Donnerstag, 24. April 2014

Gedanken


Phlox amanea (procumbens) Variegata



Kampfsport im Discounter

Ich habe  Ostereier gefärbt, die Farben waren vom Discounter. Metalliceier sind sooo schön, da dachte ich, hol gleich noch mal Farbe, vielleicht gibt es die im nächsten Jahr nicht. Ich war Punkt acht Uhr dort, wollte wirklich nur Farbe und ein paar Lebensmittel. Das mach ich in meinem ganzen Leben nicht mehr! Heute ist doch nicht Donnerstag, dachte ich, aber sie haben wegen des Feiertages die Angebote vorverlegt.

Wenn ihr mal sehen wollt, wozu Menschen fähig sind, geht einfach an den Angebotstagen um acht Uhr zum Discounter. Ich hab zuerst überhaupt nicht kapiert, warum sich im Mittelgang die Menschen ballten! Ich gehe nämlich nie nach Angebotszetteln einkaufen. Ich wurde schon angeschubst, als ich nur vorbei wollte – nie wäre mir in den Sinn gekommen, mich in den Kampf zu werfen, denn das war es. Frauen mittleren Alters vorrangig kämpften um den besten Platz bei den Kindersachen, gaben sie nach hinten weiter an die Töchter. Da wurde nicht sorgsam ausgewählt, da wurde nach hinten en gross weitergereicht, danach verzogen sie sich an andere Tische, um die Beute zu sichten. Rücksicht gab es da nicht, und zurückgeräumt wurde auch nicht. Ich war zwanzig Minuten in dem Laden und hab zugeschaut, unglaublich, was ich sah. Eine ältere Frau kämpfte mitsamt Ehemann im Gewühl mit, fuhr ihn dann an: Schorsch, schnell an die Kass, da iss es noch leer!
Als ich sie später an der Kasse wiederfand, drängelte sie nicht mehr – da hatte sie ihre liebe Last, die Scheine aus dem Portomonaie zu bekommen.

Unfreundlich wurde ich von einer Frau am Spargel angeranzt, weil ich mir erlaubte, genau hinzuschauen. Zuvor allerdings kämpfte sie mitten im Gewühl. Man kennt seine Pappenheimer in dieser kleinen Stadt.

Ich könnte noch ewig weitererzählen, nur spann ich den Faden im Auto weiter. Dies war nur eine kleine Episode im Discounter, man kennt es aus dem Fernsehen vom Schlussverkauf. Und es waren nicht die viel verschrieenen AusländerInnen, das waren ausschließlich deutsche MitbürgerInnen.

Was wird erst sein, wenn hier wirklich mal Not herrscht, schlagen sich die Menschen dann tot? Dann gilt das Recht des Stärkeren - wie man es eben im Fernsehen in Katastrophengebieten bei Plünderungen immer so sieht. Ich bin mal wieder sehr nachdenklich. Für sechs Wochen sollte man ja Wasser im Keller haben, jedenfalls bildet man sich ein, dass es im Ernstfall was bringt. Wir haben das Wasser – aber nach diesem Erlebnis geh ich jetzt bald mal einkaufen: Nudeln, Reis, Dosen etc. 


 Ein Sämling von Geranium Katherin Adele, er ist viel größer als die Mutterpflanze. Mindestens 70 cm hoch steht er stramm im Beet. Mag sein, dass ihm das neue Beet mit lockerer Erde gut gefällt. Es waren im letzten Jahr nicht mehr als drei Blättchen, als ich ihn setzte
Hier geht mein Dank nach Rheinhessen, mit einer Lieferung Maiglöckchen fielen zwei Salomonssiegel bei mir ein (Polygonatum). Sie sollen ja sehr raumgreifend sein. Wehe, dann fliegen sie gleich wieder raus. Sind sie nicht schön?

Montag, 21. April 2014

Weiterhin trocken - die Wühlmaus stört das nicht

 Die Fuchsien wurden heute ins Freie entlassen, natürlich hab ich ein Auge auf sie, Frost ist nicht angesagt und an der Hauswand sind sie geschützt. Sollte es frieren, trag ich die drei (mehr sind es nicht) unters Dach! Im Gartenmarkt hab ich Rosentöpfe für sie gefunden, sie haben nicht diesen breiten Rand.
 Trotz Trockenheit geben sich die Pflanzen alle Mühe, aber von gestern auf heute sind einige einfach eingeknickt, wir hatten solchen Wind, dass sie das letzte Wasser im Boden verloren haben. Heute Abend ist noch eine Gießrunde angesagt. Die gelbe Aurikel strahlt wie eine Sonne, sie ist vom Pflanzenmarkt in Oppenheim .

Da der chinesische Flieder so komische Zweige hat in diesem Jahr, hab ich ihm ein paar abgenommen und in die Vase gestellt - da sehen sie auch irgendwie komisch aus. Oder liegt das an der Vase?

Auch aus Oppenheim: Hosta Raspberry Sundae (1 Hörnchen)
Clothilde, die Wühlmaus und meine ausgewiesene Erzfeindin (samt ihrer Familie) hat mal wieder gegraben. Meine schöne Kolkwitze im Hintergrund ist unten völlig verkahlt. Wir überlegen, ob wir sie ausgraben sollen. Mr. W. hat den ganzen Boden aufgegraben, überall Löcher, und zusätzlich der verrottende Stumpf einer Tanne. Na denn - geben wir ihr noch eine Chance, die Erde haben wir ein wenig ausgetauscht.


Ich will es ja nicht besprechen (nur mal nachdenken), aber Clothilde und ihre Brut haben noch nie eine Hosta oder einen Helleborus angerührt- sie kauen lieber an den Sträuchern und fünf Spalieräpfel haben sie mir auch schon umgelegt. Ein Garten im Wandel eben ...

Saxifraga Sap. Cloth of Gold
 Für das nächste Wochenende warten wir auf schönes Wetter, wir möchten unsere Hostatöpfe verkaufen, es war viel Arbeit. Wäre schade, wenn es regnen würde



Schöne Augen machen sie, die Aurikel! Sehr gut fotografieren lassen sie sich nicht - es sieht so künstlich aus.




Und zu guter Letzt - auf der Terrasse blühen mit den Trockengewächsen nun die Nelken in der Schale.

Euch wünsch ich einen angenehmen Start in die neue Woche - sie ist ja nicht so lang.

Freitag, 18. April 2014

Neues von der Scholle 2 - Eier und Hagel

 Ostern naht - die Eier sind gefärbt. Mit *meinem* Kind war ich lange tätig, jeder will welche haben, keiner außer mir färbt sie. Im Garten geht es voran, die Hostas wachsen, einige scheuen sich noch, ihre Hörnchen zu öffnen, ihnen ist kalt. Natürlich kommt es auch auf den Standort an. Syringa chinensis hat seine Blüten in diesem Jahr seltsamerweise fast nur oben an langen blattlosen Stängeln, das sieht etwas seltsam aus. Weiß jemand, warum das so ist?
Der rote Ahorn ist jetzt fast vollständig aufgeblättert.
 Diese Tulpen z. B. mag ich, sie kommen seit Jahren immer mal wieder.
 Diese Woche fragte mich eine Gärtnerin, ob ich denn die Stängel all meiner Helleboren stehen lasse? Da wurde ich nachdenklich. Nochmal so viele Sämlinge wie in diesem Jahr will ich nicht haben, und so wurden es denn zahlreiche Eimer, die gen Tonne wanderten. Auf dem Kompost ist mir das zu gefährlich, man muss sich die Arbeit ja nicht noch schaffen.
Es hat eben gehagelt, immer mal wieder, wirklich Aprilwetter. Darf ich vorstellen? Meine Neuerwerbung Hosta Electrocution, sie wird nicht groß, damit bin ich einverstanden. Sie sieht elegant aus.  

Eier in Reihe - kurz und schmerzlos. Ich bin kein besonderer Dekorierer, und erst recht nicht für den blog. Manchmal überkommt es mich, dann dekoriere ich - heute nicht. Ich weiß jetzt, warum mir in den letzten Jahren die Ranunkeln immer eingegangen sind - sie waren zu nass. Seit meine liebe Nachbarin während des Urlaubes moderat gegossen hat, gedeihen sie, wie ihr seht. Euch allen wünsche ich frohe Ostern - ich wünsche euch schönes Wetter, es soll ganz angenehm werden, zumindest bei uns - und nicht regnen. Mich wird man vermutlich außer am Sonntag nur im Beet finden - Tiefenentspannung pur!
  

Mittwoch, 16. April 2014

Früh am Morgen






 Die Sonne scheint bei null Grad - trotzdem war ich kurz draußen. Die letzten Tage waren vom Garten geprägt, ich hatte einige Gärtnerinnen hier, die - nacheinander - im Garten gruben.
Ein großes Beet wird komplett geräumt, und ich bin froh, dass meine Pflanzen in gute Hände kommen. Es wäre nur schwer zu ertragen, landeten sie im Kompost.






 Am Sonntag waren wir in Oppenheim auf dem Gartenmarkt der Rheinhessischen Gartenführerinnen, zum ersten Mal. Es war wunderbar, wir haben ein paar Pflanzen gekauft, u. A. dieses Basilikum, dass jetzt im Zimmer auf warme Temperaturen draußen wartet. Es duftet in der Sonne, ohne dass man es berühren muss.


Aus dem Land of Hope and Glory haben wir uns div. Fuchsien mitgebracht, die ebenfalls sehr frostempfindlich sind und nun am Fenster drinnen darauf warten, in die Freiheit entlassen zu werden.



Im letzten Jahr hatte ich mich bei einem namhaften Tulpenverkäufer (in Gartenmärkten) beklagt, weil wieder die falschen Tulpen in der Tüte waren. Ich bekam Ersatz, und siehe da, sie sind orange, wieder falsch. Jetzt bin ich ehrlich beleidigt und werde bei diesem Anbieter nichts mehr kaufen, er merkt das vermutlich nicht, aber ich mache es. Blogger mag mich heute nicht, ich kann unten nichts schreiben. Die Hostas entfalten sich mächtig, unten *So Sweet*, absolut sonnenfest und von mir hundert Mal erwähnt.
Nun wende ich mich wieder einen *Tässchen* zu, da ich gleich außer Haus muss.

Frohes Schaffen!






Montag, 14. April 2014

Mit dem Gartengerät auf *du* und *du*

 Der Frühling erfordert bekanntlich einige Arbeiten auf der Scholle - so auch bei uns. Elektrische Geräte habe ich bisher immer Mr. W. überlassen, erstens bin ich Dauerkunde wegen abgeschnittener Fingerkuppen bei elektrischen kleinen Heckenscheren und zweitens ist das Rasenmähen am Hang ein wenig beschwerlich, zudem fürchte ich, dass ich die Schnur dauernd durchschneiden würde - ich bin für derart niedrige Arbeiten einfach nicht geeignet!;))
 Übrigens sind die Hasenglöckchen oben die Pest hier im Garten, ein Vorgänger hat sie mal aus dem Wald mitgebracht, sie samen sich aus, rutschen sofort ganz tief runter und es ist nicht möglich, sie jemals wieder auszugraben, ich hab mir sogar schon einen kleinen Spaten verbogen. Kommen wir also zu unserem allerneusten Familienmitglied: Dem elektrischen Vertikutierer. ich fürchte, der Hersteller würde mir nichts dafür zahlen, wenn ich den Namen hier nennen würde. Er ist schön blau und taugt auf alle Fälle etwas. Nachdem Mr. W. den Motor angeworfen hatte, hörte ich nur ein *huch* und sah in seine erstaunten Augen. Der zieht aber, war zu hören. *gib mal her, das mach ich*, erklärte ich heroisch und setzte das Ding in Gang. Mr. W. hatte zuvor eine mittlere Stufe gewählt. Knatternd flog ich über die Grasnarbe, mein Haar wehte im Wind. Das Ding zieht wirklich, kann ich euch sagen. Das Moos war weg - das Gras auch! Unser zuvor wirklich grüner Rasen war es nun eher weniger - Berge von Gras und Moos türmten sich auf. Wir stellten das Ding höher, jetzt funktionierte es. Dabei stellten wir fest, dass wir die Gehwegplatten erhöhen müssen, sie sind so abgerutscht, dass das Ding deswegen auch das Gras mitnahm. Die Anschaffung hat sich gelohnt - ich habe gleich nachgesät und gegossen.


Unsere diesjährige Neuanschaffung sind Kartoffelsäcke, die wir aus dem Urlaub mitgebracht haben. Über das Ergebnis werde ich berichten - wir haben schon Erfahrung mit Zementkübeln, es lohnt sich wirklich und man kann, nachdem man mit der Hand gewühlt hat, auch täglich für eine Mahlzeit Kartoffeln entnehmen. Im Keller werden sie bei uns gleich schrumpeling, es ist zu warm. Einlagern geht nicht.








Das Hochbeet ist seit einiger Zeit bestückt, neue Salatsorten sind hinzugekommen, wir freuen uns schon auf Essen!
 Und nun hier eines meiner allerliebsten Gartengeräte, mit dem ich mich noch niemals verletzt habe. Margit aus Bayern hat mich auf die Idee gebracht, auch mal meine nicht elektrischen Lieblinge vorzustellen. Heute fange ich mit der Rosengabel an. Sie ist von Rosen-Schultheis in Steinfurth, und nein, ich bekomme weder von dort noch vom Hersteller Geld dafür, dass ich hier schwelge. Es ist die Rosengabel, die ich so sehr liebe. Sieht irgendwie aus wie eine verunglückte Mistgabel, ich weiß. Und ich hab auch nicht mehr viele Rosen, das weiß ich ebenfalls. Aber ich benutze die Rosengabel zur Lockerung des hauseigenen Hangbodens - und das ist anstrengend. Eine Pflanze wächst nämlich dann besser, wenn sie einen guten Wurzelraum hat. Wenn man den Boden lüftet (man sticht rein und wackelt, nicht hebeln), entstehen neue Haarwurzeln, dann wächst die Pflanze besser und üppiger, Wasser kann besser in den Boden eindringen. Billig ist sie nicht, die Rosengabel, man hat sie allerdings ein Leben lang.

Samstag, 12. April 2014

Frühling in Sissinghurst

Wie schaffen die Gärtner in Sissinghurst es nur, dass keine falschen Farben in den Tulpen sind? Ich schaffe das nie.
 Ich weiß, ich war schon wieder dort, vor genau acht Tagen. Und es hat sich gelohnt. Der Garten ist ja fast statisch, und man findet immer die gleichen Pflanzen am gleichen Ort vor, es ist, als würde man sie begrüßen können. Und trotzdem sieht es immer wieder anders aus. Oben Trillium sessile.
 Die Nutterie - ein Blütenmeer von Frühblühern, wie überall im Garten. Ganze Teppiche, die Bilder können die Pracht nicht wiedergeben. Ich kam an einer Ecke vorbei, an dem eine gelbe Scheincalla saß. Wie angewurzelt blieb ich stehen und rief: Wow! Eine Frau sprach mich an und meinte, man hätte mir regelrecht einen Schrecken im Gesicht angesehen. Es war einfach zu schön.



 Hier möchte ich euch mal zeigen, wie man eine Rose richtig aufbindet, dami sie wie ein blühender Ball aussieht. Sie nehmen dazu Haselnussruten.

Schöner kann ein Beet nicht sein
Dieser Gang führt geradewegs auf die Nutterie zu
Das Erysimum blüht dort schon, hier ist es später, und es kommt nie über den Winter

 Am Eingang ein warmer Empfang - Primeln
 Ich hatte Mr. W. gebeten, alles von oben vom Turm zu fotografieren. Eines der Bilder möchte ich euch zeigen. Von oben kann man sehen, wie genial die Hecken geschnitten sind.
Dies ist immer das letzte Gartenzimmer, das ich betrete - dann gehts raus zum Tee und in den Shop. Dieser Gartenteil hat so viele Lichtblicke, dass man ihn gar nicht mehr verlassen möchte.

Und wer jetzt wieder sagt, ich will da auch maaaal irgendwann hin, dem sei gesagt: Wenn ich etwas wirklich will, dann tue ich es!

Mittwoch, 9. April 2014

Neues von der Scholle 1

 Ein Jahr wie dieses hatte ich noch nicht. Es ist der 9. April 2014, und der Garten blüht - ich bin dauernd draußen, drinnen sein kann ich im Winter. 11 Tage war ich weg - ich hab die Amelanchien versäumt, das tut weh. Dafür hab ich aber neue Eindrücke gewonnen und mir Saatkartoffeln mitgebracht, die ich jetzt in Säcken und Eimern halten werde. Die dazu gehörenden Säcke gab es für umme, normal kosten sie richtig Geld! Da konnte ich nicht nein sagen. Mr. W. hat mit den Augen gerollt, wie überhaupt dauernd seine Atmung zu hören war! Wieso gibt es hier eigentlich keine Smilies??
 Zwei der letztjährigen Fehlkäufe bei den Tulpen haben es geschafft, sie sind wieder da und erregen allerorten Aufsehen. Ich dulde sie mal, sonst müßte ich ins Beet gehen und da trete ich noch die Hostas um.
In meinem Garten, der für mich der schönste der Welt ist, kann ich mich voll entspannen. Ob die anderen ihn so schön finden wie ich ist mir wurscht, schon immer. Ich liebe ihn mit jeder Faser und es tut mir weh, wenn eine Pflanze verletzt oder weggeworfen wird. Aber manchmal geht es nicht anders.

 Wir mußten eine große Ligularia rausnehmen, es war einfach zu eng. Einen neuen Platz für sie hatte ich nicht. Dafür habe ich dann ein kleines Geranium reingesetzt.
Als Überraschungsgabe habe ich aus Bayern von Margit dann noch ein Geranium bekommen, sie erinnerte sich, dass ich meines aus Versehen weggeworfen hatte. Wie gut, dass manche lieben Menschen richtig lesen - und nicht nur Bilder gucken!
 Der Zierapfel Malus Royalty leuchtet mir täglich fast unwirklich entgegen. Er beherrscht das Gartenbild ebenso wie der gelbe Holunder, dessen Blüten unten zu sehen sind. Zu meiner Erschütterung fand ich meinen Garten brottrocken vor, die liebe Nachbarin hatte neben all den Töpfen (zu viele) sogar manche Stellen gewässert, aber Lehm, der trocken ist, braucht sehr lange, bis alles wieder feucht ist. Das kostet richtig Geld. Wo es nötig ist, gieße ich. Die Fässer sind schon lange wieder leer.




 Eben gerade habe ich dieses Bild von Hosta *Raspberry sorbet* gemacht, gestern war sie noch nicht so groß. Noch sind die Blätter etwas weich, aber wenn sie mal ganz fest sind, sieht meine Süße mit ihren roten Stielen göttlich aus!


Was will sie wohl mit einem leeren Sack? Das werd ich euch sagen: Ich bekam anlässlich eines Besuches von den Rheinhessengirls zwei Sack Erde, das ultimative Geschenk für eine Gärtnerin. Noch nie hatte ich so gute Erde. Sie enthält Tonkügelchen, ist griffig und etwas feucht, gut durchmischt und das allerbeste Futter für Hostas und Semperviven. Jetzt muss ich mal zusehen, wo ich wieder zwei Säcke herbekomme.

In meinem Garten geschehen Wunder, und ich lasse sie geschehen. Diese Pulmonaria ging letztes Jahr als Winzling auf. Sie hat zwei verschiedene Blattfarben und sieht unglaublich schön aus.

Direkt dahinter hat sich eine Astrantia ausgesamt, und zwar in gelb. Mein allerliebster Staudengärtner hat sofort geunkt: Die ist nicht lang da. Klar, ihr fehlt das Chlorophyll, aber sie ist noch da, und zwar seit letztem Jahr. Auf sie habe ich ein Augenmerk, sie ist mein Stern. Für heute habe ich genug geredet und gehe wieder auf die Scholle. Sie fehlt mir schon wieder. Im Beet sitzt noch eine Hosta *Yellow River*, die wegen Arbeiten dort raus muss. Ich werde Mr. W. mit meinen wunderschönen blauen Augen anglubschen, wenn er kommt, dann holt er sie mir bestimmt raus.

In diesem Sinne: Frohes Schaffen.

Sigrun