Samstag, 26. November 2016

Rye, East Sussex, GB

Zu einem Kurzbesuch waren wir während einer Gartenreise in Rye. Die Zeit war wie immer limitiert, leider. Da wir aber privat schon oft dortwaren, tat es nicht ganz so weh. Irgendwie ist es immer wie Heimkommen, man kennt alles. Nur den Garten - den kannten wir noch nicht.

Die Häuser sind so typisch für diese Gegend. Wenn man das erste Mal nach Rye kommt, kriegt man den Mund nicht mehr zu. Mein Lieblingshaushaltsgeschäft gibt es nicht mehr. Traurig. Man findet viele Antiquitätengeschäfte dort.

Das mußte ich aufnehmen, der Bus steht bereit für ein 'Wedding Special'. Blöd, wenn man wie ich schon verheiratet ist!
Ich liebe die Schilder der Gaststätten - auch anderswo.

Dort sind wir in die Ecken gekrochen, muffig war es. Es gab einige Stücke, die mich interessiert hätten, sie sind nicht teuer. Nur wie hätte ich das dem Busfahrer verkaufen sollen? Ich fürchte, da wäre ich gescheitert, wenn ich mit einer Kirchenbank angetrabt wäre.
Immer modern - die Holzenten, jetzt mit Gummistiefeln
Vote leave - ihr seht, wann ungefähr wir dort waren, Brexit läßt grüßen
Ärgerlich, wenn man einen Dickkopf hat, mir passen keine Hüte. Ob sie mir stehen würden, kann ich von daher nicht sagen. Sogar in den Charityläden bekommt man für kleines Geld einen allerdings getragenen Hut.

Wieder ein Pub
Privat ja, aber würde man da nicht gerne mal ein Auge riskieren?

Ich stöhne dann immer, wenn ich nicht hineingehen darf. Das fällt schon sehr schwer, weil sich oft hinter einem Tor ein Kleinod verbirgt.
Diese Straße liebe ich
Am Hafen findet man Läden, die alte Sachen fürs Haus verkaufen, Geschirr, sortiert nach Epoche, z. B. in gelb, lindgrün oder rosa aus den (sagen wir mal) fünfzigern? Herrlich, ich traue mich nie zu fotografieren. Manchmal kaufe ich etwas, wie z. B. Suppenlöffel versilbert. Sie haben dort runde Suppenlöffel, die Löffel die wir kennen, nehmen sie für Müsli.
Zum Essen kann man diese Teile nicht mehr verwenden, denke ich, aber für Deko bzw. Basteln sehr gut, sie kosten ja ganz wenig.


Pimms, der Briten Nationalgetränk nach Bier und Whisky. Ich hab mir eine Flasche aus Schottland mitgebracht und werde sie bald öffnen.


Eis - leider findet man auf dem Land nicht sehr oft welches. Nun - habt ihr Lust bekommen? Rund um Rye gibt es viele Gärten.

Dienstag, 22. November 2016

Garden open - Kurzbesuch in Rye, East Sussex, GB

Wer glaubt denn, dass er auf einer geführten Gartenreise außerplanmäßig einen Garten auf eigene Faust erkunden kann? Wenn auch nur für kurze Zeit? Uns ist es passiert. Stand da doch ein Schild, als wir zum Hafen liefen. Die Zeit war sehr beschränkt, Rye galt es zu erkunden, da denkt niemand an einen Garten. Und dann kommt da so ein Schild ...
 Wir haben nicht lange gezögert, zahlten 2 Pfund pro Mann ohne Maus und besuchten diesen netten Privatgarten, an dessen Tor der Besitzer freundlich einlud.
 Der Eintritt war für einen guten Zweck, wie es so oft in Großbritannien geschieht. Das könnten sie bei uns auch mal einführen.
 Handarbeiten und Kaffee und Kuchen, Verzeihung Tee und Kuchen, wurden angeboten. Leider war dafür keine Zeit. Schnell gingen wir durch den kleinen Garten und waren in 15 Minuten wieder draußen. Ist das nicht eine Schande? Ich hab mich irgendwie gar nicht gut dabei gefühlt, so schnell zu verschwinden, aber der Bus wartete und die wären ohne uns gefahren, so viel war klar.

 Niemals hätten wir in dieser engen Straße einen Garten am Haus vermutet, denn meist gibt es eine Mauer und ein Tor, der Platz ist überall eng. Und doch - die Briten schaffen das. Bei uns wären das Hinterhöfe, hier sind es Gärten. Liebevoll und geschickt angelegt. Verwinkelt findet man wirkliche Träume vor.
 Wir waren restlos begeistert. Nur wenige unserer Mitreisenden kam an dem Grundstück vorbei.



 Das ist ein Traum, oder?


Wie gerne hätten wir an einem Tisch Platz genommen und ein Stück Kuchen gegessen. Keine Zeit - ein Drama. Und doch - es war für uns beide ein ganz besonderes Erlebnis, dass Menschen ihren Garten für uns geöffnet hatten!

Sonntag, 20. November 2016

Ein Mysterium



 Wie kommt ein Gummibärchen in das Brennholz?

Beim Anfeuern des Ofens fiel mir ein Gummibärchen auf den Boden. Nun meine Frage: Wie kommt es in das Brennholz? 
Essen die beim Hacken gerne Gummibärchen? Frage an Mr. W. 

Antwort:Ich fand das Gummibärchen beim Saugen unter dem Sofa. Und weil ich nicht wußte, wohin damit, hab ich es in die Kiste geworfen.

Welches Sofa? Mein Sofa. Also reden wir einfach nicht weiter drüber, Gummibärchen machen einen breiten Fuß und sind sowieso ungesund!

Zuckrige Grüße

Sigrun

Freitag, 18. November 2016

November kann auch schön sein - manchmal!

Gegen alle anderen Aussagen habe ich befunden, dass der November an manchen Tagen doch sehr schön ist. An manchen. Heute Nacht hat es gestürmt, und das tut es noch. Die Läden klappern, die Katzen wollen nicht raus. Verständlich, ich geh auch nur, wenn ich muss.
 Das Ziegenbild habe ich bei einem Ausflug in meine Kindheit gemacht, es war ein schöner Tag.
Euch wünsche ich ein schönes Wochenende, Spaß bei allem was ihr tut und ein wenig Sonne.

Sigrun

Dienstag, 15. November 2016

Die starken Fesseln der Sehnsucht - Schottland im Herzen

Das ganze Jahr fiebern wir auf diesen Tag - den Tag der Abreise nach Schottland! Endlich wieder dort sein, wonach wir so lange gefiebert haben. Zufälle gibt es ja nicht, und so fanden wir gleich am zweiten Tag die Highlandgames in Old Meldrum, wo unsere Lieblingsdestille Glen Garioch beheimat ist. Und gleich sah ich ein paar bekannte Gesichter! Da freut sich mein Herz. Es ist immer wie ein Heimkommen. Das kenne ich von nirgends sonst, nur von der Insel.

 Stramme Jungs - wußtet ihr übrigens, dass es für Männer mit schmalen Waden auch Polster gibt, die sie sich in die Strümpfe stecken können? Ich bewundere immer den Stolz der Schotten, der sich ja aus der Geschichte erklärt.
 Ich glaube, der hat keine Polster!
 Und die Mädels, was waren sie so stolz auf ihre Kleidung und den Tanz. Sie zogen sich auf dem Rasen um, da war keine Scheu oder Gezicke.
Stolzer kann man gar nicht schauen, findet ihr nicht auch? Mir ist bisher nirgends ein solcher Nationalstolz begegnet, ich gebe allerdings zu, dass ich ja zumeist auf der Insel bin. Der Stolz der Schotten hat aber mit dem der Engländer nichts zu tun. Sie haben ja schwer unter ihnen gelitten.
 Mein Blick täglich nach dem Frühstück, der Blick auf Macduff, da gibt es auch eine Destille, geschlossen für die Öffentlichkeit, was Mr. W. sehr verärgert hat, er kann sich da schlecht fügen.
Wenn ich aus dem Schlafzimmerfenster sehe, ist dies mein Blick - besonders schön, wenn der Mond aufgeht oder am Morgen die Sonne hochkommt - manchmal blutrot. Edith, sind das genügend Wasserbilder?
 Benromach - man muss alle Destillen besuchen, also wir jedenfalls. Leider darf man nicht überall etwas probieren, angeblich eine neue Vorschrift. Ich kaufe aber nichts mehr, was ich nicht probiert habe - dazu ist der Tropfen viel zu teuer.
 Und dann in Nordengland, Berwick upon Tweed, eine schöne Marktstadt, in der man immer etwas erlebt am Samstag. Schöne Läden, Millitäranwerbeveranstaltungen und ebenso rechte Demonstrationen gegen die Aufnahme von Flüchtlingen.
 Hübsch, nicht?

 Darüber habe ich schon mal berichtet - Bamburgh, mit einem beeindruckenden Castle
 Seahouses auf dem Rückweg, viele Ferienwohnungen und Touristen gibt es hier. Für uns zu voll, wir mögen das stille Landleben. Aber warum nicht mal anhalten, wenn man gerade vorbeikommt? Meer, Möven, Schiffe, die zu den Inseln fahren. Beim nächsten Mal bin ich auf einem Schiff, das habe ich mir geschworen. Es sind stundenweise Touren.
 Mit ihnen hab ich es nicht so, sie machen mir immer aufs Haupt! Ehrlich ...
Zum Abschied nochmal ein Foto vom Empfangschef der Glen Dronach Distillery, gleichgültig bewachsen sie ihre Anlage. Schottland, ich komme wieder - immer wieder!