Donnerstag, 20. November 2014

Das war mal anders ... Veränderungen im Garten

Vier Jahre nach unserem Einzug entstand dieses Beet, links sieht man noch den Stamm der Blutpflaume, die heute auch nicht mehr da ist. Der Garten ist zu klein für solche Bäume, ich hab das erst viel später begriffen. Alles haben haben haben, längst weiß ich, dass das nicht möglich ist. Schade eigentlich.

 Und jetzt kommt er weg, im Frühling wird das Beet aufgegraben, seine Wurzeln haben einige Hostas zum Zwergenwuchs verdammt, sie drücken die Pflanzen immer wieder hoch, sie gehen rückwärts. Intensiv habe ich mich mit Sträuchern befasst, die Tiefwurzler sind, damit die Hausisolierung nicht länger bedroht wird. Ich habe nichts gefunden, was ich nicht schon hätte bzw. alles was ich fand, sind Herzwurzler. Dann eben nicht. Eine Hortensie steht schon hier in Warteschleife und wartet auf das Frühjahr.
Auch sie sind nicht mehr, wie so viele andere, Rosen mögen diesen Garten nur bedingt. Fast hundert hatte ich mal, nun kann man sie an zwei Händen abzählen.
Rot wie Blut, rot wie die Liebe - davon sind nur vier geblieben, wenn ich recht zähle. Sechzig waren es einmal, sie wuchsen mir über den Kopf.
 Nur Ghislaine de Feligonde ist noch hier
Die Blutpflaume wurde gefällt
Farne aus dem Wald machen sich breit und breiter, ein endloser Kampf gegen das Kraut, bei den mir meine Tochter manchmal, wenn auch selten, hilft.
Die Katzen helfen nie, niemand fängt hier mehr Mäuse, denn von dreien ist nur noch eine da, die nicht fängt.
Empfehlen kann ich euch dieses Werk von Prinz Charles, ich habe es gern gelesen
Jährlich erneuert werden muss dieses Rasenstück, wenn es denn den Namen verdient. Hier steht der Tisch. Ich wollte keinen Pflasterplatz.
Nach dem Ahorn wird der Blick freisein auf die Sissinghurstbank, auch hier liegt nur noch einer. Erfreuen werden wir uns dann an der Kletterhortensie, die bis zum Unterstanddach geht.
Auch das Häuschen war am falschen Platz, ich nehme an, es war zu heiß. Das Nest wurde nicht ausgebrütet.

Sicher werde ich für größenwahnsinnig gehalten - auch sie waren alle mal im Garten. Nun ist nur noch die hellgelbe da, sie kam von der Nachbarin.
Wo einst der Wasserdost mein Herz erfreute, tut es heute der Kraftplatz. Ich gebe zu, ich vermisse das Eupatorium sehr. Mein Mann vermutlich nicht, er hatte immer alles zu schneiden, und das wollte ich ihm nicht länger zumuten.
Ein neuer Mäher zog ein, ebenso wie der Schredder, der sogar einmal umgetauscht wurde. Die neuen Leisehäcksler haben alle so einen dämlichen Sicherheitskasten, der sich ständig verklemmt. Zudem hatte unser Modell offensichtlich einen Konstruktionsfehler, er wurde zurückgenommen. Nun schreddern wir nicht mehr leise, aber sehr zufrieden!! Die dämlichste Anschaffung dieses Jahres war der Vertikutierer. Kein Mensch mit unserer Gartengröße und vielen Platten braucht sowas. Die Platten haben Spuren davongetragen, das Gras war ganz weg und nun steht das Ding, einmal benutzt, im Heizungskeller und wartet auf jemanden, der es mitnimmt und sich seiner erbarmt.
Vorher war der Kraftplatz dieses Beet im Frühling
Nachdem 2012 (Bild) die neue Mauer von wirklichen Könnern errichtet und die Erde 50 cm ausgetauscht wurde, waren die Sträucher noch klein. Doch schon nach zwei Jahren hat der Salbei seine Last, hier zu leben, er bekommt keine Sonne mehr. Also raus damit. Wohin? Keine Ahnung.

2012 alles noch soo klein, wieder eine Fehlplanung. Die als 1 m hoch angepriesene Zierkirsche ist jetzt schon höher, man sieht die Treppe nicht mehr, also zieht die Kirsche einen Stock höher ins Beet um.
Hostas wachsen, das ist nicht zu verleugnen. Die großen Sorten habe ich fast alle verschenkt, trotzdem dezimiert sich die Anzahl der Pflanzen nicht. Noch bin ich nicht soweit wie bei den Hemerocallis, ich kann es nicht.
Ihr erinnert euch? Vormals natur -

heute rot und morgen? Sie ist schon recht betagt, wer weiß! ;))
Leider haben viele meine Semperviven in diesem Jahr gelitten, ich habe sie gedüngt. Die Empfehlung, die ich bekam, war lt. meinem Staudengärtner nicht gut. Jetzt muss ich viele ersetzen, sie sind eingegangen. Ich muss wohl mal bei Majorahn betteln gehen, damit ich meine Sorten wieder ersetzt bekomme.
Anne guck, die Grace - hast du noch eine für mich?

Sonntag, 16. November 2014

Morton in Marsh und Woodstock

 Beschaulich geht es zu in diesem Orten, nicht wundern, wenn keine Blätter an den Bäumen sind, es war Frühling, als wir dort waren. Frühes Frühjahr, ein spontaner Entschluss meinerseits. Vor meinen Entschlüssen graut Mr. W. zuweilen, mittlerweile jedoch hat er sich daran ewöhnt und ist meist erheitert, zumal er ja auch Spaß daran hat, aber auch fahren darf. Morton in Marsh ist ein schöner Ort, wir kennen ihn seit vielen Jahren. In einer kleinen Einkaufspassage fanden wir dieses schöne Geschäft mit vielen Schnucklichkeiten, die eigentlich kein Mensch braucht.
Die Spielzeugläden anzusehen macht auch viel Spaß, zumal dort auch große Kinder ihre Freude haben, Bleichspielzeug zum Beispiel. Zum Glück sammelt bei uns niemand.

Ich liebe die Farben der Cotswolds, den gelben Stein, die diversen Grau- und Grüntöne, wenn man sie so nennen will. Genau meins. Zu Leben ist hier sehr sehr teuer, Antiquitäten kauft man nicht dort, die Preise sind völlig überhöht, weil der Geldadel und andere Reiche hier kaufen. Viele Schauspieler, Künstler und der Adel haben hier ihre Häuser.
Ein schnuckeliges Hundeexemplar, dass nicht mal Augenkontakt zu mir aufnehmen wollte, fanden wir ihm Schaufenster. Sicher dachte er:Nicht mal in der kalten Zeit hat man vor den Touris seine Ruhe.


Wieder in der Passage angelangt mit meinen Gedanken, fällt mir ein, dass ich vor drei Tagen in einem Einkaufszentrum war, völlig grundlos und ohne Kaufabsicht. Als ich durch all die Läden ging, dachte ich: Nichts von dem hier brauchst du wirklich! ... und ging wieder heim.

Wetterfest, wie die Briten sind, sitzen sie auch in der kalten Jahreszeit draußen
Und so sieht es da im Herbst aus, es ist ein älteres Bild, mal zum Vergleich. Der Herbst - für mich ist er die schönste Jahreszeit. All die pralle Fülle, die bald vergeht, um im Frühling wieder bescheiden aufzuerstehen.

Ein Architektenbüro ist hier beheimatet
Wir verlassen nun den Ort und fahren nach Woodstock und nein, nicht dieses, sondern in England.
Woodstock ist ein ganz anderer Ort, in der Nähe befindet, quasi am Ortsausgang, sich das Geburtshaus (leicht untertrieben) von Winston Churchhill, Blenheim Palace. Innen waren wir noch nie, es muss grandios sein, wobei ich aber auch immer an die denke, die dort putzten, als es noch keinen Strom gab. Grusel.
Woodstock ist ein Ort mit großen Häusern, hier ist Geld, das sieht man einfach.
Die Straßen präsentieren sich sauber und wie geleckt, das ist mir sehr aufgefallen.

Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag!

Donnerstag, 13. November 2014

Momente - Schottland, Meer, Whisky

 Impressionen am Wegesrand - Bilder ohne Zuordnung in meinen Ordnern, einzelne Momente. Deans of Huntly, Shortbread bis zum Abwinken,  man findet auf der Seite auch Rezepte zum Backen. Im Laden gibt es Gebäck zu kaufen, dass ich noch in keinem Supermarkt fand. Außerdem gibt es ein Restaurant, das lass ich nie links liegen, man muss nicht warten, es geht schnell. Huntly liegt in der gefühlten Mitte von Aberdeenshire.
Letzter Tag, Essen für die Reise, ein paar Flaschen für daheim und für Freunde. Flaschenbier ist ungefähr dreimal so teuer wie in Germany , es schmeckt aber sehr lecker, die Vielfalt ist gewaltig. Dosenbier hingegen enthält Gaspatronen, die beim Öffnen das Bier aufschäumen, es schmeckt gruselig.
Eine Fahrt entlang der Küste, rechts sieht man noch einen Zipfel des Beetes, dass eine Anwohnerin angelegt hat - Beete gehen für Gärtner offensichtlich überall.

Und so sieht es in ganz Schottland aus, nachdem die Gerste für den Whisky geerntet ist.
Steinerne Zeugen aus alter Zeit begegneten uns überall, Steinkreise, einzelne Steine - wenn sie erzählen könnten ...

Die Schotten (und urlaubende Briten) sind wetterfest. Während wir schon Fleece und lange Hosen tragen, gehen sie im Shirt und kurzen Hosen.

An manchen Tagen konnte man die Welt nur durch die nebelige Brille betrachten, ein Hauch von Magie.

Genau an den Ort meiner Sehnsucht möchte ich wieder reisen, es war alles so harmonisch und erdig dort. Fast glaubt man, aus dem Meer würde der Greenman aufsteigen.
Möwen sind ungefähr so laut und ätzend wie die Elstern, ich könnte glatt darauf verzichten. Sie hinterlassen mir oft etwas auf meinem Haar ... ich habe da jahrelange Erfahrung.
Kinder haben hier gespielt und ihre Werke hinterlassen. Geschäftstüchtige Menschen haben aus ihrem Heim und Anbauten Ferienwohnungen gemacht, angegliedert ist eine Töpferei, aus der ich mir eine blaue Schale mitgenommen habe, die wäre sicher etwas für die blaue Lotta. Am Meer gegenüber wird gegrillt und gespielt.
Schottland geht nicht ohne Whisky - Besuch in einem Laden in Huntly. Keine Frage, dass wir nicht leer rausgingen. Die Vielfalt überforderte mich, wie immer eigentlich. Der Betreiber erzählte uns dann von seinen Tastings in good old Germany, die er regelmäßig veranstaltet. Ich hatte gehofft, ihn auf der Messe zu treffen, dies war leider nicht der Fall.