Montag, 28. Juli 2014

Grimthorpe Castle, Lincolnshire

 Dies ist der letzte Garten aus meiner Lincolnshirereihe, Grimthorpe Castle, an diesem Tag habe ich offensichtlich fotografisch geschwächelt. Nur wenige Bilder befinden sich auf meinem Rechner.
 Das ist aber nicht weiter schlimm, für einen Eindruck genügen sie. Ich denke auch, ich war nicht in allen Gartenteilen, wollte mich einfach nur entspannen. Der Garten ist recht formal, vermutlich aus diesen Grund habe ich nicht viel fotografiert, es ist einfach nicht mein Ding. Aber vom Küchengarten war ich derart angetan, dass ich mich dort extrem lange aufhielt!

 Vermutlich wegen des Kohlweißlings wurde dieser Kohl eingepackt
 Da lacht mein Köchinnenauge, da könnte man sich täglich bedienen. Heute habe ich Salat gekauft, der eigene ist zu Ende




 Die Temperaturen waren sehr angenehm auf dieser Reise, kühl, selten über 20 Grad. Genau mein Wetter.

Ich hoffe, es inspirierte euch, die Koffer zu packen. Lincolnshire ist eine Reise wert!

Donnerstag, 24. Juli 2014

Holunderhof in Dexheim

Immer, wenn ich in Rheinhessen bin, versuche ich, den Holunderhof zu besuchen. Ich liebe den Garten und den exquisiten Inneneinrichtungsgeschmack der Besitzerin.
Frau May versteht es, Begehrlichkeiten zu wecken. Wenn ich doch nur mehr Platz hätte, dann hätte ich diese gehämmerte Schale mit den Teelichtern sofort mitgenommen. Wenn ...
Bitte die Bilder großklicken - es lohnt sich! Nichts geht über einen schön dekorierten Tisch!
Grün ist meine Farbe. Die Decke steckt mir noch in der Nase, sie fühlte sich so weich an, wie für mich gemacht.


Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Wunderschön!
Grün, wieder. So frisch sieht es aus.
Ich hatte ja bereits erwähnt, dass es brütend heiß war, Fotos zu machen war fast nicht möglich, so knallte die Sonne. Auf der Homepage findet man viele schöne und bessere Bilder vom Holunderhofgarten.
Jedesmal, wenn ich mich umdrehte, stand dieser Herr hinter mir. Ich hab mich dreimal erschrocken! Wäre das nicht etwas, was ich bei mir an den Zaun stellen könnte?
Der Teich und die Sitzmöbel sind ganz wundervoll, leider konnte ich von den Möbeln kein Bild machen, viel zu hell.

Das Kätzchen verfolgte uns durch den Garten. Es ist noch jung und schmusig. Am Liebsten hätte ich es eingepackt, eine rote Katze hatte ich noch nie.
Mr. W. wurde ordentlich beschmust
Ein schöner Beetstecker, sehr dekorativ
Ja, guck nur. Wir kommen wieder, ich bring dir dann was mit. Wußte ja nicht, dass es dich jetzt gibt.

Montag, 21. Juli 2014

Angel's Garten

 Welcher normale Mensch fährt bei 32 Grad nach Rheinhessen um Gartenfotos zu machen? 
Ihr kennt sie, hallo - ich bins!
Erwartet nicht zu viel, manches ist viiiel zu hell, es war am Nachmittag.
 
 Ich liebe Angel's Garten und war bereits öfter da. Ihr Garten ist wie sie - geduldig. Über viele Jahrzehnte ist aus ihm geworden, was er heute ist. In Teilbereichen. Der Rest ist teilweise nagelneu, das Leben eben. Es bewegt sich was. Wir haben unter dem alten Haselnussstrauch gesessen und Kaffee getrunken, es war schattig und lauschig, zum Aushalten eben. Und Mr. W.? Er tauchte ab. In Badehose.
 Angel's Garten ist verspielt bis romantisch, aber auch realistisch. Was nicht geht, geht nicht. Ein Problem? Ja, Clothildes Verwandte sind auch hier. Die Wühlmaus hat es glatt geschafft, sich bis Rheinhessen durchzugraben und wütet hier auf eine Art und Weise, die ich doch glatt persönlich nennen möchte. "Pass auf, wohin du trittst", sagte Angel zu mir. Sie weiß warum. Die Wühlmäuse haben das ganze Areal unterminiert, Stauden gefressen, Hostas ruiniert. Das wiederrum nehme ICH sehr persönlich, denn einige sind von mir.
 Natürlich gibt es in diesem Garten auch einen Rosengarten, aber das Licht war einfach ungeeignet.

 In Angel's Garten gibt es viele Schattenecken, genau so viel wir Sonne pur. Diesen Anblick liebe ich besonders, eine alte Kanne und die zarte Verspieltheit von Stachys.

 Nanu? Ach so ja, darin ist er abgetaucht, mein Angetrauter. In den Pool. Wie hab ich ihn beneidet.
 Strahlend hell sitzt die Hemerocallis Cartwheels am Beckenrand und strahlt mit der Sonne um die Wette.
 Am unteren Ende des Gartens wieder alte Sträucher. Die Haselnuss, die man hier nicht sieht, ist uralt und sehr groß. Sie saugt die Beete leer, ein sinnloses Unterfangen, hier eine Hosta gießen zu wollen.
 Und trotzdem - sie leben.


 Auch ganz unten der lauschige Sitzplatz.
 Absoluter Sichtschutz, dringend nötig und ganz neu: Dieses Beet bietet vor der neuen Mauer ungeahnte Möglichkeiten.


Noch einmal in den Schatten, auslösen und dann nach Hause - der Tag war lang, auf der Autobahn zweimal ein Stau. Wie gut, wenn man da Wasserflaschen im Wagen hat, egal wie warm sie sind.

Freitag, 18. Juli 2014

Garten ohne Geld

 Mit dem Euro kam eine Veränderung im Staudenverkauf - so hab ich es empfunden. Über Nacht wurden die Pflanzen viel teurer. Schon damals habe ich darüber nachgedacht, dass ich für mein Geld eine entsprechende Gegenleistung erwarte. Ich kaufe zu 95 % beim Staudengärtner, und der bekommt mein Geld gerne. Im Discounter und in diesen neuen Gartenmärkten, wo man die Allerweltsware günstig bekommt, kaufe ich nicht. Das hab ich nur getan, als ich noch nicht wußte ...
Die großen Staudentöpfe sind doch für den schnellen Genuss gezüchtet, mit dem entsprechenden Dünger programmiert und gestaucht darauf, dass sie schnell eine Terrasse füllen sollen. Die Meisten kommen nicht über den Winter. Wer beim Staudengärtner kauft, ist da besser dran. Du hast keinen in deiner Nähe? Man kann sich Pflanzen schicken lassen. Man kann sie aber auch kostenlos bekommen - oder sie selber ziehen.

Mein Garten steht unter liebevoller Beobachtung - mir entgeht kein Sämling, entweder er kommt auf den Kompost oder in den Topf, eher selten ins Beet. In letzter Zeit topfe ich nicht mehr so oft, meine Freundinnen sind durch mich gut bestückt, man will sich doch nicht noch unbeliebt machen. Im Garten ruht ein kostenloses Potential - man muss es nur erkennen und nutzen.
Seht ihr rechts? Ging grad erst auf -
die Kronenlichtnelke (Lychnis coronaria), die rot blüht, manchmal auch rosa und weiß, je nach dem, wie sie sich gemischt haben.
 Der  kleine Waldgeißbart (Aruncus aethusifolius) hat einige Sämlinge gemacht, einen davon habe ich unter einen Strauch gesetzt. Die Gartenlandschaft verändert sich mit den Sträuchern, ich brauche niedere Stauden, sehr nieder - für Halbschatten oder Schatten.


Hat man Freunde, hat man Hostas. Wenn ich teile, bin ich großzügig, und so bekommt wieder jemand kostenlose Pflanzen aus einem gesunden Garten ohne Gift. Natürlich gewachsen.


In diesem Jahr reifen viele Mohnkapseln in meinem Garten, im nächsten Jahr wird es sicher wieder eine neue Sorte geben, sie vermischen sich. Sooo schön! Im letzten Jahr bekam ich Samen, in diesem gebe ich zurück.


Sedum und Sempervivum vermehren sich leicht und werden gerne angenommen.


 Das Silberblatt (Lunaria anua) stellt seine Samen leuchtend zur Schau, trocknen lassen, ins Beet ribbeln und verschenken.


Viele Geraniumsorten samen sich sehr gut aus, manche zu gut -  wie dieses hier. Phaeum samt sich sehr aus, wird halt hoch. Trotzdem - ich würde es nicht missen wollen.


Auch Sträucher samen sich aus, natürlich oft nicht sortenecht. Dies hier, das kleine Grüne in der Mitte, ist ein Sämling von Physocarpus opulifolius 'Diabolo', er ist grün und wird so bleiben, obwohl seine Mutter braune Blätter hat. Aber ist das wichtig? Es würde mich freuen, wenn er in einem anderen Garten weiterwachsen würde. Einen braunen Sämling gibt es auch, ebenso wie einen neuen Vibirnum opulus, der so schöne rote Beeren im Herbst hat. Ein gemeiner Strauch, wie man sagt, ein Allerweltsstrauch, trotzdem hab ich drei davon, weil er so schön ist.

Viele Stauden samen sich wunderbar aus, wie Brunnera, Alchemilla, Pullmonaria (Lungenkraut). Die meisten Stauden lassen sich durch Abstechen vermehren. Vielleicht gebt ihr mal was weg? Es gibt so viele Neubaugärten, da fehlt dann oft das Geld für gescheite Pflanzen.

Und eben war ich im Ort unterwegs, da stand doch glatt ein Tisch vor einem Gartenmarkt: Kostenlos zum Mitnehmen! Na denn, ich hab mir zwei Astilben gegriffen.