Montag, 22. August 2016

Lemon Shortbread with Earl Grey Tea

Wie lange nehme ich mir das jetzt schon vor? Man darf ja nicht nur backen, wenn es weihnachtet. Und wenn man jetzt bald Lebkuchen kaufen kann, back ich mir selber was. Kürzlich in Britannien gewesen, habe ich mir zwei tolle Shortbread gekauft, eines mit Zitrone und Earl Grey drinnen, eines mit Rosenblättern und Rosenwasser. Lecker! Und dann kam meine Gartenfreundin Anne und brachte mir Rosmarin-Lemon-Shortbread aus der eigenen Küche mit - saulecker.
 Mr. W. knetete mir den Teig und zog sich dann mit einem Draht und einen Plastikhandschuh zum Fädeln von Peperoni ins Esszimmer zurück. Von mir belächelt - weil er nur an einer Hand einen Handschuh trug ...
Shortbread darf nicht zu dünn sein, in England sind sie noch dicker. Beim nächsten Mal dann ... wenn es Rosen Shortbread gibt. Diesmal waren dann die mit Zitronenschale dran.
Von diesem Förmchen habe ich mehrere Sets, pro Set fünf Herzen, verschiedene Größen in Dosen. Oder andere Formen ... ich bin ein ewiges Kind.
Beim Backen verändern die Herzen die Form etwas und sehen so sehr harmonisch aus. Und wie sie erst schmecken ...

Lemon Shortbread with Earl Grey Tea 

500 Gramm Mehl (in meinem Fall Dinkel)
350 Gramm Butter
150 Gramm Zucker
abgeriebene Schale von zwei Zitronen
Inhalt von einem Beutel Earl Grey Tea
eine ordentliche Prise Salz

verkneten, kühlstellen und dann die Herzen ausstechen.
Nicht wundern, am Ende der Backzeit (ca. 20 Minuten, 180 Grad) riecht es seltsam, das ist der Tee.
Abgekühlt ist der Geruch weg und es schmeckt herrlich!

An den Kommentaren merke ich, dass viele sich das nicht vorstellen können! Seht mal hier: Waitrose
mein absolut favorisierter Lebensmittelladen, sie haben das beste Essen, echt. Ihr sterbt also beim Essen nicht daran, im Gegenteil. Es entwickelt sich ein Wohlgefühl im Mund!

Mittwoch, 17. August 2016

Fordyce Castle, Aberdeenshire, GB

Vor einigen Jahren wollten wir schon einmal nach Fordyce, um in diesem Schloss eine Wohnung zu bewohnen. Ich wurde krank, die Buchung storniert, die Versicherung mußte zahlen. Aber sehen wollten wir das Schloss schon, und den dazugehörigen Ort. Wir wurden sehr angenehm überrascht!

Fordyce ist ein sehr sauberer Ort. Andere Orte sind auch sauber, aber es kam mir so freundlich vor, alles war so hübsch hergerichtet. In anderen Orten gab es viele einjährige Blumen als Schmuck, hier fanden wir Stauden vor, überall.
 Friedhöfe ziehen uns magisch an, wir fotografieren dann beide, eigentlich immer, und es gibt ähnliche Aufnahmen.
 Ein Blick die Straße hinunter auf das Castle ...
 Hinterher erfuhr ich, dass es irgendwo eine sehr schöne Teestube gibt, wir haben sie aber nicht gesehen.
Zimbelkraut als Sarkophagschmuck, das hat was.
 Über der Friedhofsmauer hängt eine Fuchsienhecke aus winterharten Fuchsien
 Durchblick zum Castle
 Alles war so bunt, und das nicht am Meer, sondern im Hinterland. Schön, nicht?
 Wir gingen ein Stück in den Wald rein. An seinem Rand lief ein Bach entlang, jemand hatte dort seine überschüssigen Stauden ausgepflanzt, was für eine schöne Idee!
 Und wir fanden diesen alten Schäferwagen, sofort ging mit mir die Phantasie durch. Ihr wißt, was ich meine? Kleines Sofa drinnen, hübsche Gardinen, alles frisch gestrichen ...
... und hier wuchs dann unter anderem die Rodgersie am Bachrand, sowas sollte man öfter sehen!

Sonntag, 14. August 2016

Fyvie Castle, Schottland - Begegnung mit einem Geist in grün

Fyvie Castle - eine Begnung der beeindruckenden Art für mich in Schottland. Wir waren früh dort, wir sind meist früh. Und waren die einzigen Besucher zu dieser Zeit. Da wir Mitglied im National Trust von England sind, können wir kostenlos auch die Besitzungen des National Trust for Scotland besuchen. Das Haus darf man nicht alleine durchstreifen, wir hatten eine Führung - für uns ganz allein. Ein besonderes Erlebnis mit einer besonderen jungen Frau als Führerin.
 Ein Brunnen im Hof von Fyvie
 Eigentlich darf man innen nicht fotografieren, wie schade. Aber bevor wir gerügt wurden (die Schotten können das sehr dezent) hatte Mr. W. schon zweimal geschossen. Unser Weg nach oben führte über eine breite gewendete Steintreppe, auf der früher die Ponys und Pferde der Besitzer nach oben ritten. Die hatten Nerven! Sie mußten ja nicht putzen. Sehr fundiert erzählte uns die junge Frau, dass einer der Besitzer seine Frau in ein kleines Zimmer von nicht mal 8 qm einsperrte und sie dort ließ, weil sie ihm den Erben nicht schenkte. Sie bekam nur Mädchen. Die kreuzunglückliche Frau geistert heute als grüne Frau durch das Schloss. Bitte den Link nachlesen. Ich habe die Frau nicht gespürt, da war nur Frieden. Doch als wir in die Bibliothek kamen, zog sich mir sofort der Rücken zusammen. Es gruselte mich. Ich sage es, und die Führerin drehte sich um und zeigte nach oben. Dort war die Leichenmaske eines Mörders, die der exzentrische Besitzer dort aufgestellt hatte. Man kann sich also auf mein Gefühl verlassen. Immer.
Im Wohnzimmer wurden wir gebeten, doch einen Moment auf einer Couch platzzunehmen, bis die Führerin soweit war. Gegenüber der Couch hängt ein enormes Portrait einer lebenslustigen Frau (die Gattin des letzten Besitzers, Amerikanerin, ihr gehörte das Geld). Das Bild verfolgt mich noch heute. Sie sprühte vor Leben und egal, wo man im Raum stand, sie sah einen an. Ein Meisterwerk!
 Zum Schloß gehört natürlich auch ein Küchengarten, das ist selbstverständlich. Eine Schar unglücklicher junger Männer säuberte die Beete extrem lustlos und unbeholfen. Es waren Schüler, die ein gutes Werk tun sollten. Das hätten sie auch lassen können, so, wie sie sich anstellten.

 Die Erzeugnisse werden auch an Besucher verkauft.



Ich glaub, da fahr ich wieder hin, es ist unglaublich beeindruckend!

Mittwoch, 10. August 2016

Frühherbst?

Auf in den Garten, es gibt täglich was zu tun, denn ein richtiger Gärtner kümmert sich jeden Tag um die Scholle!
 Die Blätter von Clematis Jasper finde ich total schön, so hell und groß!
 Die Früchte des Sorbus zieren jetzt den Garten, das ist ein Zeichen für den Frühherbst, ich mag sie, zur Dekoration sind sie auch sehr gut geeignet

 Ganz früh am Morgen sah es am Wochenende dann so aus, aber es blieb auch dabei, der Regen kam nicht, es ist ja auch nass genug draußen.
 Kennt ihr Agastache foeniculum? Sie samt sich aus, bei mir darf sie das bisher nur in den Wannen. Dort entwickelt sie sich auch prächtig. Eigentlich ist sie kurzlebig, aber hier werden sie einige Jahre alt. In kalten Wintern verschwinden sie wieder.

 Unwirklich, die Farbe der Bohnen. Aber sie sehen wirklich so aus.
Limelight (Hydrangea paniculata) hat in diesem Jahr noch keinen Schluck Wasser von mir bekommen. Sie sind zu zweit, ich kann sie leider nicht richtig zeigen wegen des Nachbargrundstückes,  es sind Giganten, ich werde jetzt wieder das Band auspacken, um sie zusammenzuzurren.
Und er hier? Hängt ab, er darf nicht raus wenn er das will, sondern wenn ich es will. Seine Zeiten werden aber immer länger. Mehrmals täglich verschwindet er - kommt aber immer, um nachzusehen, ob ich noch da bin, mein Mamakind!
Blödsinn beherrscht er fast bis zur Perfektion
Gucki, da bin ich wieder!

Sonntag, 7. August 2016

Und schon wieder ist es August!


Nebelschwaden hängen am Morgen über dem Tal, die Berge sieht man gar nicht. Spinnweben versperren einem den Weg, es mutet draußen sehr herbstlich an. Die ersten Vorboten sind da! Meine Monarden haben ihren Zenit überschritten, ich werde einiges topfen, um es neu zu pflanzen bzw. zu versetzen.

Die Bohnen hängen richtig voll, ich kann jetzt alle paar Tage ernten.
Trotz des vielen Regen sieht man dem Garten an, dass es  August ist. Das Helenium fängt nun an, sein Bestes zu geben, die Rispenhortensie Wims Red hat sich von edlem Creme zu rosé verfärbt. Die Salvien und Nepetas sind runtergeschnitten, das Unkraut gejätet. Leider wächst es schneller nach, als Mr. W. hinterherkommt.
Kinder lieben den Garten, sie finden an allen Ecken etwas Beachtenswertes, jäten mit ihrem Opa, damit ihnen nicht langweilig wird. Einen Eimer Brunneras haben wir gestern ausgegraben und in die Grüntonne getan, es wird einfach viel zu viel, sie samen sich ja sehr willig aus.


Die Scheinhortensie hat schön geblüht, sie liebt es feucht mit lichtem Schatten. Zuerst hatte ich sie falsch gepflanzt.
Aus England habe ich mir Gebäck mit Rosenblättern und Gewürzen, mit Monardengeschmack usw. mitgebracht - das will ich nun mal nachbacken, ich hoffe, man kann es essen, eine Rezeptur gibt es nicht. Gestern hab ich schon mal Duftrosenblätter gesammelt, um sie zu trocknen. Rosenöl habe ich.

Da die Gärten immer kleiner werden, gibt es nun auch Züchtungen von Hydrangea paniculata für kleinere Gärten, sprich kleinere Hortensien. Diese hier ist 'Bobo'. Sie ist sehr hübsch, gefällt mir besser als 'Little Limelight', die ich auch neu gepflanzt habe.

Die Hostas in den Beeten sind etwas angenagt, trotz Schneckenkorn läßt sich das nicht vermeiden.

Hydrangea paniculata 'Butterfly' braucht Wasser, ihre Schwestern vertragen es auch trocken. Bis ich das bemerkt habe, fielen schon die unteren Blätter gelb ab. Nachgesehen im Internet, weiß ich nun, dass sie es feuchter mag. Na denn.
Unser Königstiger (Helenium) kommt im nächsten Jahr ins Beet, er platzt in der Wanne aus allen Nähten.
Phlox 'Blueboy', mehrfach ausgerottet, kommt er doch aus Wurzelstücken gerne wieder.
Henne mit Blütenschmuck - die Monarde hat sich ausgesamt

Ein Gärtner meinte: Die Anabelle ist verzichtbar. Es stimmt, sie hängt, kann nicht alleine stehen und braucht Wasser, trotzdem mag ich sie - mal sehen, wie lange noch.
Klein sind sie noch, die eigenen Kartoffeln. Das Kraut war völlig abgefault. Andere erzählten mir, sie hatten auch keine Blüten. Insgesamt kann man sagen: Ein seltsames Gartenjahr. Sicher werden Getreide und Kartoffeln in diesem Jahr teuer, den Bauern wird es auch nicht so gut gehen.
Gestern waren wir in einem Hofladen, der gut erreichbar ist. Sie verkaufen fast nur eigene Produkte. Ich habe mir u. a. ein Sack Lichtkornroggen mitgenommen zum Brotbacken. Bauern arbeiten sehr hart für ihr Geld, die Milchpreise sind derart lächerlich, dass ich froh bin, kein Bauer zu sein. Trotzdem finden sie ihren Beruf befriedigend, natürlich auch frustrierend. Ich schätze diesen Berufsstand sehr.

Euch wünsche ich eine schöne Woche! Es ist Sommer.