Sonntag, 1. Mai 2016

Pflanzenmarkt im Hessenpark, 30.4.2016

Gestern war Pflanzenmarkt im Hessenpark. Ich war schon länger nicht mehr dort, weil ich meist zum Staudengärtner gehe - aber hier wurde ich auch fündig, obwohl ich nichts kaufen wollte. Wie immer !!
 Rosen brauche ich nicht, sonst eigentlich auch nichts. Ich hatte allerdings bei Fransen zwei Hostas bestellt, die es abzuholen galt. Das Ambiente ist wunderschön, der Hessenpark ist immer einen Ausflug wert, besonders für Familien. Die Kinder können laufen, es gibt etwas zu essen und man sieht, wie es früher war. Für kleine Kinder sehr interessant. Doch am Tag des Pflanzenmarktes zahlt man 8 Euro, da sollte man sich mit der Familie einen anderen Tag aussuchen.
 Ich mußte gar nicht mal so stark an mich halten, weil ich ja langsam vernünftig werde, aber nur langsam.
 Eine rotblühende Mukdenia hab ich mir gekauft, jetzt suche ich ein passendes Plätzchen dafür.
 Diesen Stand fand ich von der Farbgestaltung her sehr ansprechend. Ich hab zwei kleine Sachen gekauft und hätte gerne noch ein Sempervivum gehabt, aber es hatte keinen Namen, die Gärtnerin wußte ihn auch nicht. Und da ich vermeiden möchte, eins zweimal zu kaufen, hab ich es gelassen. Sie verändern die Farbe ja von Frühling auf Sommer.

 Wir hatten ein Objektiv auf der Digi, mit dessen Farbe ich nicht zufrieden bin. Nun hab ich aber nur diese Bilder, ich hoffe, sie gefallen euch trotzdem. Viel zu schauen gab es, viel zu kaufen. Tische, Stühle, Pflanzen, Seife, Lavendelkissen, Essen - es gab einen Stand der Gesellschaft der Staudenfreunde.
 Schön nicht? Ich seh es mir gerne an, meine Farbgestaltung ist es zwar nicht, finde es aber bei anderen schön.
Und da ist er, Marco Fransen (mit Sohn). Anscheinend tritt der Junior in seine Fußstapfen. Ist doch schön! Und schon sind wir am Ende, eine Hosta ist getopft, zwei Kleinchen sind eingegraben, der Rest kommt noch dran. Es ist trocken draußen, lt. Wetterbericht soll es die nächsten sieben Tage nicht regnen, also gieße ich mal morgen, ich hab viel gesetzt bzw. umgesetzt. Schön war es gestern und heute, dafür bin ich dankbar. Die Apfelbäume fangen an zu blühen, es soll nicht frieren, also wird der Frost nicht hineinfahren. Mr. W. hat heute das Gartenhaus noch von hinten gestrichen, es gibt noch so viel zu tun.
Was habt ihr am Wochenende gemacht?

Eine schöne Woche wünscht Sigrun

Donnerstag, 28. April 2016

Wechselhaft - und trotzdem grün!

Hatten wir in den letzten Jahren schon mal einen solchen April? In den letzten Tagen hat es nur gehagelt, geschneit, geregnet, gestern war Sturm - und auch Sonne. Und gestern war es so elend kalt, dass niemand, den ich kenne, rausgegangen ist, ohne es zu müssen. Ich nehme an, das war der Wind und die Luftfeuchtigkeit. Unser Gartenhaus ist fertig, zumindest wo man hinguckt. Die Rückfront darf Mr. W. nun streichen, sehnsüchtig warten wir auf schönes Wetter, Regen tut der Farbe nicht gut. Die Farbe des Gartenhauses, das groß ist, ist auch die Farbe des Dachfirstes. Mir kam die Idee, sie dafür zu nehmen, weil in England viele Barnes (ehemalige Stallungen) für Wohnungen hergerichtet und so gestrichen sind - oder gar schwarz. Es gefällt mir sehr gut. Es nennt sich Antrazit. Wie auch immer - jetzt ist die Garage dran - einen Maurer zu finden, der Kleinigkeiten macht, ist ein Ding der Unmöglichkeit.
 Mittlerweile habe ich das Insektenhotel an der Seite aufgehängt und die Semperviven neben der Tür. Einen Nachteil hat es: Man sieht jedes Staubkorn, alle waagerechten Flächen sind schon jetzt gelb vom Blütenstaub, aber das stört mich nicht, wir leben ja hier. Endlich können wir wieder Brennholz bestellen, denn das wird unter dem Dach gelagert.

 In zwei Wochen vertraue ich dem Wetter insoweit, dass ich unter dem Obelisken die Kletterer auspflanzen kann, drum hab ich jetzt auch noch keine gekauft, nur die Bohnen, die liegen schon hier.
 Alles ist so schön frisch und grün, allerdings sind mir vier Hostas vermatscht, sie treiben wieder durch, unschön ist es trotzdem.
 Schon vor Wochen habe ich alle kleinen Töpfe gedüngt, jetzt kann das Wachstum loslegen. Vorausschauend und aus Erfahrung habe ich Mr. W. gebeten, den Korb mit den sechs Heuchera vom Platz zu nehmen, die Sonne verbrennt sie - der Frost erledigt sie komplett. Jetzt stehen sie hinter der Buchshecke, dort gehts gut.
Samstag ist Pflanzenmarkt im Hessenparkt, darauf freue ich mich sehr. Es wird sicher noch sehr kühl sein, wenn wir am frühen Morgen dort aufschlagen, aber das GärtnerInnenherz verlangt danach. Fransen ist mit Hostas dort.

Montag, 25. April 2016

Cove, Erinnerungen an eine Stunde im schottischen Grenzland

Wieder mal da, an diesem Ort kann ich einfach nicht vorbeifahren. Cove, ein Ort im schottischen Grenzland, am Meer, an der Ostküste. Dieser Ort hat für mich eine nahezu mystische Ausstrahlung, ich würde immer kurz dort halten, wenn es mir die Strecke ermöglichen würde. Dort halten, wo so viele Familien die Männer verloren haben, verloren bei einem Wetter, verloren beim Fischgang. Diesmal waren wir statt Herbst im Juni da, und die Spornblume (Centranthus ruber coccineus und Sorten) blühte wie verrückt. Es ist ein kleiner Ort, ich traf einen Gärtner, der ein kleines Beet an einem der Häuschen neu bepflanzte. Ich glaube, er hatte nicht wirklich Ahnung, eher so ein Hausmeisterdienst, so jedenfalls stand es auf dem Wagen.
 Die Küste ist wunderbar, und wenn man besser zu Fuß ist als ich, kann man, hier nicht sichtbar, in den Hafen laufen. Das nächste Mal will ich es probieren.
 Dieses Monument spricht Bände! Wer Interesse hat, hier findet ihr meinen damaligen Bericht. Es ist interssant.
 Der Ort strahlt trotz der damaligen Tragödie soviel Leichtigkeit aus, ich kam mir so neugierig vor, als ich meine Blicke in die Gärten richtete. Wie gerne hätte ich mich mit jemandem unterhalten, aber außer dem Gärtner war keiner da, und er hatte keine Zeit.

 Hier geht der Fußweg entlang zum Hafen.
Es war ein sonniger Tag, wir haben etwa eine Stunde dort verbracht, dann mußten wir weiter zum B&B, zur Zwischenübernachtung, denn in einem Tag ist die Strecke für mich nicht zu schaffen. Wir waren ja auch im Urlaub - und da muss man sich nicht hetzen. Wenns klappt, fahr ich wieder hin!

Samstag, 23. April 2016

Schlechtes Wetter...

 Eigentlich wollten wir das ganze Wochenende im Garten arbeiten. Es gibt so viel zu tun. Das Gartenhaus muss nun von hinten, auch hinter den Wasserfässern, gestrichen werden. Und jetzt regnet es schon wieder, die nächsten Tage werden elend. Meine neue Hosta habe ich unter den Unterstand gerettet, gegebenenfalls wird sie zugedeckt, wenn es wirklich vier Grad minus werden. Ich glaub es noch nicht, aber man weiß ja nie.
Der Maler ist fertig, ich bin glücklich und jetzt bin ich am Aufräumen. Grad hab ich im Regen das Fenster des Gartenhauses geputzt, die Gardine hängt wieder. (oben Hosta Devon blue)
Das Unkraut zwischen allen Steinen und Treppenfugen, allen Mauerritzen wächst wie verrückt, ich muss mir eine Mixtur zum Spritzen anrühren, mal sehen, was es im Gartenmarkt jetzt gibt. Wegkratzen geht da nicht. (Epimedium x cantabriense) Insgesamt ist ein solches Wochenende und die kommenden Tage für alle GärtnerInnen mehr als frustrierend. Da hat man nicht mal Lust auf den Staudengärtner, da war ich ja auch vorgestern schon!

Ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 21. April 2016

Happy birthday, Mrs. Queen!

 Liebe Majestät, ich wünsche Ihnen alles Gute zum 90sten Geburstag! Bleiben Sie gesund ...
und auf die nächsten 10 Jahre - die 100 schaffen Sie locker!

♥♥♥

Dienstag, 19. April 2016

Ein Quell der Freude - Frühling im Garten

 Im Frühling geht es bei uns hoch her. Nachdem die Handwerker das Haus schön gemacht hatten, konnten wir im Garten wieder alles an seinen Platz rücken, krauten, düngen, vertikutieren - ihr wißt ja alle, was da zu tun ist. Das Düngen zeigt erste Wirkung, die Löcher vom Winter schließen sich langsam, gute Rasennachsaat für die Schäden vom letzten Sommer ist ausgebracht. Geregnet hat es auch genug und heute ist einer meiner Maler zurückgekehrt, um das Gartenhaus zu verschönern. Ich lasse es wie die englischen Barns streichen - dunkelantrazit. Es ist ja ein richtiges Haus, keine Hütte, der Vorgänger hat es bauen lassen, doppelwandig isoliert. Nur störte mich immer der ländlich anmutende Charakter des Hauses, das wird jetzt anders. Nach 16 Jahren kann ich mir das doch mal gönnen, was meint ihr? Abschleifen, zweimal streichen. Viele Tage sind veranschlagt.
 Dieses Sempervivum in den Steinen ist riesig geworden, es mag seinen Platz in der Hitze.
 Der Hang ist immer noch nicht entkrautet, Mr. W. muss das ja alles alleine machen. Mittlerweile kann er im Garten schon wieder anfangen, durch den Regen gehen unendlich viele Saaten auf. Oben Brunnera 'Hadspen cream' - kein Unkraut, ich zeig es, um meinen Beitrag von vor einigen Tagen zu ergänzen.
 Derzeit fahre ich unglaublich au die Epimedien ab, die zarten Schönheiten haben es mir in ihrer Fragilität sehr angetan. Am Wochenende habe ich mir auf dem Oppenheimer Markt drei neue gekauft, eine Tour an den Rhein lohnt sich immer. Die Amberqueen habe ich von Jane bekommen, unsere Gärten sind ein Hort unendlicher Freude zum Tauschen für uns.
 Brunnera Betty Bovering
 Überall stehen noch die Hostatöpfe quer in allen Ecken, jetzt kann der Maler sehen, wie er um sie herumtanzen kann.

 In letzter Zeit bin ich dabei, lästige Veilchen auszurotten, dieses hier wird - noch- tolieriert. Viola labradorica, ich glaube, mittlerweile hat es schon wieder einen anderen Namen. Die ständige Umbenennung von Pflanzen geht mir auf die Nerven. Dieses Veilchen hat dunkles Laub und sät sich sehr aus, viel Arbeit, es aus allen anderen Stauden herauszuhalten.
 Mandarin  Star hab ich mir in Holland bestellt
 Ein Brunnerasämling mit ein wenig Jack Frost - eine meiner Lieblingspflanzen.
 Heute will ich mal - so ich es nicht wieder vergesse, eine Topfzählung machen, weil ich glaube, es werden ständig mehr, ich will doch reduzieren. Hier Hosta Lederhosen
 Das spanische Hasenglöckchen ist auch so ein Kandidat, der mich stört, viele lieben es ja, aber es rutscht so tief ab, dass ich mir einen Spaten verbogen habe und man bekommt es aus den Stauden nicht heraus. Außerdem hat es sehr viel Laub. Mittlerweile ist es hier in blau, rosa und weiß.
Epimedium franchetii
Gestern Abend haben wir wieder gegraben im Bandscheibenbeet, die Wurzeln des roten Ahorns verhindern eine vernünftige Arbeit. Die drei neuen Epimedien wollten untergebracht werden, dafür mußten andere Stauden gehen.

Freitag, 15. April 2016

Gartenausflug - ein belebender Tag!

Gestern war ein wunderbarer Tag - wir , Jane und ich, haben Gartenbesuche gemacht. Zuerst besuchten wir die Spinnerin in ihrem stimmigen verspielten Garten, danach stiegen wir durch Bines Hanggarten, der noch jung und wunderschön ist. Abschließend durfte mein Garten sich über Besuch freuen, bald werde ich auch die neuen Pflanzen eingraben, die ich bekommen habe. Doch wohin?
 Es war so unglaublich entspannend und schön, ich habe mal keine Fotos gemacht und alles nur genossen. Für Jane war es das erste Mal, dass sie die Gärten gesehen hat, sie war restlos begeistert. Es gibt nichts Schöneres, als mit Gleichgesinnten durch Gärten zu gehen und über Gestaltung und Pflanzen zu sprechen. Ein Tässchen Tee oder Kaffee rundet das Ganze harmonisch ab.
 Es ist April - der ja bekanntlich macht was er will. Und so war mir klar, dass ich mich beeilen mußte, wenn ich die heute aufgeblühten Felsenbirnen noch heil fotografieren wollte. Und kaum war ich fertig, kam ein Schutt runter, der seinem Namen alle Ehre gemacht hat. Alles ist weiß in der Straße, überall blühen die schönen Felsenbirnen. Da geht einem das Herz auf, oder?
 Von gestern auf heute sind die Stauden merklich gewachsen. Der Rasendünger ist vollständig eingespült, das Unkraut schaut aus allen Ecken, als gäbe es kein Morgen, dabei bin ich täglich dran. Und in den beiden besuchten Gärten riefen beide Gärtnerinnen erstaunt: Huch, da ist ja schon wieder Springkraut in Massen und ich war doch erst dran!
 Es gibt immer was zu tun. Die Semperviven müssen zum Teil neu gesetzt werden, Ableger sitzen in der Platte. Hostas werden geteilt und getopft und danach verschenkt. Zum Verkaufen reicht es in diesem Jahr nicht, da der Zeitpunkt nicht geeignet ist, die Pflanzen sind noch nicht aufgeblättert. Jane hat mir einen Zinkeimer mitgebracht, praktischweise muss er nicht gelocht werden, weil er schon durchgerostet ist. Es kommt eine Hosta rein, oder etwas anderes? Ich überlege noch.

 Hier stand einmal eine Zierkirsche, doch sie wurde zu groß - schon nach drei Jahren. Sehr schlechte Planung, Gärtnerin! Das Umpflanzen hat sie nicht überlebt, ich kaufe eine neue.
Auch das Blumenkind freut sich, so schön ist es momentan in meinem Garten!