Sonntag, 30. Oktober 2016

Nie mehr ein Brötchen mit Ei!



Nach einem Zahnarztbesuch suchte ich eine Konditorei auf, schließlich war mein Kreislauf mal wieder am Boden und ich benötigte einen starken Kaffee, Hunger hatte ich auch. Also bestellte ich herroisch keinen Kuchen, sondern ein Käsebrötchen (Käse auf dem Deckel) mit Eiern belegt, ein sogenanntes Eierbrötchen. Ich darf euch nun sagen, dass ein Eierbrötchen sich in tausend Teile zerlegen kann. Eier sind sehr flexibel. Sie bröseln, rutschen und glitschen (vorzugsweise von der Remoulade) auf meine Oberweite oder die Tischdecke, niemals jedoch auf den Teller, wohin sie eigentlich gehören. Nächstes Mal wird es ein Salamibrötchen, aber da rutscht dann vermutlich die Tomate in ungeahnte Tiefen. Nie mehr Eierbrötchen … soviel sei gesagt.

An der Kasse ließ ich mir noch einen Kasten mit Torte zusammenstellen, da Mr. Wonderful einen wichtigen Geburtstag zu feiern hat.

Als ich die Augen weg von der Torte hob, erblickten sie eine ehemalige Schulkollegin, ich erkannte sie sofort an den Augen. Fassungslos sah ich sie an, schlank, mit völlig ergrauter (zugegeben schöner) Frisur stand sie da. Da sie mich nicht erkannte, dachte ich nur: Man, ist die alt geworden. 

Eine viertel Sekunde später erreichte mich dann die grausame Wahrheit: 

Und ICH auch! 

Was für eine Vorstellung, ich bin zwar braun, aber untendrunter auch grau. Und aus diesem kühlen Grunde verbringe ich meine Restlebenszeit auch nicht mehr mit Tortenbacken, sondern kaufe sie meistens. Da kann man sich die Stücke aussuchen. Nach dem letztenWochenende hab ich erst einen halben Kuchen weggeworfen, weil ihn hier niemand gegessen hat, die Kinder wohnen ja weit weit weg. In meinem Alter benötigt man mehr Zeit für die Restauration vor dem Spiegel. Was sind schon Torten!

Dottergelbe Grüße mit Fleck auf dem Shirt
sendet Sigrun, 50 +

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Halloween - schon wieder!

Halloween steht schon wieder vor der Tür! Feiert ihr auch? Die Kinder schnitzen Kürbisse, ich nicht. Ich fotografiere sie lieber (Erinnerung von vor zwei Jahren).
 Damals waren wir am Bodensee und haben mit meiner Freundin gefeiert.
Ich mag die Gegend und meine Bilder wurden - oh Wunder - vom Fremdenverkehrsamt angefragt. 
Dann geh ich demnächst mal Süßigkeiten kaufen. Im letzten Jahr klingelte niemand. Auch so eine Unsitte, die ich nicht mag. Euch wünsche ich, dass ihr von diesen neuzeitlichen Auftritten von Gruselclowns verschont bleibt. Mir würde das Herz stehenbleiben. Man kann statt feiern ja eine schöne Kürbissuppe kochen - wie es Ingrid getan hat. Schöne Tage wünsche ich euch.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Ohne Tiere leben? Geht nicht!

 Eigentlich komme ich aus der Stadt,  wir wohnten in einem Vorort mit groooßen Grundstücken - davon kann man heute nur träumen. Wir hatten Hasen, Hühner, Fasane, Ziegen, Schafe, Puten ... aber kein Tier zum wirklich Liebhaben. Denn alles war für den Teller bestimmt. Das war früher so. Und ich würde es wieder so machen. Eine Katze durfte ich nicht haben,  ich hab meinem Vater die Mausefallen verbogen, weil mir die Tierchen so leid taten. Später hatten wir einen Hund,  eine Beziehung zu ihm hatte ich nicht.
Micki war mein erster Kater, ihm folgen einige Katzen. Micki hatte seine Mutter mit 6 Wochen verloren, ich zog ihn groß. Nach zwei Jahren kam er nicht wieder, wie Kater das manchmal tun. Vielleicht wurde er auch überfahren, wir wohnten an einer Bundesstraße. Nach Micki kamen erst mal die Kinder, die waren wichtiger.
Micki war ein wirklich schönes Tier und sehr autark. Ich mußte erst lernen, dass Tiere so richtig zur Familie gehören können.
 Rasti war unser Hund - er war ein langhaariger Schäferhund und wurde ausgebildet. Allerdings war er schlauer als die Ausbilder. Als er einen Einbrecher stellen sollte, hat er ihn als Vereinsmitglied erkannt, er war ja nicht doof - und hat sich schlicht weg hingesetzt und sich gefragt, was dieser Mist jetzt wieder sollte!
Rasti wurde 12 und starb an Wirbelbrücken, die Wirbelsäule versteifte sich und er konnte nicht mehr laufen.
 Und das bin ich - mit meinen ersten Tieren! Mit Puppen wollte ich nie spielen, die hat mein Bruder übernommen.
 Killi war ein Zwergziegenbock, auch er war mein Kind. Er wurde groß, wollte noch immer auf den Schoß und ich hatte blaue Flecken an den Beinen. Irgendwann hat mein Vater ihn verkauft. Damals machte man keine Fisematenten.
Eine unserer Zwergziegen, es waren viele. Bei Geburten war ich immer dabei.
 Zwei unserer Katzen kann ich nicht zeigen, ich fand keine Bilder. Es ist ja auch schwierig, ich habe Tausende davon. Im sechsstelligen Bereich. Was sagt uns dieses Bild? Du kannst mich mal - aber sowas von! Toddi, die heute noch bei uns ist, links und Einstein (12) rechts. Den Namen gab ich ihm, weil er so schlau war. Leider war er später etwas gestört, weil er Harngrieß hatte und die Behandlung beim Tierarzt hat ihn verstört.
 Na also - geht doch! Links unsere italienische Donna (12), die wir dort mitgenommen haben, sie liefen alle auf der Straße rum und niemand kümmerte sich um sie. Der Tierarzt dort hat sie geimpft und das Dokument für uns gefälscht. Netter Kerl! ♥
 Das ist Zarah, sie folgte Micki. Sie war immer auf Achse und fing sogar Ratten. Abends saß sie mit uns auf dem Sofa - wenn sie Lust hatte! Sie wurde 14 Jahre alt.
Toddi (13 - lebt noch)
 Toddi
 Toddi - immer dabei, heute noch
Dann kam meine große Liebe Jamie, meine Älteste fand ihn mit drei Wochen in Frankfurt im Industriegebiet. Er war so süß, wie ein kleines Britenkind, war aber ein Mischling, das sah man schon. Die Tierärztin machte mir wenig Hoffnung, aber ich sagte: Ich schaffe das - und wir schafften es. Jamie sollte ein Junge sein, entspuppte sich aber als Mädchen. Auch Tierärzte können irren. Und zwischendrin mal ein Wort, auch an die Züchter: Auch wenn ein Kätzchen sehr jung von der Mutter weggenommen wird, kann es überleben und sich sozialisieren lassen. Bei den Züchtern ist nämlich der Aufschrei zu diesem Thema immer sehr groß. Jamie war mit drei Wochen sauber, ein vollwertiges Familienmitglied und akzeptierte mich als Mama und die anderen Katzen zeigten ihm, wo's langging. So!!
Jamie war so klein, dass er den Deckel eines Schuhkartons als Toilette nutzte, weil er nicht in eine Toilette kam.


Jamie war zwei Jahre bei uns, dann kam er nicht mehr zurück. Ich weiß, dass ihm etwas passiert ist. Und trotzdem habe ich ganze neun Jahre auf ihn gewartet. Ich weine heute noch, wenn ich an ihn denke.
Und dann ist es wieder passiert: Ich hab meine allergrößte Liebe gefunden. Nie hätte ich gedacht, dass es nach Jamie noch eine Steigerung geben könnte. Dieser sture kleine Kerl, der grundsätzlich macht was er will, hat sich in mein Herz geschlichen und wird für immer drin sein. Wir sind eine Symbiose. Er läßt mich und ich lasse ihn, auch wenn es schwerfällt. Er ist so sanft und trotzdem eigenständig. Er klebt mir an den Socken. Mr. W. meinte mal: Ihr schaut immer nacheinander, ob es dem anderen gut geht. Und so ist es.
 Mein Ambereye ist immer in Bewegung, lange hält er es nicht aus an einem Platz. Mit drei Jahren erst wird er erwachsen sein. Jetzt ist er 18 Monte alt. Er ist noch lange nicht erwachsen. Still liegt er nur am Mittag, wenn er tief schläft.


Ich weiß nicht, ob sich irgend jemand vorstellen kann wie ich mich fühle, wenn er in die Freiheit geht. Ich kriege Blutdruck, schaue ständig aus dem Fenster und trotzdem lasse ich ihn, weil die Tierärztin mir dazu geraten hat - er will raus. Sonst würde er krank. Ich sehe das auch so.
 Ich glaube, nach ihm will ich keine Katze mehr, denn er soll mit mir alt werden. Man hat den Tieren gegenüber eine Verantwortung.
Meine beiden Männer: Fraser und Mr. Wonderful!

Freitag, 21. Oktober 2016

Achtung - hier wird gebastelt ...


Achtung, ich bastele am Blog. Hab es schon bereut, wollte einfach mal ein anderes Aussehen.
Blogger bietet mir nicht alles an, was er im Testblog anbietet. Die Follower sind ganz aus der Anzeige verschwunden. Wir kennen das ja!

In diesem Sinne: Never change a running system!

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Nur ein Bild - Highland Cattle

Nur eine Aufnahme, anhalten, fotografieren. Das werde ich jetzt öfter zeigen. Die Bilder, die mir besonders gut gefallen, die ich minutenlang einfach nur ansehen kann. Und darüber nachdenken, wie schön dieser Tag war. Dass wir beim Heimkommen von David mit einem Zitronenkuchen überrascht wurden und ich mich wahnsinnig gefreut habe. Das Rezept habe ich mitgenommen. 

Highland Cattle Nähe Loch Carron in den schottischen Highlands
Ich möchte wieder dort hin.

Montag, 17. Oktober 2016

Carrot and Lentil Soup


Wenn wir in Schottland sind, weiß ich ein warmes Süppchen immer sehr zu schätzen. Ich probiere alles durch - außer Fischsuppe. Die ißt dann Mr. Wonderful (Cullen Skink). Mittags ist mir ein richtiges Essen nämlich zu viel, ein Süppchen bietet sich da an. Probiert es ruhig mal aus, es schmeckt wirklich sehr lecker. Und Linsen sind für Frauen in den Wechseljahren sehr hilfreich - Phytöstrogene. ;)



Carrot and Lentil Soup

2 tl. Kreuzkümmel
Chiliflocken
1 El Korianderpulver
1 El Ingwerpulver
600 g Karrotten, gewaschen, nicht geschält
140 g rote Linsen 
Brühe ohne Glutamat
2 Zwiebeln
2 Kartoffeln
Liebstöckel, frisch, wenig
150 g Frischkäse ohne Kräuter, also plain

Linsen 30 Minuten einweichen, etwas aufkochen, mit allen Zutaten außer Frischkäse 35 Minuten kochen. Anschließend Frischkäse einrühren und alles so lange pürrieren, bis es glatt ist.

Wird serviert mit Weißbrot, besser Nan-Bread.

Läßt sich auch sehr gut verlängern, wenn noch mehr Besuch kommt. Einfach Wasser einrühren und etwas nachwürzen.

Frei nach meinem Motto:
Fünf sind geladen, zehn sind gekommen.
Gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.

Das Rezept wurde von mir auf meinen Geschmack abgeändert.