Dienstag, 19. September 2017

Ein Country House in Schottland - Leith Hall


 C'est moi - ich bins. Rückenansicht. Mit Rucksack. Das Haus haben wir nicht besichtigt, ich war nur im Shop, da ich mich gesundheitlich nicht gerade auf der Höhe befand. Im Shop habe ich zwei Tassen gekauft - die verschenke ich dann. Mr. W. wiegt dann bedenklich sein Haupt - er weiß, dass ich sie meistens behalte.

Leith Hall ist ein Countryhouse in Aberdeenshire, wir haben jetzt alle Castles besichtigt, dies ist keines. Es behört zur Hay Familie.
Natürlich haben wir den Garten besichtigt, das war mir wichtig. Ich würde sagen, es ist ein Garten zweiter Klasse, ich glaube, in den Broschüren kategorisieren sie das auch so. In Schottland fehlt dem Trust oft das Geld für ausschweifende Pflanzenanschaffungen. England hat es da leichter, es ist mehr Geld da.

Was für eine Farbkombination, sie könnte glatt von mir sein. Ich kenne jetzt mindestens eine Gärtnerin, die es schütteln würde.


Schöne Astilben, die Farbe ist ein wenig heftig.


Die Idee mit den Hölzern und Kordeln finde ich sehr schön, man könnte auch Pflanzen daran ranken lassen.

Alant
Den Steingarten fand ich ein wenig schlicht, das ist allerdings nur meine Meinung.

Und hier bin ich dann zu Hause. Kompost - das schwarze Gold. Der Gemüsegarten war schön. Und ich hab mir am Pflanzenstand verkniffen, eine Hosta zu kaufen. Ich reduziere ja (und ständig gibt mir jemand einen Ableger).

Es ist immer wieder spannend, wie verschieden die Gärten anzusehen sind. Und dabei unterscheide ich natürlich zwischen einem Garten mit Personal und einem Privatgarten, der seinen Besitzern oftmals alles abverlangt. Gefallen?

Freitag, 15. September 2017

Scotch Eggs - heute Barrington Court ♥

 Der Sommer war durchwachsen, auch in England. Als wir im Mai tourten, hatten wir sogar schweren Hagel und Regengüsse heftigster Art. Im Pub haben sie uns gesagt: Kommt nächstes Mal im Juni-Juli wieder. Nein, habe ich gesagt. Ich kann die Touristenmassen nicht ausstehen. Es war eine schöne Zeit!
 Barrington Court liegt in Somerset, eine Gegend, die wir bisher etwas vernachlässigt hatten. Nun haben wir sie richtig kennengelernt und ich möchte gerne nochmal hin. Die Häuser, die Gärten, nicht weit zum Meer (Dorset). Wir standen in einigen Staus, fast wie bei uns - doch mehr. Viele Straßen sind marode und auch das Kanalsystem muss überholt werden.
 Barrington Court ist ein schönes Anwesen, das Haupthaus haben wir besichtigt, es war nicht möbliert, aber trotzdem sehr interessant. Unter dem Dach, dass so riesig war, dass man Feste feiern könnte, pfiff schaurig der Wind (aus einer Musikanlage). Alleine möchte ich dort nicht sein. Ich bin sehr schreckhaft.

 Ich fand es herrlich, dass man auf dem Rasen spielen konnte, alles hat so gut gepasst. Doch der Himmel zog sich zu. Hinter mir hörte ich eine Angestellte unken: In zwei Minuten regnet es. Woher wissen die das? Sie hielt ein Handy (Mobile) in der Hand - und es regnete - in zwei Minuten. Schwarz war der Himmel, es schüttete wie aus Eimern, als wir zum Haupthaus rannten. Jemand hatte schon für uns die Tür aufgerissen, dass wir schnell hineinkonnten.
 Diesen Anblick werde ich nicht vergessen, diese Farben, alles hat gepaßt
 Pflanzen konnte man auch kaufen, doch ich nahm nichts mit. In meinem Auto war schon genug drin.
 Die Tischnachbarn aßen Scotch eggs, ich mußte es auch haben. Doch der unnatürlich gelbe Dotter hat mir nicht gefallen, ich hab ihn nicht gegessen. Außerum Hackfleisch. Ich bin es nicht gewohnt, zu meinen Mahlzeiten Chips zu essen, doch dort gehört es dazu.
 Mehrere Treppenhäuser - dort möchte ich nicht Personal gewesen sein. Aber herrlich anzusehen, oder?

 Im Küchengarten gab es viel zu sehen. Früher haben diese Gärten das ganze Anwesen ernährt.
 Blumen dürfen nicht fehlen. Eine Menge Iris säumte den Weg.



 Für die handwerklich begabten möchte ich noch auf die Wege hinweisen, hochkant gesetzte Backsteine. Bei Regen allerdings sind sie sehr glitschig, ich würde es für mich nicht wollen. Doch es sieht so schön aus!
 Wie in Sissinghurst blühte auch hier die weiße Wisteria, doch viel früher.
 Das sind meine Farben, die ich mir früher gar nicht vorstellen konnte
Wir sind Mitglied im National Trust of England. Man zahlt jährlich einen Beitrag und kann in alle Objekte kostenlos rein. Fährt man nach Schottland, so gibt es dort den National Trust for Scotland, und man kann auch dort mit dem Ausweis von England gratis hinein. Leider ziehen die Schotten damit den kürzeren, denn sie haben nicht so viel Geld, ich bezweifle, dass sich das ausgleicht.

Hatte ich erzählt, dass Mr. W. im Pub zwei Tomatenpflanzen bekam? Sie sind schön gewachsen, doch bekamen sie dann den Pilz, ich hab sie entsorgt. Und mit Tomaten habe ich jetzt nichts mehr am Hut, das ging dieses Jahr mal wieder voll daneben.

Wie hat euch der Garten gefallen?

Montag, 11. September 2017

Mapperton Gardens (Mai)

Mapperton, ein Garten den ich immer wieder besuchen muss, weil die Eiben so schön sind! Mapperton liegt in Beaminster in West Dorset, England. Bisher war ich nur im Juli dort, diesmal hatte ich die Chance, ihn mit Mr. Wonderful im Mai zu besuchen.
 Der erste Anlauf ging daneben, geschlossen wegen einer Hochzeitsfeier. Und so fuhren wir am kommenden Tag nochmal hin und fanden ein Sektglas, das von der Feier zeugte. Es war allerdings leer! ;)
 Diesmal blüten ganz andere Pflanzen, hier die Wisteria. Beeindruckend!

 Hiermit bin ich momentan überfordert. Wer weiß, was das ist? Ich habs vergessen.
 Eine Kiwi
Er trohnt über dem Eingangstor
 Bevor wir hinfuhren, hab ich mir Wochen vorher gewünscht, dass die Eiben frisch geschnitten sind. Ich wurde erhört. Mir bleibt jedesmal der Atem stehen, wenn ich sie sehe, so majestätisch, herrschaftlich und klar.

Lange haben wir auf einem Platz gesessen, wo man vollen Ausblick auf die Eiben hatte. Unsere Mitsitzer, fremde Leute, waren schlauer, sie hatten ihr Essen mit. Als wir das Anwesen verließen, gab es im Tearoom nichts mehr, elend. Mein Magen knurrte erbärmlich. 
Für heute war es das, ich hab momentan nicht sehr viel Zeit. Über diesen Garten werde ich noch zweimal berichten, denn wir haben beide fotografiert, und ihr wißt, dann wird es viel.
Im Übrigen hab ich Sehnsucht nach Dorset, hätte ich ja nicht gedacht. Eine wundervolle Reise, auch wenn das Wetter nicht täglich besonders gut war, aber oft. Ich freue mich, wenn ihr mich auch beim nächsten Bericht besuchen kommt.

Draußen wackeln die Bäume, die Herbststürme sind angekommen.

Sigrun

Donnerstag, 7. September 2017

Das Laub verfärbt sich ...

Dass es so schön blüht - ich hätte es nicht gedacht. Das neue weiße Herbstalpenveilchen hab ich glaube ich im Frühling gekauft, nun blüht es und gleich so ordentlich. Dann kann frau nicht meckern.
 In den letzten Zügen liegt der Phlox, die, die jetzt noch im Garten sind, haben überlebt, also dürfen sie bleiben, alles andere hab ich entfernt, Jammergestalten ertrage ich nicht um mich herum.
 Ein kurzer Blick auf das schwarze Gold, der Rest ist bereits in den Beeten. Einfach wunderbar!
 Schamlos breit macht sich Aster divaricatus, in den Beeten ist sie entfernt, und nun kommt sie dick unter der Bank hervor. Ich glaub, sie möchte bleiben.
 Die siamesischen Zwillinge genießen den Garten. Fraser hatte gerade ein laufendes Auge, also lasse ich ihn erst raus, wenn die Sonne scheint. Er meckert zwar, aber um 8.00 Uhr muss man ja nicht zwingend raus.
 Wie lila Engel schweben die schönen Verbena bonariensis über den Wannen, ich liebe sie . Mittlerweile gehen sie auch im Garten überall auf.

 Hostas im Boden herbsteln schon schwer, in den Töpfen sehen sie noch schön aus, aber auch nicht überall.
 Könnt ihr euch erinnern? Hier saß mal der Buchs. 5 m Hecke und zwei groooße Kugeln. Hier nur mal eine Teilansicht der neuen Bepflanzung, im Frühling, wenn alles schön ist, zeig ich sie euch wieder.

 Auch das Mitbringsel von der Nordsee herbstelt schon, es bekommt Flecken.
 Eigentlich schade ist es, dass ich im Herbst immer die nicht winterfesten Sachen in die Tonne stopfe, aber wir haben nun mal keinen Überwinterungsplatz. Und nein, unten ist es auch zu warm, dort wohnen wir. Die Zitronenverbene habe ich für schlappe zwei Pfund in einem englischen Garten in stattlicher Größe gekauft. Gut, gell?

Noch schön - Hosta und Geranium renardii in einer Sorte, die mir gerade nicht einfallen will. Der Garten ist sehr trocken, ich schwinge bereits wieder den Schlauch, damit die Glattblattastern nicht Mehltau bekommen. Eigentlich ein Elend um diese Jahreszeit. Wie stehts mit der Trockenheit bei euch?