeta in Sorten





Sicher hab ich jetzt nicht alles erfasst und nun möchte ich noch ein Buch für den Bau von Trockenmauern vorstellen.
Die Autoren haben da ein wunderbares Buch geschrieben, tolle Bilder und Anregungen. Für Menschen, die geschickt sind und Freunde haben die helfen, kann man in einem neuen Garten (natürlich auch in bereits bestehenden) mit Stein unglaublich viel machen. Sitzplätze, Stützmauern, Gestaltungen jeder Art und auch die Arbeiten mit Gabionen, die viele eigentlich nicht mögen, wird einen sympatisch dargestellt. Nach Art der Herkunft und Beschaffenheit findet man dort jeden Stein, mit dem man arbeiten kann. Ich finde schön, dass man auch Hintergrundinfos bekommt. Leider geht es manchmal aber nicht ohne Bagger. In unserem Neubaugebiet sehe ich das immer, lauter Hanggärten, schon vor dem Haus, mit riesigen Steinquadern.
Gestalten mit Naturstein im Garten (Verlag Callwey), Daniel Böswirth und Alice Thinschmidt, 176 Seiten, 208 farbige Abbildungen und 23 Zeichnungen, 21,5 x 28 cm, gebunden mit Schutzumschlag, da kann man es auch mal mit nach draußen nehmen.

Es hat in den letzten zwei Tagen 25 Liter geregnet und es regnet weiter, ihr könnt euch vorstellen, dass ich jubiliere!